Verkürzte Saison 2020/21: Nach Hinrunde mit Auf- und Abstiegsrunde möglich


Ärger über „Flickschusterei“

Der WFV plant die Saison auf Verbandsebene mit einer Auf- und Abstiegsrunde
Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) hat am Mittwoch in Schreiben an die Verbandsliga- und Landesliga-Vereine eingeräumt, dass die reguläre Saison in den höchsten beiden Ligen auf Verbandsebene nicht mehr möglich sei: „Einen Re-Start für den allgemeinen Trainingsbetrieb und damit verbunden des Spielbetriebs im Januar wird für nicht realistisch eingeschätzt, sodass von der Beibehaltung des bisherigen Spielmodus (Hin- und Rückrunde mit 38 Spieltagen) Abstand zu nehmen ist“, heißt es in dem Brief. Und weiter, eckig formuliert: „Einer Austragung der noch ausstehenden 26 Spieltage bei einem möglichen Re-Start Mitte Februar und unter der Annahme weiterer corona- und/oder witterungsbedingter Spielausfälle, dürfte der letzte Optimismus gewichen sein, es vielleicht doch noch zu schaffen.“
Stattdessen schlägt der WFV vor, wie die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Saison 2020/21 weitergespielt werden soll. Im Wesentlichen beinhaltet der Plan folgende Punkte:
  • Die noch nicht absolvierten sieben Hinrundenpartien sollen ab Mitte Februar gespielt werden, sodass jeder ein Mal gegen Jeden gespielt hat. Zuvor sollen sich die Mannschaften, sobald es die Behörden wieder zulassen, mindestens jedoch zwei Wochen, gemeinsam mit Teamtraining vorbereiten können.
  • Nach Ende der regulären Vorrunde Mitte April spielen die ersten zehn Vereine in einer Aufstiegsgruppe den Meister und den Teilnehmer der Aufstiegsrelegation aus. Dabei spielt jede Mannschaft gegen jede aus der Gruppe. Die Punkte aus der Hinrunde mit allen Vereinen werden mitgenommen. Die letzten zehn Klubs spielen gegen den Abstieg.
  • Das Ende der Auf- und Abstiegsrunde ist auf 20. Juni terminiert, anschließend sollen die Relegationsspiele um Auf- und Abstieg folgen.
Für die Oberliga mit dem SSV Reutlingen auf Rang 13 und 3 Punkten Rückstand auf den rettenden 10. Platz schlägt der WFV eine analoge Regelung vor (siehe letzter Absatz). Für die Verbandsliga hat der Verband kommenden Dienstag zu einer Videokonferenz geladen, um über die Vorschläge zu sprechen, die Landesliga ist Mittwoch dran.
Vorschlag: Spiele annullieren
Die TSG Tübingen steht in der Verbandsliga-Tabelle aktuell auf dem 12. Platz  mit einem Punkt Rückstand auf Rang 10. Abteilungsleiter Alexander Wütz ärgert sich über das Vorgehen des Verbands: „Das ist wieder mal Flickschusterei, dieses Mal sind wie sehenden Auges reingelaufen“, sagt er im Gespräch mit dem TAGBLATT. Wütz bemängelt, dass schon vor der Runde klar gewesen sei, dass die Mammutsaison mit 38 Spieltagen kaum möglich ist.
Ihm ärgert auch, dass der Verband die Vereine zu wenig einbeziehe: „Das macht der WFV über die Köpfe hinweg. Da wird eine Entscheidung gefällt und dann mitgeteilt. Den fehlenden Austausch mit dem Verband bemängle ich schon länger.“ Außerdem hätte er gerne vor Rundenstart gewusst, nach welchem Modus gespielt wird: „Wenn ich in eine Saison gehe, gehört vorher geklärt, wie die Regularien sind“, sagt Wütz. „Im Sommer hätte diskutiert gehört, was in welchen Fällen geschieht. Das ist ein Versäumnis.“
Wütz will sich bei der Videokonferenz mit den anderen Vereinen auch noch mal für eine Alternative starkmachen. Sein Vorschlag: „Wir annullieren die bisherige Saison und fangen sobald wie möglich mit den gleichen Mannschaften noch mal von vorne an und lassen uns dann Zeit bis Sommer 2022.“ So wäre die Chance am größten, trotz Corona-Pandemie die Saison komplett fertig zu spielen, meint er. „Im Nachhinein ist die bayrische Lösung gar nicht so schlecht gewesen“, sagt Wütz. Dort entschied der Verband im Frühjahr, die Saison zu unterbrechen und nach der Corona-Pause fortzusetzen.
Nichts Neues auf Bezirksebene
Michael Urban vom Landesligist SV 03 Tübingen ist wenig überrascht über die Nachricht vom Verband. „Das war schon immer meine Prophezeiung, dass das die einzige realistische Variante ist.“ Die benachbarte Landesliga Staffel 4 hatte dieses Modell schon vor der Saison beschlossen.
In der Landesliga Staffel 3 haben der SV Nehren auf Rang 5 und der SV 03 Tübingen auf Rang 6 (beide 23 Punkte) aktuell 7 Zähler Vorsprung auf den elften Platz. Für den SSC Tübingen als Letzter (2 Punkte) und den FC Rottenburg (17./ 8 Punkte) ist der rettende 10. Platz mit 16 Punkten schon ein Stück weit weg.
Für die Ligen von der Bezirksliga abwärts gibt es noch keine Vorschläge von Verbandsseite, sagte dem TAGBLATT gegenüber der Bezirksvorsitzende Josef Haug. Allerdings dürfte die Regelung in den oberen Klassen durchaus ein Hinweis auf das Verfahren drunter hinweisen.
10 Teams um den Aufstieg, 11 gegen den Abstieg
Auch in der Oberliga Baden Württemberg mit dem SSV Reutlingen soll die Saison nach Abschluss der Hinrunde mit einer Auf- und Abstiegsrunde fertiggespielt werden. Anfang/Mitte Februar soll es mit dem 14. Spieltag weitergehen. Beginn der Aufstiegsrunde mit 10 Teams und der Abstiegsrunde mit 11 Teams soll Mitte/Ende April sein. Ende der Auf- und Abstiegsrunden wäre am 12. Juni. Bis Freitag haben die Oberliga-Vereine Zeit für eine Stellungnahme. Am Montag ist eine Videokonferenz angesetzt.
Textquelle: Schwäbisches Tagblatt, Vincent Meissner am 03.12.2020

Bildquelle: Stadt Rottenburg am Neckar

Nachruf für Herbert Noll: Wir nehmen hier Abschied von einer FC-Lichtgestalt


 

Wir nehmen Abschied von Herbert Noll †

*2.3.1942  †18.10.2020

 

Nachruf des FC Rottenburg 1946 e.V., Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 23.10.2020


Eine große Persönlichkeit ist von uns gegangen

Der FC Rottenburg trauert um sein ehemaliges Vorstandsmitglied und guten Freund Herbert Noll. Unerwartet und tief betroffen mussten wir inmitten der schweren Corona-Krise die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass am Sonntag, den 18.10.2020 unser langjähriges Vereinsmitglied Herbert Noll nach längerer Krankheit mit 78 Jahren verstorben ist. Sein viel zu früher Tod hat uns alle sehr schockiert und unsagbar traurig gemacht. Der Verein wird dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren. Ein wunderbarer Mensch und eine große Persönlichkeit ist von uns gegangen. Unser ganzes Mitgefühl in diesen schweren Stunden gilt seiner Familie und den Angehörigen. Wir werden seine freundschaftliche, direkte und erfrischende Art sehr vermissen, Danke das es dich gab. Die FC-Familie verneigt sich.
Herbert Noll gehörte dem FC seit 1978 als Mitglied an und war auch nach seiner aktiven Zeit im Verein in verschiedensten Diensten stets hilfsbereit und darüber hinaus mit seiner sehr großen Fachkompetenz innerhalb des Amateurfußballs in seiner langjährigen Zugehörigkeit beim Württembergischen Fußball-Verband immer der richtige und perfekte Gesprächs- und Ansprechpartner.

Traueranzeige Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 21.19.2020


Herbert Noll, der “Tonmeister“ für verschiedene Vereine und deren Veranstaltungen
…beruflich war er als Glockensachverständiger beim Bischöflichen Ordinariat beschäftigt. Aber ehrenamtlich setzte der gebürtige Tübinger Herbert Noll eher auf hochmoderne Tontechnik und unterstützte verschiedene Vereine, z.B. die Rottenburger Narrenzunft und die Stadtkapelle Rottenburg, bei der Beschallung und beim Aufzeichnen. So hat er beispielsweise viele Jahre lang bis einschließlich 2014 den „Rommzug“ bei der Rottenburger Fasnet beschallt und die Auftrittsmusik für die „Pompele“ aufgezeichnet. Auch für den Zunftmeisterempfang im Rathaus war er oftmals tontechnisch verantwortlich. Bei der Stadtkapelle hat er zahlreiche Konzerte mit eigener Technik aufzeichnet und tontechnisch bearbeitet.
Doch nicht nur in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sorgte er für den guten Ton, auch im FC war er unermüdlich im Einsatz. Sein Elektro-Equipment unter der Tribüne des Hohenberg-Stadions war einzigartig. Meterweise Kabel, Kabeltrommeln, Stecker, Adapter und und und. Ob die richtige Einstellung des Mikrofons für den Stadionsprecher, welches Amt er mitunter auch ausübte, auch die Beschallung bei den diversen FC-Veranstaltungen, unter anderem beim legendären Elfmeterball, waren sein Baby. Noch bis ins hohe Alter, auch noch als er gesundheitlich schon angeschlagen war, ließ er es sich nicht nehmen die Verstärker und Lautsprecherboxen z.B. bei der jüngsten Veranstaltung des FCR, der „Fasnetparty am Schmotziga“ in der Zehntscheuer oder die Heimspiele des FCR auf dem Kunstrasen so einzustellen, daß auch gewiss jeder alles optimal verstand. Da konnte er auch schon mal fuchsteufelswild werden, wenn nicht alles so eingestellt war wie er es wollte, wenn z.B. auch einer in seine Arbeit dazwischenfunkte. Das war unser Herbert, so liebten wir ihn!
“Der Mann für die klaren Worte und den richtigen Ton”
Eine kurze Zusammenfassung seiner Arbeit in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.


Der Mann mit den vielen Ämter und Auszeichnungen
Seine zweite Leidenschaft galt neben der Musik ganz klar dem Fußball. Bei seinem FC Rottenburg war er bis zu seinem Tod in seiner 42-jährigen Mitgliedschaft 22 Jahre lang im Vorstand, dabei war er viele Jahre vor allem als Jugendbetreuer aktiv, 12 Jahre lang als Jugendleiter, weitere zehn Jahre als Spielausschussvorsitzender, Schiedsrichter-Beauftragter von 2005 bis 2007 und von 2004 bis 2015 auch als Pressesprecher. Während seiner gesamten aktiven Zeit beim FC war er auch hier Beschallungs- und Elektrospezialist bei sämtlichen Veranstaltungen, außerdem hatte der gelernte Elektriker wesentlichen Anteil am Bau des FCR-Clubheims 1993.
Herbert Noll ist Träger der wfv-Verbandsehrennadel in Silber (2003) und Gold (2005), der wfv-Jugendleiter-Ehrennadel in Bronze (1995), Silber (2000) und Gold (2003) sowie der wfv-Vereins-Ehrennadel in Gold (1994) und Silber (1992). Beim Württembergischen Fußball-Verband hatte er bis 2003 verschiedene Funktionen: vom Verbands-Jugendspielleiter, über den A- und B-Junioren-Staffelleiter bis hin zum Beisitzer und späteren Vorsitzenden des damaligen Verbands-Jugendspielausschusses.
Als letzte Auszeichnung erhielt Herbert 2017 aus den Händen von Oberbürgermeister Stephan Neher die Bronze-Medaille für sein bürgerschaftliches Engagement der Stadt Rottenburg, als er noch am gleichen Tag nach einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt Stunden zuvor entlassen wurde und noch einen angeschlagenen aber doch stolzen Eindruck abgab.


Verbandsfunktionär, Ehemann, Vater und Opa
Unter anderem übernahm er mit Leidenschaft die Verantwortung für die Landesliga-Herren des FCR und im wfv für viele Jahre für die A- und B-Junioren Verbandsstaffeln. Als Jugendleiter hat er an vielen richtungsweisenden Neuerungen im Verbandsjugendausschuss und im Verbands-Spielausschuss mitgewirkt. “Herbert Noll hatte besondere Verdienste für den Württembergischen Jugendfußball vorzuweisen. Als erster Verbandsjugend-Spielleiter des wfv wird er in die Geschichte eingehen”, so die lobenden Worte des wfv vom 03.02.2003. In der Zeit beim wfv entstand aber auch eine tolle Freundschaft mit Matthias Schöck, dem aktuellem wfv-Präsidenten.
Als Vater von zwei Kindern (Andreas und Heike) und Opa von zwei Enkeln war er auch im privaten Umfeld stets im Mittelpunkt. 56 Jahre lang war Herbert mit seiner Frau Heidi verheiratet, die ihm in jeglicher Hinsicht unterstützte, immer an seiner Seite stand bei guten wie auch schlechten Tagen, ihn aber auch als FC-Fan zu so gut wie jedem Spiel seines FC begleitete.
Sein Sohn Andy Noll kickte lange Jahre selber beim FC und machte dort in der 1. Mannschaft stolze 360 Spiele. Außerdem war er wie sein Vater ehrenamtlich lange Zeit als Sportlicher Leiter, Verwaltungsleiter, Kassier und aktuell noch als Kassenprüfer beim FCR im Amt. Die Noll´s gehören zum FC wie der Ball zum Fußballspiel wie z.B. auch Herbert´s Bruder Rainer Noll, unter anderem erfolgreicher Meistertrainer in der FC-Jugend. Sein Cousin Wolfgang Noll ist ebenfalls seit vielen Jahren beim FC aktiv tätig und schon fast gleichfalls eine Legende auf dem Hohenberg, unter anderem als Technischer Leiter aber auch seit vielen Jahren als zuverlässiger Betreuer und Zeugwart der 1. Mannschaft.
Herbert war bekannt für seine klaren und direkten Worte und deshalb auch wegen seines unglaublichen Wissens anerkannt in der Fußball-Szene im Verband des wfv und des Bezirks Alb und natürlich in seinem Heimatverein und seiner Leidenschaft FC Rottenburg. Herbert Noll hat große Spuren hinterlassen, in diese so schnell niemand hineintreten wird. Ein möglicher und würdiger Nachfolger von Herbert Noll wäre unter anderem Martin Haug, unser aktuelle und seit 2001 tätige Jugendleiter.
Herbert Noll redete nie um den heißen Brei sondern brachte es immer auf den Punkt und dafür war er auch wegen seiner geselligen Art in der gesamten Region bekannt und beliebt und für die Presse ein beliebter und geschätzter Ansprechpartner.
Unter dem Titel “Er achtete auf den Ton” widmete auch Sportredakteur Tobias Zug vom Schwäbischen Tagblatt in der Rubrik “Regionalsport” am 22.10.2020 für Herbert Noll einen Nachruf.


“Mach´s gut Herbert”
Der FC Rottenburg und seine ganze Anhängerschaft werden der FC-Legende Herbert Noll in bester Erinnerung behalten.

 

Ordentliche Mitgliederversammlung des FC Rottenburg 1946 e.V. am 05.10.


Liebe Mitglieder des FCR,
am Montag, den 05. Oktobver 2020 findet um 20 Uhr “coronabedingt” auf der Tribüne des Hohenberg-Stadions (nicht wie sonst in der FC-Gaststätte!) unsere jährlich stattfindende ordentliche Mitgliederversammlung statt.
Satzungsgemäß haben wir hierüber in der Tagespresse “Schwäbisches Tagblatt” am 18.09.2020 bereits berichtet und eingeladen. Zusätzlich möchten wir unsere Mitglieder natürlich auch hier über unsere Internetseite sowie über unsere Sozialen Netzwerk Plattformen “Facebook” und “Instagram” informieren und haben die Einladung fürs Sie “geladen”.
Wir freuen uns auf Euch.
Eure Vorstandschaft