FCR gewinnt das Kellerduell im Frankenstadion beim VfR Heilbronn mit 2:1



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 22. Spieltag
Datum: Samstag, 14.03.2026 | 14 Uhr
Spielort: Frankenstadion Heilbronn (Rasenplatz, Kapazität: 17.284 Zuschauer)


Rottenburg feiert wichtigen Sieg im Abstiegskampf

Der FCR hat sein erstes Auswärtsspiel 2026 im imposanten Frankenstadion in Heilbronn mit ca. 18.000 Zuschauer fassenden ehemaligen Zweitligastadion, beim VfR Heilbronn mit 2:1 (0:0) gewonnen und im Abstiegskampf wichtige 3 Punkte eingefahren. Ein Doppelpack in der zweiten Halbzeit von Rottenburgs Torjäger Lukas Behr (61., 71.) sorgte bei kühlen Temperaturen, dafür trockenen Wetter und vor knapp 300 Zuschauer für den erhofften Auswärtssieg. Den späten Anschlusstreffer erzielte die ehemalige Oberliga-Legende Julian Schiffmann in der 86. Minute per Strafstoß, der das Spiel nochmal spannend machte. Rottenburg verbesserte sich mit nun 20 Punkten – bei einem Spiel weniger – auf den 13. Platz und hat wieder 2 Punkte Vorsprung auf die TSG Tübingen, steht aber immer noch 4 Punkte hinter dem Relegationsplatz (SSV Ehingen-Süd, Platz 12) und 6 Punkte hinter Calcio Leinfelden-Echterdingen (Platz 11), die den ersten offiziellen Nichtabstiegsplatz belegen. Die Hoffnung lebt weiter, denn es stehen noch 12 Spiele aus, in denen alles möglich ist. Die Mannschaft wird alles daran setzen, um in den kommenden Wochen weitere Punkte zu sammeln und den Klassenerhalt zu sichern.
Die Mutschler-Elf hat mit ihrem Sieg in Heilbronn einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Verbandsliga gemacht. Den Heilbronnern hingegen droht nach ihrer siebten Heimniederlage der Abstieg. Der jüngste Erfolg, der durch einen hart umkämpften Arbeitssieg im Auswärtsspiel zustande kam, verdeutlicht die positive Entwicklung der letzten Spiele. Mit einer soliden Defensivleistung und einer effizienten Chancenverwertung konnte das Team den Gegner schließlich, wenn auch knapp, aber verdient besiegen. Die Mannschaftsführung hob nach dem Match hervor, wie bedeutend solche Siege für das Selbstvertrauen und die Position in der Tabelle sind. Die taktische Ausrichtung der Auswärtsspiele zeigt klare Strukturen, die auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abzielen.
FCR feiert Doppelpacker Behr
In einem beeindruckenden Auftritt erzielte Behr seinen insgesamt 12. und 13. Treffer in der Verbandsliga und rückt damit dem Torjäger Janik Michel vom FC Holzhausen, der derzeit 18 Tore auf seinem Konto hat, immer näher. Mit seinen beiden Toren sowie fünf Assists belegt Behr nun den 5. Platz in der Torjägerliste, hinter namhaften Persönlichkeiten wie Pöschl und Iggoute (beide mit 14 Treffern) sowie Galic (15 Tore) und eben Michel.
Der Auswärtssieg hat für das Team weitreichende Konsequenzen. Er stärkt nicht nur das Selbstvertrauen der Mannschaft, sondern fördert auch eine positive Dynamik, die in den kommenden Begegnungen fortgeführt werden soll. In tabellarischer Hinsicht ist dieser Sieg ein entscheidender Schritt, um den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen nicht weiter vergrößern zu lassen. Für das Trainerteam stellt dieser Erfolg zudem eine Bestätigung der aktuellen taktischen Ausrichtung dar und motiviert sie zugleich, weiterhin an den Feinheiten ihrer Strategie zu arbeiten.
Die Anreise der Mannschaft, die mit 27 Mann nach einer rund anderthalbstündigen Fahrt in drei 9-sitzigen Sprintern des Shuttle-Service „Sunflower“ des Reiseunternehmens Sailer nach Heilbronn gelangte, verlief reibungslos. Die etwa 20 angereisten Fans aus Rottenburg reisten privat an und wurden gemeinsam mit der Mannschaft herzlich vom VfR Heilbronn empfangen. Alle Rahmenbedingungen stimmten: Staufreie Anfahrt, trockenes Wetter, freundlicher Empfang und ein beeindruckendes Stadion, in dem früher Profis aktiv waren. Zusätzlich bot der für die Jahreszeit gut bespielbare Rasen optimale Voraussetzungen für das Spiel, was zusammen mit dem Gewinn von drei Punkten gegen den Abstieg einen rundum perfekten Tag für die gesamte FCR-Familie darstellt – ein Erlebnis, das Lust auf mehr macht.
Das Spiel hatte den Charakter eines Schicksalsspiels oder eines kleinen Endspiels für die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler, da es unmittelbar mit dem Abstiegskampf verbunden war. Trotz des Drucks konnte die Mannschaft die Nerven bewahren und setzte ein starkes Zeichen an die Konkurrenz. Langfristig kann ein solcher Auswärtserfolg die Wahrnehmung der Mannschaft sowohl bei den Fans als auch bei Experten nachhaltig verbessern. Dies verdeutlicht, dass das Team in der Lage ist, auch in Drucksituationen und in fremdem Umfeld zu bestehen, was in einer langen Saison von entscheidender Bedeutung ist. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass dieser Sieg nicht nur für den Moment, sondern auch für die Zukunft des Vereins von großer Bedeutung ist.
Eine spannende Auseinandersetzung bis zum Schluss
Der Sieg kann als klassischer Arbeitssieg betrachtet werden: zahlreiche Standardsituationen, intensive Zweikämpfe und wenig Spielglanz. Dennoch war der Erfolg letztlich verdient, insbesondere aufgrund einer überzeugenden zweiten Halbzeit. Zwar zeugte die spielerische Darbietung nicht von Eleganz, jedoch ist es in der 6. Liga selten, dass Spiele durch Dominanz gewonnen werden. Hier sind Einsatzbereitschaft, Mentalität und die Entschlossenheit, jeden Zweikampf anzunehmen, entscheidend. Genau diese Eigenschaften hat die Mannschaft unter Beweis gestellt.
Für die Mutschler-Elf stellte dieser Sieg bereits den vierten Auswärtserfolg dar. Im Abstiegskampf bleibt es äußerst eng und spannend. Nun gilt es, fokussiert zu bleiben und im nächsten Heimspiel gegen den tabellarisch drittletzten FC Esslingen nachzulegen. FCR-Coach Mutschler betonte: „Der Sieg war für uns von großer Bedeutung, auch für unser Selbstvertrauen.“
Für die bevorstehenden Partien ist es von zentraler Bedeutung, die Leistungen konstant zu halten und die positiven Elemente des Spiels weiter auszubauen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Lage ist, auch in schwierigen Situationen zu bestehen, was in der laufenden Saison von großer Wichtigkeit sein wird.


FCR in der ersten Halbzeit mit erheblichem Glück
Um 14 Uhr begann ein entscheidendes Spiel im Abstiegskampf für den FCR. Die Mannschaft unter der Leitung von Kapitän Leon Oeschger war sich der Herausforderung bewusst, da auch der VfR Heilbronn auf einen Sieg angewiesen war, um seine letzten Chancen zu wahren. Der FCR startete vielversprechend in die Partie und dominierte die ersten zehn Minuten. Durch Baur und Jansen ergab sich die erste vielversprechende Möglichkeit, jedoch verpasste Jan Baur am zweiten Pfosten die Chance zur Führung.
In der 8. Minute kam Heilbronn durch einen Kopfball zu seiner ersten Gelegenheit, die zugleich als Wendepunkt für den ehemaligen Zweitligisten diente, der fortan das Spielgeschehen zunehmend kontrollierte. In der 12. Minute musste der FCR eine kritische Situation überstehen, in der Manuel Weber verletzt am Boden lag und behandelt werden musste. Heilbronn setzte überwiegend über seine linke Seite zum Angriff an, doch bei Votentsev endeten die Angriffe häufig.
In der 29. Minute hatte der FCR großes Glück als sowohl Votentsev als auch Hirschka gerade noch vor der Torlinie klären konnten. In der 33. Minute sah sich FCR-Trainer Marc Mutschler dann gezwungen zu handeln, da Anton Jansen verletzungsbedingt aus dem Spiel genommen werden musste. Max Biesinger wurde eingewechselt.
In der 38. Minute gelang dem VfR ein vielversprechender Angriff. Nach einem Querpass in die Mitte verfehlte ein Heilbronner am zweiten Pfosten nur knapp das Tor und die Kugel rollte am Pfosten vorbei ins Aus. Eine Minute später vergab Heilbronn eine weitere gute Möglichkeit. Zu diesem Zeitpunkt zeigte Heilbronn mehr Leidenschaft und Willensstärke, während der FCR weitgehend nur reagierte.
In der ersten Halbzeit war deutlich zu erkennen, dass der VfR mit gut ausgebildeten Spielern aufwartete, die bereits auf höherem Niveau gespielt hatten, jedoch agierten sie nicht als geschlossene Mannschaft, sondern konzentrierten sich eher auf individuelle Leistungen. Nach zwei Minuten Nachspielzeit schickte Schiedsrichter Gregor Wiederrecht die Spieler zur Halbzeitpause.


Turbulente Szenen in den Schlussminuten
Die Heilbronner Mannschaft trat entschlossen aus den Katakomben hervor und setzte ihren Druck kontinuierlich fort. In der 48. Minute konnte FCR-Torwart Juli Häfner einen Rückstand von 0:1 durch eine eindrucksvolle Fußparade verhindern, was als Weckruf für das Team fungierte. Der FCR fand zunehmend besser ins Spiel und erspielte sich Chancen, wie etwa durch Oeschger, der in der 52. Minute aus der Distanz sein Glück versuchte.
FC-Coach Mutschler erkannte den positiven Trend und entschied sich, offensiver zu agieren. Er brachte in der 57. Minute Lennis Eberle für den defensiv orientierten Jan Baur ins Spiel, um die Abwehrreihe der Heilbronner zu durchbrechen. Dies gelang schließlich auch. Hirschka unterbrach den Aufbau des Heilbronner Spiels an der Mittellinie und spielte den Ball sofort zu Oeschger. Dieser leitete das Spiel schnell weiter und passte im Mittelfeld auf Behr, der Biesinger in besserer Position bediente. Leider konnte Biesinger den Ball nicht kontrollieren, wodurch dieser wieder frei wurde. Ein Spieler von Heilbronn erlangte die Kontrolle über den Ball, verlor ihn jedoch vor dem Strafraum an Behr. Dieser reagierte prompt und erzielte aus etwa 15 Metern Entfernung das 1:0 für den FCR, was im Publikum große Begeisterung auslöste.
Mit diesem Tor war der Bann gebrochen. In der 68. Minute versuchte Heilbronn, ihr Spiel von hinten aufzubauen, zeigte jedoch nicht die nötige Konsequenz. Behr eroberte den Ball, spielte Eberle an, der sich im Eins-gegen-Eins mit dem Heilbronner Torwart befand. Eberle lupfte den Ball über den Keeper, wurde jedoch foul gespielt. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt – Elfmeter. Trotz einer Verletzung konnte Eberle kurz darauf aufstehen, sodass Lukas Behr bereit war, den Strafstoß auszuführen. Behr verwandelte in der 71. Minute souverän zur 2:0-Führung, was Konflikte mit dem gegnerischen Torwart zur Folge hatte, infolgedessen Behr die gelbe Karte erhielt. Dennoch war der FCR mit 2:0 in Führung, und es blieben noch offiziell 19 Minuten zu spielen – die Aussichten waren vielversprechend.
Zwei Minuten später, in der 73. Minute, wurde Behr, der eine hervorragende Leistung gezeigt hatte, ausgewechselt und feierte seinen verdienten Beifall von den Rottenburger Fans. Daniel Angerer kam als weiterer Stürmer ins Spiel. Die Heilbronner schienen geschockt, wodurch auch von ihrer Seite nicht mehr viel Offensive ausging. Der FCR versuchte nun, das Ergebnis zu verwalten und es kam zu weniger nennenswerten Höhepunkten.
Ein besonderer Moment ereignete sich in der 81. Minute, als Loris Zettel nach einer langen Verletzungspause für Ackermann eingewechselt wurde und nun ebenfalls den Status eines Verbandsligaspielers erlangte. Nur eine Minute später kehrte Jakob Bader nach langer Verletzungsabwesenheit zurück ins Spiel und ersetzte den unglücklich agierenden Maxi Biesinger.
In der 86. Minute durften die Heilbronner wieder hoffen. Angerer foulte einen Heilbronner Spieler im Strafraum und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Julian Schiffmann verwandelte den Strafstoß flach und sicher zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Partie wurde nun hektisch und spannend.
Angerer hätte in der 89. Minute die Gelegenheit gehabt, seinen vorherigen Fehler wiedergutzumachen, als er nach einem Querpass von Eberle freistehend vor Heilbronns bestem Spieler, dem Torwart Nils Leidenberger, zum Abschluss kam, den Ball jedoch über das Tor beförderte. Hierbei ist anzumerken, dass Angerer in Rückenlage agierte, was die Situation erschwerte.
Die Nachspielzeit begann und hielt einige Überraschungen parat. Die meisten Zuschauer rechneten mit etwa fünf Minuten, doch der Schiedsrichter pfiff nicht sofort ab. Der FCR konnte immer wieder Entlastung schaffen und Zeit an der Eckfahne schinden, während Heilbronn sich oft das Spielgerät zurückholte. Der FCR verteidigte sich mit allem, was ihm zur Verfügung stand, und kam zu einigen Freistößen, die wertvolle Zeit brachten. Diese Freistöße wurden sowohl von der Bank als auch von den Zuschauern euphorisch gefeiert, bis der Schiedsrichter schließlich nach neun Minuten Nachspielzeit das Spiel beendete.
Fazit
Der Sieg für Rottenburg war am Ende aufgrund des ausgeprägten Willens und der Effizienz verdient. Der FCR zeigte ein hohes Maß an Entschlossenheit und agierte in seinen Möglichkeiten effektiver. Im Gegensatz dazu hatte Heilbronn Schwierigkeiten mit der Verwertung seiner Chancen. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf durchaus entsprochen, ohne dass man sich darüber hätte beschweren können. Es war unbestreitbar ein typisches Unentschiedenspiel, jedoch scheint der FCR besser auf die Herausforderungen des Abstiegskampfes vorbereitet zu sein als Heilbronn.
15 Minuten nach Spielschluss fand im VIP-Raum des VfR Heilbronn eine aufschlussreiche Pressekonferenz der beiden Trainer bei Kaffee und Kuchen statt.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Das Spiel war von vielen Zweikämpfen und langen Bällen geprägt, was zu erwarten war, da der VfR äußersten Druck verspürt um die Klasse zu halten. Hierzu müssen sie möglichst schnell Punkte sichern. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, aber aufgrund unserer Aggressivität und unserer starken Zweikampfquote gehen wir hier als Sieger vom Platz. Wir machen zwar in den letzten 10 Minuten das Spiel nochmals spannend, aber wir konnten als Team die drei Punkte verwalten. Nun muss eine gute Trainingswoche absolviert werden, um im nächsten Heimspiel erneut Punkte zu holen. Wir glauben an den Klassenverbleib!


Pressestimmen

Doppelpack Lukas Behr
Artikel lesen | Vincent Meissner am 16.03.2026 | Schwäbisches Tagblatt
VfR Heilbronn trifft das Tor nicht – Wegweisende Niederlage gegen FC Rottenburg
Artikel lesen | Olaf Kubasik am 14.03.2026 | Heilbronner Stimme
„Viel Kampf, wenig Fußball“ – VfR Heilbronn gewinnt dennoch Erkenntnisse
Artikel lesen | Olaf Kubasik am 14.03.2026 | Heilbronner Stimme
„Nichts als Leere“ – Verpasste Torchancen brechen dem VfR Heilbronn das Genick
Artikel lesen | Alexander Bertok und Olaf Kubasik am 16.03.2026  | Heilbronner Stimme
FC Rottenburg mit Big Points
16.03.2026 | Neckar-Chronik
  • Der FC Rottenburg hat das Abstiegsduell in der Fußball-Verbandsliga beim VfR Heilbronn mit 2:1 (0:0) gewonnen. Matchwinner war Lukas Behr, der in 61. und 71. Minute doppelt traf und seine Elf auf die Siegerstraße brachte. Heilbronn hatte während des Spiels zwar mehr Torchancen, doch es reichte durch Julian Schiffmann (86.) nur noch zum Anschluss. Heilbronn bleibt letzter und der FC Rottenburg hat mit 20 Punkten den Anschluss an den Relegationsplatz hergestellt.
FC Rottenburg wahrt Chance
16.03.2026 | Reutlinger General-Anzeiger
  • Mit einem 2:1-Sieg beim Tabellenletzten VfR Heilbronn wahrt sich der FC Rottenburg derweil gute Chancen auf den Klassenerhalt. Die Partie im Tabellenkeller war wie zu erwarten. Viele lange Bälle hinter die Abwehrketten, viel Kampf. »Wir haben die zweiten Bälle gewonnen, das war entscheidend, gingen dann, verdient mit 2:0 in Führung«, sagte Rottenburgs Trainer Marc Mutschler. Zwar wurde die Begegnung nach dem 1:2 eng, doch Rottenburg verteidigte gut und sicherte sich die Zähler.

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Markus Riel)

Pressekonferenz im VIP-Raum des Frankenstadions mit Heilbronns neuem Trainer Andreas Lechner (li.) – seit nun mehr drei Spielen erst im Amt – und Rottenburgs Coach Marc Mutschler (re.)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Jan Baur (57. Eberle), Lukas Behr (73. Angerer), Anton Jansen (33. Biesinger, 82. Bader), Leon Oeschger (C), Nick Heberle, Manuel Weber, Maxime Ackermann (81. Zettel), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Dario Bedic, Loris Zettel, Lennis Eberle, Maximilian Biesinger, Jakob Bader, Daniel Angerer, Julian M. Kiesecker, Ali Hamdar, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Lukas Behr (61.)
0:2 Lukas Behr (71., Strafstoß)
1:2 Julian Schiffmann (86., Strafstoß)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Gregor Wiederrecht (SKG Erbstetten, Schiedsrichtergruppe Backnang)
Schiedsrichter-Assistenten:
Dennis Verbraeken (SK Fichtenberg)
Jannik Wieland (SV Allmersbach)
Gelbe Karten: 3/4
Besondere Vorkommnisse: Keine
Zuschauer: ca. 280

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 23. Spieltag am Samstag, den 21.03.2026 und dem Heimspiel gegen den Tabellen-Drittletzten und Namensvetter FC Esslingen. Spielbeginn auf dem neu renovierten Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg ist um 15 Uhr. Das Hinspiel konnte der FC Rottenburg in einem Flutlichtspiel auf dem Kunstrasen auswärts in Esslingen-Weil gewinnen. Das Spiel wird geleitet von Oberliga-Schiedsrichter Christian Buschmann.

FCR verliert 0:1 bei Favorit FC Holzhausen – kein Grund allzu kritisch zu sein



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 14. Spieltag
Datum: Samstag, 01.11.2025 (Allerheiligen) | 14:30 Uhr
Spielort: Panoramastadion Holzhausen (Rasenplatz)


Zielstrebiger FCH schlägt kämpferischen FCR

Der FC Rottenburg hat das Fußball-Verbandsliga-Derby gegen den Namensvetter und Aufstiegsfavoriten FC Holzhausen knapp mit 0:1 (0:0) verloren. An Allerheiligen erzielte vor ca. 450 Zuschauern bei nasskalten Wetter im Panoramastadion in Holzhausen Lysander Skoda in der 62. Minute das Tor des Tages. In der Tabelle bleibt der FCR mit 10 Punkten auf Abstiegsplatz 15, Holzhausen konnte seinen 2. Platz behaupten. Die nächste Chance auf 3 Punkte hat die Mutschler-Elf am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den Tabellenzwölften Schwäbisch Hall.
Der FCR scheint mit der Sieglos-Serie nicht mehr klarzukommen. In den drei Erfolgsjahren zuvor musste die Mannschaft um Trainer Marc Mutschler bei insgesamt 90 Spielen nur 6 Niederlagen einstecken. Jetzt nach 14 Spieltagen und 13 Spielen hat man schon 9 Niederlagen auf dem Konto, mit dem TSV Weilimdorf die meisten in der Verbandsliga.
Auch wenn das Team kämpferisch auftrat, vor allem die Abwehr, reichte es diesmal wieder nicht. Mutschler hat erkannt, daß sein System aus der Landesliga in der Verbandsliga nicht mehr so funktioniert wie er es sich wünscht, daher stellte er am Samstag in Holzhausen, für die meisten überraschend, den erfahrenen und lautstarken Max Blesch ins Tor – der sein erstes Saison – aber auch erstes Verbandsligaspiel machte – und erteilte Stammkeeper Julian Häfner somit eine erste Pause. Ein riskantes Manöver des FCR-Trainers. Häfner´s Spiel war zuletzt zu offensiv und das wäre gegen Holzhausen gefährlich geworden. So versucht Mutschler nun in kleinen Schritten sich in ein anderes neues System, um aus dem Tabellenkeller zu entkommen, denn die Lage wird immer prekärer.
Kleinigkeiten und individuelle Fehler haben entschieden, wir müssen in der Detailarbeit noch besser werden, so daß wieder die Automatismen greifen. Jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen, giftig sein, wir müssen wieder lernen zu brennen. In der Rückwärtsbewegung muss man schneller sein, auch bei der Arbeit mit und vor allem gegen den Ball ist weiter Luft nach oben. Die Zweikämpfe müssen aggressiver angenommen werden, die Abschlüsse vor dem Tor müssen mutiger werden. Man kann Spiele verlieren und da stellt sich aber die Frage wie. Im Fall des FCR kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, denn Kampf, Wille, Engagement und Einsatzbereitschaft waren gegeben. Es fehlt, wenn man unten drin steht, einfach das Spielglück, welches wir in der Meistersaison zuletzt hatten.
Dieses Match hatte neben den Derbys gegen die Young Boys und TSG Tübingen einen extrem hohen Stellenwert für den FCR. „Es geht um richtig viel“, sagte Mutschler. „Wir alle sind hochmotiviert.“ Doch das Spiel in Holzhausen zeigte was anderes, es war wahrscheinlich das fairste der Verbandsliga-Geschichte. Keine einzige Gelbe Karte – aber auf beiden Seiten. Zu brav und zu wenig Aggressivität für ein Derby, da man auch in der heutigen Zeit ständig unter Druck steht.
Was aufgefallen ist, daß wir die meisten zweiten Bälle verlieren und wenn wir den Ball hatten, ihn auch gleich wieder verloren haben. Die Abwehr um Leitwolf René Hirschka ist sehr gut gestanden. René braucht noch ein paar Spiele, bis er wieder in Form ist. Denn das 0:1, hätte er früher weggeköpft. Aber gut, der Skoda ist auch über 1,90m groß. Unsere größte Baustelle ist aber die Offensive. Wir hatten drei vier gute Chancen, da muss einer oder zwei rein. Da fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und im Mittelfeld fehlt die Kompaktheit. Leon Oeschger allein ist da hilflos.
Für Aaron Leyhr war es ein besonderes Spiel, denn er spielte in der vergangenen Saison noch beim Gegner FC Holzhausen. Man begrüßte sich dementsprechend herzlich. Doch im Spiel war es Schluss mit der Freundschaft, denn er zeigte in einem überzeugenden Auftritt gegen seine Ex-Kollegen auch verbissene Zweikämpfe.
Zumindest hat der FCR um Hirschka und Votentsev den Ausnahmestürmer Janik Michel ausgeschaltet und wir haben es hinbekommen, daß er für seine Verhältnisse früh ausgewechselt wurde. Das kommt auch nicht so häufig vor. So früh musste er noch nie runter. Jetzt gegen Schwäbisch Hall müssen 3 Punkte her, um nicht abgehängt zu werden. Mit 3 Punkten wären wir wieder dran.


Ein Derby mit Spannung, beide waren unter Druck
Nach einer eher offenen Partie zu Beginn des Spiels, übernahm Holzhausen immer mehr die Spielkontrolle und fiel durch breit gefächertes Flügelspiel auf ohne aber – da der FCR konzentriert zu Werke ging – zunächst gefährlich zu werden. Bis zur 11. Minute, als Toptorjäger Janik Michel erstmals in Erscheinung trat und aus gut 15 Metern zum Torschuss kam. Doch Rückkehrer René Hirschka stand goldrichtig und konnte den Abschluss auf der Linie klären. Ein erstes Ausrufezeichen vom Favoriten um Starspieler Michel. Bis dahin kann man vom FCR offensiv nicht viel zu berichten.
Bis zur 18. Minute, als Lukas Behr nach einem schön herausgespielten Angriff an der 16er-Linie zum Torschuss kam. Sein klasse Abschluss konnte FCH-Keeper Henning Schwenk mit den Fingerspitzen über die Latte lenken, so daß es Eckball gab, die aber nichts einbrachte. Der Gastgeber hatte weiter im Verlauf des Spiel starkes Übergewicht, der FCR fiel durch starkes Abwehrverhalten auf.
In der 23. Minute dann eine starke Szene von Michel, der sich den Ball von einem auf den anderen Fuß zurecht legt und zum Abschluss kam. Hirschka war mit dem Fuß noch dran und fälschte zur Ecke ab. Der FCR war beschäftigt seine Reihen zu verschieben, da der FCH das Spiel schnell und direkt kontrollierte, der FCR blieb meist ohne Ideen irgendwie einzugreifen.
Nach einer starken Einzelaktion kam Maxime Ackermann zum Torschuss (25.), doch Schwenk konnte sicher klären. In der 32. Minute kam Holzhausen wieder über den Flügel zur nächsten Chance, doch der Torschuss von Flavio Vogt ging weit übers Tor. Die Seemann-Elf lies Ball und Gegner beeindruckend laufen und ließ den FCR kaum eine Chance ins Spiel zu kommen.
Mit einem starken Abwehr- und vorbildlichen Verhalten des FCR konnte man eine gute Doppelchance des FCH (43.) erfolgreich blocken. Das war´s dann in der ersten Halbzeit. Holzhausen bestimmte das Spiel, ohne aber bis auf ein zwei Mal wirklich gefährlich zu werden. Schiedsrichter Niklas Zygan vom Südbadischen Fußballverband aus der Nähe von Karlsruhe pfiff auf die Sekunde zur Pause.


Kopfballduell entscheidet Spiel
Die Mutschler-Truppe kam wie so oft schon besser aus der Kabine als der Gegner, war zeitweise sogar das spielbestimmende Team. Nachdem der FCR vor dem FCH-Tor oft zu ungenau agierte, tauchte Holzhausen in der 53. Minute erstmals in der zweiten Hälfte vor dem Rottenburger Tor auf. In der 57. Minute hatte Behr eine weitere Riesenchance zur Rottenburger Führung, Moritz Rohrer setzte sich über die rechte Seite überragend durch, brachte die Kugel ins Zentrum, dort ließ sich Behr abdrängen, kam aber trotzdem zum Abschluss, doch der Winkel wurde eben zu spitz. Schade, sehr gute Chance für den FCR.
Nach knapp einer Stunde (59.) brachte Mutschler Anton Jansen für Jan Baur ins Spiel, der nach langer Abwesenheit noch an seiner Fitness arbeitet. Drei Minuten später passierte es dann doch noch für Holzhausen. Nach einer Ecke vom ehemaligen Regionalligaspieler Nils Schuon fiel das 1:0 für Holzhausen (62.). Der ehemalige Nagolder Lysander Skoda und René Hirschka versuchten im 16er an der 5er-Linie im Luftkampf an den Ball zu kommen, doch Skoda übersprang Hirschka und köpfte unhaltbar für Blesch zur Holzhausener Führung ein. Der FCR war bis zu diesem Zeitpunkt sehr gut im Spiel. Der Treffer kam dann zur Unzeit und unverhofft.
Der FCR ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und kam in der 64. Minute zu einer Doppelchance durch Behr und Ackermann. Anschließend (67.) wechselte der FCR Julian Kiesecker für Manuel Weber ein. Nach dem 0:1 erspielte sich der FCR gute Chancen um auszugleichen. In der 68. Minute kam Holzhausen in eine gute Phase und kam in der 68. und 69. Minute zu einer Kopfballchance und nach einem starken durchgeführten Angriff zu einem Torschuss. Der FCR war in dieser Phase in den Zweikämpfen sehr fahrlässig, nachdem man sicher und gut im Spiel war.
Marc Mutschler wurde in Holzhausen nun mutiger – was blieb ihm übrig – und ging nun voll in die Offensive, brachte mit Oleh Stepanenko und Max Biesinger (70.) zwei frische junge Stürmer. So kam der FCR in der 74. Minute zunächst durch Behr und durch Stepanenko zu einer fetten Chance. Da hatte der Linksfuß aus der Ukraine aussichtsreicher Lage freie Schussposition, doch uneigennützig wie er zuletzt spielt, legte er wieder quer. Chance war dahin.
Holzhausen kam nach den Einwechslungen von Grathwol, Harachasch und Steinhilber zwischen der 70. und 85. Minute zu guten Möglichkeiten. In der 76. Minute kam Michel nach einem Querpass zur guten Einschussmöglichkeit, doch Nick Heberle klaute Michel den Ball vor seinem Abschluss – starke Aktion vom Nick. In der 87. Minute kam Steinhilber (für Michel im Spiel) nach Harachasch-Flanke zum Kopfball, doch Blesch konnte sich doch noch mit einer seiner berühmten Flugshows per Glanzparade nochmal auszeichnen.
Es war die 90. Minute und der FCR hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Stepanenko lenkte per gefühlvoller Kopfballablage auf Hirschka ab, der kam aus halbrechter Position zum Torabschluss. Sein Schuss ging knapp am langen Pfosten vorbei. Verdammt – dachte sich auch Hirschka, der sich seine Hände vors Gesicht schlug und es nicht fassen konnte. Das hätte das 1:1 sein können. In der 91. Minute hatte Holzhausen auch nochmal eine Gelegenheit. Durch direktes Passspiel im Rottenburger Strafraum kam Harachasch aus gut 12 Meter zum Abschluss, doch sein Schuss ging übers Tor. Kurz darauf (plus 3 Minuten) beendete der sehr gut leitende und unauffällige Schiedsrichter Niklas Zygan vom FV Würmersheim das sehr faire Derby ohne eine einzige Karte zu zeigen. Der Jubel über den 1:0-Sieg des FC Holzhausen über den Aufsteiger aus Rottenburg war riesengroß. Die Erleichterung über drei gewonnene Punkte beim Favoriten war spürbar.
Fazit
Es war für Holzhausen ein hart erarbeiteter Heimsieg gegen vorbildlich in anthrazit spielend kämpfende Rottenburger. Der Sieg für die Seemann-Elf war am Ende knapp, aber verdient. Man muss es immer wieder erwähnen um die Verhältnisse in der Verbandsliga einmal darzulegen. Während der FCR fast durchweg mit Spielern am Start sind die erstmals Verbandsliga spielen, sind unsere Gegner fast alle gespickt mit ehemaligen Oberliga, Regionalliga aber auch Drittligaspielern und daher können wir weiterhin stolz auf unsere Mannschaft sein. Der Erfolg stellt sich irgendwann automatisch wieder ein – es fehlt eben zum Erfolg wieder ein Dreier. Vielleicht kommt am kommenden Samstag gegen Schwäbisch Hall die Wende.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir haben uns für das Spiel viel vorgenommen – und konnten auch einiges davon umsetzen. Deshalb gibt es keinen Grund, allzu kritisch zu sein. Man darf außerdem nicht vergessen, dass Holzhausen zu den Top-Favoriten gehört. Wir sind nicht dorthin gefahren mit der Erwartung 80 % Ballbesitz zu haben. Unsere Devise war, aus wenig möglichst viel zu machen! Ziel war es, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten und vor allem in der ersten Halbzeit kein Gegentor zu kassieren – das ist uns auch gelungen. Ich bin überzeugt, dass das Spiel spannend geblieben wäre, wenn wir es geschafft hätten, weitere zehn Minuten das 0:0 zu halten. Dann hätte Holzhausen öffnen müssen, was uns gute Kontermöglichkeiten geboten hätte. Nun wollen wir zuhause gegen Schwäbisch Hall etwas Zählbares in den Händen halten.


Pressestimmen

Die schwarze Serie hält an
Artikel lesen | Hansjörg Lösel am 03.11.2025 | Schwäbisches Tagblatt
FC Rottenburg verliert trotz guter Leistung
Artikel lesen | 03.11.2025 | Reutlinger General-Anzeiger
Skoda lässt den FCH jubeln
Artikel lesen | Martin Körner am 03.11.2025 | Neckar Chronik
Skoda schädelt Holzhausen zum Pflichtsieg gegen Rottenburg
Artikel lesen | Kevin Leonhardt am 01.11.2025 | Schwarzwälder Bote

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Aaron Leyhr, Jan Baur (59. Jansen), Lukas Behr, Leon Oeschger (C) (70. Stepanenko), Nick Heberle, Maxime Ackermann (70. Biesinger), Moritz Rohrer, Manuel Weber (67. Kiesecker)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Julian Häfner – Anton Jansen, Maximilian Biesinger, Julian M. Kiesecker, Oleh Stepanenko
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer
Tore:
1:0 Lysander Skoda (62.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Niklas Zygan (SV Waldprechtsweier, Schiedsrichtergruppe Südbadischer Fußballverband e.V.)
Schiedsrichter-Assistenten:
Viktor Loghin (SC Wintersdorf)
Christoph Blum (SV Neusatz)
Gelbe Karten: -/-
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer: ca. 450

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Die nächste Chance nach nun insgesamt acht sieglosen Spielen wieder 3 Punkte zu holen, hat die Mutschler-Elf in der Verbandsliga am kommenden Samstag, den 08.11. am 15. Spieltag mit einem Heimspiel gegen den Tabellenzwölften Sportfreunde Schwäbisch Hall. Spielbeginn auf dem neuen Kunstrasenplatz auf dem Hohenberg in Rottenburg ist um 14:30 Uhr. Die Partie steht unter der Leitung von Oberliga-Schiedsrichter Jonathan Woldai vom SV Bonlanden aus der SRG Stuttgart.

Mutschler-Elf verabschiedet sich aus der Landesliga mit einem 8:0 in Dornhan



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2024/25
Wettbewerb: Landesliga Staffel 3 Württemberg, 30. und letzter Spieltag
Datum: Samstag, 07.06.2025 | 15:30 Uhr
Spielort: MADO-Sportpark Dornhan (Rasenplatz)

Nach 8:0-Feuerwerk ab nach Malle

Der FC Rottenburg hat noch einmal eindrucksvoll untermauert, warum er Meister in der Fußball-Landesliga Staffel 3, geworden ist. Das 8:0 (4:0) vor ca. 110 Zuschauern im MADO-Sportpark beim Absteiger TSF Dornhan glich teilweise einem lockeren Trainingsspielchen. Ein wahres Torfestival bot die Mutschler-Elf seinen zahlreich mitgereisten Anhängern beim 8:0-Kantersieg durch je einen Doppelpack von Nick Heberle und Lennis Eberle, Julian M. Kiesecker, Anton Jansen, Leon Oeschger und Moritz Rohrer beim Mit-Aufsteiger im letzten Saisonspiel der Fußball-Landesliga. Nun trennen sich die Wege der beiden Aufsteiger. Der FCR geht hoch in die Verbandsliga, die Dornhaner müssen wieder runter in die Bezirksliga. Nun ist sie also zementiert! Mit jetzt an der Tabellenspitze unfassbaren 9 Punkten Vorsprung auf den VfL Nagold verabschiedet sich der FCR nach seinem Durchmarsch aus der Bezirksliga in die Verbandsliga. Die Nagolder dürfen sich nach dem 2:2 im Topspiel am letzten Freitagabend gegen die SG Empfingen sich noch Hoffnungen machen über die Relegation dem FCR zu folgen. Die SGE muss sich nun mit dem undankbaren 3. Platz begnügen.
Der Titel war längst fix. Die Mannschaft hatte einen Plan und zwar sich anständig und eines Meisters würdig aus der Landesliga sich zu verabschieden. Dabei waren bereits einige Stammspieler schon im Urlaub bzw. mussten verletzt passen, wie Lukas Behr, Patrick Francisco, Jakob Bader, Maximilian Biesinger, der für die U23 bei seinem Heimatverein SV Hirrlingen spielen wollte, sowie der gesperrte Oleh Stepanenko. Hingegen war der lange im Urlaub weilende Jan Baur wieder zurück im Kader und machte ein Spiel als sei er nie weg gewesen. Selbst René Hirschka, der im letzten Spiel noch wegen einer Verletzung passen musste, ließ es sich nicht nehmen sich seinen Fans noch einmal zu präsentieren. Somit setzte die Mutschler-Truppe zum Abschied nachdem man eine komplette Saison in der Landesliga auswärts ohne Niederlage blieb – wahrscheinlich wurde diese Statistik noch nie erreicht – eine weitere Bestmarke. Mit dem 8:0-Kantersieg schenkten die Kicker um Kapitän Leon Oeschger seinen Fans außerdem noch den höchsten Landesliga-Sieg der Geschichte. Es war übrigens der insgesamt 250. Sieg in der Landesligageschichte für den FCR, also noch mal eine schöne Marke um die Landesliga nach nur einem Jahr wieder zu verlassen.
Doch drei Ziele gab es aber noch am letzten Spieltag für den FCR. Auswärts ungeschlagen bleiben, die 80-Tore-Marke knacken und die historische 70-Punkte-Marke sprengen. Alle drei Ziele wurden erreicht und somit beendete der FCR eine eindrucksvolle und historische Landesliga-Saison. Nur drei Mannschaften – der VfL Pfullingen 2018/19, der VfL Nagold 2017/18 und 2x der FC Gärtringen 2008/09 und 2013/14 konnten nach 30 Spieltagen, es gab auch Spielzeiten mit 32 und mehr Spieltagen die aber nicht in diese Statistik einfließen, in den letzten 20 Jahren die 70 Punkte-Marke knacken. Mit 21 Siegen, 7 Unentschieden und nur 2 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 81:25 Tore, darf man nun hoch erhobenen Hauptes in der höchsten württembergischen Liga der Herren antreten – ein langersehnter Traum ging in Erfüllung. Was für ein Erfolg, was für Zahlen, was für Statistiken, was für Rekorde, was für eine Saison für den FCR! Ich seit die Besten!!


Eine Kiste Bier und herzliche Meistergrüße
Als die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler die Kabine in Dornhan betrat, wurden sie von einem Kasten Bier überrascht und einem Brief mit herzlichen Meisterwünschen. Ein sehr starke Geste der Gastgeber, die mit unseren Spielern eine sehr gute Freundschaft verbindet. So feierte man dann auch noch nach Spielende zusammen, bevor es dann nach gut 2 ½ Stunden Richtung Rottenburg ging. Dort wurde dann mit den Jungs der U23 die den Klassiker in der Kreisliga A3 mit 3:0 beim SV Hirrlingen gewinnen konnte, gefeiert. Also, es waren auf jeden Fall genügend Gründe vorhanden um zu feiern. Nichtsdestotrotz schenkte Lennis Eberle dem Turn- und Sportfreunden aus Dornhan Gegentor Nr. 100 ein. Die Dornhaner nahmen diese historische Marke sportlich.
Zu Beginn des Spiels war es noch trocken, doch während der ersten Halbzeit fing es immer wieder an zu regnen. In der zweiten Halbzeit kam dann die Sonne raus und es wurde ein toller Abschiedskick unserer Jungs.
Zum Spiel – es war eigentlich ein Spiel auf ein Tor. Die Dornhaner kamen nur gelegentlich aus ihrer Hälfte und konnten auch unseren Keeper Julian Häfner nie ernsthaft in Bedrängnis bringen. Bester Mann bei den TSF war ohne Frage ihr Torhüter Niklas Klemenz, der wie schon im Hinspiel starke Paraden zeigte und seine Mannschaft vor einer zweistelligen Niederlage bewahrte. Hingegen gab es durch seine Paraden unzählige Ecken. Da hatte unser Standardschütze Leon Oeschger viel zu tun an diesem Nachmittag.
Um jetzt von allen Torchancen zu berichten wäre zuviel, bei 26 Torchancen davon 14 Großchancen, gehen wir deshalb nur auf die absoluten Highlights ein. In den ersten 8 Minuten hatte der FCR bereits sechs Torschüsse, durch 3x Diedhiou, Eberle und Jansen, bevor es dann in der 9. Minute zum ersten Mal einschlug. Ein Torschuss von Jansen konnte der TSF-Keeper nicht festhalten und musste den Ball nach vorne abprallen lassen, Heberle stand einschussbereit und erzielte die 0:1-Führung für den FCR.
Eine Minute später scheiterte erst Bedic mit einem Kopfball nach einer Oeschger-Ecke am gegnerischen Keeper und in der 13. Minute hatte Oeschger selber die Riesenchance per Kopf auf 2:0 zu stellen, doch wieder war es Keeper Klemenz der zur nächsten Ecke klärte. Erst dann in der 16. Minute hatten die Dornhaner ihren ersten Vorstoß, der aber von der Rottenburger Hintermannschaft souverän gestoppt wurde.
Nach einem Kopfball von Diedhiou und einem Jansen-Torschuss (20.) fiel dann endlich auch der nächste Treffer für den FCR. Eberle wurschtelte sich super mit allem was er hatte durch die Dornhaner Abwehr und spitzelte die Kugel zum 2:0 für den FCR in die Maschen. Es war nun fast eine halbe Stunde gespielt, als die in dunkelblau spielenden Dornhaner ihren ersten Torschuss hatten – dieser ging aber klar am Tor vorbei.
Es war die 37. Minute als sich der FCR durch Eberle, Oeschger – der im Übrigen sein 180. Pflichtspiel für den FCR absolvierte und Angerer drei nennenswerte Chancen erst erspielten und dann vergaben. Und – ja klar, wieder folgte eine Ecke an die andere. Aus einer fiel dann das 0:3 für den FCR. Oeschger brachte die Ecke ins Zentrum, der Keeper konnte die Kugel nicht gut genug klären und Heberle staubte ab um 3:0.
Nach einem scharf und flach getretenen Oeschger-Freistoß in der 38. Minute (Keeper wieder zur Ecke) erzielte 4 Minuten später Kiesecker per Kopf, ja richtig per Kopf das 4:0. Wieder nach einer Ecke, Alu war nun an der Reihe und brachte die Kugel hoch in den Strafraum. Kiesecker drückte die Kugel über die Linie zum noch für die Dornhaner schmeichelhaften 0:4. Zum Abschluss hatte Kiesecker nochmal Bock und probierte es einfach mal mit einem geilen Schuss aus gut 20 Meter – leider über den Kasten.
Verbandsligaschiedsrichterin Kerstin Holzmayer aus Reutlingen machte bis dahin einen super Job, hatte auch nicht viel zu tun, außer Standards und Tore pfeifen, ne sie hatte zusammen mit ihren beiden Assistenten einer eher ruhigen und entspannten Mittag und pfiff überpünktlich zur Pause.


Eberle und Hirschka nun gemeinsam mit 11 Treffer an der Spitze der Torschützenliste
Das Power Play ging nach der Pause weiter. Freistoß von Captain Oeschger (50.) von rechts auf Diedhiou, der donnerte dann die Kugel Richtung Tor, doch Angerer wollte nicht daß das 5:0 fiel, denn er stand in der Schussbahn, schade. In der 54. und 56. Minute hatte Jansen zwei Chancen. Er kam über rechts und überraschte den gegnerischen Keeper, der aber war weiter hellwach war, glänzte dabei mit einer starken Parade, auch die zweite Chance war ähnlich und was passierte, na ja klar, beide wurden per starker Paraden zur Ecke geklärt.
So, nun war es die 57. Minute. Dornhan kam zu seiner besten Chance im Spiel. Alleine Richtung Tor legte der Dornhaner Stürmer quer, sein Abnehmer kam am 2. Pfosten zum Abschluss, doch Votentsev in seiner ruhigen und abgeklärten Art rutschte rein und klärte zur Ecke.
Es kamen nun die ersten beiden Wechsel beim FCR. Trainer Marc Mutschler schickte seinen ersten beiden, eigentlich Stammspieler, ins Geschehen. Jan Baur, zurück aus dem Urlaub (er verpasste leider beide Meisterfeierlichkeiten – müsste ihn gewurmt haben, denn er gehört zu unseren Feierbiestern) und Moritz Rohrer kamen für Angerer und Kiesecker (58.) ins Spiel.
Eine Minute später (59.) klingelte es zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit. Jansen verwertete einen Eberle-Assist über rechts und staubte zum 5:0 für den FCR ab. Es war dann doch noch Jansen´s erster Pflichtspieltreffer am letzten Spieltag im Trikot des FCR. Weitere drei Minuten später war es Kapitän Oeschger selber der zum 6:0 (62.) traf. Eine Baur-Flanke, Baur kam rein und machte ein starkes Spiel, flankte auf den 2. Pfosten, dort köpfte Langer zurück ins Zentrum und dort musste Oeschger nur reinnicken. Tolles Tor, auch in seiner ganzen Entstehung.
Nun kamen René Hirschka, dem es nach seinem Unfall  letzte Woche wieder ganz gut ging und Manuel Weber (73.) für Votentsev und Jansen ins Spiel. Der Spielfluss blieb aber im vollem Gange und brach auch nach den vier Wechsel nicht ein, im Gegenteil, der Druck wurde sogar erhöht.
Baur hatte in der 75. Minute einen Riesenchance. Nach einer Oeschger-Ecke köpfte Baur aber am Tor vorbei. Rohrer machte es in der 78. Minute wieder besser und erhöhte auf 7:0. Oeschger hatte dann die Riesenchance schon zu vollenden, zögerte aber und schoss dann den Torwart an, die Abwehr des Keepers nutzte Rohrer, der einschussbereit stand und zum 7:0 abstaubte.
In der 80. Minute war es Eberle der das 8:0 hätte machen müssen, doch eine Baur-Flanke schob Eberle knapp am Tor vorbei. Nun ein Tor hätte es noch gebraucht, damit Dornhan seinen 100. Gegentreffer kassiert. Das wussten auch unsere Spieler, so ging Eberle nach einer Rohrer-Flanke in den Infight mit dem Dornhaner Abwehrspieler Johannes Kopp, warf sich rein und irgendwie im Fallen und in Bedrängnis köpfte er das Ding entgegen des Keepers Laufweg rechts ins Eck. Selbst Keeper Klemenz wusste hier – Mist das war unser 100ster Gegentreffer. Es stand 8:0. Doch der FCR hatte weiter Bock. Nach einem Torschuss von Baur hatte plötzlich Eberle das 9:0 auf dem Fuß, doch die Pille ging am Tor vorbei.
Schiedsrichterin Holzmayer hatte nun auch Erbarmen und pfiff fast auf die Sekunde genau nach 90 Minuten das vorerst letzte Landesligaspiel der TSF Dornhan und des FC Rottenburg ab.
Fazit
Der höchste Landesligasieg aller Zeiten war perfekt! Es gibt deshalb auch kein großes Fazit zu diesem Spiel. Es war 85 Minuten das Spiel auf ein Tor gegen tapfer kämpfende Schwarzwälder sich aber auch schon aufgegeben Gastgebern. Die Dornhaner hätten sich nicht beschweren dürfen wäre das Spiel zweistellig ausgegangen. Der FCR verabschiedet sich nun standesgemäß aus der Landesliga und freut sich tierisch auf die neue und unbekannte Herausforderung Verbandsliga. Nach dem Spiel saß man noch gemischt mit den Dornhaner Spieler und Dornhaner Fans zusammen und fachsimpelte noch gut über 2 Stunden lang, bis man den Heimweg nach dem ein oder anderen Stiefel antrat.
Nun ging es für Jungs ein paar Tage ab nach Malle. Sie haben es sich verdient. Lasst es krachen – bevor es am 8. Juli mit der Vorbereitung auf die Verbandliga-Saison weitergeht.


Pressestimmen

Der Meister lässt es nochmal krachen
Artikel lesen | Vincent Meissner am 10.06.2025 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Dornhan macht die 100 voll
Artikel lesen | 10.06.2025 | Südwest Presse/ Neckar Chronik
Dornhan verabschiedet sich mit 0:8-Klatsche
Artikel lesen | Volker Haag am 09.06.2025 | Schwarzwäder Bote
Rottenburger Machtdemonstration
Artikel lesen | 10.06.2025 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Stanislav Votentsev (73. Hirschka), Dario Bedic, Anton Jansen (73. Weber), Lennis Eberle, Alioune K. Diedhiou, Leon Oeschger (C), Nick Heberle, Daniel Angerer (58. Baur), Julian M. Kiesecker (58. Rohrer)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Fazli Krasniqi – René Hirschka, Jan Baur, Manuel Weber, Moritz Rohrer
Trainer- und Betreuerstab:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka
Tore:
0:1 Nick Heberle (9.)
0:2 Lennis Eberle (24.)
0:3 Nick Heberle (38.)
0:4 Julian M. Kiesecker (42.)
0:5 Anton Jansen (59.)
0:6 Leon Oeschger (62.)
0:7 Moritz Rohrer (78.)
0:8 Lennis Eberle (85.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichterin:
Kerstin Holzmayer (Spfr Reutlingen, Schiedsrichtergruppe Reutlingen)
Schiedsrichter-Assistenten:
Johannes Schrews (TSV Betzingen)
Lilly Temme (SV 03 Tübingen)
Gelbe Karten: 3/-
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer: ca. 110

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Das war der letzte Spieltag in der Landesliga Staffel 3 Württemburg für den FC Rottenburg. In der kommenden Saison tritt die Mutschler-Truppe als Landesliga-Meister erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in der Verbandsliga Württemberg an, der höchsten württembergischen Liga für die Herren. Wie es weitergeht u.a. in der Verbandsligabzw. mit der 1. Runde im WFV-Pokal entnehmt ihr bitte auf unserem Kalender auf der Startseite unserer Homepage.
Die Mannschaft startet am 8. Juli in die Vorbereitung auf die Saison 2025/26. Zwei Tage später trifft man sich zum Media Day. Das erste Testspiel findet am Samstag, 12. Juli um 14 Uhr beim FC Holzhausen, Tabellenzweiter in der Verbandsliga, statt.