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Der Neckarpokal – Das bestbesetzte Vorbereitungsturnier im Kreis lebt weiter


Pressestimmen: Schwäbisches Tagblatt von Vincent Meissner am 23.04.2020

Der Neckarpokal lebt weiter

Das am besten besetzte Vorbereitungstunrier im Kreis soll in veränderter Form fortbestehen. Die TSG Tübingen plant trotz Corona-Krise für Juli.
Nach dem Finaltag im Juli 2019 sah es nichtaus für den Neckarpokal: „Der 8. Neckarpokal ist vorerst auch der letzte seiner Art“, schrieb das TAGBLATT damals nach dem 3:1-Finalsieg des SV 03 Tübingen gegen die lokale Konkurrenz von der TSG Tübingen auf dem Gelände des SSC Tübingen oben auf dem Holderfeld.
Jeder der acht teilnehmenden Vereine hatte das 2002 erstmals veranstaltete Vorbereitungsturnier ein Mal ausgerichtet. Der Hauptsponsor „Micki-Sport“ zog sich zurück und für besonders viel Zuschaueraufkommen hatte der Wettbewerb – im Gegensatz zu den Traditionsturnieren wie den Eichenberg- oder Pfaffenbergpokal – ohnehin nie gesorgt. „Das ist ein Jammer, aber das Turnier wird irgendwie nicht angenommen“, sagte Erfinder Armin Schmid vom TSV Kiebingen.
Doch so leicht wollte Schmid sein Baby dann doch nicht sterben lassen. Anfang des Jahres lud er die Vertreter der teilnehmenden Vereine ins Sportheim nach Kiebingen ein. Und da stellte sich heraus, dass eigentlich alle das Turnier gerne weiter fortführen würden. Allerdings in veränderter Form. Und darauf haben sie sich nun geeinigt.
Die gräßte Veränderung: Statt wie bisher über mehrere Tage soll das Turnier an einem Wochenende über die Bühne gehen. „Dann ist es auch einfacherfür die Vereine, Helfer zu finden“, sagt Alexander Wütz, Abteilungsleiter beim diesjährigen Ausrichter TSG Tübingen. Angenehmer Nebeneffekt beim bislang eben nicht als Zuschauermagnet bekannten Turnier: Wenn alle Mannschaften an beiden Tagen spielen, sind automatisch mehr Leute da. Und auch der Austausch untereinander ist größer, ähnlich wie bei den Hallen-Stadtpokalen in Rottenburg und Tübingen.
Entsprechend der kürzeren Turnierdauer wird auch die Spielzeit angepasst: Die Vorrunden-Partien am Samstag in zwei Vierergruppen dauern jeweils 2 x 20 Minuten, sodass jede Mannschaft 120 Minuten spielt. Am Finaltag am Sonntag dauern die Spiele dann 2 x 30 Minuten. Für die Teilnehmer der Platzierungsspiele um Rang 5 und 7 bedeutet das folglich eine Spielzeit von 60 Minuten, für die Halbfinalisten sind es erneut 120 Minuten. Dass das zu viel sein könnte, befürchtet TSG-Abteilungsleiter Wütz nicht. Schließlich haben praktisch alle Teilnehmer zweite Mannschaften und dadurch ausreichend viele Spieler.

Der Neckarpokal – er war acht Mal das Objekt der Begierde!

Da die beiden B-Ligisten TSV Kiebingen und der SV Bühl künftig eine Spielgemeinschaft bilden, rückt der SV Pfrondorf als achter Teilnehmer nach. „Nachdem das Angebot kam, haben wir nicht zwei Mal überlegen müssen“,  sagte SVP-Abteilungsleiter Dominik Kuti. „Für uns ist es eine tolle Möglichkeit uns mit vielen höherklassigen Mannschaften in der Vorbereitung zu messen.“
Damit spielen – nach heutigem Stand – ein Verbandsligist (TSG Tübingen), drei Landesligisten (SV 03 Tübingen, SSC Tübingen, FC Rottenburg), zwei Bezirksligisten (TSV Hirschau, SV Pfrondorf), ein A-Ligist (TSV Lustnau und ein B-Ligist (SGM Kiebingen/Bühl) mit. Die Auslosung allerdings steht noch aus: „Da müssen wir jetzt einfach noch warten“, sagt Wütz.
Er geht jedoch trotz der aktuellen Corona-Pandemie davon aus, dass das Turnier im Rahmen der Jubiläums-Feierlichkeiten anlässlich von 175 Jahren TSG Tübingen am 18. und 19. Juli steigen kann. „Wir verfolgen gebannt die Entscheidung des Verbands und hoffen, das wir das Turnier unter den notwendigen Sicherheitsbestimmungen durchführen können“, sagt Wütz. „Aber man merkt ja bei allen Vereinen, dass die Lust groß ist, wieder zu kicken.“
In Zukunft könnte es auch ein Jugendturnier geben
Sollte der Neckarpokal dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie doch nicht gespielt werden, dann plant Alexander Wütz von der TSG Tübingen 2021 einen neuen Anlauf auf dem TSG-Gelände. In Zukunft soll das Turnier dann wieder im jährlichen Wechsel von allen Teilnehmern ausgerichtet werden. Für die Zukunft schwebt den Neckarpokal-Machern auch ein Jugendturnier vor. „Aber jetzt wollen wir erst mal abwarten, wie es bei den Aktiven dieses Jahr angenommen wird“, sagt Wütz, der noch nach Sponsoren sucht.

Neckarpokal-Sieger im Rottenburger Hohenbergstadion bei der 6. Ausgabe 2017 und Rekordsieger (4x) SV 03 Tübingen mit Namensgeber und dem scheidenden Hauptsponsor Thomas Mickeler (hinten links) von „Intersport Micki Sport“ Rottenburg.
Nun wird ab der neuen und überarbeiteten 9. Auflage ein Namensgeber und Hauptsponsor bzw. Sponsoren gesucht, aber auch muss ein neuer Wanderpokal her!

FCR erleidet beim 1:3 gegen Seedorf bitteren Rückschlag im Abstiegskampf



Spieltags-Fakten

Team: Herren 1. Mannschaft
Spielklasse: Landesliga 3 Württemberg | Nachholspiel vom 19. Spieltag
Datum: Mittwoch, 11.03.2020 | 19 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Kunstrasenplatz Ringelwasen)
Zuschauer: ca. 150

Flutlichtspiel auf dem Rottenburger Kunstrasen


Der FC Rottenburg hat beim Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten eine bitte Heimpleite einstecken müssen. Beim Nachholspiel vom 19. Spieltag der Landesliga unterlagen die Roten im Kellerduell dem SV Seedorf mit 1:3 (0:2) und befindet sich nun definitiv in akuter Abstiegsgefahr. Nach dem befreienden Heimsieg letzten Samstag gegen Holzgerlingen, folgte heute ein schwerer Nackenschlag für uns. So verlor der FC nicht nur das Spiel sondern auch seinen Fels in der Brandung Kapitän René Hirschka, wegen einer lächerlichen und nicht nachvollziehbaren Gelb-Roten Karte. Fußball kann grausam sein.

Ganz bitterer Rückschlag im Abstiegskampf

Man hatte sich viel vorgenommen und wollte den zweiten Sieg beim Heimspiel-Triple eintüten. Doch es wurde ein bitterer Abend für die Eberle-Elf und ein gebrauchter dazu. Es hätte ein perfekter Start, so wie gegen Holzgerlingen, werden können, wären die guten bis sehr guten Chancen in den ersten 7 Minuten rein. Dettling und 2x Kopp (einmal per klasse Direktabnahme nach einer Ecke) schafften es nicht den FCR zu diesem frühen Zeitpunkt auch verdient in Führung zu bringen. 
Von da an übernahm der Gast das Spiel und spielte aggressiv mit starken Pressing nach vorne und ging nach einem Power Play und einem Konter dann auch in der 11. Minute in Führung. Das gab dem FC den ersten Knacks. Nach einem harmlosen Foul in der 16. Minute von Hirschka gab es für den Abwehrchef des FC die erste gelbe Karte, die Folgen haben sollte. So musste unser Kapitän seine Aggressivität, die im Abstiegskampf erforderlich ist, frühzeitig einstellen.
Vor dem 0:2 für Seedorf hatte Reichert mit einem Schuß aus gut 25 Metern den Ausgleich auf dem Fuß. Doch umgehend wurde der FC ins nächste Loch gezogen, nachdem man nach eher unglücklichen Gegebenheiten das 0:2 und so den nächsten Dämpfer kassierte. Obwohl man in der letzten Viertelstunde das Spiel wieder offen gestalten konnte, war man nicht energisch genug und überließ nach einigen Konzentrationsfehlern immer wieder den Gästen den Ball. So musste man mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine.
Platzverweise für Hirschka und Eberle nach unglaublichen Begründungen
Im zweiten Durchgang erhöhte der FCR den Druck, waren agiler und agierten nun mehr als zu reagieren. So ließ man nun auch den Ball zunächst besser laufen. Dann kam der Moment des Bernd Kopp wie wir in alle kennen und lieben. Denn die Belohnung ernteten die Hausherren in der 59. Minute, als Hammer-Kopp mit einem sehenswerten Freistoß-Hammer aus gut 25 Metern zum 1:2-Anschluss oben links in den Winkel traf. So kam selbst vom Stadionsprecher Helmut Sachse ein „Donnerwetter“ aus dem Mikrofon. „Da würde ich nochmal gerne die Wiederholung sehen.“ Ein Raunen ging über den Kunstrasen, denn die gleiche Meinung hatten auch die restlichen Besucher.
Nun witterte man Morgenluft, denn der FCR hatte nun das Spiel klar im Griff. So dauerte es auch nicht lange als Dettling in der 62. Minute alleine vor dem Tor die Chance auf den Ausgleichstreffer hatte. Hirschka legte perfekt mit dem Kopf ab, doch Dettling kam in Rücklage und schlug den Ball mit dem schwächeren Fuß übers Tor. Der Ausgleich lag in der Luft, denn Behr vergab die nächste Riesen Möglichkeit zum 2:2. Mit Zettel und Oeschger hatte Eberle nun auch zwei Kämpfer ins Spiel gebracht.

In der 71. Minute kam bei den Rottenburger Fans der nächste Unmut auf. Dettling wurde hart an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Doch wer glaubte Schiri Popp zeigt auf den 11m-Punkt täuschte sich. Er zog weiter seine einseitige Linie pro Seedorf durch. Kopp scheiterte eine Minute später mit einem Distanzschuss. Der Ausgleich wäre nun längst fällig.
Dann die 78. Minute mit Folgen. Nach einem Seedorfer Konter ging FC-Kapitän Hirschka am Mittelkreis in den Zweikampf mit einem Seedorfer, der dann auch fiel. Nach kurzem Zögern zeigte der Schiedsrichter Hirschka die Gelb-Rote Karte. Eberle regte sich auf wie auch die FCR-Spieler lautstark über den Platzverweis nach Hirschkas – wenn überhaupt zweiten Foul im gesamten Spiel. Popp zeigte dann kurz danach noch Eberle die Gelbe Karte. Hirschka zeigte menschliche Reaktionen und dafür darf man niemanden vom Platz stellen!! Wer Hirschka kennt, weiß daß er einer der fairsten und anerkanntesten Spieler der Landesliga ist.
Den Sack endgültig zu schnürte der SVS in der 81. Minute. Dabei legte Jonas Haag nach einem Zuspiel von Kevin Kitiratschky quer auf Darius Gutekunst, der aus sieben Metern keine Mühe hatte, das 3:1 zu erzielen. Im gesamten Spiel trafen die Seedorfer zweimal die Latte und noch einmal den Pfosten, so daß der Sieg für Seedorf insgesamt doch in Ordnung geht. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verkackt“ so ein frustierender Eberle.
So musste man im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Landesliga einen herben Rückschlag hinnehmen. Letztlich steht man komplett mit leeren Händen da. Seedorf war einfach kaltschnäuziger, machte die Räume eng, war lauf- und lautstärker in der Kommunikation sowie willensstärker. Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt. Das war bitter. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben und müssen nun weiter nach vorne schauen.
Zu extrem aufgeregt
Nach dem Spiel fragte René Hirschka Schiedsrichter Kevin Popp nach dem Grund für seinen Platzverweis. „Er sagte, es sei nicht wegen des Fouls gewesen“ berichtete Hirschka. Auch habe er nichts Negatives gegen den Schiedsrichter gesagt, sondern: „Ich hätte mich zu extrem aufgeregt.“ Hirschka war nach dem Pfiff in die Höhe gesprungen und hatte geschimpft. „Das ist echt enttäuschend so was“, sagte Hirschka, der so beim Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den SV Zimmern fehlt. Trainer Frank Eberle wird dagegen dabei sein – obwohl er am Schluss auch noch die Gelb-Rote Karte bekam. „Weil eine Flasche vor mir lag“, erläuterte Eberle. Der Assistent habe behauptet, Eberle habe diese dahin geworfen, so das Schwäbische Tagblatt.
Nun gut, sollten das die Gründe für Platzverweise sein, würden in der Bundesliga keine Spiele mehr komplett beendet werden. Unglaublich!!


Stimmen zum Spiel

Frank Eberle (Trainer)
Bittere Niederlage gegen Mitaufsteiger Seedorf. Auch im Rückspiel mussten wir uns gegen den Mitaufsteiger Seedorf geschlagen geben. Ein gute Anfangsphase brachte in den ersten 15 Minuten ein spielerisches Übergewicht mit einer Serie an Eckbällen und Chancen für uns. Leider konnte keine davon zu einem Tor genutzt werden. Seedorf kam immer besser ins Spiel und erzielte noch vor der Pause 2 Tore, bei denen sie uns vor allem mit schnellem Umschaltspiel nach Ballgewinn zusetzten. Nach der Halbzeitpause kamen wir besser ins Spiel und erspielten uns einige Chancen. Seedorf blieb bei Kontern aber über die ganzen 90 Minuten gefährlich. Als Bernd Kopp einen Freistoß aus gut 25 Metern zum Anschlusstreffer in den Winkel zimmerte, keimte wieder Hoffnung auf. Es folgte unsere beste Phase des Spiels mit teils leidenschaftlichem Einsatz. Als Kapitän Hirschka nach einer äußerst strittigen Schiedsrichterentscheidung mit gelb/rot vom Platz musste, agierten wir in der Schlußphase in Unterzahl. Seedorf machte mit dem 3:1 kurz vor Schluss den Sack zu.
Fazit: Wir müssen uns selbst zuschreiben, dass wir nicht energisch genug an die Aufgabe herangegangen sind und Seedorf leider verdient 3 Punkte mitnehmen konnte. Daran ändert es auch nichts, dass sich der junge Schiedsrichter durch mehr als fragwürdige Entscheidungen gegen uns sehr in den Vordergrund gedrängt hat und somit das eigentlich für einen Abstiegskampf sehr faire Spiel einseitig beeinflußt hat.
Durch die Niederlage haben wir es verpasst, den Anschluss an die Nichtabstiegsränge herzustellen. Die nun anstehende Aufgabe mit dem Heimspiel gegen Zimmern wird erschwert, da einige Spieler nicht zur Verfügung stehen werden: Kapitän Hirschka wird aufgrund der gelb/roten Karte nicht spielen dürfen, Lukas Behr ist familiär verhindert. Zudem müssen wir abwarten, ob die verletzt ausgewechselten Adrian Dettling und Leon Oeschger rechtzeitig fit werden.
René Hirschka (Kapitän)
Kurz gesagt, die Seedorfer haben sich das Glück erzwungen und kamen durch 3-fach abgefälschte Bälle, die ihnen vor die Füße vielen, da sie immer nachsetzten, zu ihren Toren und gleichzeitig durften wir uns nicht aggressiv wehren, da der Schiri, die in den letzten Jahren schlimmste Leistung ablieferte….! Höhepunkt dann eben das erste Foul von mir, pfeifft er danach gegen mich. Das kann ja noch passieren, aber daraufhin eine Gelb-Rote Karte zu zeigen, nach einem Foul im Mittelfeld, wo sonst nichts passiert und er selber sagt, ich habe ja nichts gegen ihn gesagt oder ähnliches, auf die Idee kann man gar nicht kommen….
In den 10-15 Minuten davor hatten wir uns endlich berappelt, nachdem wir in der ersten Halbzeit viel zu wenig gemacht haben. Wir waren am Drücker auf den Ausgleich doch dies wurde dann unterbunden, sehr schade wenn so ein ungerechtes Spiel im harten Abstiegskampf passiert, jedoch bleibt uns nichts anderes als weiter zu machen und zu versuchen die Niederlage schnellst möglich abzuschütteln.


So spielte der FC Rottenburg

Aufstellung:
Pascal Baumgärtner (TW) – Bernd Kopp, René Hirschka (C), Lukas Behr, Jan Baur, Adrian Dettling, Ioannis Potsou, Michael Merk, Steffen Reichert, Tobias Wiedmaier, Mathias Hägele
Ersatzbank:
Jan Johannes (ETW), Bastian Seufert, Loris Zettel, Leon Oeschger, Jonas Neu, Daniel Wiedmaier
Ein- und Auswechslungen:
Oeschger für T. Wiedmaier (58.), Zettel für Behr (66.), D. Wiedmaier für Dettling (81.), Seufert für Oeschger (86.)
Trainerstab:
Frank Eberle (Trainer), Matthias Amthor (Betreuer), Wolfgang Noll (Betreuer)

Zahlen und Fakten zum Spiel

Tore:
0:1 Jonas Haag (11.)
0:2 Jonas Haag (25.)
1:2 Bernd Kopp (59.)
1:3 Darius Gutekunst (81.)
 
Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichter: Kevin Popp (FC Wacker Biberach, Schiedsrichtergruppe Riß)
1. Assistent: Thomas Wachter (SG Mettenberg, Schiedsrichtergruppe Riß)
2. Assistent: Dennis Wahl (SV Winterstettenstadt, Schiedsrichtergruppe Riß)
wfv/ DFB.net Spielbericht:
Pressebericht zum Spiel
Besondere Vorkommnisse:
Flutlichtspiel ohne Niederschlag bei angenehmen Temperaturen um die 12° C
Gelb-Rote Karte für René Hirschka (78.) und Trainer Frank Eberle (90.), beide FC Rottenburg
 

Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

FCR holt beim klaren 3:0 gegen die SpVgg Holzgerlingen den gefordeten Sieg



Spieltags-Fakten

Team: Herren 1. Mannschaft
Spielklasse: Landesliga 3 Württemberg | 21. Spieltag
Datum: Samstag, 07.03.2020 | 15 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Kunstrasen Ringelwasen)
Zuschauer: ca. 150


„Im Abstiegskampf angemeldet“ meldete das Tagblatt in seiner Schlagzeile, welche sie von FC-Coach Eberle übermitttelt bekamen. Der FC feierte am Samstagmittag einen Sieg für die Moral und ist in die Erfolgspur zurückgekehrt. Die Jungs um Kapitän René Hirschka feierten gegen die Holzgerlinger mit einem am Ende deutlichen und verdienten 3:0 den erhofften Pflichtsieg, verschafften sich damit etwas Luft im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga und rückten die zuletzt  erlittenen drei Niederlagen zumindest ein wenig in den Hintergrund. Nun geht man am Mittwoch mit dem nötigen Selbstvertrauen in das Nachholspiel gegen den SV Seedorf.

Abstiegskampf: FC lebt noch und schöpft wieder Hoffnung

Es war der dritte Heimsieg gegen Holzgerlingen in Folge. Wir wollten und mussten gewinnen. Ergebnis = wir haben gewonnen und glaubten an unsere Chance bei einem Sieg wieder ernsthaft in den Abstiegskampf einzugreifen, nachdem uns viele schon abgeschrieben hatten. Das sind Momente die die Mannschaft in den kommenden Spielen noch mehr zusammenschweißt. Die Eberle-Elf konnte beim ersten Heimspiel im Heimspiel-Triple den ersten Sieg und somit die ersten 3 Punkte gegen den Abstieg einfahren.
Eberle zeigte sich nach dem Spiel zufrieden – allerdings mit Einschränkungen: „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben, wissen aber auch, was wir besser machen müssen“, sagte er und meinte damit vor allem die mangelnde Chancenverwertung seines Teams. In der letzten halben Stunde der zweiten Halbzeit ließ der FCR einige aussichtsreiche Möglichkeiten auf weitere Treffer liegen um das negative Tore-Konto zu verbessern. Am Ende machten wir uns das Leben selbst schwer, so daß der Gast dem 1:2 einigemale näher war als wir dem 3:0. Mit dem sehenswerten dritten Treffer, herausgespielt über den eingewechselten Potsou, der mit einem imposanten Flankenlauf den in der Mitte mitgelaufenen Merk sah und der mit vollen Engagement den Ball direkt und abgebrüht versenkte. „Unsere Anfangsphase hatte nix mit Landesliga-Fußball zu tun, gar nix“ , schimpfte Holzgerlingens Trainer Osswald. „Rottenburg war uns in Sachen Aggresivität klar überlegen.“
Für eine disziplinierte Leistung gibt es drei Big Points
Die ersten 10 Minuten ging der FCR motiviert und konzentriert ins Spiel und belohnte sich gleich in der 3. Minute mit dem 1:0, nach dem Bernd Kopp aus dem Halbfeld einen Freistoß mit Schmackes in die Box brachte. Holzgerlingens Keeper ließ den Ball abprallen, Dettling staubte ab und es stand früh so wie erwünscht 1:0 für die Roten. Merk scheiterte mit einer weiteren Riesenchance eine Minute später mit einem klasse Schuss.
Der FCR drückte weiter und machte in der 17. Minute das 2:0 durch Merk. Zuspiel Baur, ein sauberer Lupfer von Merk und es stand 2:0. Dettling aus ca. 20 Meter in der 19. Minute und Holzgerlingen in der 22. Minute, bei dem Tobi Wagner mit einer starken Parade den Anschlusstreffer verhinderte, vergaben Super Chancen. In der 35. Minute wäre nach einer 2-fach-Topchance für Holzgerlingen eigentlich der Anschlusstreffer verdient gewesen. Die Roten des FC waren in dieser Situation ein wenig von der Rolle, doch die Abwehr arbeitete dabei engagiert. Reichert kam im Anschluss mit einem guten Schuss aus dem Rückraum zur nächsten guten FC-Chance. Es blieb nach einer Minute Nachspielzeit beim 2:0 zur Pause.
Potsou brachte frischen Wind
Rottenburg kam besser aus den Kabinen und setzte den Gast mit einer Riesen 3-fach-Chance unter anderem von Hirschka und Hägele gehörig unter Druck. Der auf Nägel sitzende Ioannis Potsou kam dann in der 60. Minute für Dani Wiedmaier ins Spiel. Von dort an lief es nach vorne flüssiger.
Potsou wirbelte die Holzgerlinger Abwehr ein ums andere Mal durcheinander und war fortan an den meisten Angriffen des FC beteiligt. So bediente er in kürzerster Zeit einmal Merk und 2x Dettling, welche ihre Chancen nicht nutzten. Es folgten drei weitere dicke Chancen in Person von Potsou. Die erste lupfte er frech übers Tor, die anderen beiden schob er knapp am Tor vorbei. Ja, das 3:0 wäre nun längst fällig. Doch die Gäste gaben sich nie auf, so daß Hirschka fast im Gegenzug im letzten Moment auf der eigenen Linie retten musste. Das Spiel machte nun dem Namen „Abstiegskampf“ alle Ehre.
Das 3:0 erledigte dann in der 87. Minute endgültig Michi Merk in einer Gemeinschaftsproduktion mit Potsou. Nach einem Flankenlauf über rechts sah Potsou Merk in der Mitte mitlaufen, brachte den Ball flach auf den zweiten Pfosten, wo Merk mit vollem Elan die Kugel direkt ins Tor schoss. Klasse Tor!! Der unauffällige Schiedsrichter Raimund Bailer von der SRG Riß ließ dann noch zwei Minuten nachspielen. Es blieb dann letztlich beim 3:0.
Am Ende war es ein verdienter und wichtiger Sieg im Abstiegskampf, der bei Eberle und der Mannschaft gefordert und eingefahren wurde. Im Kampf gegen den drohenden Abstieg hilft es meist, enger zusammen zu rücken. Es gibt nun kaum Zeit um durchzuatmen, denn die nächste Chance lässt nicht lange auf sich warten. Am Mittwoch kommt Seedorf zur nächsten Herausforderung. Die Mannschaft sollte dabei die Tabellensituation aus den Köpfen streichen und sich nur auf die eigenen Stärken fokussieren. 


Stimmen zum Spiel

Frank Eberle (Trainer)
Hut ab vor der Leistung der Mannschaft! Unter enormen Druck zeigte unsere Mannschaft eine sehr konzentrierte und engagierte Leistung und siegte verdient mit 3:0 gegen Holzgerlingen.
Bereits nach wenigen Minuten konnte Adrian Dettling einen Abpraller nach einem Freistoß von Bernd Kopp zum 1:0 verwerten. Nach 17 Minuten gewann Jan Baur weit in der gegnerischen Hälfte einen Ball und schickte Michi Merk mit einem genialen Pass in Richtung Tor, dieser blieb cool und lupfte den Ball zum 2:0 über den Gästekeeper. In der Folgezeit kam Holzgerlingen besser ins Spiel und kam in der aus ihrer Sicht besten Phase zu einigen Chancen, die unsere starke Abwehr teils in höchster Not klären konnte.
Nach der Pause verflachte die Partie etwas, Holzgerlingen drängte zwar auf den Anschlusstreffer, wir investierten jedoch alles dafür, um keine größeren Chancen zuzulassen. Es war klar, dass wir mit dem voll besetzten Kader auch von der Bank starke Alternativen bringen konnten. Vor allem Ioannis Potsou wirbelte die Gästeabwehr nach seiner Einwechslung einige Male kräftig durcheinander. Er konnte jedoch zunächst weder beim Torabschluss noch bei den Vorlagen das Ziel finden. In der 87. Minute war dann der Sieg eingetütet: Potsou passte scharf nach innen und Michi Merk konnte mit seinem 2. Treffer ohne Mühe das 3:0 erzielen.
Fazit: Unser kompletter Kader hat sehr wohl Landesligaformat und kann mit Druck umgehen! Mit den 3 Punkten können wir den Anschluss an die Teams vor uns zwar noch nicht ganz herstellen, allerdings ist der SIeg auch für die Moral wichtig.
Bereits am Mittwoch wollen wir beim Nachholspiel zu Hause gegen Seedorf nachlegen und streben auch hier 3 Punkte an. Zudem wollen wir uns für die unglückliche 2:3 Niederlage im Sommer revanchieren. Es bleibt das abschließende Training abzuwarten, ob wiederum alle Spieler zur Verfügung stehen. Keeper Wagner wird allerdings berufsbedingt auf jeden Fall fehlen.
Tobias Wagner (Torwart und Vize-Kapitän)
Zuerst einmal war dies zu Beginn der Englischen Woche sehr wichtig einen Sieg eingefahren zu haben. Wir nahmen uns in der Kabine sehr viel für das Spiel vor, was wir auch von vorneweg gleich umsetzen konnten. Durch das frühe Pressing konnten wir den Gegner sehr früh in Bedrängnis bringen und uns so Chancen rausspielen. Die beiden Tore durch Adrian und Michi waren dann die Konsequenz davon. Danach schlief unser Spiel etwas ein und die Holzgerlinger wurden etwas stärker und kamen zu einzelnen Chancen, welche wir aber alle Samt im Verbund verhindern konnten.
In der zweiten Halbzeit war gefühlsmäßig die Holzgerlinger mehr am Ball, da sie auch mussten. Allerdings kamen sie in der zweiten Halbzeit zu keiner wirklich nennenswerten Chance. Wir bekamen durch das Anrennen der Holzgerlinger immer mehr Räume und kamen zu einigen Chancen. Michi konnte dann zum vorentscheidenden 3:0 eine davon nutzen.
Nun gilt es für die kommenden Spiele weiter so konzentriert zu agieren, um die nächsten Spiele ebenfalls gewinnen zu können. Unter der Woche gegen Seedorf können wir das gleich wieder zeigen und nachlegen.


So spielte der FC Rottenburg

Aufstellung:
Tobias Wagner (TW) – Bernd Kopp, René Hirschka (C), Lukas Behr, Jan Baur, Adrian Dettling, Michael Merk, Steffen Reichert, Tobias Wiedmaier, Mathias Hägele, Daniel Wiedmaier
Ersatzbank:
Pascal Baumgärtner (ETW), Jan Johannes (ETW), Bastian Seufert, Loris Zettel, Ioannis Potsou, Leon Oeschger, Moritz Koch, Jonas Neu
Ein- und Auswechslungen:
Potsou für D. Wiedmaier (60.), Zettel für Hägele (65.), Oeschger für Behr (68.), Neu für Dettling (81.)
Trainerstab:
Frank Eberle (Trainer), Wolfgang Noll (Betreuer)

Zahlen und Fakten zum Spiel

Tore:
1:0 Adrian Dettling (4.)
2:0 Michael Merk (17.)
3:0 Michael Merk (86.)
 
Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichter: Raimund Bailer (TSG Achstetten, Schiedsrichtergruppe Riß)
1. Assistent: Joachim Gutzer (SV Altheim, Schiedsrichtergruppe Riß)
2. Assistent: Tobias Schwer (TSG Achstetten, Schiedsrichtergruppe Riß)
Besondere Vorkommnisse:
Das Wetter zum Spiel war kalt, stark bewölkt und windig bei Temperaturen um 5° C

Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)