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Ein Leben für den FCR: 400 Pflichtspiele für unsere Legende René Hirschka



400 Pflichtspiele: René Hirschka wird zur FCR-Ikone

Ein Meilenstein für eine Vereinslegende. Seit 2007 im Trikot des FC Rottenburg.
René Hirschka hat am 10. Oktober 2026 im Spiel gegen den TSV Berg sein 400. Pflichtspiel für den FC Rottenburg absolviert. Damit gehört der Abwehrchef und Co-Spielertrainer zu einem exklusiven Kreis: Er ist erst der neunte Spieler in der Vereinsgeschichte, der diese beeindruckende Marke erreicht hat.
Seit seinem Debüt im Herrenbereich steht Hirschka für Vereinstreue, Einsatzbereitschaft und sportliche Qualität. Sein erstes Pflichtspiel für die Aktiven bestritt er am 14. April 2012 beim 3:2-Landesligasieg gegen den SV Zimmern. Der damals noch als Außenverteidiger in der A-Jugend eingesetzte Spieler wurde von seinem Entdecker und Trainer Erol Türkoglu in die erste Mannschaft berufen. Die Treffer für den FCR erzielten seinerzeit Bernd Kopp, Marco Calderaro und Cihan Canpolat.


Vom Jugendspieler zum Abwehrchef
Seinen Weg zum FC Rottenburg fand René Hirschka bereits im Juli 2007 während seines zweiten C-Jugendjahres. Sein Bruder und der ehemalige FCR-Spieler Moritz Glasbrenner, damals Trainer bei der SpVgg BSO, lotsten ihn nach Rottenburg. Dort erkannten und förderten die Trainerlegenden Didi Weber und Klaus Reichert früh sein Talent.
Hirschka begann seine Laufbahn im zentralen Mittelfeld und wechselte später zwischen der Sechser- und Viererposition. Im Laufe der Jahre wurde er zum Innenverteidiger umgeschult – eine Entwicklung, die ihn schließlich zum Abwehrchef des FCR werden ließ.
Den entscheidenden Schritt in den Aktivenbereich verdankte er seinem damaligen Trainer Erol Türkoglu. In der Saison 2012/13 holte dieser den A-Jugendlichen bereits zu den Herren und integrierte ihn fest in die Mannschaft. Seit der Saison 2024/25 ist Hirschka als Co-Spielertrainer tätig und unterstützt Cheftrainer Marc Mutschler als dessen rechte Hand. Die Kapitänsbinde gab er inzwischen an die nächste Generation weiter: an Leon Oeschger.
70 Tore als Innenverteidiger
In seinen 400 Pflichtspielen erzielte René Hirschka bislang 70 Tore – eine außergewöhnliche Bilanz für einen Abwehrspieler. Besonders bei Standardsituationen ist seine Kopfballstärke gefürchtet. Nicht selten findet sich der Innenverteidiger deshalb an der Spitze der internen Torjägerliste wieder.
Sein erstes Tor für den FCR erzielte Hirschka am 8. April 2013 beim 4:2-Heimsieg gegen den TuS Metzingen. Der damals im defensiven Mittelfeld eingesetzte Spieler belohnte sich mit einem herrlichen Volleyschuss zum zwischenzeitlichen 3:1. Sein damaliger Trainer Erol Türkoglu würdigte anschließend dessen engagierten Auftritt:
„Er war überall zu finden, warf sich in jeden Zweikampf, spielte kluge Pässe und belohnte sich mit einem herrlichen Volleytreffer.“
Ein weiterer Distanzschuss von Hirschka traf zudem den Pfosten. Nur eine Woche später gelang ihm gegen den FC Gärtringen sein erster Doppelpack für den FCR – genau ein Jahr nach seinem Debüt in der ersten Mannschaft.
Obwohl Hirschka in seiner ersten Saison mit dem FCR aus der Landesliga abstieg, brachte dieser Rückschlag seine Entwicklung nicht ins Wanken. Bis heute ist er aus der Rottenburger Defensive nicht wegzudenken. Auch seine Rückennummer 5 genießt im Verein längst Kultstatus.


Erfolgreiche Jahre mit dem FCR
In seiner Zeit beim FC Rottenburg konnte René Hirschka insgesamt acht Meisterschaften, ein Pokalsieg und drei Stadtpokalsiege feiern:
  • drei Meisterschaften mit den Aktiven in der Bezirksliga Alb
  • eine Meisterschaft mit den Aktiven in der Landesliga
  • jeweils zwei Meisterschaften mit den A- und B-Junioren
Im Jahr 2024 gewann er zudem das Double aus Meisterschaft und Bezirkspokal. Eine besondere Premiere feierte Hirschka bereits beim 37. Rottenburger Stadtpokal im Jahr 2012. Nach einem 4:2-Sieg gegen den TSV Dettingen durfte er den prestigeträchtigen Wanderpokal erstmals in die Höhe stemmen. Insgesamt gewann er den Stadtpokal dreimal – 2012, 2018 und 2022.
Platz sieben in der „Ewigen Liste“
Mit seinem 400. Pflichtspiel gehört Hirschka nun zu den zehn erfolgreichsten Spielern der Vereinsgeschichte. In der „Ewigen Liste“ belegt er aktuell den achten Platz und zog mit Vereinslegende Hugo Vollmer gleich, der unter anderem in den 1960er-Jahren als Trainer der ersten Mannschaft tätig war.
Mit seinem 401. Einsatz – im Spiel bei der SKV Rutesheim am 16. Oktober – wird Hirschka auf den siebten Platz vorrücken. Bis zum sechsten Rang, den der Ehrenvorsitzende und ehemalige Kapitän Thomas Mickeler belegt, fehlen ihm anschließend noch 31 Spiele. Zahlreiche Vereinsgrößen wie Freddy Fischer, Robert Biesinger, Alwin Dettenrieder, Dieter Wacker und Berthold Hallmaier hat Hirschka bereits überholt.
Ohne die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und mehrere schwere Verletzungen hätte der inzwischen 32-jährige Familienvater vermutlich sogar schon die Marke von 500 Pflichtspielen erreicht. Damit wäre er erst der vierte Spieler in der Vereinsgeschichte des FC Rottenburg mit dieser Einsatzbilanz.
Vereinstreue und Zusammenhalt
Für René Hirschka steht im Amateurfußball vor allem eines im Mittelpunkt: der Zusammenhalt. Seit vielen Jahren ist er im Aktivenbereich des FCR zu Hause, weil er die Gemeinschaft und das Menschliche innerhalb der Mannschaft besonders schätzt.
Seine größten Stärken sieht Hirschka selbst im Teamgeist. Darüber hinaus zeichnen ihn sein hervorragendes Stellungsspiel, sein Spielverständnis, seine Übersicht und seine kompromisslose Zweikampfführung aus. Seine Zuverlässigkeit und sein Engagement machen ihn sowohl auf als auch neben dem Platz zu einer unverzichtbaren Stütze des Vereins.
Auch abseits des Spielfelds übernimmt Hirschka Verantwortung. Als Veranstaltungsleiter trägt er maßgeblich zum Erfolg der jährlichen Großveranstaltungen des FC Rottenburg bei. Seine ausgeprägte Organisationsfähigkeit und sein Talent im Projektmanagement sind dabei eine wertvolle Unterstützung für den gesamten Verein.
Ein besonderer Meilenstein
Vor dem Spiel gegen den TSV Berg würdigte Moritz Koch, Geschäftsführer des FC Rottenburg, die außergewöhnliche Leistung und überreichte René Hirschka als Zeichen des Dankes und der Anerkennung ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400.
Im Februar 2022 heiratete René seine langjährige Freundin Jana. Im vergangenen Jahr wurde die Familie durch die Geburt eines Sohnes erweitert.
Der FC Rottenburg gratuliert René Hirschka herzlich zu seinem 400. Pflichtspiel und bedankt sich für seine herausragende Vereinstreue, seinen Einsatz und sein Engagement auf und neben dem Platz. Mit seiner sportlichen Qualität, seiner Persönlichkeit und seiner Verbundenheit ist er längst zu einer echten FCR-Ikone geworden.
Wir wünschen René für die kommenden Jahre weiterhin viele erfolgreiche und verletzungsfreie Einsätze – und hoffen, ihn schon bald auch für 500 Pflichtspiele im Trikot des FC Rottenburg ehren zu dürfen.

Enttäuschender Heimauftritt der U23 beim 0:1 gegen die SGM Kiebingen/Bühl



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren U23 / FCR Zwoide
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Kreisliga A3 Bezirk Alb, 9. Spieltag
Datum: Sonntag, 11.10.2026 | 15:00 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)

Bitterer Sonntagnachmittag für die Zwoide

Ein bitterer Sonntagnachmittag für unsere Zwoide: Über weite Strecken fehlte unserer Mannschaft die nötige Durchschlagskraft, um das Heimspiel gegen die SGM Kiebingen/Bühl für sich zu entscheiden. Am Ende stand eine enttäuschende 0:1-Niederlage, die bei allen Beteiligten für nachdenkliche Gesichter sorgte.
Die Gäste hatten nach zehn Minuten die erste große Möglichkeit der Partie. Alessio Belligiano kam zum Abschluss, traf zu unserem Glück aber nur den Pfosten. Danach entwickelte sich eine zähe Begegnung, in der wir offensiv lange kaum in Erscheinung traten. Erst in der 40. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich vor dem gegnerischen Tor: Nach einem Freistoß kam Luis Branz wenige Meter vor dem Tor völlig frei zum Kopfball, setzte diesen jedoch direkt auf den Schlussmann der Gäste. So ging es torlos in die Kabinen.
Nach der Pause hätte die Partie aus unserer Sicht eine positive Wendung nehmen können. Nach einer schönen Kombination stand Jannik Steck plötzlich allein vor dem gegnerischen Torhüter, verpasste jedoch den richtigen Moment für den Abschluss und damit die große Chance auf die Führung.
Die ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten unserer Mannschaft, doch mit zunehmender Spieldauer verloren wir mehr und mehr die Kontrolle. Das Spiel plätscherte vor sich hin, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Vieles deutete bereits auf ein torloses Unentschieden hin.
Doch in der 83. Minute kam es anders. Die Gäste starteten einen Angriff, den wir nicht konsequent genug verteidigten. Philipp Abrosimov versuchte, einen tief gespielten Ball vor dem heranstürmenden Gegenspieler abzufangen, doch dieser war einen Schritt schneller. Der Angreifer drehte mit dem Ball nach außen und brachte eine Flanke in den Strafraum, wo Tobias Haug völlig unbedrängt zum Kopfball kam und zum 0:1 traf.
Zwölf Minuten inklusive Nachspielzeit blieben uns, um zumindest noch einen Punkt zu retten. Vor allem in der Schlussphase warfen wir noch einmal alles nach vorne und kamen tatsächlich zu zwei großen Ausgleichschancen. Zunächst kam Dominik Letzgus nach einer Hereingabe frei zum Kopfball, setzte den Ball jedoch nur an die Latte. Kurz darauf bekam Simon Ott einen vor ihm aufspringenden Ball wenige Meter vor dem Tor auf den Fuß, konnte diesen aber ebenfalls nicht im Netz unterbringen.
Damit blieb es bei einer äußerst enttäuschenden Heimniederlage. Insgesamt fehlten uns über weite Strecken die nötige Energie, Konsequenz und Durchschlagskraft, um gegen die SGM Kiebingen/Bühl zu bestehen. Dass wir uns nach einer weitgehend ereignisarmen Partie kurz vor Schluss noch das entscheidende Gegentor einfingen und in der Nachspielzeit gleich zweimal am Ausgleich scheiterten, machte diesen Sonntagnachmittag umso bitterer.
Nun gilt es, die richtigen Schlüsse aus dieser Leistung zu ziehen und in der kommenden Woche eine Reaktion zu zeigen.
(Spielbericht von Enzo Fortuna, Trainer FC Rottenburg U23)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte die Zwoide des FC Rottenburg:
Philipp Abrosimov – Dominik Letzgus (C), Michael Garus (58. Marcel Epple), Maximilian Wellhäußer, Melvin Gruhonjic, Tim Johner, Noel Igbinovia (58. Gregor Hahn), Daniel Metzger, Jannik Steck (80. Simon Ott), Leon Haug, Luis Branz
Tore:
0:1 Tobias Haug (83.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Vincenco Anzivino (FC Reutlingen, Schiedsrichtergruppe Reutlingen)
Zuschauer: ca. 100

Ausblick Herren U23

Am kommenden Sonntag, den 18.10.2026 geht es am 10. Spieltag im nächsten Derby für die Zwoide zum benachbarten SV Wurmlingen. Gespielt wird um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Wurmlingen.

Chancenlos im eigenen Stadion: FCR verliert klar mit 0:5 gegen den TSV Berg



Eckdaten des Spiels

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 9. Spieltag
Datum: Samstag, 10.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • 400 Pflichtspiele: Ehrung für René Hirschka
  • Fünftes Spiel ohne eigenes Tor
  • FCR mit der vierten Niederlage in Folge
  • Führungs-Traumtor aus 90 Meter durch Berg´s Keeper Andre Port
  • FCR ohne Leyhr, Rohrer, Weber, Heberle, Jansen und Bader

Das Spiel wurde präsentiert von… 


Hirschka´s Jubiläum: 400 Pflichtspiele für den FC

René Hirschka hat sein 400. Pflichtspiel für den FC Rottenburg bestritten. Damit ist der Abwehrchef und Co-Spielertrainer erst der neunte Akteur in der Vereinsgeschichte, der diese beeindruckende Marke erreicht. Sein erstes Spiel für den FCR absolvierte Hirschka am 14. April 2012. Der damals noch als Außenverteidiger in der A-Jugend eingesetzte Spieler debütierte unter seinem Entdecker und Trainer Erol Türkoglu beim 3:2-Sieg in der Landesliga gegen den SV Zimmern. Die Treffer für den FC Rottenburg erzielten damals Bernd Kopp, Marco Calderaro und Cihan Canpolat.
In seiner außergewöhnlichen Laufbahn erzielte Hirschka als Innenverteidiger bislang 70 Tore – viele davon nach Standardsituationen und mit großer Kopfballstärke. Ohne die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie mehrere schwere Verletzungen hätte der mittlerweile 32-jährige Familienvater vermutlich bereits die Marke von 500 Einsätzen erreicht. Mit diesem Meilenstein wäre Hirschka erst der vierte Spieler in der Vereinsgeschichte des FC Rottenburg. Mittlerweile gehört er der Top 10 der „Ewigen Liste“ an und belegt gemeinsam mit Hugo Vollmer den achten Platz.
Vor dem Spiel gegen den TSV Berg würdigte Moritz Koch, Geschäftsführer des FC Rottenburg, die außergewöhnliche Leistung und überreichte René Hirschka als Zeichen des Dankes und der Anerkennung ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der FC Rottenburg gratuliert René Hirschka herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und wünscht ihm für die kommenden Jahre weiterhin viele erfolgreiche sowie verletzungsfreie Einsätze. Möge er sein großes Ziel – 500 Pflichtspiele für den FCR – erreichen.

Debütierte in der 1. Mannschaft der Herren am 14. April 2012: Der mittlerweile 32-jährige René Hirschka


Bittere Niederlage an Hirschka´s Ehrentag

Der TSV Berg hat am 9. Spieltag der Verbandsliga Württemberg vor rund 200 Zuschauern einen souveränen 5:0 (3:0)-Auswärtssieg beim FC Rottenburg gefeiert und damit die Tabellenführung übernommen. Am Samstagnachmittag, den 10.10.2026 zeigte der TSV Berg im Hohenbergstadion bei herbstlichen Temperaturen seine ganze Dominanz und übernahm wie auch die letzten Gegner des FCR – bis auf Neu-Ulm – die hier auf dem Hohenberg spielten, die Tabellenführung. Die Berger Tore erzielten ihr Torhüter Andre Port mit einem langen Ball aus dem eigenen Strafraum, 2x Toptorjäger Hannes Pöschl und Markus Maurer, sowie der Kiebinger Daniel Schachtschneider. In der Tabelle rutschte der FCR von Platz 9 auf den 10. Platz ab, bleibt aber bei 9 Punkten stehen. Damit wurde auch der Ehrentag der FCR-Legende René Hirschka getrübt: Im Spiel gegen Berg absolvierte er sein 400. Pflichtspiel und rückte dadurch in der ewigen Vereinsrangliste auf den achten Platz vor.
Das klingt nach einem klassischen Fall von zu viel Risiko gegen einen abgeklärten Gegner. Wenn man gegen ein Topteam wie den TSV Berg so offen mitspielt, wird jeder Fehler im Aufbau oder in der Rückwärtsbewegung eiskalt bestraft. Der gute Start des FC Rottenburg zeigt zwar, dass der Matchplan mit zum Teil guten Chancen in der ersten Viertelstunde kurzzeitig aufging, aber ein 0:5 ist am Ende natürlich extrem bitter und deutet darauf hin, dass Berg nach dem ersten Tor die Räume eiskalt genutzt hat. Nach den Niederlagen gegen die Stuttgarter Kickers im Pokal (0:6), den TSV Oberensingen (0:5) und den FSV Hollenbach (0:4) war dies bereits der nächste bittere Rückschlag vor heimischem Publikum.
Dabei erwischte der FC Rottenburg zunächst einen vielversprechenden Start. Mit einer offensiven Ausrichtung gelang es der Mannschaft, in der ersten Viertelstunde einige gute Möglichkeiten herauszuspielen. Der gewählte Matchplan schien zunächst aufzugehen. Gegen einen abgeklärten Gegner wie den TSV Berg wurde die offensive Spielweise jedoch zunehmend zum Risiko. Sobald in der Rückwärtsbewegung oder im Spielaufbau Räume entstanden, nutzten die Gäste diese konsequent aus.
Besonders sinnbildlich für den unglücklichen Spielverlauf war die Entstehung des 0:1 in der 18. Minute. Bergs Torhüter Andre Port überraschte die Rottenburger Hintermannschaft mit einem weiten Abschlag aus dem eigenen Strafraum. Die Defensive des FCR, einschließlich Torhüter Julian Häfner, verschätzte sich bei der Flugbahn des Balles, sodass der TSV Berg früh in Führung gehen konnte. In der Folge verlor Rottenburg zunehmend an Kompaktheit und Sicherheit. Die Gäste nutzten die sich bietenden Räume eiskalt und stellten die Weichen bereits vor der Pause auf Sieg.
Der Nachmittag stand zugleich im Zeichen eines besonderen Vereinsjubiläums. René Hirschka absolvierte sein 400. Pflichtspiel im Trikot des FC Rottenburg. Vor dem Anpfiff würdigte Geschäftsführer Moritz Koch diese außergewöhnliche Leistung mit einigen persönlichen Worten und überreichte Hirschka als Dankeschön ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der sportliche Verlauf konnte diesem besonderen Anlass allerdings nicht gerecht werden.
Für die Mutschler-Elf spitzt sich die Lage in der Verbandsliga damit weiter zu. Nach den erneuten Gegentoren gingen Glaube und Kompaktheit zunehmend verloren, wodurch die Partie letztlich vollständig aus der Hand glitt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist auf lediglich einen Punkt geschmolzen. Zudem weist der FCR mit einer Tordifferenz von minus 16 inzwischen das drittschlechteste Torverhältnis der Liga auf – nur Balingen II und Friedrichshafen stehen in dieser Statistik noch schlechter da. Damit könnte das Torverhältnis am Saisonende erneut eine entscheidende Rolle spielen. In der vergangenen Spielzeit hatte es dem FC Rottenburg noch den Klassenerhalt gesichert.
Der TSV Berg bestätigte im Hohenbergstadion seine herausragende Form. Mit Kapitän Jonathan Hill, Abwehrchef Manuel Geiselhart, dem erfahrenen Tim Lauenroth sowie den torgefährlichen Angreifern Hannes Pöschl, Daniel Schachtschneider und Markus Maurer verfügt die Mannschaft über Qualität in allen Mannschaftsteilen. Nach neun Spieltagen stellt Berg gemeinsam mit Göppingen die beste Defensive der Liga und musste erst sechs Gegentreffer hinnehmen. Gleichzeitig erzielte der TSV bereits 28 Tore – Ligabestwert.
Unter Trainer Oliver Ofentausek bleibt Berg damit weiterhin ungeschlagen und übernahm folgerichtig die Tabellenführung. Der TSV präsentiert sich derzeit als Mannschaft der Stunde und zählt zweifellos zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Der FC Rottenburg sollte die deutliche Niederlage daher sachlich einordnen: Berg ist aktuell kein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, sondern bewegt sich in einer anderen Tabellenregion und verfügt über eine außergewöhnliche individuelle Qualität. Für den FCR gilt es nun, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen, die Defensive zu stabilisieren und in den kommenden Spielen gegen direkte Konkurrenten wieder wichtige Punkte zu sammeln.


Kurioses Tor aus dem eigenen Strafraum durch Bergs Torhüter
Das Spiel begann für den FCR vielversprechend. Die Rottenburger waren zunächst spielbestimmend und erspielten sich in den ersten 16 Minuten mehrere gute Möglichkeiten, um mit einem oder sogar zwei Treffern in Führung zu gehen. Bereits in der 3. Minute hatte Daniel Genuardi nach Vorarbeit von Luca Alfonzo die erste gute Chance. Nach einer Hereingabe über die linke Seite kam Genuardi am kurzen Pfosten zum Abschluss, scheiterte jedoch am Berger Torhüter. In der 10. Minute versuchte es Raphael Langer mit einem überraschenden Drehschuss. Sein Abschluss wurde jedoch von der Berger Abwehr geblockt. Nur zwei Minuten später kamen zunächst Alfonzo und anschließend erneut Genuardi zu weiteren Möglichkeiten – doch wieder war Bergs Keeper Endstation. Ein weiter Abwurf auf Hannes Pöschl wurde anschließend von der hoch stehenden Rottenburger Abwehr abgefangen. Dann folgte die wohl größte Chance für den FCR: Alfonzo setzte Guido Njekang mit einem hervorragenden Pass in den Lauf. Njekang marschierte allein und mit hohem Tempo auf das Berger Tor zu, verzog seinen Schuss jedoch deutlich. Bei einem sauber getroffenen Abschluss hätte Rottenburg zu diesem Zeitpunkt zwingend mit 1:0 in Führung gehen müssen.
Dann folgte die viel diskutierte 18. Minute, die wie aus dem Nichts die 0:1-Führung für Berg brachte. Bis dahin konnte FCR-Trainer Marc Mutschler durchaus zufrieden sein: „Wir hatten mehr Ballbesitz und waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft.“ Doch dann ereignete sich ein außergewöhnliches Tor: Bergs Torhüter Andre Port bemerkte, dass FCR-Keeper Julian Häfner weit vor seinem Tor stand. Auch die gesamte Rottenburger Abwehr war weit aufgerückt. Port fasste sich daraufhin aus dem eigenen Fünfmeterraum ein Herz und überwand Häfner mit einem Distanzschuss. Bergs Stürmer Hannes Pöschl setzte dem Ball noch nach, schaute letztlich aber nur zu, wie dieser über die Torlinie rollte. Theoretisch hätte Pöschl den Treffer noch selbst erzielen um damit sein Torkonto weiter auszubauen. „Das war der Dosenöffner gegen Rottenburg“, bilanzierte Bergs Kapitän Jonathan Hill.
Nach diesem kuriosen Treffer musste sich der FCR zunächst sammeln. Auch die Zuschauer im Stadion waren sichtlich überrascht. Berg nutzte die entstandene Unsicherheit und erhöhte in der 24. Minute auf 0:2. Ein Konter über die rechte Seite brachte die Rottenburger Hintermannschaft erneut in Bedrängnis. Die Hereingabe ins Zentrum nahm Pöschl an und legte auf Markus Maurer ab. Dieser zögerte nicht lange und schob mit seinem achten Saisontreffer aus 15 Metern zum 0:2 ein.
Rottenburg zeigte sich jedoch weiterhin bemüht. In der 27. Minute nahm Luis Kalbacher einen Freistoß von Oeschger volley, setzte den Ball aber am Tor vorbei. Sieben Minuten später scheiterte Maxime Ackermann, der nach seiner Rotsperre von den FCR-Fans schmerzlich vermisst worden war, nach einem Lauf über die linke Seite am Berger Torhüter. Der FCR hatte seine Möglichkeiten, agierte vor dem Tor jedoch unglücklich. Insgesamt entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel mit zahlreichen hektischen Phasen. Die Berger Defensive wirkte dabei durchaus anfällig, doch Rottenburg konnte die Unsicherheiten in der gegnerischen Hintermannschaft nicht konsequent ausnutzen.
Von Berg waren bis dahin nur wenige nennenswerte Offensivaktionen zu sehen. Auf Rottenburger Seite scheiterte René Hirschka in der 43. Minute nach einer Flanke von Behr per Kopf. Und dann wurde der FCR erneut in einem denkbar ungünstigen Moment bitter bestraft: In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der Kiebinger Daniel Schachtschneider nach einer Kombination mit Hannes Pöschl das 0:3 für Berg. Gemessen am Spielverlauf fiel die Führung der Gäste zur Halbzeit deutlich zu hoch aus. Doch Fußball kann manchmal grausam sein. Kurz darauf beendete Schiedsrichter John Köber aus Stuttgart, der die Partie insgesamt souverän leitete, die erste Halbzeit.


Zweite Halbzeit ganz im Zeichen von Hannes Pöschl
Marc Mutschler reagierte zur Halbzeit und nahm zwei Wechsel vor. Für den angeschlagenen Kapitän Leon Oeschger kam Neuzugang Max Ilijan Varivoda ins Spiel. Der Mittelfeldspieler verfügt über Oberliga-Erfahrung beim SC Velbert und soll sich nach längerer Verletzung zunächst bei unserer „Zwoiden“ wieder in Form bringen. Zudem ersetzte Julian Kiesecker Raphael Langer.
Wie bereits im ersten Durchgang war der FC Rottenburg trotz des 0:3-Rückstands zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Denn Fußballspiele werden letztlich durch Tore entschieden – und die erzielte an diesem Nachmittag bislang ausschließlich der TSV Berg. Klar war die Möglichkeit vorhanden nach der Halbzeit ein frühes 1:3 zu machen. Solltet es uns gelingen die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit dann Anschluss zu erzielen, dann wird es schon noch mal spannend. Dann kommt evtl. bei Berg noch mal Unruhe rein, aber das war jetzt nicht der Fall.
In der 59. Minute, bis dahin war die zweite Halbzeit ohne nennenswerte Höhepunkte verlaufen, brachte Luis Kalbacher den Berger  Mittelfeldspieler Tim Lauenroth, Neuzugang vom Oberligisten FV Ravensburg, im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Köber zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Eine Aufgabe für den auffälligsten Spieler der Partie und Bergs Top-Torjäger Hannes Pöschl. Doch Rottenburgs Torhüter Julian Häfner, der bekanntlich als Elfmeterkiller gilt, parierte Pöschls halbhoch nach rechts getretenen Versuch souverän.
Kurz darauf reagierte der FCR erneut und brachte in der 62. Minute Loris Zettel für Alfonzo sowie Johannes Bastians für Kalbacher. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts – im Gegenteil: In der 70. Minute setzte sich Tim Lauenroth auf der rechten Seite stark durch und spielte den Ball scharf und flach in die Mitte. Pöschl nahm die Hereingabe am ersten Pfosten direkt und hämmerte den Ball ins kurze Eck zum 0:4. Nur drei Minuten später rutschte ein Berger Spieler – vermutlich erneut Pöschl – nach einem Flachpass an den zweiten Pfosten in den Ball, setzte diesen diesmal jedoch deutlich über das Tor. Die Szene verdeutlichte dennoch, dass man die gefährliche Berger Offensive zu keiner Zeit aus den Augen verlieren durfte.
Nach einem nicht konsequent ausgespielten Konter der Gäste kam der FCR in der 84. Minute zu drei Eckbällen in Folge. Dabei geriet die Berger Hintermannschaft noch einmal unter Druck, doch der verdiente Ehrentreffer blieb den Rottenburgern verwehrt. In der 90. Minute machte Hannes Pöschl schließlich den Deckel drauf. Nach einem Pass in die Tiefe ließ er sich die Chance im direkten Duell nicht nehmen und erzielte das 0:5 für den TSV Berg. Kurz vor dem Abpfiff kam Lukas Behr nach einer Ecke von Ackermann noch einmal zu einer guten Möglichkeit, den Ehrentreffer zu erzielen. Doch an diesem Nachmittag und gegen diesen starken Gegner sollte es einfach nicht sein. Wenig später beendete Schiedsrichter Köber von der SRG Stuttgart die Partie.

Fazit
Der FC Rottenburg erlebte im Heimspiel gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Berg einen äußerst bitteren Nachmittag. Mit einer offensiven und mutigen Ausrichtung wollte der FCR von Beginn an Akzente setzen, wurde für die dabei entstehenden Räume jedoch konsequent bestraft.
Der TSV Berg stabilisierte nach anfänglichen Schwierigkeiten seine Defensive, übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und nutzte die sich bietenden Möglichkeiten äußerst effizient. Am Ende musste sich der FC Rottenburg deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Durch die Niederlage des 1. Göppinger SV bleibt der TSV Berg weiterhin ungeschlagen und übernahm erstmals seit dem 23. August 2025 wieder die Tabellenführung. Überragender Akteur der Partie war Hannes Pöschl, der an sämtlichen fünf Treffern des TSV beteiligt war.
Für die Mannschaft von Marc Mutschler war es bereits die vierte Niederlage in Folge. In der Verbandsliga Württemberg richtet sich der Blick damit zunehmend auf die unteren Tabellenregionen. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Freitag, 16. Oktober 2026. Dann gastiert der FC Rottenburg um 19:30 Uhr beim SKV Rutesheim. Wir sollten dringend punkten. sonst wird es ähnlich wie letztes Jahr und wir können nicht davon ausgehen, wieder so eine überragende Rückrunde zu spielen. Doc auch Rutesheim kämpft um wichtige Punkte, sodass die Begegnung zu einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller werden dürfte.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir starteten super ins Spiel und haben gute Ballbesitzphasen sowie mehrere Aktionen im und um den Sechzehner von Berg. Leider verpassen wir es, wie so oft, aus unseren Aktionen etwas Zählbares mitzunehmen. Durch einen sehenswerten Treffer des Torspielers aus Berg sowie einen individuellen Fehler unsererseits geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Ab diesem Zeitpunkt waren wir wie in Schockstarre, verloren unseren Spielfluss und fanden nicht mehr richtig ins Spiel. Der Treffer kurz vor der Halbzeit war zeitlich ebenfalls sehr bitter und leitete letztlich die Niederlage ein. Für uns gilt es nun, uns an die eigene Nase zu fassen und in den verbleibenden sechs Spielen alles reinzuwerfen, um das Ruder herumzureißen.

Pressestimmen

Tor des Jahres leitet 0:5 ein
Artikel lesen | Martin Körner am 12.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Torwart Andre Port schießt das Tor des Jahres
Artikel lesen | Thorsten Kern am 10.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Oberschwaben
Torwart trifft aus 90 Metern
Artikel lesen | 12.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (46. Kiesecker), Ruben Nyanga, Lukas Behr, Leon Oeschger (C) (46. Varivoda), Luis Kalbacher (64. Bastians), Daniel Genuardi (64. Gruhonjic), Luca Alfonzo (62. Zettel), Maxime Ackermann, Gaildonald Chefor Njekang
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Melvin Gruhonjic, Julian M. Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Daniel Metzger
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Andre Port (18.)
0:2 Markus Maurer (24.)
0:3 Daniel Schachtschneider (45.+2)
0:4 Hannes Pöschl (70.)
0:5 Hannes Pöschl (90.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. John Köber (ABV Stuttgart, Schiedsrichtergruppe Stuttgart, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Nerlich (TSV Heumaden)
Eyüp Alperen Keles (TSV Steinhaldenfeld)
Gelbe Karten: 2 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Julian Häfner (FCR) hält in der 60. Minute einen von Hannes Pöschl (Berg) geschossenen Foulelfmeter. 
Zuschauer: ca. 200

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Weiter geht es mit der Mutschler-Elf bereits am kommenden Freitag, den 16.10.2026, mit der Auswärtspartie beim Aufsteiger und Tabellenzwölften SKV Rutesheim. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl in Rutesheim. Spielbeginn ist abends um 19:30 Uhr. Unparteiischer der Partie ist Oberliga-Schiedsrichter Achim Mauz vom TSV Harthausen/Scher aus der Schiedsrichtergruppe Zollern-Balingen.