Vorschau auf den 25. Spieltag: Erstes Auswärtsspiel 2022 beim SSC Tübingen


Spieltag-Infos:

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Datum: Sonntag, 20.03.2022
Spielbeginn: 15 Uhr
Spielort: Stemmler Arena Tübingen (Kunstrasenplatz Holderfeld)
Homepage SSC Tübingen: www.ssc-tuebingen.de
Fussball.de: Spieltag und Tabelle

🆕 INFO: Es gilt aktuell die 3G-Regel für Zuschauer*innen 🆕


Bewährungsprobe für Eberle-Elf

Nach zwei Niederlagen in Folge wollen die Roten zurück in die Erfolgsspur finden und im Auswärtsspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den SSC Tübingen punkten.
Nach einem perfekten Rückrunden-Start mit dem 2:1-Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer VfL Nagold, folgten zwei bittere und unnötige Heimniederlagen gegen Seedorf und Wittendorf. Nun spielen unsere Kicker in diesem Jahr erstmals auswärts und müssen zum Derby nach Tübingen zum SSC. Gerade auswärts konnte unsere Mannschaft zuletzt überzeugen und rückte in der Auswärtstabelle vor auf den 8. Platz mit einer Statistik von 5 Siegen, 2 Unenstcheiden und 3 Niederlagen. Der letzte Auswärtsieg war das grandiose 2:1 beim GSV Maichingen.
Doch nun geht es zum für ein Mitabstiegs-Kandidaten heimstarken Elf die von 10 Heimspielen immerhin 5 gewinnen konnte. Also, auf die Eberle-Elf wartet ein hartes Stück Arbeit, zuwohl man weiß, daß der SSC gegen den FCR meist stark auftritt. Der FCR hingegen hat sich fest vorgenommen die sehr bittere 2:3-Heimniederlage vom 1. September 2021 wieder wett zu machen und will sich mit einer engagierten und wieder mehr aggressiveren Spielweise revanchieren. Frank Eberle verspricht seinen Fans, daß die Mannschaft wieder ihr, anderes als zuletzt und dafür gieriges Gesicht zeigt. “Die Mannschaft ist definitiv gewillt, ein anderes Gesicht zu zeigen. Das war gegen Wittendorf nicht das Gesicht, das uns in dieser Saison, bislang begleitete”, sagte FC-Trainer Eberle.
Allerdings plagen den Coach Personalsorgen. Neben den ohnehin wegen Corona noch geschwächten Spieler, kommen jetzt noch weitere Ausfälle hinzu. “Wir hoffen, dass wir eine leistungsstarken Kader einsatzfähig bekommen”, kommentierte Eberle. Die Mannschaft muss die Spielphilosophie vom Nagold-Spiel wieder verinnerlichen und giftiger in die Zweikämpfe gehen als zuletzt. Denn auf dem Holderfeld kommt am Sonntagmittag ein schweres Stück Arbeit auf die Jungs zu. Das wird Abstiegkampf pur, das sollte allen bewußt sein! Der FCR will nach zwei Niederlagen in Folge auswärts wieder zurück in die Erfolgspur.
Die Mannschaft hat sich auf jeden Fall viel vorgenommen. Sie will sich wieder als eine echte Einheit präsentieren und den Rottenburger Zuschauern ein tolles Spiel abliefern. Ziel ist es und soll es wieder werden, weiter fleißig zu punkten, um den Klassenerhalt frühzeitig zu schaffen.

Archivbild: Hart geführte Zweikämpfe auf dem Feld wie hier am 01.10.2017, aber in meist insgesamt freundschaftlicher Atmosphäre.


Der Kader des FC Rottenburg

Leider stehen uns für das Spiel beim SSC Tübingen nicht alle Spieler zur Verfügung. “Da habe ich mich unter der Woche wohl zu früh gefreut, dass wir aktuell auf den kompletten Kader zurückgreifen können!” so FC-Coach Frank Eberle.
Bastian Seufert und Ümit Dagistan stehen leider aufgrund privater Verhinderungen nicht zur Verfügung. Zudem fallen Bastian Narr und wohl auch Jan Baur krankheitsbedingt aus. Ob Nick Heberle nach seiner Verletzung vom Mittwoch spielen kann wird sich beim Aufwärmen zeigen. 
Also denkbar ungünstige Voraussetzungen für das Derby, bei dem wir unbedingt gewinnen und uns auch für die Hinspiel-Niederlage revanchieren wollen! 

Unser Gegner

Der SSC Tübingen war für viele eigentlich als Tabellen-Dritter schon abgeschrieben, startete aber in die Rückrunde für viele überraschend mit zwei deutlichen Siegen in die Rückrunde. Dabei konnte man im Derby den SV Nehren sowie mit dem SC 04 Tuttlingen einen direkten Mitabstiegs-Kandidaten jeweils klar auf dem heimischen Kunstrasen mit 4:1 besiegen. Es folgten jedoch zwei Niederlagen in Folge. Es gab eine 0:2-Niederlage beim TV Darmsheim und zuletzt ging man stark ersatzgeschwächt trotz zweimaliger Führung beim Tabellenfünften VfB Bösingen mit 3:6 baden.
Dennoch befindet sich die Holderfeld-Elf von Jonathan Annel im Aufwind, dabei konnte ihnen der ehemalige FCR-Jugendspieler Giuliano Dambone Sessa helfen, der zur Rückrunde die Tübinger wieder verstärkt, nachdem er nach seinem Abstecher zum Landesligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen zurückgekehrt ist. Voraussichtlich muss die Annel-Truppe zunächst weiter auf Christian Wiehl und den Ex-U19-Rottenburger Aaron Damm verzichten. Im Visier haben die Kicker um Kapitän Hirschka auf jeden Fall den Ex-Landesligaspieler des FCR Moritz Grupp, der mittlerweile nicht nur mit 11 Toren bester Schütze seines Teams, sondern die Holderfeld-Truppe auch als Kapitän aufs Feld führt.

Das letzte Duell

…gegen den SSC Tübingen ist beim FC nicht in guter Erinnerung, denn die Tübinger holten am 6. Spieltag nach eineinhalb Jahren ausgerechnet in der MERZ ARENA ihren ersten Landesligasieg. Die Eberle-Elf, damals jedoch stark ersatzgeschwächt, hinterließ trotz allem eine schwache Visitenkarte gegen den damaligen Tabellenletzten. Der letzte Pflichtspiel-Sieg (3:1) des FCR gegen den SSC war im März 2018. Damals kickten noch beide Teams in der Bezirksliga. Der letzte Sieg des FCR in der Stemmler Arena auf dem Holderfeld war im Februar 2019 in einem Testspiel, welches der FC 4:2 gewinnen konnte.

Die Schiedsrichter

Das Punktspiel zwischen dem SSC Tübingen und dem FC Rottenburg steht unter der Leitung von Landesliga-Schiedsrichterin Theresa Hug vom SV Seedorf aus der Schiedsrichtergruppe Rottweil. Sie wird an den Seitenlinien assistiert von Tim Göhler vom FC Suebia Rottweil und Mario Haas vom FC Epfendorf.

Der Spielort

Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz der Stemmler Arena auf dem Holderfeld in Tübingen.
Anfahrt: Waldhäuser Str. 148, 72076 Tübingen >> Anfahrt <<

An alle FCR-Fans

Der FCR erhofft sich zum Derby und ersten Auswärtsspiel 2022 beim Tabellen-18. SSC Tübingen wieder zahlreiche Rottenburger Fans. Unterstützt weiterhin unsere Mannschaft die aktuell jede Unterstützung brauchen kann. Innerhalb der neuen Regeln sind wieder 75% der Auslastung erlaubt. “Gemeinsam sind wir erfolgreich!”

Corona-Regeln

Aktuell gilt aufgrund der neuen Corona-Verordnung vom 23. Februar wieder die “WARNSTUFE”.
Seit 23. Februar 2022 gilt in Baden-Württemberg die Warnstufe. In dieser gilt laut der Corona-Verordnung und Corona-Verordnung Sport des Landes Baden-Württemberg die 3G-Regelung – für alle Beteiligten, drinnen wie draußen.
In geschlossenen Räumen gilt abseits des Sporttreibens weiterhin Maskenpflicht (FFP2 für über 18-Jährige), sowie im Freien, wenn ein Mindestabstand von 1,5m nicht zuverlässig eingehalten werden kann.
Wir bitten beim Einlass auf das Sportgelände den digitalen Impfnachweis (QR-Code) in Form der CovPass App (unter Vorlage des Personalausweises), aber auch bei den Genesenen den Genesenennachweis bereitzuhalten. Zusätzlich wird nach einem negativen Testnachweis (egal ob Schnelltest oder PCR-Test) kontrolliert. Weitere Info: Der gelbe Impfausweis ist als Nachweis nicht mehr gültig!
Für unsere Zuschauer*innen interessant: Zum 9. Februar 2022 wurde auch die Pflicht zur Erfassung von Kontakdaten auf dem Sportgelände aufgehoben. Der Einsatz der Corona-Warn-App hingegen wird weiterhin empfohlen.

Und täglich grüßt das Murmeltier – FCR unterliegt dem SV Wittendorf mit 2:3

 


Spieltags-Fakten
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: Landesliga Staffel 3 Württemberg, Nachholspiel vom 20. Spieltag
Datum: Mittwoch, 16.03.2022 | 19:30 Uhr
Spielort: MERZ ARENA Rottenburg (Kunstrasenplatz)


Abstiegskampf: Schwere Zeit für den FCR

Schwerer Nackenschlag im Abstiegskampf. Am Mittwochabend erlebten die Eberle-Kicker in einem Nachholspiel ein Déjà-vu und gingen wie schon gegen Seedorf auf dem Kunstrasen der MERZ ARENA erneut als 2:3-Verlierer vom Platz. Die Mannschaft hat dem Druck am Ende nicht standgehalten.
Der Auftritt des FCR zeigte im Abstiegskampf erstmals so richtig Schwächen. Doch das Spiel gegen den Mitstreiter um den Klassenerhalt SV Wittendorf startete sehr verheißungsvoll für unsere FC-Jungs. Ein Foul an Weber, der in den Strafraum einbrach, wurde rechtswidrig von den Beinen geholt. Klarer Elfer. Ümit Dagistan übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zur 1:0-Führung und erzielte dabei noch seinen ersten Treffer im Trikot des FCR.
Doch dieser Treffer schien die Gäste wachzurütteln, denn fortan dominierte der SVW die nächsten 20 Minuten und kamen zu Top-Chancen (15.,  Doppelchance 16., 19., 24., 25. und 26.) am Fließband um auszugleichen. Doch FC-Keeper Max Blesch verhinderte mit Top-Paraden ebenso hielt eine engagierte Abwehrleistung stand. Erst ab der 30. Minute ungefähr konnten sich die die Kicker von Frank Eberle ein wenig befreien und kamen prompt durch Tom Vetter zur Riesenchance um auf 2:0 zu erhöhen. Vetter traf dabei nur den Außenpfosten (31.). Ein Rückpass dann begünstigte den FCR zu einen Freistoß innerhalb der Box. Kopp und Dagistan standen bereit – die Wittendorfer Mauer positionierte sich auf der Torlinie. Wie entscheidet der FC? Kopp läuft an und donnert die Kugel so in die Mauer, daß ein Abwehrspieler dabei KO ging. Schade, daß hätte gepasst, so kurz vor der Pause.
Nach der Pause das gleiche Bild wie schon gegen Nagold und Seedorf. Schnelles Tor durch Torjäger Braun für die Gäste und schon stand es 1:1 (47.). In der 66. Minute war es dann soweit. Der SVW ging nach einer Ecke durch Möhrle durch Tinnefeld per Kopfstoß mit 2:1 in Führung, durchaus verdient, so auch die Meinung der Zuschauer. Der FC merkte nun was hier los ist, machte ein paar Wechsel und war plötzlich wieder im Spiel, kam durch Kopp (72. und 76.) zu guten Chancen um auszugleichen. Doch das besorgte wie schon gegen Seedorf der kurz zuvor eingewechselte Routinier Thomas Schmidt. Nach einer tollen Einzelaktion durch Weber, der über rechts kommend im Lauf die Kugel ins Getümmel in den Strafraum beförderte – fand Schmidt – der sich durchtankte und das Rund im Netz eiskalt versenkte (81.). Starke Aktion beider Beteiligter. Das Spiel war plötzlich wieder offen! Eine Minute später, als der FC immer noch im Flow war, wurde Weber vorbei am Gegenspieler klar zu Fall gebracht. Da gab es auch im Wittendorfer Lager keine zwei Meinungen – Klarer Elfer. Doch Schiri Antonio Agazio aus Waiblingen sah es anders. Es hätte die Rottenburger Führung sein können.
Diese Führung besorgte dann aber wieder der Gegner. Wie schon gegen Seedorf, wurde ein Freistoß von der Mittellinie, diesmal zentral, in die Box befördert, Hirschka wollte per Kopf klären, kam nicht hoch genug und so rutschte die Kugel über den Scheitel von Hirschka ins eigene Tor zur 2:3-Führung für Wittendorf. Das darf doch nicht wahr sein, dachten sich die FC-Fans, die sich an den letzten Samstag zurückversetzt fühlten. In den letzten Minuten kam der FC doch noch zu zwei großartigen Möglichkeiten das Spiel wieder auszugleichen. Doch der Schiri pfiff diesmal nach den angezeigten vier Minuten ab.
Die Hartnäckigkeit der Wittendorfer wurde dann doch noch belohnt: Mit der nötigen Einstellung, Körpersprache, aggressivem Verhalten aber auch der Gier nach den benötigten Punkten, bestritt die Jäkle/Braun-Elf dieser Kellerduell positiv für sich.
Platz 16 mit nur 25 Zählern, dazu spürt man nun auch noch den Atem der Wittendorfer, die nach dem Sieg gestern bis auf einen Punkt an den FCR heranrückten, scheint die Angst vor dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga wieder größer zu werden. „Die Niederlage ist ein schwerer Schlag. Wir dürfen aber den Kopf nicht in den Sand stecken“, meinte FC-Coach Frank Eberle. „Jeder hat gesehen, dass die Mannschaft will, aber momentan es nicht umgesetzt bekommt.“
In der Situation, als wir vor zwei Wochen noch den VfL Nagold besiegten, war das damals ein absoluter Befreiungsschlag, doch noch sind wir nicht raus aus dem Abstiegskampf. Alle beim FC wissen, oder alle sollten wissen, dass noch richtig schwierige Wochen vor den Jungs liegen. Ab jetzt müssen sie beweisen, daß sie wirklich Abstiegskampf können und ihn erfolgreich bewältigen. Es muss jetzt ein überzeugender Befreiungsschlag her!


Stimmen zum Spiel

Frank Eberle, Trainer FC Rottenburg
Mit einer weiteren engagierten Leistung wollten wir gegen den SV Wittendorf 3 Punkte holen und uns so damit von den Abstiegsrängen entfernen.
Bereits in der 1. Minute mussten wir Nick Heberle verletzungsbedingt auswechseln und umstellen. Manuel Weber wurde in der 7. Minute gefoult, als er energisch in den Strafraum eindrang. Ümit Dagistan verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zur 1-0 Führung. Diese gab uns jedoch keine Sicherheit, Wittendorf erspielte sich Chance um Chance und drängte vehement auf den Ausgleich. Wir verteidigten leidenschaftlich, hatten aber bei einigen Abschlüssen einfach auch Glück, weil sie das Tor verfehlten. Eine taktische Umstellung nach 25 Minuten brachte uns dann besser ins Spiel.
Nach der Pause fiel schnell der Ausgleich, als wir in der Vorwärtsbewegung einen Ball verloren haben und die Abwehr völlig unsortiert war. Nach einem Eckball konnten die Gäste mit 2-1 in Führung gehen, weil ein Spieler im Zentrum sträflich frei gelassen worden ist und einköpfen konnte. In der Schlußphase drängten wir vehement auf den Ausgleich. Thomas Schmidt, erst kurz davor eingewechselt war es vorbehalten, eine scharfe Hereingabe von Manuel Weber zum Ausgleich ins Tor zu bugsieren. 10 Minuten vor dem Ende sprach das Momentum nun für uns. Manuel Weber wurde kurz darauf im Strafraum erneut gefoult, diesmal ließ der Schiedsrichter jedoch weiterlaufen. 5 Minuten vor dem Ende dann der Nackenschlag: Ein Freistoß flog von der Mittellinie aus hoch ins Zentrum, Rene Hirschka kam nicht richtig hinter den Ball und fälschte ihn unhaltbar ins eigene Tor ab. Uns gelang leider kein weiterer Treffer, so dass wir eine bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten einstecken mussten.
Uns wird das NICHT umwerfen! Bereits am Sonntag gilt es, wieder alle Kräfte zu mobilisieren, um uns beim SSC Tübingen für die Hinspiel-Niederlage zu revanchieren und dort zu punkten.

Pressestimmen

Die gleiche Kiste
Artikel lesen – Martin Körner am 17.03.2022, Schwäbisches Tagblatt


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Bernd Kopp, René Hirschka (C), Bastian Seufert (67. Zettel), Jan Baur, Tom Vetter (61. Oeschger), Matthias Gampert, Nick Heberle (7. Schmiedel), Manuel Weber, Michael Merk (77. Schmidt), Ümit Dagistan
Auswechselbank FC Rottenburg:
David Schiebel – Daniel Gall, Loris Zettel, Leon Oeschger, Thomas Schmidt, Marius Schmiedel, Daniel Wiedmaier
Tore:
1:0 Ümit Dagistan (9., Strafstoß)
1:1 Christian Braun (47.)
1:2 Dennis Tinnefeld (66.)
2:2 Thomas Schmidt (81.)
2:3 René Hirschka (86., Eigentor)
Tabelle:
Der FCR rutscht weiter ab. Noch vor zwei Wochen auf einem Nicht-Abstiegsplatz, findet man sich nach den beiden 2:3-Niederlagen wieder dick im Abstiegzentrum. Dabei musste man mit Darmsheim, Tuttlingen und Trossingen gleich drei Mannschaften vorbei ziehen lassen. Aktuell steht der FCR nun auf dem 16. Platz mit weiterhin 1 Punkt auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz 13.
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichter: Antonio Agazio vom SV Breuningsweiler
1. Assistent: Jens Drodofsky vom TSV Schmiden
2. Assistent: Jochen Frey vom ASV Aichwald
Schiedsrichtergruppe: Waiblingen
Besondere Vorkommnisse: Nick Heberle musste in der 7. Minute mit einem abgerissenen Fußnagel des großen Zehs schmerzverzerrt das Feld verlassen. Gute Besserung Nick.
Zuschauer: ca. 120 (unter Einhaltung der 3G-Regel)
Vorbericht: Vorschau auf das Nachholspiel vom 20. Spieltag: SV Wittendorf fordert den FC

Ausblick

Es gibt kein Durchschnaufen, denn gleich am kommenden Sonntag, den 20.03. geht es weiter. Die Eberle-Elf muss dann im nächsten Kellerduell zum SSC Tübingen. Spielbeginn in der Stemmler Arena auf dem Holderfeld (Kunstrasenplatz) in Tübingen ist um 15 Uhr.

Ernüchterung beim FCR nach der sehr bitteren 2:3-Niederlage gegen Seedorf

 


Spieltags-Fakten

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: Landesliga Staffel 3 Württemberg, 24. Spieltag
Datum: Samstag, 12.03.2022 | 15:30 Uhr
Spielort: MERZ ARENA Rottenburg (Kunstrasenplatz)


Der Seedorf-Fluch geht weiter

Die FC-Kicker können einfach nicht gegen Seedorf gewinnen, dabei bleibts auch erstmal. Der FC Rottenburg unterlag in sprichwörtlich allerletzter Sekunde nach einem 0:2-Rückstand und dem 2:2-Ausgleich unglaublich bitter noch mit 2:3 auf dem Kunstrasen in der MERZ ARENA vor guter Stimmung, tollem Wetter und am Ende der Begegnung einer Roten Karte für FC-Coach Frank Eberle.
Soll man hier schon von den „Mutter aller Niederlagen 2.0“ sprechen, schaut man zurück auf das Champions League Finale der Bayern 1999, als man nach der regulären Spielzeit sich schon als Sieger feierte und noch 1:2 verlor. Der FC kassiert einen unglaublich bitteren Lucky Punch und schenkt wiedermal in letzter Sekunde einen wichtigen Punkt her.
Nach dem frühen 0:1 in der 1. Minute, nach einem langen Ball auf die linke Seite zu Rottenburg-Schreck Jonas Haag, reagierte FCR-Keeper Schiebel etwas zögerlich, so daß Haag diesen überlupfen konnte und der Ball für alle verwunderlich im Netz zappelte. Wiedmaier hatte dann die große Möglichkeit in der 7. Minute auszugleichen. Nach weiteren Chancen auf beiden Seiten, muss man zwei dicke Chancen der Seedorfer erwähnen. Ein Freistoß in der 29. Minute über die Mauer und kurz vor dem Pausenpfiff eine Doppelchance mit abschließendem gefährlichen Kopfball. Die Seedorfer kamen immer wieder mit Tempo und langen Bällen vor allem über Haag bedrohlich vor Schiebel´s Kasten.
Wie gegen Nagold wurde der FC kurz nach Wiederbeginn erneut bestraft. Ein verlorener Zweikampf vor der Box führte über links zum 2:0 ins lange Eck. Der FC wachte aber nun auf und probierte es nun oft über die Außen wo auch Manu Weber sich positionierte. Mit einer Energieleistung und vielleicht auch ein wenig Wut im Bauch tankte sich Weber über rechts kommend durch die Seedorfer Abwehrreihen hindurch, nahm sich ein Herz und donnerte die Kugel unhaltbar in die Seedorfer Maschen. Was für eine Granate – Manu, mehr davon.
Noch nicht richtig ausgejubelt holte Schmidt in halbrechter Position, am 16er-Eck, einen Freistoß heraus. Seine Fähigkeiten Freistöße zu streicheln hat sich wohl noch nicht bis Seedorf herumgesprochen, denn er nahm kurz Anlauf und zirkelte die Kugel mit links flach an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Der Jubel kannte nun keine Grenzen mehr. Ein Remis wäre jetzt dem Spielverlauf gerecht, doch Fußball kann so gemein sein. Den Siegtreffer im Detail schildert unser Kapitän weiter unten.
Der FCR verpasste das Momentum nach dem 2:2-Ausgleich den dritten Treffer nachzulegen um die Seedorfer zu zermürben vielleicht auch als Favorit hektisch werden zu lassen. Bis zur Einwechslung von SVS-Spielertrainer Tobias Heizmann war der FC mehr oder weniger sehr gut im Spiel, gab dann das Spiel ab und ließ sich immer mehr hinten reinzwängen.
Die Roten hatten sich sicherlich schon mit dem 2:2 arrangiert, es wäre auch ein gerechtes Remis gewesen, auch nach Aussagen der beiden Seedorfer Spielertrainer. Die meisten der Rottenburger Fans hatten wahrscheinlich schon ihre Stoppuhren ausgemacht und sich über das 2:2 nach 0:2-Rückstand gefreut, doch Seedorfs Spielertrainer Heizmann, der sich in der 70. Minute einwechselte, versetzte die MERZ ARENA in Schockstarre, als er in einer Spielertraube in der Box den Lucky Punch für den SVS köpfte.
Rottenburgs Kapitän René Hirschka war inmitten des Getümmels und schilderte die Situation wie folgt: „Beim 2:3-Siegtreffer der Seedorfer war Tumult kurz vorm Fünfer, als der Ball runter kommt und Bernd Kopp inmitten von vielen Seedorfer Spielern beim Kopfballduell von hinten einen Stoß bekam und gefoult wurde. Für unseren Keeper David Schiebel und mich war zur Unterstützung leider kein Durchkommen. Heizmann köpfte dann den Ball in einem schönen Bogen ins lange Eck. Ich denke durch diesen Chip-Kopfball sah es dann auch für David unglücklich aus, da er dann etwas vorm Tor stand, aber eben nicht mehr bis zum Ball durchkam und dadurch auch nicht mehr zum Parieren auf der Linie bereit stand.“
Der oft unsicher wirkende Schiedsrichter Christof Pejdo aus Ludwigsburg ließ zur Verwunderung der Gastgeber die Nachspielzeit verlängern, was die Rottenburger erstmal verwirrte und die Seedorfer ihrerseits eiskalt geschickt nutzten. Der FCR haderte zu Recht mit dem Schiri, der vier Minuten Nachspielzeit anzeigte, aber fünf nachspielen ließ und dann der Treffer fiel. Grund für eine Verlängerung nach vier Minuten gab es sicherlich keinen. Doch trotz allem darf dieser Treffer nach 95 Minuten niemals fallen, da muss der FC einfach den Bus vor dem Tor parken. In einer engagierten Schlussphase beider Teams gehörte der Lucky-Punch letztlich den Gästen und das nach einem langen Freistoß aus dem linken Mittelfeld auf Höhe der Mittellinie.
Zum Spielende echauffiere sich FC-Coach Frank Eberle verständlicherweise gegenüber dem Schiri und bekam die Rote Karte wegen Unsportlichkeit, die meisten Zuschauer bekamen das gar nicht mehr mit. Eberle entschuldigte sich dann für sein Verhalten beim Schiri, hatte aber von den FC-Fans vollstes Verständnis für seine Reaktion. Ja, so kann Abstiegskampf aussehen – immer wieder mal positive Ausrufezeichen, aber auch immer wieder bittere Rückschläge! So tritt man auf der Stelle und kommt nicht weiter.
Jetzt gilt es Kopf hoch, denn am Ende stand erneut wieder eine gute Leistung unterm Strich. Denn Moral und Kampf stimmten heute allemal. Leider gehören auch solche Niederlagen immer wieder mal zu den schmerzhaften Erfahrungen eines Fussballspielers aus diesem man auch reift. Das war wieder ein perfektes Beispiel warum die unteren Mannschaften dem Pech hold sind und die oben angesiedelten Mannschaften das Glück gebucht haben.
Kann man bei diesem 3:2 für Seedorf von einem verdienten Sieg sprechen? Ja vielleicht schon, denn am Ende hatten die Seedorfer doch die mehreren und klareren Chancen. Doch nach Schlusspfiff darf man dann doch klar von einem glücklichen Sieg für die Heizmann und Bea-Truppe sprechen, die sich anschließend gemeinsam zu den FC-Kickern ins Rottenburger Sportheim gesellten. Für die Spieler von Frank Eberle muss diese Niederlage so schnell wie möglich aus den Köpfen, denn bereits am Mittwoch kommt es zum Kellerduell gegen Wittendorf. Auch die Seedorfer Trainer sprachen Eberle Mut zu für die kommenden Aufgaben.
So überschwänglich die Feier nach dem Nagold-Spiel, so betrübter die Mannschaft gestern, aber nur bis zum Sportheimbesuch, da ging die Konzentration schon Richtung Wittendorf. Es ist einfach eine bittere Pille. Ja der Glücklichere hat gewonnen”, so Hirschka noch im Sportheim.


Stimmen zum Spiel

Frank Eberle, Trainer FC Rottenburg
Nach etlichen Corona-Ausfällen in der Vorwoche war nicht klar, welche Spieler überhaupt und in welchem Zustand uns diese zur Verfügung stehen würden. 
Für das Heimspiel gegen Seedorf hatten wir uns vorgenommen, erstmals gegen diesen Gegner zu punkten. Das Unterfangen wurde bereits in der 1. Minute noch schwieriger, als der erste lange Ball der Gäste nicht geklärt werden konnte und wir so gleich einem Rückstand hinterher laufen mussten. In weiteren Verlauf der 1. Halbzeit gab es auf beiden Seiten Torchancen, es blieb jedoch beim 0:1.
Zu Beginn der 2. Halbzeit dasselbe Szenario: Wieder konnten die Gäste in der 47. Minute ein frühes Tor zur 2:0 Führung erzielen. Unser Team steckte jedoch nicht auf und glich mit einem Doppelschlag in der 59. und 60. Minute aus: Erst drang Manuel Weber mit einem energischen Spurt in den Strafraum ein und drosch den Ball in die Maschen. Nur eine gute Minute später schlug Thomas Schmidt einen Freistoß in den Strafraum an allen Spielern und den Gästekeeper vorbei am langen Pfosten zum umjubelten Ausgleich. Das Spiel war nun völlig offen und beiden Teams boten sich Chancen zur Führung. Als sich alle schon mit der Punkteteilung abgefunden hatten bekamen die Gäste bereits nach Ablauf der 4-minütigen Nachspielzeit einen Freistoß an der Mittellinie zugesprochen. Den hohen Ball konnte unsere Abwehr nicht klären, so dass die Gäste mit einer Kopfballbogenlampe den glücklichen Siegtreffer erzielen konnten.
Fazit: Leider haben wir uns nicht belohnt und uns einen Punkt in der Schlusssekunde noch nehmen lassen. Selbst die beiden Spielertrainer der Gäste waren glücklich über den Sieg und konnten ihn wie folgt einordnen: „Nur wenn Du oben stehst gewinnst Du solche Spiele“
Gut ist, dass wir gar nicht lange Zeit zum Lamentieren haben: Bereits am Mittwoch und dann am Sonntag erwarten wir mit Wittendorf und dem SSC Tübingen zwei Gegner, die mit uns um den Klassenerhalt kämpfen. Es gilt, auch hier top motiviert in die Spiele zu gehen um möglichst mit Siegen den Anschluss an die Nichtabstiegsränge zu halten. 

Pressestimmen

Seedorf-Sieg in letzter Sekunde
Artikel lesen – Ferdinand Schwarz am 13.03.2022, Schwäbisches Tagblatt


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
David Schiebel – Bernd Kopp, René Hirschka (C), Loris Zettel (60. Schmiedel), Jan Baur, Matthias Gampert, Nick Heberle, Manuel Weber, Thomas Schmidt (74. Oeschger), Daniel Wiedmaier (63. Narr), Ümit Dagistan (69. Seufert)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Julian Häfner – Daniel Gall, Bastian Seufert, Tom Vetter, Bastian Narr, Leon Oeschger, Moritz Koch, Michael Merk, Marius Schmiedel
Tore:
0:1 Jonas Haag (2.)
0:2 Darius Gutekunst (48.)
1:2 Manuel Weber (60.)
2:2 Thomas Schmidt (62.)
2:3 Tobias Heizmann (90.+5)
Tabelle:
Der FCR rutscht nach nur einer Woche im grünen Bereich der Tabelle wieder ab auf einen Abstiegsplatz. Dabei ist man punktgleich mit dem TV Darmsheim, die am FCR vorbei jetzt auf dem Relegationsplatz rutschen. Auch Tuttlingen rückt nach dem 5:0 gegen Holzgerlingen am FC vorbei. Auf die sicheren Nicht-Abstiegsplätze sind es aber nur 1 Punkt Rückstand.
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichter: Christof Pejdo vom SV Fellbach
1. Assistent: Markus Portner vom FC Biegelkicker Erdmannhausen
2. Assistent: Luca Goededeckemeyer vom FSV 08 Bietigheim-Bissingen
Schiedsrichtergruppe: Ludwigsburg
Besondere Vorkommnisse: FC-Trainer Frank Eberle erhält nach Spielende wegen Unsportlichkeit die Rote Karte.
Zuschauer: ca. 100 (unter Einhaltung der 3G-Regel)
Vorbericht: Vorschau auf den 24. Spieltag: FCR empfängt den Tabellenvierten SV Seedorf

Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

Ausblick

Bereits am kommenden Mittwoch, 16.03. empfängt im Abendspiel die Eberle-Elf in einem Nachholspiel vom 20. Spieltag den SV Wittendorf. Spielbeginn in der MERZ ARENA (Kunstrasenplatz) in Rottenburg ist um 19:30 Uhr.
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