Articles tagged with: Schwäbisches Tagblatt

Trainerin Dragana Rodic über die Saison 21/22 und die Zukunft der FC-Damen


Trainerin sieht Chance im Abstieg

Trainerin Dragana Rodic, mit dem FC Rottenburg unter widrigen Bedingungen abgestiegen, äußert sich zur Lage des Teams und der Zukunft.
Die Fußballerinnen des FC Rottenburg haben ihr letztes Landesliga-Saisonspiel am Sonntag gegen Mitabsteiger Spvgg Aldingen 1:2 (1:0) verloren und beenden die Saison damit auf Platz 12. Dabei sah es lange gut aus für den FCR: Nach 13 Minuten erzielte Esra Özal die 1:0-Führung für die Rottenburgerinnen, doch Annika Zucht (82.) und Vanessa Merkt (88.) drehten das Spiel mit einem schnellen Doppelschlag zugunsten der Aldinger.
„Die FCR-Mannschaft hatte die Kraft und den Enthusiasmus, rund 65 Minuten lang zu spielen“, berichtete Rottenburgs Trainerin Dragana Rodic. „In der zweiten Halbzeit hatten wir nicht mehr genug Kraft, um das entscheidende Tor zu erzielen, verpassten einhundertprozentige Chancen. Auch die mangelnde Konzentration einzelner sprechen für das Ergebnis.“
Und weiter: „Das Spiel spiegelte den objektiven Zustand unserer Mannschaft wider. Zwei Spielerinnen spielten trotz Verletzung, andere waren wochenlang aus dem Trainingsprozess draußen. Sie spielten lediglich aufgrund der ungünstigen Umstände (Kadermangel). Letztendlich konnte nur eine Spielerin ausgewechselt werden. Objektiv betrachtet ist diese Mannschaft körperlich und geistig sehr erschöpft und ich zolle dem Kampfgeist der FCR-Mädels großen Respekt.“
Der Abstieg für Rottenburg stand schon vor dem Spiel fest. Nach zwei Jahren in der Landesliga geht es für den FCR damit zurück in die Regionenliga. „Ein Fußballspiel im Ergebnis zu verlieren bedeutet keine Niederlage“, so Trainerin Rodic. „Aus dieser Erfahrung keine wichtigen Lektionen zu lernen, jedoch schon. Dementsprechend sind wir keine Verlierer.“
Rodic, die das Team erst im Frühjahr von Andreas Berghof übernommen hatte, sieht positive Anhaltspunkte: „Das Team der 1. FCR-Damen hat in den vergangenen drei Monaten unserer Zusammenarbeit viel gelernt und sich entwickelt. Der Lernprozess ist jedoch sehr turbulent und braucht neben den anderen Faktoren auch seine Zeit. Ich bin dankbar für die Erfahrung und all die guten und weniger guten Seiten dieses Prozesses. Dieses Team, das von mir geleitet wird, schaut in die Richtung, in die wir uns bewegen – nach vorne.“
Auch den Abstieg weiß die Trainerin einzuordnen: „Diesbezüglich, werden wir auch aus dieser Erfahrung lernen und uns an den positiven Seiten orientieren. Ich sehe den Abstieg nicht als Verlust, sondern als Chance, in einem bereits bekannten Umfeld, ohne Druck, die Basis zu stärken, um die Leistung auf ein höheres Niveau zu bringen.“
Artikel Schwäbisches Tagblatt am 14.06.2022

Dragana Rodic – seit dem 13.03.2022 Cheftrainerin der FC-Damen

Ankündigung der Alarmstufe: Hier für alle die leicht verständlichen Regeln


Corona Update

Ab nächster Woche droht die Alarmstufe!

Da die Corona-Regeln, egal ob vom Land Baden-Württemberg, dem WFV oder der Stadt Rottenburg, immer mehr und immer komplizierter werden aber trotzdem nachvollziehbar, sind für viele die Regeln nicht mehr verständlich. Nun hat das Tagblatt eine für alle verständliche Kurzversion der Regeln für die bevorstehende Alarmstufe zusammengefasst. Nun sollte es jedem klar sein, wer wo zu den Sportveranstaltungen darf und wer sich impfen lassen muss bzw. sollte.
Wir appellieren an alle die sich noch nicht geimpft haben. LASST EUCH BITTE IMPFEN, damit wir endlich wieder zur Normalität zurückkehren können!!

Dieses Wochenende gilt noch die 3G-Regel, in der Alarmstufe dürfen nur noch Geimpfte und Genesene auf die Sportplätze.

Das bedeutet die Alarmstufe

Sport und Corona Mit der Verschärfung kommt fast überall die 2G-Regel. Am Wochenende gilt noch die Warnstufen-Regelung.
Steigt die Zahl der Intensivbetten-Belegung im Land über 390 oder überschreitet die Hospitalisierungsinzidenz einen Wert von 12 an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen, wird die Alarmstufe ausgerufen. Experten rechnen damit, dass es in Baden-Württemberg in der kommenden Woche dazu kommt. Für das bevorstehende Sport-Wochenende gelten noch die Regeln der Warnstufe. Was müssen Sportlerinnen und Sportler sowie Zuschauerinnen und Zuschauer bei der Alarmstufe beachten? Das TAGBLATT stellt die Neuerungen vor.
Grundsätzlich wird zwischen Trainingsbetrieb und Wettkampfbetrieb unterschieden.
Das gilt im Training
In geschlossenen Räumen haben nur noch Geimpfte und Genesene (2G) Zutritt zum Übungsbetrieb. Wichtig für den Fußball: Im Freien können Ungeimpfte durch Vorlage eines negativen PCR-Tests am Trainings- und Übungsbetrieb teilnehmen. Ausgenommen davon sind Beschäftigte wie beispielsweise Trainer oder Hausmeister. Für diese Personengruppe reicht die Vorlage eines negativen Antigen-Tests für jeden Präsenztag.
Das gilt im Wettkampf
Bei Sportveranstaltungen gilt für alle Zuschauer in der Alarmstufe die 2G-Regel, egal ob in Innenräumen oder im Freien. Für Sportlerinnen und Sportler gilt in geschlossenen Räumen ebenfalls die 2G-Regelung, im Freien reicht für Ungeimpfte die Vorlage eines negativen PCR-Tests.
Wie bereits in der Basis- und Warnstufe gibt es Ausnahmen. Von der 2G-Regel auch in der Alarmstufe ausgenommen sind symptomfreie Kinder, die noch nicht eingeschult sind sowie Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Für ungeimpfte Jugendliche bis 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen, reicht die Vorlage eines negativen Antigen-Tests.
Appelle an Impfbereitschaft
Derweil appellieren Sport-Vertreter weiter an die Impfbereitschaft. Nur wenn sich möglichst viele gegen das Virus impfen lassen, könne der Ligabetrieb aufrecht erhalten werden, sagte Landessportverbands-Chefin Elvira Menzer-Haasis, „niemand will einen erneuten Lockdown, bei dem Sport wieder nicht möglich ist.“
Textquelle: Hansjörg Lösel, Schwäbisches Tagblatt am 13.11.2021

Alles Wichtige rund ums Impfen

Impfkampagne Baden-Württemberg “www.dranbleiben-bw.de
➡ Hier die guten Gründe sich impfen zu lassen (PDF)

Matthias Gampert: Das Rottenburger Talent mit der einzigartigen Haarpracht


Der Rottenburger aus Tübingen

Fußball-Landesliga Matthias Gampert kickte seit den Bambini beim SSC, ist inzwischen aber eine Konstante in der Defensive des FC Rottenburg.

Matthias Thomas Gampert, 19

Ein Eigengewächs des FC Rottenburg ausgerechnet aus dem Kiez des SSC Tübingen: Matthias Gampert hat sich in seinem ersten „echten“ Aktiven-Jahr in der Fußball-Landesliga etabliert. Bis auf ein Spiel („da war ich im Urlaub“) hat der 19-jährige alle Partien für den FCR absolviert, meist in der Rottenburger Dreierkette als linker oder rechter Verteidiger. Dabei ist Gamperts Stammverein der SSC Tübingen: Als Kind auf Waldhäuser-Ost führte ihn der erste Weg aufs Holderfeld, „ich habe bei den Bambini dort angefangen.“
In der C-Jugend traf Gampert mit dem SSC auf den FCR, den damals Bernd Geiser coachte. Geiser fiel das Talent auf, „er hat mich angesprochen, ob ich nicht nach Rottenburg kommen möchte.“ Gampert wollte – und durchlief ab der C-Jugend die Nachwuchsteams des FCR. Dabei spielte er meist in der Zentrale, mal offensives, mal defensives Mittelfeld, oder eben Innenverteidiger. Auffallend ist Gamperts Unaufgeregtheit und Abgeklärtheit auch in hektischen Situationen, nicht unbedingt typisch für einen Youngster. „Ich versuche nicht groß nachzudenken und mich mein Spiel zu konzentrieren“, sagt der Rottenburger aus Tübingen, „es bringt ja nichts, aufgeregt zu sein, wenn man den Ball hat – gerade dann passieren die Fehler.“ Das schätzt DC-Coach Frank Eberle: „Er hat immer eine Lösung parat – im ersten Aktiven-Jahr hat es ihm körperlich noch nicht gereicht, aber seine technischen Fähigkeiten haben nur wenige, er antizipiert schon wie ein Großer, ahnt Situationen voraus.“
Talent hat Gampert auch im Tennis. Beim TC Tübingen spielte er in  verschiedenen Junioren-Teams, „inzwischen aber nur noch zum Spaß“, sagt der Student. Fünftes Semester Mathematik und Physik an der Uni Tübingen, der Bachelor-Abschluss rückt allmählich in Sichtweite. Gamperts Zukunft beim FC hängt auch davon ab, wie es für ihn an der Uni weiter geht. Sportlich könnte er sich vorstellen, zu bleiben: „Es macht gerade richtig Spaß, wir sind ein gutes Team und halten zusammen“.
Zunächst gilt die Konzentration dem Landesliga-Alltag: Beim Tabellennachbarn TV Darmsheim (Sonntag, 14.30 Uhr) sollte der FCR, derzeit mit 16 Punkten aus 16 Partien auf dem ersten Abstiegsplatz, zumindest nicht verlieren. „Wir wollen einfach wieder unser gutes Gesicht zeigen“, sagt Gampert. „Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage war diese 0:7-Klatsche in Nehren schon ziemlich har, Tuttlingen dann auch eine unnötige Niederlage“.

Archivbild: Gampert hier mit Durchschlagskraft bei seinem bislang einzigen Landesligatreffer in Holzgerlingen (© Kunze)


Mario Gomez prägte die Langhaar-Frisur
Die langen Locken sind das Markenzeichen von Matthias Gampert. Frisuren-Vorbild war einst Ex-Nationalspieler Mario Gomez, als kleiner Junge ließ sich Gampert die Haare wie sein Vorbild wachsen. „Seitdem habe ich sie mir nie mehr kurz geschnitten, eigentlich kennt mich in Rottenburg jeder so“, sagt der 19-jährige. In Darmsheim geht es für ihn und dem FCR darum, ein Mittel zu finden gegen Simon Lindner (11 Saisontreffer). Längere Zeit ausfallen wird Abwehrspieler Daniel Gall, der sich gegen Tuttlingen die Patellasehne gerissen hat. Frank Eberle hat den TVD gegen Maichingen beobachtet, als Darmsheim in den letzten zehn Minuten aus einem 0:2 ein 3:2 machte. „Das ist schon beeindruckend, welche Mentalität sie haben“, sagt Eberle, „aber wir wollen mit aller Macht versuchen über dem Strich zu überwintern.“ Noch offen ist, wer im Tor steht: Maximilian Blesch fällt wohl erneut aus, auch David Schiebel hat sich im Schulsport verletzt.
Textquelle: Hansjörg Lösel, Schwäbisches Tagblatt am 12.11.2021