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Mutschler-Elf mit starkem Auftritt – 1:1 beim Verbandsligisten TSG Tübingen



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: 3. Testspiel in der Wintervorbereitung
Datum: Sonntag, 16.02.2025 | 15 Uhr
Spielort: TSG-Gelände beim Freibad Tübingen (Kunstrasenplatz)


Da war mehr drin

Die Mutschler-Elf blieb auch im dritten Derby in Folge gegen die TSG Tübingen ungeschlagen. Nach zuletzt zwei Siegen entführte man nun am Sonntag auswärts auf dem Kunstrasenplatz des TSG-Geländes ein verdientes Unentschieden. Vor ca. 50 Zuschauern bei eiskalten Temperaturen und einsetzenden Schneefalls erzielte Oleh Stepanenko im dritten Testspiel in der 31. Minute den 1:0-Führungstreffer für den FCR. Erst in der 86. Minute musste man nach einer Ecke den Ausgleich hinnehmen.
Landesliga-Tabellenführer FC Rottenburg bestätigte fünf Tage nach dem 2:2 gegen den Verbandsliga-Zweiten FC Holzhausen weiter seine starke Frühform und zeigt ein weiteres Mal verschiedene Gesichter, knöpft dabei dem Favoriten beim 1:1 nach einer 1:0-Führung ein Unentschieden ab. Bereits im Sommer 2024 beim letzten Test in der Vorbereitung auf die Landesliga-Saison 2024/25 gelang der Mutschler-Elf ein überwältigender 5:2-Derbysieg gegen den ambitionierten Verbandsligisten TSG Tübingen, den das Team um Trainer Michel Frick sicherlich ausbügeln wollte. Die Tore damals für den FCR erzielten René Hirschka, Nick Heberle, Oleh Stepanenko, Raphael Langer und Maximilian Biesinger. Am Sonntag war einmal mehr Oleh Stepanenko zur Stelle, hatte dem Führungstreffer noch weitere gute Möglichkeiten das Spiel frühzeitig in eine Richtung zu lenken.
Beim nun im achten Jahr in Folge in der Verbandsliga angesiedelten Verbandsligisten scheiterte der Landesligist aus Rottenburg letztlich an der Cleverness und an der Anfälligkeit im Abschluss. Trainer Marc Mutschler meinte zur Partie: „Wir sind eigentlich gut auf den Gegner vorbereitet in die Partie gegangen.“ Dabei musste er wieder einmal auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. Einige Fans des FCR meinten sogar: „Des isch ja der Wahnsinn, was bei uns scho wieder alles fehlt.“ Ja und da hatten die Fans recht.
Neben Hirschka, Oeschger, Diedhiou, Baur, Zettel, Seidel aber auch Francisco fehlten sieben Stammspieler ganz, dann schickte Trainer Mutschler mit Eberle, Behr, Bader, Rohrer und Votentsev namhafte Leistungsträger zum Laufen, während der Rest der Mannschaft der TSG überragend Paroli bot. Man muss das einfach immer wieder erwähnen, denn welche andere Mannschaft würde freiwillig auf 12 Leistungsträger verzichten. Mutschler schon, denn er hatte wieder einen Plan und schickte seine Mannschaft erneut mit einer anderen Taktik und einem anderem Spielsystem auf den Platz und es passte wieder. Die Jungs des FCR harmonieren einfach, egal wer mit wem zusammenspielt. Da geht von uns ein ganz großes Lob auch an das Trainerteam.
Unterm Strich geht das Remis in Ordnung, wobei dem FCR vier Minuten fehlten zu einem weiteren Triumph im Prestigeduell gegen die TSG Tübingen. In der zweiten Halbzeit machten sich bei beiden Mannschaften die vielen personellen Wechsel deutlich bemerkbar. Das Niveau sowie die Aggressivität aber blieb hoch. Der FCR musste sogar die letzten fünf Minuten in der ersten Halbzeit mit einem Mann weniger auskommen, da sich Stepanenko am Rücken verletzte und von Mutschler vom Feld genommen wurde ohne zu wechseln. Da erkannte man auch beim Rottenburger Trainer den Mut auch in Unterzahl zu testen.


FCR mit Chancenplus in Halbzeit eins
Die Roten vom Hohenberg kamen ganz klar besser ins Spiel und hatten gleich in der ersten Minute ihre erste gute Chance durch Stepanenko, der über links kommend mit einem Torschuss aus dem Lauf aber am Tor vorbei schoss. Der FCR blieb zunächst spielbestimmend und kam in der 8. Minute erneut durch Stepanenko, der immer mehr zur alten Form zurückfindet,  zur nächsten Torchance. Die Vorarbeit kam von Maxi Biesinger, der seine Chance bekam und nutzte. Klasse Auftritt vom im Sommer von Hirrlingen nach Rottenburg gewechselten jungen Vollblutstürmer.
Erst nach zehn Minuten meldeten sich die Tübinger an und kamen mit einem Lupfer weit am Tor vorbei zur ersten richtigen Annäherung an das von Philipp Abrosimov gehütete Rottenburger Tor. Es folgte ein Torschuss von Kapitän Nick Heberle. Die etatmäßigen Kapitäne Oeschger, Behr und Eberle fehlten zunächst krankheitsbedingt oder waren beim Laufen (es ging für die Jungs nach Hirschau und zurück). Biesinger kam dann in der 22. Minute zu seiner ersten Topchance. Über rechts setzte er sich super durch und kam zum Abschluss, doch erst beim Tübinger Keeper fand er seinen Meister.
Ab der 25. Minute konnten sich die Tübinger gut befreien und hatte in den Folgeminuten eine starke Drangphase indem sie den FCR mächtig unter Druck setzten. Dabei vergaben sie zwei richtig gute Chancen, vereitelt durch den starken Abrosimov im Rottenburger Tor.
Dann die 31. Minute. Ein Flanke über rechts durch den starken Biesinger fand in Stepanenko einen Abnehmer. Der 20-jährige Stürmer nahm die Kugel mit rechts aus der Luft und kam seinen Gegenspielern zuvor. Der Ball zappelte zur 1:0-Führung im Tübinger Netz und das nicht unverdient.
In der 32. Minute dann wieder ein Torabschluss der TSG, aber erneut völlig harmlos. Der Ball ging weit weit drüber. Dann die 40. Minute, als dann Mutschler rief, er soll runter. Dann sah man, daß Stepanenko sich den Rücken hielt und damit nichts Schlimmeres passiert, nahm Mutschler ihn vorsorglich vom Platz. Für Stepanenko kam aber erstmal niemand auf dem Platz. Mutschler ließ die letzten fünf Minuten zu zehnt zu Ende spielen. Es war auch bei dieser Kälte niemand warm um ins Spiel geworfen zu werden. Oberligaschiedsrichter John Bender vom TSV Gomaringen pfiff pünktlich zur Pause, die dann gefühlt für die Fans unendlich erschien. Den Spielern war die Wärme in der Kabine gegönnt, doch wir mussten heftigst frieren. Egal, wir haben es überlebt.
FCR verkauft sich weiter teuer
In der zweiten Hälfte passierte nicht viel, doch der Charakter und die Qualität des Spiels blieben konstant hoch. Das Spielgeschehen war nun aber meist zwischen den Strafräumen, ohne daß echte Torchancen entstanden. Doch zuvor rätselten die Rottenburger Fans wer denn nun aus der Kabine auf das Spielfeld kam und so machte man sechs Wechsel mit Stepanenko sieben Wechsel aus, bei den Tübinger war es gar neun Wechsel.
Es dauerte dann bis zur 65. Minute, bis dann Tübingens Kapitän Tim Steinhilber den ersten echten Torschuss abfeuerte und das aus gut 25 Metern, jedoch am Tor vorbei. In der 71. Minute war es endlich der FCR, der durch Heberle und Eberle zwei Mal per Kopf scheiterten.
Zwei Minuten später war es wieder die TSG, die in der 73. Minute zufällig an den Ball kam und beim Torabschluss den Schuss verzog und eine gute Möglichkeit liegen ließ. In der 76. Minute wurde Rohrer kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht, der Schiri erkannte auch auf Foul, doch sein Assistent hob die Fahne und erkannte auf Abseits. So wurde dem FCR ein aussichtsreiche Chance genommen auf 2:0 zu erhöhen. Schade.
Dann passierte es doch, aber auf der anderen Seite. Viele hatten sich schon damit abgefunden, daß der FCR dieses Spiel mit 1:0 gewinnen würde. Doch der TSG wurde in der 86. Minute ein Eckball zugesprochen. Dieser landete am 2. Pfosten bei Tübingens Urgestein Simeon Zahn, der per Kopf einnickte und doch noch den Ausgleich schaffte. Ärgerlich aus Sicht des FCR. In der 88. Minute kam Heberle nochmal zum Abschluss, doch sein 30-Meter-Hammer wurde von der TSG-Abwehr geblockt. Auch nach der zweiten Halbzeit ließ Schiri Bender nicht nachspielen. Es war halt doch bitter kalt.
Fazit
Am Ende war es dann doch ein leistungsgerechtes 1:1-Unentschieden. Der FCR konnte somit nach dem überragenden 2:2 gegen den FC Holzhausen, auch gegen den nächsten Verbandsligisten überzeugen. Nur wartet am Dienstagabend Bezirksligist SV Wurmlingen zum nächsten Test, die für den die U19-Bundesliga-Fußballer des SSV Reutlingen eingesprungen waren.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und so schickte Trainer Mutschler seine komplette Mannschaft zu weiteren Pendelläufen, die in sich eh schon anstrengend sind, doch wer erfolgreich sein will, muss auch was dafür tun und dafür sind die Jungs bereit. Beachtenswert, die Bereitschaft der Mannschaft über viel Leid zum Erfolg zu kommen. Ohne Schweiß kein Preis, heißt doch ein schöner Spruch.
FCR-Trainer Marc Mutschler sieht die ganze Vorbereitung völlig entspannt und meinte: „Wir sind mit der laufenden Vorbereitung bislang zufrieden, wobei wir ab und an schon auf Stammkräfte verzichten mussten, zwecks Krankheit und Verletzungen. Ich hoffe, dass wir zum Saisonstart auf alle zurückgreifen können. Zum Test gegen Tübingen haben wir uns erneut gut präsentiert, wobei es einfach nur Testspiele bleiben und das Ganze im Ligamodus komplett anders aussieht. Wir konnten gegen Tübingen einige Basics umsetzen sowie haben wir die Balance im Pressing gefunden, was sehr wichtig ist. Nun gilt es das Tempo der Vorbereitung weiter hoch zu halten.“


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Philipp Abrosimov (46. Häfner) – Raphael Langer, Dario Bedic (46. Rohrer), Maximilian Biesinger (46. Behr), Bastian Rosato, Nick Heberle (C), Jakob Bader (46. Narr), Manuel Weber, Daniel Angerer (46. Eberle), Julian M. Kiesecker (46. Votentsev), Oleh Stepanenko (46. Jansen)
Auswechselbank des FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, Anton Jansen, Lennis Eberle, Lukas Behr, Bastian Narr, Moritz Rohrer
Trainer- und Betreuerstab:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Elssässer
Tore:
0:1 Oleh Stepanenko (31.)
1:1 Simeon Zahn (86.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Schiedsrichter:
John Bender (TSV Gomaringen, SRG Tübingen, Aktiv in Oberliga & im erweiterten Regionalligakader)
Schiedsrichter-Assistenten:
Erdi Ipek (TSV Altingen)
Sophia Sommer (TSV Ofterdingen)
Zuschauer:
ca. 50

Alle Spiele in der Vorbereitung

  • Samstag, 08.02.2025 | 13 Uhr | VfL Pfullingen (Verbandsliga) – FCR 5:1
  • Dienstag, 11.02.2025 | 18.30 Uhr | FCR – FC Holzhausen (Verbandsliga) 2:2
  • Sonntag, 16.02.2025 | 15 Uhr | TSG Tübingen (Verbandsliga) – FCR 1:1
  • Dienstag, 18.02.2025 | 19.30 Uhr | FCR – SSV Reutlingen U19(Bundesliga) abgesagt
  • Dienstag, 18.02.2025 | 19 Uhr | FCR – SV Wurmlingen (Bezirksliga)
  • Samstag, 22.02.2025 | 11 Uhr | TSV Hirschau (Bezirksliga) – FCR
  • Mittwoch, 26.02.2025 | 19 Uhr | FCR – GSV Maichingen (Landesliga 2)

Start Landesliga 3 Württemberg

  • 17. Spieltag: Sonntag, 09.03.2025 | 15 Uhr | VfB Bösingen – FCR
  • 18. Spieltag: Sonntag, 16.03.2025 | 15 Uhr | FCR – SV Seedorf

Ausblick

In der Vorbereitung geht es nun mit dem vierten Testspiel am kommenden Dienstagabend, den 18.02.2025 mit einem Heimspiel gegen den SV Wurmlingen, Tabellenneunter der Bezirksliga Alb weiter. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz der MERZ ARENA auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg. Spielbeginn ist um 19 Uhr.
An diesem Termin hätten wir eigentlich gegen das U19-Bundesliga-Team des SSV Reutlingen gespielt, die dann aber aus personellen Gründen abgesagen mussten. Mit dem SV Wurmlingen hat der FCR kurzfristig Ersatz gefunden. Dafür wollen wir uns beim Bezirksligisten und Nachbarn bedanken.

Rote Karte für Häfner: FCR bezahlt ein tolles 3:3 beim SSC Tübingen teuer



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: Bezirksliga Alb, 29. Spieltag
Datum: Sonntag, 26.05.2024 | 15.30 Uhr
Spielort: Stemmler Arena Tübingen (Kunstrasenplatz, Sportanlage Holderfeld)


Im letzten Bezirksliga-Auswärtsspiel bleibt man ungeschlagen

Am vorletzten Spieltag der Bezirksliga-Saison 2023/24 konnte der FCR beim Tabellenzweiten und bis letzte Woche noch ärgsten Verfolger um die Meisterschaft SSC Tübingen ohne seinen im Urlaub weilenden Trainer Marc Mutschler und zahlreichen Stammspieler ein tolles 3:3 (2:2)- Unentschieden erkämpfen, nachdem man 3x zurücklag und immer wieder durch tolle Moral zurückkam. Bei optimalen Fußballwetter vor ca. 150 Zuschauern erzielten auf dem Kunstrasen der Sportanlage Holderfeld in Tübingen unser Kapitän René Hirschka, Manuel Weber und Julian M. Kiesecker die Tore für den schon feststehenden Meister aus Rottenburg. Auf der Rottenburger Auswechselbank saßen bis auf Daniel Wiedmaier, Mauro Carta und Max Blesch noch vier U23-Spieler. Keeper Nr. 1 Julian Häfner sieht die Rote Karte und fällt für das Pokalfinale aus.
Der Meister spielte in seinem letzten Auswärtsspiel in der Bezirksliga 3:3-Unentschieden und hätte durch einen Pfostentreffer von René Hirschka in der letzten Minute der Nachspielzeit sogar noch gewinnen können. Doch mit diesem leistungsgerechten Remis konnten beide Mannschaften sehr gut leben.
Der FCR wurde auf dem Holderfeld in der Stemmler Arena vom Gastgeber aus Tübingen sehr gut empfangen. Vor dem Einlaufen beider Teams stand die Tübinger Mannschaft vor dem Spiel für den neuen Meister FC Rottenburg Spalier und applaudierte den Spielern vom FCR angeführt vom Kapitän René Hirschka, die sich sichtlich freuten und ebenfalls sich mit einem Applaus zurück dafür bedankten. Eine herzliche Szene des Gastgebers, welches wir so vorher noch nirgends gesehen hatten. Deswegen ein ganz großes Dankeschön an den SSC Tübingen für die diesen herzlichen Empfang und schönen Geste.
Ob das jetzt am Sonntagnachmittag ein verrücktes Spiel war – schaut man sich die Torfolgen der 6 tollen Tore an, aber auch der Platzverweis für FCR-Keeper Julian Häfner, der sehr zweifelhaft war, müssen andere beurteilen. Es war auf jeden Fall ein tolles Spiel, eines Topspieles würdig, mit dem wir zum Abschluss sehr gut leben können, obwohl es eigentlich um nichts mehr ging, außer um das Prestige.
Der Gast aus Rottenburg, angetreten mit einer besseren A2-Elf, denn es fehlten immerhin Spieler wie Baur, Behr, Oeschger, Eberle, Stepanenko, Diedhiou, Bader, Angerer, Francisco, Bedic – Spieler die man allesamt als Startelf-Spieler auflaufen lassen könnte, konnten dieses Unentschieden sehr gut verkraften, daß sie ihr 9. Spiel in Folge nicht gewinnen konnten und somit eine schöne Serie endete. Schließlich stand man vor dem Spitzenspiel beim Zweiten SSC Tübingen als Meister schon fest.
In einer guten Anfangsphase dominierte der FCR sogar das Spiel und erspielte sich zahlreiche Torchancen. Den Anfang machte aber der SSC, der durch einen ersten Torschuss in der 2. Minute sich zeigen wollte. Doch den Flatterball konnte FCR-Keeper Häfner sicher parieren. 1 Minute später dann die erste Möglichkeit für den FCR. Kiesecker scheitert mit einem Flachschuss am Tübinger Keeper Moritz Gohl. Nach 5 Minuten Spielzeit hat sich der FCR dann mehr und mehr dem Tübinger Gehäuse genähert und kam durch einen strammen Torschuss von Ruckaberle zur ersten fetten Torchance im Spiel.
Eine Minute später glänzte Langer, der Seidel über links kommend mit einem Lupfer/Schlenzer in Szene setzt, doch Tübingens Keeper konnte vor Seidel´s Einschuss klären, zu einer anschließenden Chance kam wiederum Ruckaberle, der per Kopfball am Tor knapp vorbei köpft. In der 9. Minute kam plötzlich Seidel zu einer unverhofften Gelegenheit und war im eins gegen eins überrascht, so daß SSC-Keeper Gohl erneut Sieger blieb.
Nach einem Kopfball von Ruckaberle kam Hirschka zu einer ja schon fast 100%igen und scheitert im Liegen per angedeuteten Seitfallzieher wieder am Keeper. Dann kam es wie es kommen musste im Fußball. Wenn man vorne nicht trifft wird man hinten bestraft. So ging der SSC Tübingen in der 14. Minute durch einen direkt aus halblinker Position verwandelten Freistoß über die Mauer ins linke Eck durch ihren Routinier Yasin Meral mit 1:0 in Führung. Dieser Treffer brachte den SSC zurück ins Spiel und gestalteten das Spiel fortan offener. Es folgte eine weitere Riesenchance für die Kiez-Kicker per Drehschuss knapp am rechten Pfosten vorbei.
Nun meldete sich wieder FCR an und kam durch Ruckaberle (21.) und nochmal Ruckaberle und Zettel (25.) zu weiteren Topchancen. Belohnt wurde der FCR dann in der 30. Minute mit dem 1:1-Ausgleich. Hirschka setzte sich über die linke Außenbahn kommend durch und brachte die Kugel mit links ins Zentrum. Es sollte eigentlich eine Flanke auf dem in der Box lauernden Seidel sein, doch der Ball rutschte Hirschka irgendwie über den Schlappen und machte sich Richtung Tübinger Tor auf, dort sprang Seidel noch hoch und köpfte den Ball, schwer zu sagen, aber wahrscheinlich schon hinter der Torlinie, über dieselbe. Egal, es stand 1:1 und das natürlich hochverdient.
Doch die Freude wahrte nicht lange, den nur 3 Minuten später wurde dem SSC erneut ein Freistoß zugesprochen. Dieser kam wieder aus halblinker Position auf den zweiten Pfosten, Hirschka sprang zwar hoch, jedoch der Ball erreichte den hinter ihm positionierten SSC-Kapitän Marko Chatziliadis und der köpfte mit einem tollen Kopfstoß unhaltbar ins andere Eck zur erneuten Tübinger Führung.
Dieser Treffer wiederum stärkte die Moral der Trevallion-Elf, die dann mit einer weiteren Topchance, vereitelt durch FCR-Keeper Häfner (36.), einen weiteren aussichtsreichen Freistoß, erneut durch Häfner entschärft (42.) und eine Minute später einem weiteren guten Torschuss (43.), gute Chancen vergaben um mit 3:1 in Führung zu gehen.
Allerdings fiel doch noch ein Treffer vor der Pause, aber durch die Roten des FCR. Manu Weber im Mittelfeld Richtung Tor unterwegs, dachte sich wie schon so oft, dieses Schlitzohr, „komm ich schieß einfach mal“ und erzielte mit einem Flachschuss aus gut 20 Meter den 2:2-Ausgleich (45.), der jedoch noch leicht abgefälscht den Tübinger Keeper verwirrte und der die Kugel passieren lassen musste. Das war ein sehr wichtiger Treffer noch vor der Pause. Der oft unsicher wirkende Schiedsrichter Christoph Krajewski aus Rottweil ließ noch 1 Minute nachspielen und pfiff dann zur Halbzeit.


U23-Spieler mit guten Eindruck, Rot für Häfner!
Ja kaum aus der Kabine raus stand es dann auch schon 3:2 für Tübingen. Viele waren noch gar nicht auf ihren Plätzen oder waren noch mittendrin im Halbzeit-Talk. Tübingens Kapitän Chatziliadis bekam über rechts den Ball und zirkelte die Kugel mit dem rechten Außenrist oben links ins Rottenburger Tor. Ein Traumtor welches er so auch nicht alle Tage schießt, dabei FCR-Keeper Häfner überrascht und ihm keine Chance lässt.
Für Spielertrainer Bernd Kopp war dann nach 51 Minuten Feierabend. Er nahm sich selber aus dem Spiel und schickte Mauro Carta ins Geschehen. Dann dauerte es keine 5 Minuten und der FCR machte nach einer starken Drangphase den 3:3-Ausgleich, der dann auch in der Luft lag. Nach schöner Vorarbeit über den linken Flügel durch Raphael Langer, der die Kugel auf den ins Zentrum sich bewegenden Seidel passte, der weiter lang zu Kiesecker und der wiederum aus spitzen Winkel seinen 3. Saisontreffer erzielte.
Es wurde dann ein richtig spannendes Topspiel mit Topchancen auf beiden Seiten. Zunächst probierte es Heberle per Lupfer (60.), doch dieser wurde noch vor der Linie geklärt. Beim FCR kam nun Daniel Wiedmaier für Stefan Seidel (65.), danach durfte Tübingen wieder jubeln, doch Schiri Krajewski erkannte auf Abseits und gab den Treffer nicht. Die Stimmung beim SSC war wieder down. Kiesecker probierte es auf der anderen Seite mit einem Torschuss. Es ging nun hin und her.
In der 71. und 73. Minute brachte Spielertrainer Bernd Kopp zwei U23-Spieler für zwei Kanten beim FC, Weber und Heberle. Mit dem Einsatz der Beiden aus der U23 durfte Kopp zufrieden sein, denn sie machten ihre Aufgabe sehr gut.
Nach einem für Häfner verdeckten Torschuss, dann eine entscheidende Szene im Spiel, die für das Pokalendspiel am Donnerstag Einfluss haben wird. Bei einem Angriff der Tübingen, kam Häfner aus dem Tor und prallte mit dem Tübinger Elias Bandel vor dem Strafraum zusammen. Nach Rufen der Tübinger nach Rot – es waren noch genügend andere Spieler in der Nähe um die Aktion zu klären – zögerte der Schiri und wusste erst nicht was er tun sollte, um dann zögerlich die Rote Karte (81.) aus der Gesäßtasche zu ziehen um sie Häfner zu zeigen. Schock beim FC, denn so wurde Häfner eines seiner wichtigsten Spiele seiner noch jungen Karriere geraubt und wird nun das Pokalendspiel verpassen. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl hätte der Schiri die Karte stecken lassen können, denn in diesem Spiel ging es um nichts mehr.
Ersatzkeeper Max Blesch kam dann für Stürmer Ruckaberle (81.) ins Spiel, der nun das Tor hütete. Den Freistoß nach der Roten Karte konnten die Tübinger nur halb nutzen und trafen den Außenpfosten. Tübingen nutzte dennoch nach dem Platzverweis die Verwirrungen beim FCR und kam in der fast gleichen Minute zu einer Topchance, doch Blesch konnte sich mit einer tollen Parade erstmals beweisen und zeigte seine ganze Routine als Torhüter.
Die Schlussphase war angebrochen und diese hatte es in sich. Ein Wiedmaier-Freistoß in der 90. Minute erreichte Kiesecker, dessen Torschuss war aber erfolglos. In der ersten und zweiten Minute der Nachspielzeit hätte der FCR den Sack zumachen können, vergab aber größte Chancen auf den 4:3-Siegtreffer. Die erste Riesenchance vergab Mike Rommel, die zweite köpfte Hirschka am 1. Pfosten nach einer Wiedmaier-Ecke an den Pfosten. Schade, da war nochmal seitens des FCR richtig Pfeffer drin.
Allerdings muss man der Fairness halber hinzufügen, daß der SSC Tübingen hätte ebenfalls in der dritten und letzten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielen können, doch Blesch verhinderte dies großartig und es blieb beim für alle Parteien leistungsgerechten Unentschieden.
Fazit
Am Ende stand ein 3:3, ein Ergebnis welcher auch dem Spielverlauf gerecht wurde. Es war das erwartete absolute Topspiel zwischen dem Zweiten und dem neuen Meister. Im Pokal konnte der FCR in der 2. Runde noch mit 4:2 beim SSC Tübingen gewinnen, auch im Hinspiel blieb der FCR erfolgreich und gewann durch das Golden Goal von Nick Heberle mit 1:0 im Hohenbergstadion. Nun geht es am Donnerstag nach Mähringen um im Pokalendspiel gegen die SG Reutlingen die Mission “Doublesieger“ die Saison zu krönen!


Pressestimmen

Rot: Häfner fehlt im Cup-Finale
Der Trainer war im Urlaub, sechs Rottenburger halfen bei der zweiten Mannschaft aus. Viel Brisanz war im Duell Erster gegen Zweiter nicht mehr drin. „Die Luft war ein bisschen raus“, sagte SSC-Trainer Steven Trevallion. „Trotzdem hat meine Mannschaft heute nochmal alles gegeben.“ Höhepunkt war sicherlich der Treffer von Markos Chatziliadis nach der Pause zum 3:2 mit dem Außenrist in den Winkel. Zehn Minuten vor Schluss räumte Rottenburgs Torwart Julian Häfner an der Strafraumgrenze Elias Bandel ordentlich ab und wurde des Platzes verwiesen. Damit kann Häfner auch nicht am Donnerstag im Bezirkspokalfinale spielen.
Paul Junker am 26.05.2024 | Schwäbisches Tagblatt
Unentschieden im Spitzenspiel
Im letzten Spitzenspiel der Saison standen sich die beiden besten Teams des Bezirks-Oberhauses gegenüber. Nach 90 Minuten trennten sich der Tabellenzweite SSC Tübingen und der längst als Meister feststehende FC Rottenburg mit 3:3. Bereits in der ersten Halbzeit wurde den Zuschauern ein Spektakel geboten, als es mit 2:2 in die Katakomben ging.
Leopold Schartl am 26.05.2024 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Bernd Kopp (51. Carta), René Hirschka (C), Stefan Seidel (65. Wiedmaier), Loris Zettel, Melwin Ruckaberle (81. Blesch), Nick Heberle (73. Rommel), Moritz Rohrer, Manuel Weber (71. Malilelo), Julian M. Kiesecker
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Daniel Wiedmaier, Johannes Rath, Mauro Carta, Mike Rommel, Luis Malilelo, Pacal Zorlu
Trainer- und Betreuerstaff:
Co-Spielertrainer Bernd Kopp, Betreuer Karl Ellsässer, Torwarttrainer Jürgen Haug
Tore:
1:0 Yasin Meral (14.)
1:1 René Hirschka (30.)
2:1 Markos Chatziliadis (33.)
2:2 Manuel Weber (45.)
3:2 Markos Chatziliadis (46.)
3:3 Julian M. Kiesecker (56.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Christoph Krajeweski (FV 08 Rottweil, Schiedsrichtergruppe Rottweil)
Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Torhüter Julian Häfner (FC Rottenburg) wegen Foulspiel (81.)
Zuschauer:
ca. 150

Ausblick

Bereits am kommenden Donnerstag (Fronleichnam), den 30.05. findet das Finale im Bezirkspokal statt. Der FCR spielt dabei gegen den Ligakonkurrenten SG Reutlingen. Gespielt wird auf der Sportanlage am Reinenberg in Kusterdingen-Mähringen. Spielbeginn ist um 17 Uhr. Die Mutschler-Elf hat dabei die Chance nach dem Gewinn der Meisterschaft auch den Bezirkspokal zu gewinnen. Beim Gewinn des Doubles würde der FCR Vereinsgeschichte schreiben, denn es schaffte zuvor noch keine Mannschaft des FC Rottenburg. Wir hoffen dabei auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung unserer hoffentlich in rot gekleideten Fans!!
Zum Finale und letzten Spieltag der Saison empfängt die Mutschler-Elf am Samstag, den 01.06. die SGM Dettingen/Glems. Gespielt wird an jenem 30. Spieltag im Hohenbergstadion in Rottenburg. Spielbeginn ist wie beim Pokalfinale abends um 17 Uhr. Anschließend steigt die Meisterparty mit unseren Fans mit der Übertragung des Champions League-Finales Borussia Dortmund gegen Real Madrid.

FCR gewinnt bei der TSG Tübingen II mit 3:1, vergibt dabei 100%ige Chancen



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: Bezirksliga Alb, 4. Spieltag
Datum: Sonntag, 10.09.2023 | 17:30 Uhr
Spielort: TSG-Sportgelände Tübingen (Kunstrasenplatz)


Derby-Auswärtssieg beim Baur-Comeback

Schmeichelhafte 1:3-Heimniederlage aus Sicht der TSG Tübingen. Die Mutschler-Truppe konnte am späten Sonntagnachmittag bei sommerlichen Temperaturen vor ca. 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des TSG-Geländes in Tübingen mit 3:1 (0:0) das Derby bei der zweiten Garde der TSG Tübingen hochverdient durch Tore von Melwin Ruckaberle, Lennis Eberle und Moritz Rohrer gewinnen.
Die Marschroute war klar um auf direkten Wege wieder an die Spitze zu gelangen – ein Sieg musste her und das egal wie. Nach zuletzt in der Vergangenheit zwei deutlichen Siegen bei der 2. Mannschaft der TSG Tübingen (1:5 und 0:4) war eigentlich schon klar – alles andere als ein klarer Sieg wäre eine herbe Enttäuschung.
Trotz das erneut einige Spieler noch oder jetzt gerade im Urlaub sind, hatten wir eine bockstarke Ersatzbank. Als man die Spieler sah als sie Platz nahmen, dachte man sich, „wer steht denn da in der Startelf“ und die konnte sich auch sehen lassen. Also personell konnte Mutschler schon fast aus dem Vollen schöpfen.
Nach einer unter der Woche intensiven Vorbereitung mit Videoanalyse aus dem letzten Spiel gegen Upfingen, dabei wollte Mutschler den Spielern nochmals die zahlreich vergebenen Torchancen vorspielen und dabei analysieren, muss er wohl nach dem TSG-Spiel diese Analyse wiederholen, denn was unsere Mannschaft alleine in der ersten Viertelstunde an Topchancen verballerte, war also echt hanebüchen.
„Wir sind gut ins Spiel gestartet und waren von der ersten Sekunde da, so wie vorgenommen. Es geht im Fußball immer darum, Chancen zu kreieren und das tun wir Spieltag für Spieltag. Manko ist leider unsere Ausbeute. Wir müssen den Sack in den ersten 20 Minuten zu machen, dann wird es ein entspannter Sonntagabend“, so Mutschler.
Doch der Reihe nach. Es begann wie gesagt stürmisch für den FCR. Gleich in der 1. Minute hatte Daniel Angerer die erste Topchance per direkten Freistoß um in Führung zu gehen. Zwei Minuten später war es wieder Angerer (oder war es Eberle?), der über rechts kommend zu einem guten Abschluss kommt. In der 6. Minute dann die erste echte Regung bei den Rottenburger Fans, denn Lukas Behr hatte sie auf dem Fuß, die 1000%ige zum 1:0. Er selber wusste was er da gerade vergeben hatte. Behr eroberte sich den Ball an der gegnerischen Strafraumgrenze und stand plötzlich im eins gegen eins TSG-Keeper Florian Schulz gegenüber, der dann klären kann. Behr hätte nur auf Angerer links quer legen müssen, der hätte dann nur einschieben müssen. Aber gut, von außen ist es immer einfach zu sagen, der Spieler ist im Tunnel und muss in Sekundenbruchteilen entscheiden.
Weiter gings mit Chancen vergeben. Ein klasse Torschuss über rechts von Daniel Wiedmaier (9.), die nächste Chance – bleiben wir bei diesmal bei der 100%igen – Behr taucht wieder alleine vor dem TSG-Keeper auf, schießt diesen an, musste allerdings nur rechts oder links einschieben. Mann was für Chancen. Es folgte ein strammer Distanzschuss von Moritz Rohrer aus ca. 20 Meter (14.) und erneut Wiedmaier über rechts kommend ans Außennetz (16.).
Dann war erstmal Schluss, denn die Tübinger fingen sich und spielten jetzt mit, aber ohne irgendwelche nennenswerte Torchancen, die hatte dann wieder der FCR in der 24. Minute. Rohrer, bester Spieler beim FCR an diesem Abend, schnappte sich die Kugel und marschierte Richtung Box, zog ab, aber erfolglos. Lennis Eberle mischte sich nun auch ein und vergab am 2. Pfosten einen guten Kopfball nach einer Hägele-Ecke (30.), ja und eine Minute später schon wieder eine 100%ige, diesmal von Angerer, der frei vor dem Tübinger Keeper – bester Mann bei den Tübingern –  in ihm seinen Meister fand.
Es dauerte bis zur 36. Minute als dann die TSG zu ihrer ersten Torchance kamen. Ein Tübinger Ecke konnte FCR-Keeper Max Blesch per Faust super klären, dabei machte er sich länger und länger und hielt somit die Null. Ja so kanns gehen, da könntest du 4 oder 5:0 führen und könntest dann plötzlich selber im Rückstand sein.
Dann ein Schock im Rottenburger Team. Angerer verletzte sich wieder an seinem bereits lädierten linken Knie in einem Zweikampf und musste kurze Zeit später dann leider auch ausgewechselt werden. Für ihn kam noch vor der Pause in der 39. Minute Melwin Ruckaberle, also ein eins zu eins- Tausch im Sturm.
Ja man weiß gar nicht was und wie man berichten soll. Es folgte die nächste Chance des FCR. Kapitän René Hirschka köpft auf Eberle, der scheitert wiederum am Tübinger Keeper (43.), und Wiedmaier schließlich musste im eigenen Strafraum nochmals im letzten Moment zur Ecke klären. Es war die zweite Chance für die TSG, mehr nicht. Dann war Pause nach 3 Minuten Nachspielzeit. Die Tübinger hätten sich nicht beschweren dürfen, würde der FCR zu diesem Zeitpunkt 3, 4 oder 5:0 führen.


Er ist wieder da – Jan Baur gibt Comeback
Coach Marc Mutschler war trotz der souveränen Vorstellung seiner Mannschaft gar nicht zufrieden, denn es stand immer noch 0:0. Nach der Pause dauerte es nicht lange und dann fiel er doch, der längst verdiente 1:0-Führungstreffer für den FCR. Ein klares Foul an Behr innerhalb des Strafraums bedeutete Strafstoß für den FC, auch Schiedsrichter Halil Ibrahim Dagistanli vom SV Baiersbronn zögerte keine Sekunde. Ja und wiedermal übernahm mit Ruckaberle ein junger Spieler, nachdem Eberle letzte Woche erfolgreich war, die Verantwortung. Ganz cool verwandelte er in der 52. Minute den 11-Meter zum 1:0.
Der FC drängte weiter und war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. 5 Minuten (57.) später aber belohnten sich die Mutschler-Mannen mit dem 2:0. Ein langer Ball von Rohrer erreichte die Box, Ruckaberle ließ abtropfen auf den perfekt stehenden Eberle, der zog aus ca. 15 Meter ab und donnerte die Kugel in die Tübinger Maschen. Wow, geile Kiste echt!
Danach verlor der FCR ein wenig den Faden oder besser sie schalteten einen Gang zurück und brachten so die Tübinger ins Spiel. Die kamen dann auch gleich zu ihrer ersten Chance  (58.) in der zweiten Hälfte. Weber musste bei der bislang besten Tübinger Chance auf der Linie klären. In der 61. Minute kam die TSG zu ihrer nächsten Möglichkeit, die TSG hatte zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Phase, der FCR verhielt sich ein wenig überrascht von der plötzlichen Entfaltung der Tübinger.
Die Rottenburger schüttelten sich kurz, ja das sagt man eben in so einem Moment, und erspielten sich wieder Chancen. Ein Freistoß von Ruckaberle (64.) kam flach aufs Tor, doch der Keeper stand parat. Dann spielte Eberle den Stoßstürmer (67.) und bedrängte den TSG-Keeper, so daß dieser in Bedrängnis kam und es fast zu einem Eigentor kam.
„Da isser er wieder“, so dann ein lauter Zuruf eines Rottenburger Fans, nach der Einwechslung von Jan Baur, der nach genau 188 Tagen auf den Fußballplatz zurückkehrt, dabei verpasste er genau 21 Pflichtspiele. Nach 70 Minuten Spielzeit war es dann am Sonntag soweit. Trainer Marc Mutschler holte sich Baur zu sich und gab ihm die letzten Anweisungen für sein Comeback. Der mittlerweile 30 Jahre alt gewordene Abwehrspieler und Vizekapitän, spielte die letzten 23 Minuten auf Linksaußen (eigentlich ist Stürmer seine eigentliche Liebe, deshalb auch seine Rückennummer 9) und machte dabei eine guten Job, als wäre er nie weg gewesen. Der FCR wird somit mit einem weiteren „Neuzugang“ verstärkt. Willkommen zurück Jan!
Es folgte 3 Minuten später (73.) das 3:0 für die Roten. Nach einer Trinkpause machte Mutschler seine Spieler nochmals richtig heiß und das wirkte. Eberle dieses Mal als Vorbereiter legte auf Rohrer schön ab, der legte sich die Kugel auf links zurecht, sah die Lücke im Tor und zog ab. Der Ball landete links oben im Winkel, was für ein Traumtor!! Deshalb wurde Moritz Rohrer auch zurecht für die Schwitzkasten-Elf der Woche beim Schwäbischen Tagblatt nominiert.
Die letzte Viertelstunde machte es der FCR selber nochmal spannend, denn das Spiel wurde nun offener, auch durch die Einwechslung von Verbandsliga-Torjäger Jonas Frey. Doch zunächst trumpfte Behr nochmal so richtig auf. Für einen starken Schuss und einer ebenso starken Parade (80.) gab es von den Zuschauern nochmals Szenenapplaus, ein anschließender Torschuss von Behr ging übers Tor.
Mutschler brachte dann die letzten 10 Minuten mit Mauro Carta, Loris Zettel und Bastian Rosato frische Kräfte für die ausgepowerten Eberle, Heberle und Hägele. Prompt fiel der Anschlusstreffer vom ehemaligen Stürmer des FCR Tom Vetter (87.), für den man richtig darum gebettelt hatte. Denn der FCR ließ die Tübinger gewähren, brachten den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Vetter sah die Lücke und zog einfach mal ab – Tor. Keine Chance für Blesch, da der Schuss plötzlich und verdeckt kam.
Jan Baur durfte dann auch nochmal ran und kam in seinem Comeback zu seinem ersten Torabschluss, doch der Keeper hatte was dagegen. Die letzte brenzlige Szene hatten dann die Tübinger. Ein Freistoß konnte Blesch per Glanzparade sichern, doch die Faust-Abwehr macht die Chance nochmals heiß, die Tübinger nutzten die Gelegenheit aber nicht und so blieb es nach 3 Minuten Nachspielzeit beim 3:1-Sieg für den FCR.
Fazit
Es war ein hochverdienter 3:1-Auswärtssieg, der auch hätte durchaus höher ausfallen müssen. Die ganze Mannschaft wollte diesen Sieg und das zeigten sie auch, bis auf die Schlussphase als die Konzentration etwas nachließ, deshalb war das Gegentor zum 1:3 sehr ärgerlich. Die TSG Tübingen II hatte zuvor fünf Mal in Folge in Pflichtspielen nicht verloren.
Mutschler: „Wir packen 3 Punkte ein und kommen dem ersten Etappenziel somit ein wenig näher. Bereits am Dienstag wollen wir das Ticket für das Viertelfinale im Bezirkspokal sichern und am Freitag bei der nächsten Auswärtspartie gegen Hirschau weitere Tabellenplätze gut machen.“


Pressestimmen

Nichts zu holen gab es für die zweite Mannschaft der TSG gegen den FCR, der mit viel Offensiv-Power loslegte und selbst die besten Möglichkeiten nicht nutzte. „Wir müssen uns viel früher belohnen“, sagte FCR-Trainer Marc Mutschler. Nur am Ende der ersten Hälfte konnte die TSG halbwegs mithalten. Nach der Pause und mit der Einwechslung von Melwin Ruckaberle wurden die Rottenburger auch effektiver. Nach einem Foul von Moritz Künstle an Lukas Behr traf Ruckaberle selbst und legte direkt danach auf für Moritz Rohrer, der das 2:0 machte. Danach erhöhte Lennis Eberle noch und der ehemalige Rottenburger Tom Vetter verkürzte für die TSG. Auch die Einwechslung von Jonas Frey für die TSG konnte das Spiel nicht mehr drehen. Jan Binder, Trainer der zweiten Mannschaft der TSG dazu: „Wir hatten uns heute viel mehr vorgenommen, konnten aber an die guten Leistungen nicht anknüpfen. Am Ende müssen wir sehr froh sein, dass wir mit einem Unentschieden in die Pause gehen. Schade, dass wir es danach den Rottenburgern sehr einfach gemacht haben.
Paul Junker am 11.09.2023 | Schwäbisches Tagblatt

Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg
Maximilian Blesch – René Hirschka (C), Mathias Hägele (88. Rosato), Lukas Behr, Jakob Bader (70. Baur), Lennis Eberle (84. Carta), Nick Heberle (88. Zettel), Daniel Wiedmaier, Moritz Rohrer, Manuel Weber, Daniel Angerer (39. Ruckaberle)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Bernd Kopp, Bastian Rosato, Loris Zettel, Jan Baur, Alioune Kane Diedhiou, Melwin Ruckaberle, Mauro Carta
Trainer- und Betreuerstaff:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer Bernd Kopp, Betreuer Karl Ellsässer
Tore:
0:1 Melwin Ruckaberle (52., Strafstoß)
0:2 Lennis Eberle (57.)
0:3 Moritz Rohrer (73.)
1:3 Tom Vetter (87.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Halil Ibrahim Dagistanli (SV Baiersbronn, Schiedsrichtergruppe Nördlicher Schwarzwald)
Besondere Vorkommnisse:
Keine
Zuschauer:
ca. 100

Ausblick

Weiter geht´s mit dem straffen Programm gleich am Dienstag, den 12.09. mit der 3. Runde im Bezirkspokal beim B-Ligisten VfB Bodelshausen. Gespielt wird im Stadion Gerstlaich in Bodelshausen. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.
Das nächste Punktspiel am 5. Spieltag in der Bezirksliga ist wiederum 3 Tage später am Freitag, den 15.09. beim Tabellenvierten TSV Hirschau. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz auf dem Hirschauer Sportgelände. Spielbeginn ist erneut abends um 18 Uhr.