CORONA-VIRUS: Sofortiger Abbruch der laufenden Saison bis erstmal 30.11.20



Vorerst kein Amateurfußball mehr: Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Breitensport bis auf Weiteres ausgesetzt. Für den Spielbetrieb im Württembergischen Fußball-Verband heißt das – SOFORTIGER ABBRUCH – Nicht erst ab Montag, sondern schon ab heute (29.10.) werden keine Amateurfußballspiele in der Region mehr bis auf Weiteres  stattfinden!!

Amateurfußball in Baden-Württemberg wird ab sofort ausgesetzt

Am gestrigen Tag haben Bund und Länder weitere einschneidende Maßnahmen beschlossen, um die explosionsartige Verbreitung des Corona-Virus zu stoppen. Die vereinbarten Beschränkungen zielen darauf ab, die persönlichen Kontakte um 75 Prozent zu reduzieren und sollen am kommenden Montag, 2. November 2020, in Kraft treten. Im Amateurfußball wird ab diesem Zeitpunkt bis Ende November ein Spielbetrieb rechtlich nicht mehr zulässig sein.
Vor diesem Hintergrund haben die drei baden-württembergischen Fußballverbände beschlossen, den gesamten Spielbetrieb der Herren, der Frauen sowie der Jugend von der Oberliga Baden-Württemberg abwärts mit sofortiger Wirkung auszusetzen und ein Spielverbot zu verhängen, das zugleich auch Pokal- und Freundschaftsspiele erfasst. Die Entscheidung erfolgt bewusst bereits vor der rechtlichen Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse und aufgrund der sehr eindringlichen Appelle der Bundes- und Landesregierung. Insbesondere Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass alle nicht notwendigen Kontakte bereits jetzt und insbesondere am Wochenende unterbleiben sollen. Dieser Aufforderung leistet der Amateurfußball in Wahrnehmung seiner gesellschaftlichen Verantwortung selbstverständlich Folge.

Der Fußball muss umgehend seinen Beitrag leisten

Wir haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Infektionsgefahr nach den uns vorliegenden Studien beim Fußballspielen im Freien als äußerst gering einzuschätzen ist. Risiken bestehen aber beim Zusammentreffen in Umkleidekabinen, in Duschräumen, bei der Bildung von Fahrgemeinschaften und auch dann, wenn sich Zuschauer nicht an Hygienevorgaben halten. Bei Abwägung aller relevanten Aspekte konnte bisher trotz dieser Risiken der Spielbetrieb im Amateurfußball aufrechterhalten und verantwortet werden, weil sich die Infektionszahlen zunächst in einem kontrollierbaren Rahmen gehalten haben. Zwischenzeitlich ist das Infektionsgeschehen aber zunehmend diffus und so dynamisch, dass auch vergleichsweise kleine Risiken vermieden werden müssen. Deshalb muss auch der Fußball umgehend seinen Beitrag leisten.

Auch der Trainingsbetrieb sollte umgehend eingestellt werden

In diesem Zusammenhang fordern wir alle unsere Mitgliedsvereine auf, auch den Trainingsbetrieb mit sofortiger Wirkung einzustellen, selbst wenn die Sportstätten noch geöffnet sind. Auch auf Mannschaftsbesprechungen sollte verzichtet werden. Die erforderliche Kommunikation dieser Aussetzungsentscheidung an Verantwortliche und Spieler ist sicherlich problemlos auch auf elektronischem Wege möglich.
Die Entscheidung, die Saison zu diesem Zeitpunkt zu unterbrechen, war für die daran Beteiligten nicht einfach. wfv-Präsident Matthias Schöck äußerte dazu: „Dieser Schritt ist uns allen schwer gefallen, es gab aber in der aktuellen Situation keine echte Alternative. Zufrieden bin ich darüber, dass es uns in Baden-Württemberg erneut gelungen ist, unsere Verantwortung für den Amateurfußball und die Gesellschaft gemeinsam und einheitlich wahrzunehmen.“

Zeitpunkt der Fortsetzung hängt von weiteren Entwicklungen ab

Ob der Spielbetrieb im Kalenderjahr 2020 wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit offen und hängt von den weiteren Entwicklungen ab. Alle drei baden-württembergischen Fußballverbände sind weiterhin bestrebt, die Saison 2020/21 ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. Inwiefern dies möglich sein wird, ist derzeit allerdings nicht abzusehen. Weiterhin gilt, dass wir mit den Behörden in Kontakt stehen und die Entwicklungen aufmerksam beobachten.
Die Entscheidung, ob der Spielbetrieb der Regionalliga Südwest fortgesetzt werden kann, obliegt der dortigen Gesellschafterversammlung und ist in Kürze zu erwarten. Insoweit wird nicht zuletzt maßgeblich sein, ob die Spielklasse dem Profifußball zugerechnet wird und damit nicht unter die beschlossenen Beschränkungen fällt
(Quelle: Württembergischer Fußball-Verband,

“Bitte haltet euch ernsthaft an die bekannten AHA-Regeln (Abstand halten – Hygiene beachten – Alltagsmaske), damit wir bald wieder Fußball spielen und schauen können!”

Nachruf für Herbert Noll: Wir nehmen hier Abschied von einer FC-Lichtgestalt


 

Wir nehmen Abschied von Herbert Noll †

*2.3.1942  †18.10.2020

 

Nachruf des FC Rottenburg 1946 e.V., Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 23.10.2020


Eine große Persönlichkeit ist von uns gegangen

Der FC Rottenburg trauert um sein ehemaliges Vorstandsmitglied und guten Freund Herbert Noll. Unerwartet und tief betroffen mussten wir inmitten der schweren Corona-Krise die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass am Sonntag, den 18.10.2020 unser langjähriges Vereinsmitglied Herbert Noll nach längerer Krankheit mit 78 Jahren verstorben ist. Sein viel zu früher Tod hat uns alle sehr schockiert und unsagbar traurig gemacht. Der Verein wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Ein wunderbarer Mensch und eine große Persönlichkeit ist von uns gegangen. Unser ganzes Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt seiner Familie und den Angehörigen. Wir werden seine freundschaftliche, direkte und erfrischende Art sehr vermissen, Danke das es dich gab. Die FC-Familie verneigt sich.
Herbert Noll gehörte dem FC seit 1978 als Mitglied an und war auch nach seiner aktiven Zeit im Verein in verschiedensten Diensten stets hilfsbereit und darüber hinaus mit seiner sehr großen Fachkompetenz innerhalb des Amateurfußballs in seiner langjährigen Zugehörigkeit beim Württembergischen Fußball-Verband immer der richtige und perfekte Gesprächs- und Ansprechpartner.

Traueranzeige Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 21.19.2020


Herbert Noll, der “Tonmeister“ für verschiedene Vereine und deren Veranstaltungen
…beruflich war er als Glockensachverständiger beim Bischöflichen Ordinariat beschäftigt. Aber ehrenamtlich setzte der gebürtige Tübinger Herbert Noll eher auf hochmoderne Tontechnik und unterstützte verschiedene Vereine, z.B. die Rottenburger Narrenzunft und die Stadtkapelle Rottenburg, bei der Beschallung und beim Aufzeichnen. So hat er beispielsweise viele Jahre lang bis einschließlich 2014 den „Rommzug“ bei der Rottenburger Fasnet beschallt und die Auftrittsmusik für die „Pompele“ aufgezeichnet. Auch für den Zunftmeisterempfang im Rathaus war er oftmals tontechnisch verantwortlich. Bei der Stadtkapelle hat er zahlreiche Konzerte mit eigener Technik aufzeichnet und tontechnisch bearbeitet.
Doch nicht nur in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sorgte er für den guten Ton, auch im FC war er unermüdlich im Einsatz. Sein Elektro-Equipment unter der Tribüne des Hohenberg-Stadions war einzigartig. Meterweise Kabel, Kabeltrommeln, Stecker, Adapter und und und. Ob die richtige Einstellung des Mikrofons für den Stadionsprecher, welches Amt er mitunter auch ausübte, auch die Beschallung bei den diversen FC-Veranstaltungen, unter anderem beim legendären Elfmeterball, waren sein Baby. Noch bis ins hohe Alter, auch noch als er gesundheitlich schon angeschlagen war, ließ er es sich nicht nehmen die Verstärker und Lautsprecherboxen z.B. bei der jüngsten Veranstaltung des FCR, der „Fasnetparty am Schmotziga“ in der Zehntscheuer oder die Heimspiele des FCR auf dem Kunstrasen so einzustellen, daß auch gewiss jeder alles optimal verstand. Da konnte er auch schon mal fuchsteufelswild werden, wenn nicht alles so eingestellt war wie er es wollte, wenn z.B. auch einer in seine Arbeit dazwischenfunkte. Das war unser Herbert, so liebten wir ihn!
“Der Mann für die klaren Worte und den richtigen Ton”
Eine kurze Zusammenfassung seiner Arbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.


Der Mann mit den vielen Ämter und Auszeichnungen
Seine zweite Leidenschaft galt neben der Musik ganz klar dem Fußball. Bei seinem FC Rottenburg war er bis zu seinem Tod in seiner 42-jährigen Mitgliedschaft 22 Jahre lang im Vorstand, dabei war er viele Jahre vor allem als Jugendbetreuer aktiv, 12 Jahre lang als Jugendleiter, weitere zehn Jahre als Spielausschussvorsitzender, Schiedsrichter-Beauftragter von 2005 bis 2007 und von 2004 bis 2015 auch als Pressesprecher. Während seiner gesamten aktiven Zeit beim FC war er auch hier Beschallungs- und Elektrospezialist bei sämtlichen Veranstaltungen, außerdem hatte der gelernte Elektriker wesentlichen Anteil am Bau des FCR-Clubheims 1993.
Herbert Noll ist Träger der wfv-Verbandsehrennadel in Silber (2003) und Gold (2005), der wfv-Jugendleiter-Ehrennadel in Bronze (1995), Silber (2000) und Gold (2003) sowie der wfv-Vereins-Ehrennadel in Gold (1994) und Silber (1992). Beim Württembergischen Fußball-Verband hatte er bis 2003 verschiedene Funktionen: vom Verbands-Jugendspielleiter, über den A- und B-Junioren-Staffelleiter bis hin zum Beisitzer und späteren Vorsitzenden des damaligen Verbands-Jugendspielausschusses.
Als letzte Auszeichnung erhielt Herbert 2017 aus den Händen von Oberbürgermeister Stephan Neher die Bronze-Medaille für sein bürgerschaftliches Engagement der Stadt Rottenburg, als er noch am gleichen Tag nach einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt Stunden zuvor entlassen wurde und noch einen angeschlagenen aber doch stolzen Eindruck abgab.


Verbandsfunktionär, Ehemann, Vater und Opa
Unter anderem übernahm er mit Leidenschaft die Verantwortung für die Landesliga-Herren des FCR und im wfv für viele Jahre für die A- und B-Junioren Verbandsstaffeln. Als Jugendleiter hat er an vielen richtungsweisenden Neuerungen im Verbandsjugendausschuss und im Verbands-Spielausschuss mitgewirkt. “Herbert Noll hatte besondere Verdienste für den Württembergischen Jugendfußball vorzuweisen. Als erster Verbandsjugend-Spielleiter des wfv wird er in die Geschichte eingehen”, so die lobenden Worte des wfv vom 03.02.2003. In der Zeit beim wfv entstand aber auch eine tolle Freundschaft mit Matthias Schöck, dem aktuellem wfv-Präsidenten.
Als Vater von zwei Kindern (Andreas und Heike) und Opa von zwei Enkeln war er auch im privaten Umfeld stets im Mittelpunkt. 56 Jahre lang war Herbert mit seiner Frau Heidi verheiratet, die ihm in jeglicher Hinsicht unterstützte, immer an seiner Seite stand bei guten wie auch schlechten Tagen, ihn aber auch als FC-Fan zu so gut wie jedem Spiel seines FC begleitete.
Sein Sohn Andy Noll kickte lange Jahre selber beim FC und machte dort in der 1. Mannschaft stolze 360 Spiele. Außerdem war er wie sein Vater ehrenamtlich lange Zeit als Sportlicher Leiter, Verwaltungsleiter, Kassier und aktuell noch als Kassenprüfer beim FCR im Amt. Die Noll´s gehören zum FC wie der Ball zum Fußballspiel wie z.B. auch Herbert´s Bruder Rainer Noll, unter anderem erfolgreicher Meistertrainer in der FC-Jugend. Sein Cousin Wolfgang Noll ist ebenfalls seit vielen Jahren beim FC aktiv tätig und schon fast gleichfalls eine Legende auf dem Hohenberg, unter anderem als Technischer Leiter aber auch seit vielen Jahren als zuverlässiger Betreuer und Zeugwart der 1. Mannschaft.
Herbert war bekannt für seine klaren und direkten Worte und deshalb auch wegen seines unglaublichen Wissens anerkannt in der Fußball-Szene im Verband des wfv und des Bezirks Alb und natürlich in seinem Heimatverein und seiner Leidenschaft FC Rottenburg. Herbert Noll hat große Spuren hinterlassen, in diese so schnell niemand hineintreten wird. Ein möglicher und würdiger Nachfolger von Herbert Noll wäre unter anderem Martin Haug, unser aktuelle und seit 2001 tätige Jugendleiter.
Herbert Noll redete nie um den heißen Brei sondern brachte es immer auf den Punkt und dafür war er auch wegen seiner geselligen Art in der gesamten Region bekannt und beliebt und für die Presse ein beliebter und geschätzter Ansprechpartner.
Unter dem Titel “Er achtete auf den Ton” widmete auch Sportredakteur Tobias Zug vom Schwäbischen Tagblatt in der Rubrik “Regionalsport” am 22.10.2020 für Herbert Noll einen Nachruf.


“Mach´s gut Herbert”
Der FC Rottenburg und seine ganze Anhängerschaft werden der FC-Legende Herbert Noll in bester Erinnerung behalten.

 

B1-Junioren feiern ersten Saisonsieg und stürzen Tabellenführer FC Esslingen


Mannschaft: B1-Junioren | U17
Spielklasse: Verbandsstaffel Württemberg, 5. Spieltag
Datum: Sonntag, 25.10.2020 | 13 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)

Der Knoten ist geplatzt!

Es war die bislang größte Überraschung in der B-Junioren-Verbandsstaffel: Rottenburger U17 schlägt am Sonntagmittag im Hohenberg-Stadion den bis dato seit einem Jahr unbesiegten Tabellenführer aus Esslingen mit 3:2 (1:1) und landete gleichzeitig seinen ersten Saisonsieg. Torschützen – nach so FCR-Coach Giuseppe Perrino „überragender Leistung“ – waren Julian Marco Kiesecker (40.) und 2x Raul Marques Gubo (60., 78.). Ein Sieg den die Mannschaft so schnell nicht vergessen wird, welchen auch FCE-Coach Fatih Ada Respekt zollte.
Ja, die neue eingleisige Verbandsstaffel ist kein „Wünsch Dir was“ und das bekam jetzt auch der Namensvetter aus Esslingen zu spüren. Denn nun stolperte der FC Esslingen ausgerechnet in Rottenburg, kassierte seine erste Niederlage und gab die Tabellenführung endgültig an den VfR Aalen ab.
Die U17 des FCR holte nach einer starken Leistung am 5. Spieltag ihren ersten Saisonsieg und den ersten in der Verbandsstaffel überhaupt. Giuseppe Perrino konnte sein Glück kaum fassen, ging sogar nach dem Führungstreffer zum 2:1 kniend zu Boden und dankte sichtlich Gott. Seine ganze Arbeit, sein Bemühen und sein Durchhaltevermögen haben nun endlich Früchte getragen und welche. Der große Favorit auf den Titel FC Esslingen, kassierte seit nun fast auf den Tag genau ihre erste Niederlage, danach blieb man 28x ungeschlagen, bis Sonntag! Die letzte Niederlage kassierten die Esslinger, damals ebenfalls als Tabellenführer, am 26.10.2019 mit 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim noch in der alten Verbandsstaffel Nord. Der VfR Aalen nutzte den Stolperer des Topfavoriten und übernahm nach dem 2:1-Sieg am Samstag gegen den SV Zimmern die Tabellenspitze.
Die B-Junioren des FCR haben es nun geschafft und feierten, aber so richtig, ihren ersten Saisonsieg und es war nicht irgendein Sieg. Die Mannschaft gewann am Sonntagmittag zu Hause als abgeschlagene Mannschaft auf einem Abstiegsplatz stehend gegen den Tabellenführer und absoluten Favoriten auf die Meisterschaft FC Esslingen knapp aber am Ende aufgrund einer starken, diszipliniert geführten und kämpferischen zweiten Halbzeit mit 3:2. Es war auch ein bisschen Glück dabei, welches der Perrino-Mannschaft bislang verwehrt blieb, auch weil die Esslinger unter anderem in Halbzeit eins zu überhastet die ein oder andere sehr gute Chance liegen ließ. Deshalb verdiente sich das Team um Kapitän Dimitrios Mitakis mit einer zielstrebigen Leistung diesen Erfolg.
Nachdem man in den letzten Spielen erkannte, daß die Erfolge auf dem Kunstrasenplatz ausblieben, entschied der Rottenburger Trainerstab einen neuen Anlauf im Stadion auf Rasen und siehe da, der Erfolg stellte sich ein. Die U17 des FCR haben sich die erste halbe Stunde gut gewehrt und dem Favoriten in jeglicher Hinsicht Paroli geboten, dabei waren sie gut im Spiel, bis auf die eine oder andere Aktion welche angesprochen werden muss. So verhalf die Mannschaft in Rot den Rot-Grünen aus Esslingen auch noch zur Führung, indem sie in der 34. Minute per unglückliches Eigentor in Rückstand gerieten. Doch diese Führung hielt nicht lange. Sechs Minuten später gelang es Julian M. Kiesecker, nachdem ihm die Kugel irgendwie durch Zufall vor die Füße fiel, der vielumjubelte Ausgleich. Kiesecker wollte eine Ecke vor das Tor köpfen, bekam unverhofft vom Gegner den Ball wieder, Kiesecker zögerte nicht lange, sah die Lücke und zog aus gut 16 Metern ab und traf flach ins lange Eck. Mit der nötigen Körperspannung und psychologisch ungemein wichtigen Ausgleich ging es in die Pause.


Doppelpack von Raul Marques Gubo bringt U17 auf die Siegerstraße
Die zweiten 40 Minuten ließ Perrino offensiv spielen, ließ hoch pressen, stand mit seiner Viererkette zum Teil an der Mittellinie und ließ bereits mit der Offensive verteidigen, so daß die Esslinger Stürmer aber dann auch oft leichtes Spiel hatten zu Kontern. Doch unsere Abwehrreihe war konzentriert, stand diesmal sehr gut und ließ sich nicht beirren, der noch ein oder andere Esslinger Angriff wurde so im Keim erstickt. So übernahm der FCR immer wieder mal das Spielgeschehen und belohnte sich in der 60. Minute durch eine tolle Einzelaktion von Gubo mit dem 2:1-Führungstreffer. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit machte Gubo den Sack zu und machte wie beim 2:1 nach einem platzierten Rechtsschuss in der 78. Minute das 3:1. Ein Lattentreffer der Roten verhinderte den vorzeitigen KO der Esslinger.
Doch wer dachte das Spiel sei entschieden, trotz einer Zeitstrafe für Esslingen in der letzten Minute, drängten die Esslinger auf den Anschluss, der dann auch in der dritten Minute der Nachspielzeit tatsächlich fiel. Nun ging nochmal das Zittern los, denn keiner weiß wie lange Schiedsrichter Aslani aus Wurmlingen nachspielen ließ. Doch unmittelbar danach war Schluss, die Dämme brachen nun auf der Rottenburger Bank. Der Jubel war riesig, man hatte den ungeschlagenen Tabellenführer entthront.
„Wir haben kämpferisch gespielt und uns den Sieg verdient. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit einen Riesendruck gemacht. Es war wieder einmal eines der ganz starken Spiele von uns“, so FCR-Coach Giuseppe Perrino.
Schon damals in der Vorbereitung auf die Meisterschaft, zeigte die Mannschaft gegen starke Mannschaften aus der Oberliga, was sie können und was sie drauf haben. Nun ist es ihnen geglückt sich für ihre Mühen und harte Arbeit endlich zu belohnen. Mit der Leistung aus der zweiten Halbzeit dürfen wir uns sogar Hoffnungen machen, daß die Perrino-Elf eine Aufholjagd beginnen kann und uns noch viele gute Spiele liefern wird. Voraussetzung dafür ist, daß man nur mit dem 120%igen Willen ein Spiel gewinnen zu wollen, egal wie der Gegner heißt, die Kampfbereitschaft stimmt, die Disziplin gegenseitig, aber auch eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig ist um erfolgreich zu sein, nur so kann man in dieser Liga erfolgreich bestehen, so wie eben gegen den FC Esslingen!
„Sagenhaft was wir heute gegen ein so starkes Team wie Esslingen abgeliefert haben. Ich bin mächtig stolz auf diese tolle Teamleistung meiner Mannschaft. Auf solche Spiele und Ergebnisse haben wir uns wochenlang vorbereitet und hingearbeitet, allerdings haben wir, außer mächtig viel Selbstbewusstsein für meine jungen Spieler noch nichts gewonnen, stehen weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Dieses Selbstbewusstsein werden sie brauchen, um sich stetig und nachhaltig weiterzuentwickeln und ihren Weg in dieser Liga zu gehen und schnell zu finden“, so Perrino, der nach dem Spiel mächtig stolz war auf seine jungen Wilden.
Fatih Ada, Esslingens Coach, meinte nach dem Spiel zu seinem Kumpel Giuseppe Perrino, die unter anderem gemeinsam in der Fußballschule des VfB Stuttgart tätig sind: „Ich musste selbst überlegen wer hier der Erste und wer der Letzte ist.“ So konstatierte Fatih Ada seinem Trainerkumpel höchsten Respekt für die Leistung der Rottenburger und bedankte sich bei Perrino für eine Lehre zur richtigen Zeit.


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte die U17 des FCR:
Mattis Heck – Finn Kaiser (67. David Forna), Aris Khan, Candeniz Vancinel, Jonathan Billing, Raul Marques Gubo (80.+2 Amran Aliu), Sotirios Okropiridis, Adnan Morina, Julian Marco Kiesecker, Luca Mainhardt, Dimitrios Mitakis (C)
Tore:
0:1 Dimitrios Mitakis (34., Eigentor), 1:1 Julian Marco Kiesecker (40.), 2:1 Raul Marques Gubo (60.), 3:1 Raul Marques Gubo (78.), 3:2 Asdren Gerxhaliu (80.+3)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf | Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Edis Aslani (SV Wurmlingen/ SRG Tübingen)
Besondere Vorkommnisse:
Zeitstrafe FCE: Leonis Buzhala (80.)
Bilder:
Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Markus Riel)
Pressestimmen:
“Er hat alles, was ein Top-Stürmer braucht” (Lorenzo Ligresti, Schwarzwälder Bote am 27.10.2020)
Nachholspiel beim SV Zimmern:
Am Dienstagnachmittag spielten unsere B-Junioren nur 2 Tage nach dem großen Erfolg gegen Esslingen das Nachholspiel vom 4. Spieltag beim SV Zimmern. Spielbeginn war um 16 Uhr. Dabei unterlag unsere U17 sehr unglücklich mit 1:2 wobei sich Trainer Giuseppe Perrino so richtig entzürnt zeigte, angesichts der schwachen Schiedsrichterleistung und wer Perrino kennt weiß, daß er meist nie ein schlechtes Wort über die Unparteiischen verliert. Nach einem sehr umstrittenen Strafstoß für Zimmern in der 33. Minute welcher das 1:0 bedeutete ging es auch in die Pause. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielte Zimmern den zweiten Treffer zum 2:0. Rottenburgs Kapitän Mitakis konnte noch in der Nachspielzeit den Anschluss zum 1:2 erzielen, nachdem man zahlreiche Topchancen versemmelte. So kassierte man eine unnötige und bittere Niederlage in Zimmern.
Vorschau:
Nun gilt die volle Konzentration auf das nächste schwere Auswärtsspiel beim Tabellenachten VfL Pfullingen. Gespielt wird am Samstag, den 31.10. um 15:30 Uhr auf dem Kunstrasen des Pfullinger Volksbankstadions.