Heimpleite im Kellerduell: FC Rottenburg verliert 0:3 und verschärft die Krise



Eckdaten des Spiels

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 11. Spieltag
Datum: Samstag, 24.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • Fakten: Sechste FCR-Niederlage in Folge bei 2:19 Tore
  • FCR ohne Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer
  • Startelfdebüt für Neuzugang und Ex-Memminger Christian Mijatovic
  • Talfahrt geht weiter: FCR stürzt auf Rang 14 ab
  • Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte der FCR einen Zähler mehr auf dem Konto


Herber Rückschlag: Kellerduell dahoam verloren!

Der FC Rottenburg kommt in der Verbandsliga Württemberg einfach nicht zur Ruhe. Am 11. Spieltag musste sich das Team von Trainer Marc Mutschler vor rund 180 unentwegten Zuschauern bei nasskalten Herbstwetter auf dem Kunstrasenplatz der Hohenberg-Sportanlage dem Vorletzten VfB Friedrichshafen mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Durch diese empfindliche Niederlage gegen den direkten Konkurrenten rutscht der FCR auf den 14. Tabellenplatz ab und steht weiterhin auf einem direkten Abstiegsrang. Dabei wog das Fehlen von Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer schwer. Die Gäste aus Friedrichshafen nutzten ihre Chancen eiskalt: Kai Kramer besorgte in der 32. Minute die Pausenführung für den VfB. In der Schlussphase machten Dennis Blaser (84.) und Samuel Lindinger (87.) mit einem Doppelschlag alles klar. Während der VfB Friedrichshafen zwar Vorletzter bleibt, schrumpft der Vorsprung des FCR auf den Konkurrenten auf einen mageren Zähler zusammen. Die Alarmglocken schrillen, denn am kommenden Spieltag gastiert Rottenburg beim Tabellenzwölften FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Beim Oberliga-Absteiger wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Für den FCR gilt – trotz maximalem Erfolgsdruck: Es müssen dringend wieder Punkte her.
Sechs Niederlagen in Folge: Der FCR wartet inzwischen seit geraumer Zeit auf ein Erfolgserlebnis. Damit erlebt der Verein die längste Niederlagenserie der gefühlt vergangenen 20 Jahre. Bis zur längsten Sieglosserie der der letzten Jahre fehlen allerdings noch zwei Spiele. Diese datiert aus der letzten und zugleich ersten Verbandsliga-Saison: Damals blieb der FCR zunächst fünf Partien in Folge ohne Punktgewinn, erkämpfte anschließend ein Remis und kassierte danach erneut zwei Niederlagen. Mit Siegen gegen Schwäbisch Hall (4:2) und in Berg (2:1) sowie einem 2:2 gegen Ehingen-Süd gelang es der Mannschaft schließlich, diese Negativserie eindrucksvoll zu beenden. Der Schlüssel dafür waren der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der unbedingte Wille, sich niemals aufzugeben. Genau diese Eigenschaften braucht der FCR nun erneut, um aus der aktuellen Krise herauszukommen.
In der Verbandsliga Württemberg entscheiden häufig Kleinigkeiten – und nicht selten auch die größere Abgeklärtheit. Wenn ein Team aus dem Tabellenkeller anreist, steht es meist tief, überlässt dem Gastgeber den Ball und wartet geduldig auf Umschaltmomente. Je länger eine Partie torlos oder ausgeglichen bleibt, desto größer kann die mentale Blockade der Heimmannschaft werden. Gerät man dann unerwartet in Rückstand, schwindet zusätzlich das Selbstvertrauen und die Nervosität nimmt zu. So lässt sich der Auftritt des FCR am vergangenen Wochenende treffend beschreiben.
Hinzu kam eine erhöhte Konteranfälligkeit. Da der FCR das Spiel gestalten musste, rückte die Mannschaft weit auf und bot dem Gegner dadurch immer wieder große Räume für schnelle Gegenangriffe. Beim Stand von 0:2 warf der FCR nochmals alles nach vorne und löste damit teilweise die defensive Ordnung auf. Anstatt den erhofften Anschlusstreffer zu erzielen, kassierte die Mannschaft kurz vor dem Ende den entscheidenden Nackenschlag. Das 0:3 spiegelte den tatsächlichen Spielverlauf dabei nur bedingt wider.
Dennoch gilt: Wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird dafür häufig auf der anderen Seite bestraft. Bei aller anfänglichen spielerischen Überlegenheit wollte der Ball einfach nicht über die Linie, wodurch der Frust auf dem Platz zusätzlich wuchs. Solche Situationen lassen sich jedoch trainieren. Hier muss die Mannschaft nun konsequent ansetzen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Denn noch ist überhaupt nichts verloren.
Dem FCR fehlt derzeit vor allem ein eingespieltes Team. Woche für Woche müssen wichtige Spieler ersetzt werden, die sowohl für das Mannschaftsgefüge als auch für den sportlichen Erfolg von großer Bedeutung sind. Körperlich präsente Angreifer wie Lennis Eberle und Jakob Bader oder die nach Leinfelden-Echterdingen gewechselte Abwehrklette Stanislav Votentsev lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Die Abgänge und längerfristigen Ausfälle machen sich beim FCR inzwischen deutlich bemerkbar.
Während der VfB Friedrichshafen am Samstag nahezu in Bestbesetzung antreten konnte, musste der FCR schmerzlich auf seinen Torjäger Lukas Behr sowie auf Raphael Langer, einen Leistungsträger in der Abwehr, verzichten. Die Gäste vom Bodensee haben ihre Defensive nach dem Trainerwechsel sichtbar stabilisiert. Zudem verfügen sie mit Kai Kramer, aktuell bei acht Treffern, und dem ehemaligen Regionalligastürmer Dennis Blaser, der bislang viermal erfolgreich war, über zwei äußerst gefährliche Offensivkräfte. Die beiden erzielten damit zwölf der insgesamt 15 Saisontore des VfB – und somit 80 Prozent aller Treffer. Trotz ihrer insgesamt noch überschaubaren Torausbeute haben die Friedrichshafener damit immerhin fünf Tore mehr erzielt als der FCR.


FCR lässt zahlreiche Chancen ungenutzt und gerät dennoch in Rückstand
Der FC Rottenburg begann die Partie engagiert und aggressiv. Bereits in der 3. Minute erspielte sich der FCR die erste Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Zwei Minuten später kam der VfB Friedrichshafen zu seinem ersten Torschuss, den Rottenburgs Torhüter Julian Häfner sicher parierte. Der erste Abschluss der Gastgeber erfolgte durch Loris Zettel, der aus rund 20 Metern am Friedrichshafener Keeper Patrick Benz scheiterte.
Das Team von Trainer Marc Mutschler bestimmte auch in der Folge das Spielgeschehen und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten zur Führung. Wie bereits in den vergangenen Begegnungen fehlte jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss. In der 12. Minute fasste sich Aaron Leyhr ein Herz und zog aus etwa 35 Metern ab, verfehlte das Tor jedoch knapp. Drei Minuten später folgte eine Serie von drei Rottenburger Eckbällen. Die ersten beiden Standardsituationen konnten die Gäste nur mit großer Mühe klären. Unter anderem setzte sich René Hirschka im Luftduell gegen vier Friedrichshafener Gegenspieler durch, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend aufs Tor bringen. Auch die dritte Ecke sorgte für Unruhe im Strafraum der Gäste. Die Friedrichshafener Defensive agierte dabei ungeordnet, doch der FCR konnte die entstandene Lücke nicht nutzen.
Eine Minute später gelangte der VfB erstmals wieder in die Rottenburger Hälfte und versuchte es aus rund 40 Metern. Julian Häfner nahm den Ball jedoch problemlos auf. Der FCR blieb die spielbestimmende und zugleich präsentere Mannschaft. In der 27. Minute versuchte sich Julian Kiesecker aus gut 20 Metern, doch seinen Flachschuss konnte der Friedrichshafener Torhüter Benz parieren. Nur eine Minute später kam Loris Zettel zur bis dahin besten Rottenburger Gelegenheit. Nach einer Ecke von Oeschger setzte er am Elfmeterpunkt zu einer Volleyabnahme an, traf den Ball jedoch nicht optimal und verzog deutlich. Bei einem besseren Abschluss wäre eine Führung durchaus möglich gewesen.
Stattdessen bewahrheitete sich der bekannte Fußballspruch: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft. In der 32. Minute fand ein Steckpass von Romeo Lindinger den auf halbrechts gestarteten Kai Kramer. Dieser umkurvte den herauslaufenden Häfner und schloss aus spitzem Winkel kraftvoll ab. Der Ball schlug im langen Eck ein und brachte den VfB Friedrichshafen mit ihrem ersten ernsthaften Angriff mit 1:0 in Führung – zu diesem Zeitpunkt äußerst schmeichelhaft für die Gäste.
Der Treffer wirkte bei den Friedrichshafenern wie ein Weckruf, während der FCR zunehmend den Zugriff auf die Partie verlor. In der Folge übernahm der VfB das Kommando und kam zu weiteren gefährlichen Situationen. In der 35. Minute erkannte ein Friedrichshafener Spieler, dass Häfner weit vor seinem Tor stand, und versuchte ihn zu überlupfen. Manuel Weber reagierte jedoch aufmerksam und konnte den Ball noch rechtzeitig vor der Torlinie klären.
Nur wenige Sekunden später konterte der VfB den FCR. Der anschließende Abschluss ging allerdings über das Tor. Die Bodensee-Elf trat nun deutlich offensiver auf und setzte sowohl auf lange Bälle in Richtung ihrer beiden gefährlichen Angreifer als auch auf schnelle, kurze Kombinationen. Damit stellte sie die Rottenburger Defensive zunehmend vor Probleme. Die letzte nennenswerte Möglichkeit vor der Pause hatten erneut die Gäste. In der 44. Minute kombinierte sich Friedrichshafen mit schnellen Kurzpässen in die gefährliche Zone, scheiterte beim Abschluss jedoch ebenfalls. Nach einer Minute Nachspielzeit beendete der souverän leitende Schiedsrichter Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch bei Blaubeuren die erste Halbzeit.


Doppelpack bringt den VfB auf die Siegerstraße
Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst offen. Der FCR war bemüht, die nun engagierter und offensiver auftretenden Gäste auf Abstand zu halten. In der 53. Minute nahm FCR-Trainer Marc Mutschler den ersten Wechsel vor: Maxime Ackermann ersetzte Anton Jansen. In der 59. Minute blieb es dank einer Glanzparade von FCR-Keeper Häfner beim 0:1. Nach einem Freistoß der Häfler von der linken Seite flog der Ball hoch an den zweiten Pfosten. Häfner lenkte den anschließenden Kopfball jedoch sehenswert über die Latte. Sieben Minuten später folgten zwei weitere Wechsel beim FC: Luca Alfonzo kam für Loris Zettel, Ruben Nyanga ersetzte Aaron Leyhr. Eine Verbesserung brachte dies zunächst jedoch nicht. Der VfB kam in der 68. Minute zu einer guten Freistoßmöglichkeit, setzte den Ball aber über das Tor.
Anschließend meldete sich auch der FC wieder offensiv zu Wort. Nach einem Freistoß von Oeschger, den die Häfler Abwehr zunächst klären konnte, nahm Ackermann den Ball direkt und setzte ihn in Richtung Tor. Ein Abwehrspieler fälschte den Schuss jedoch zur Ecke ab. Torchancen waren durchaus vorhanden – lediglich im Abschluss fehlte den Roten an diesem Tag und aktuell überhaupt die notwendige Konsequenz. Wenig später kam der VfB erneut zu einer Konterchance. Dieses Mal war Häfner jedoch aufmerksam und konnte den Angriff entschärfen.
In der 78. Minute nahm Marc Mutschler seinen vierten und letzten Wechsel vor: Daniel Genuardi kam für Gaildonald Njekang in die Partie. Das Spiel blieb intensiv und hart umkämpft. Beide Mannschaften führten die Zweikämpfe aggressiv, aber leidenschaftlich. Die nächste Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen, die in der 79. Minute zu einem weiteren, letztlich harmlosen Torschuss kamen. Drei Minuten später bot sich dem FCR eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Kiesecker setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball von der Torauslinie flach an den ersten Pfosten. Dort stand Genuardi bereit, wurde beim Abschluss jedoch vom Gästekeeper gestört und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen.
Statt des Ausgleichs erzielte der VfB in der 84. Minute die Vorentscheidung. Nach einer Flanke der Gäste misslang im Rottenburger Strafraum ein Kopfballklärungsversuch. Der Ball fiel unglücklich einem VfB-Spieler vor die Füße, der ihn direkt nach links in den Lauf von Dennis Blaser weiterleitete. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und schob den Ball zum 0:2 an Häfner vorbei ins lange Eck. Nur eine Minute später kam Kiesecker aus rund 25 Metern noch einmal zum Abschluss, sein Schuss verfehlte jedoch das Tor.
In der 87. Minute machte Samuel Lindinger endgültig den Deckel drauf. Nach einem Befreiungsschlag von der Mittellinie und einem gewonnenen Zweikampf im Rottenburger Strafraum wurde er auf der linken Seite per Kopf bedient. Lindinger nahm den Ball direkt und zirkelte ihn zum 0:3 ins lange Eck. Damit war die Partie entschieden. Beim FCR sanken die Köpfe, während sich die Mannschaft ihrem Schicksal zu ergeben schien. Der Schiedsrichter beendete die Begegnung ohne nennenswerte Nachspielzeit exakt nach Ablauf der regulären Spielzeit. Angesichts des Spielverlaufs wären zwei, drei oder sogar vier zusätzliche Minuten durchaus vertretbar gewesen – schließlich hätte der FCR in dieser Zeit noch die Möglichkeit gehabt, zumindest einen Treffer zu erzielen. Wie wichtig die Tordifferenz am Saisonende sein kann, zeigte sich bereits in der vergangenen Spielzeit.

Fazit
Das Spiel war ein besonders frustrierender Fall von „gut gespielt, aber die Punkte liegen gelassen“. Über weite Strecken präsentierte sich die Mannschaft als spielbestimmendes Team, musste am Ende jedoch eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gerade unter diesen Umständen wiegt das Ergebnis besonders schwer. Für die Mannschaft von Marc Mutschler gilt es nun, dieses bittere Spiel schnell abzuhaken. Der Abstiegskampf in der Verbandsliga verzeiht keine längeren Phasen der Lethargie. Die spielerische Grundausrichtung stimmt, nun muss jedoch dringend die Effizienz im gegnerischen Strafraum zurückkehren. Gleichzeitig gilt es, die defensiven Probleme konsequent zu analysieren und abzustellen, die häufig aus taktischen Unstimmigkeiten resultieren.
Eine bessere Abstimmung, eine kompaktere defensive Grundordnung und eine intensivere Kommunikation müssen dabei die nächsten Ziele sein. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sollten verringert werden, damit dem Gegner keine Räume für Schnittstellenpässe eröffnet werden. Nur durch ein geschlossenes Auftreten lässt sich die defensive Stabilität nachhaltig verbessern.
Für Rottenburg war es zweifellos ein gebrauchter Tag, an dem das notwendige Quäntchen Glück erneut fehlte. Dieses Glück muss sich die Mannschaft nun mit harter Arbeit zurückerobern – ein langer und beschwerlicher Weg. Es gibt viel zu tun, doch die Mannschaft hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie schwierige Situationen meistern kann. Daher besteht die Zuversicht, dass sie auch diesmal die richtige Antwort finden wird.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir konnten unsere Leistung im Vergleich zum Spiel gegen Rutesheim steigern und hatten eine druckvolle erste Halbzeit, in der wir es leider versäumt haben, uns für unseren Aufwand zu belohnen. Stattdessen geht der VfB aus dem Nichts und tatsächlich mit seinem ersten Torabschluss in Führung. Aktuell läuft vieles gegen uns. Dennoch hilft es nichts: Wir müssen wieder anfangen, Tore zu schießen und Erfolgserlebnisse zu sammeln, um uns aus dieser schwierigen Phase herauszuarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir in den kommenden Wochen weitere Punkte sammeln und uns Schritt für Schritt aus der Abstiegszone befreien können.

Pressestimmen

Nichts los in der goldenen Zone
Artikel lesen | Martin Körner am 26.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Drei Tore, drei Punkte und das Debüt eines 17-Jährigen
Artikel lesen | Von Nico Brunetti am 25.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Bodensee
Sechste Niederlage in Folge
Artikel lesen | 26.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Aaron Leyhr (63 Nyanga), Loris Zettel (63. Alfonzo), Anton Jansen (53. Ackermann), Leon Oeschger (C), Moritz Rohrer, Manuel Weber, Julian M. Kiesecker, Christian Mijatovic, Gaildonald Chefor Njekang (78. Genuardi)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Ruben Nyanga, Luis Kalbacher, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Max Ilijan Varivoda, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Kai Kramer (32.)
0:2 Dennis Blaser (84.)
0:3 Samuel Lindinger (87.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. Max Angenendt (FV Asch-Sonderbuch, Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Jasper Grimm (SV Asselfingen)
Ivo Möller (TSV Laichingen)
Gelbe Karten: 3 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer: ca. 180

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Das nächste Spiel der Mutschler-Elf steht bereits vor der Tür: Am Samstag, den 31. Oktober 2026, tritt die Mannschaft auswärts beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen an. Die Gastgeber, die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spielten, belegen derzeit den zwölften Tabellenplatz. Die Partie wird um 15:30 Uhr auf dem Kunstrasen des Sportgeländes am Bruchwald in Bissingen angepfiffen. Geleitet wird das Spiel von Verbandsliga-Schiedsrichter Alexander Jäger (SV Böblingen) aus der Schiedsrichtergruppe Böblingen.

Keine Kehrtwende in Sicht: FC kehrt mit leeren Händen aus Rutesheim zurück



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 10. Spieltag
Datum: Freitag, 16.10.2026 | 19:30 Uhr
Spielort: Sportpark Bühl Rutesheim (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • FC hat nach zwei torlosen Spielen wieder getroffen
  • Lukas Behr erzielt sein 5. Saisontor
  • Nach dem 1. Spieltag zum Saisonauftakt, erstmals wieder auf einem Abstiegsplatz
  • Letzter Auswärtssieg war am 5. September beim 2:1-Sieg in Dorfmerkingen
  • Zoff um Schiri-Urteile: FCR wird klarer Elfer verwehrt – Rutesheim entgeht zwei Roten Karten

Bittere Niederlage unter Flutlicht: FCR im Negativstrudel

Der FC Rottenburg musste sich am Freitagabend, 16. Oktober, beim SKV Rutesheim mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl entwickelte sich bei angenehmen Temperaturen eine insgesamt schwache Partie, in der die Gastgeber durch Tobias Gebbert, der doppelt traf, und Robin Slawig erfolgreich waren. FCR-Torjäger Lukas Behr gelang kurz vor dem Abpfiff lediglich der Treffer zum 1:3-Endstand. Aus Rottenburger Sicht wurde die Begegnung zudem von mehreren strittigen Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst. Nach Ansicht des FCR hätten die Rutesheimer in zwei Situationen die Rote Karte sehen müssen. Außerdem sollen sowohl das zweite als auch das dritte Tor der Gastgeber aus einer Abseitsposition heraus gefallen sein. Auf der anderen Seite blieb dem FCR ein aus seiner Sicht klarer Strafstoß verwehrt. Durch die Niederlage musste Rottenburg den SKV Rutesheim in der Tabelle vorbeiziehen lassen und rutschte auf den ersten Abstiegsplatz 13 ab. Am kommenden Samstag empfängt die Mutschler-Elf den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen. Dann zählt für den FCR nur ein Sieg.
Der FC Rottenburg befindet sich in der Verbandsliga derzeit in einer schwierigen Phase. Der Abwärtstrend setzt sich fort: Mit der 1:3-(0:1)-Niederlage am Freitagabend beim Aufsteiger SKV Rutesheim kassierte die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge. Damit zog die Sport- und Kulturvereinigung in der Tabelle am FCR vorbei, während die Rottenburger nach dem ersten Spieltag erstmals wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschten.
Der FC Rottenburg fand gegen das intensive Pressing der Gastgeber kaum Lösungen. Ausgerechnet jene Elemente, die traditionell zu den Stärken des FCR zählen – ein schnelles, direktes und kompromissloses Spiel – waren in Rutesheim nur selten zu erkennen. Diese Eigenschaften hatten die Mannschaft insbesondere im Meisterjahr der Landesliga ausgezeichnet. In der Verbandsliga ist es entscheidend, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren, den Gegner geduldig zu locken und anschließend zielstrebig umzuschalten. Dafür bedarf es jedoch sowohl mit als auch gegen den Ball mehr Mut und Entschlossenheit. Der FC Rottenburg ist derzeit nicht in der Lage, sein Leistungsvermögen konstant abzurufen. Nach fünf Niederlagen in Folge stellt die Mannschaft das formschwächste Team der Liga und liegt – noch hinter dem ebenfalls abstiegsbedrohten Balingen – auf dem letzten Tabellenplatz.
Aktuell ist der FCR damit vor allem sein eigener größter Gegner. Dennoch besteht weiterhin großes Vertrauen in die Mannschaft und in Cheftrainer Marc Mutschler. Dieser hat bereits mehrfach bewiesen, dass er seine Mannschaft auch in schwierigen Situationen stabilisieren und aus Krisen herausführen kann. Dabei ist auch die Unterstützung der Fans von großer Bedeutung. Die Anhänger, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Erfolge in der Landesliga verwöhnt wurden, stehen weiterhin hinter dem Team.
Besonders vermisst wird derzeit die Ausstrahlung von Kapitän Leon Oeschger, der seine Mitspieler in erfolgreichen Zeiten mitgerissen hat. Aufgrund seiner Rückenverletzung wirkt er momentan offenbar noch nicht vollständig frei. Die anhaltende Sieglosserie belastet die Mannschaft zunehmend – insbesondere, weil der FCR gegen ambitionierte Teams aus dem oberen Tabellendrittel phasenweise gut mithält, seine Chancen jedoch nicht konsequent nutzt. Auch die Zahlen verdeutlichen die derzeitige Problematik: In den vergangenen fünf Spielen erzielte der FC Rottenburg lediglich zwei Treffer und kassierte 16 Gegentore. Insgesamt steht die Mannschaft nun bei einem Torverhältnis von 10:28, was durchschnittlich nur einem Treffer pro Spiel entspricht. Für den Klassenerhalt ist diese offensive Ausbeute zu gering.
Trotz der sportlich angespannten Lage ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft weiterhin positiv. Im Training wird engagiert gearbeitet, der Teamgeist ist intakt, und von Resignation ist nichts zu spüren. Der Glaube an die eigene Stärke und an den vierten Saisonsieg ist weiterhin vorhanden. Während eine solche Negativserie bei vielen Vereinen für erhebliche Unruhe sorgen würde, setzt der FC Rottenburg bewusst auf Kontinuität. Der Vertrag mit Cheftrainer Marc Mutschler wurde erst kürzlich vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Niederlagen beschäftigen den Trainer naturgemäß sehr – insbesondere deutliche Ergebnisse gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe. Dennoch weiß Mutschler, dass seine Mannschaft deutlich mehr leisten kann, als sie zuletzt gezeigt hat.
In den vergangenen Spielen führten individuelle und vermeidbare Fehler immer wieder zu Gegentoren, die auf Verbandsligaebene konsequent bestraft werden. Dass die Mannschaft über die nötige Qualität verfügt, hat sie unter anderem beim überzeugenden Auswärtssieg in Dorfmerkingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es, an die Leistungen aus den ersten fünf Saisonspielen anzuknüpfen, in denen der FCR drei Siege verbuchen konnte. Die Spieler sind gefordert, sich selbst kritisch zu hinterfragen, wieder mehr Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zu entwickeln und ihre Qualitäten mit Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Gegen den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen bietet sich am kommenden Samstag die nächste Gelegenheit, die Wende einzuleiten.
Die Rottenburger Fans werden die Mannschaft dabei weiterhin unterstützen – auch bei den oftmals weiten Auswärtsfahrten. Mit den beiden körperlich robusten Neuzugängen Max Ilijan Varivoda vom niederrheinischen Landesligisten SC Velbert und Christian Mijatovic vom bayerischen Regionalligisten FC Memmingen soll zudem mehr Stabilität und Durchsetzungsvermögen in das Spiel des FCR kommen. Gemeinsam soll der Weg zurück in die Erfolgsspur eingeleitet werden.


Drei halbe Chancen sind zur Halbzeit einfach zu wenig
Die Partie begann zäh und behäbig. Beide Mannschaften agierten auf dem harten Geläuf des 23 Jahre alten Kunstrasens zunächst vorsichtig, um keinen frühen Fehler zu machen und dadurch in einen Konter zu geraten. Entsprechend blieb das Spiel bis zur 9. Minute ohne nennenswerte Höhepunkte.
Die erste Möglichkeit gehörte in der 10. Minute dem Gastgeber. Ein Freistoß aus halblinker Position wurde hoch in den Fünfmeterraum geschlagen, doch FCR-Torhüter Julian Häfner klärte sicher per Faustabwehr. Auch in der Folge blieb die Begegnung offen, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidende Vorteile erspielen konnte.
In der 13. Minute näherten sich die Rutesheimer erneut dem Rottenburger Tor. Einen langen Ball konnte Raphael Langer jedoch souverän zur Ecke klären. Nur eine Minute später musste Luis Kalbacher nach mehreren Kopfballstafetten im Rottenburger Strafraum eingreifen. Es war die erste brenzlige Situation für den FCR, die letztlich entschärft werden konnte.
Anschließend tauchte der FCR erstmals gefährlich im Rutesheimer Strafraum auf. Ein Freistoß von Leon Oeschger aus halblinker Position flog hoch in den Sechzehner. Lukas Behr, der am liebsten mit einem Sieg im Rücken zu seiner Hochzeit am folgenden Tag erschienen wäre, kam zum Kopfball, setzte diesen jedoch deutlich über das Tor. Eine Minute später bot sich dem FCR die nächste Möglichkeit: Eine Ecke von Ackermann fand erneut Behr, dessen Kopfball allerdings ebenfalls weit über das Tor ging. Damit blieb auch diese Gelegenheit lediglich eine halbe Chance.
Immerhin war nun zu erkennen, dass sich der FCR um mehr Offensivaktionen bemühte. Allerdings trafen die Rottenburger auf agile, engagierte und aggressive Rutesheimer, die in jeden Zweikampf gingen und alles in die Partie warfen, als ginge es jetzt schon um alles. In der 30. Minute kam der SKV zu einer guten Möglichkeit. Nach einem missglückten Kopfball von Oeschger und einer kurzen Unsicherheit von Häfner, der am Ball vorbeigriff, landete dieser letztlich zur Ecke. Fünf Minuten später musste Häfner einen gut getretenen Freistoß erneut per Faustabwehr klären.
Die Rutesheimer erhöhten nun den Druck – und in der 39. Minute fiel schließlich der Führungstreffer. Nach einer Ecke wurde Mittelfeldspieler und SKV-Legende Tobias Gebbert am zweiten Pfosten nahezu unbedrängt gefunden und köpfte zur verdienten 1:0-Führung für Rutesheim ein. Eine letzte halbe Chance vor der Pause hatte der FCR in der 40. Minute. Nach einer Ecke von Oeschger setzte René Hirschka den Ball per Kopf knapp am Tor vorbei.
Damit ging es mit einem 1:0-Rückstand in die Pause. Der bis dahin weitgehend unauffällige, erst 17-jährige Schiedsrichter Luke Walz von der SRG Öhringen pfiff nach vier Minuten Nachspielzeit zum Pausentee. In der zweiten Halbzeit sollte er deutlich stärker im Mittelpunkt stehen.

Rutesheim profitiert von strittigen Entscheidungen
Neben zwei Treffern aus zumindest abseitsverdächtigen Situationen sorgten weitere strittige Entscheidungen für Unmut auf Rottenburger Seite. Nach der schwachen ersten Halbzeit hatten viele Beobachter mit personellen Veränderungen zur Pause gerechnet. FCR-Trainer Marc Mutschler setzte jedoch zunächst auf die Hoffnung, dass seine Mannschaft nach einer deutlichen Halbzeitansprache besser in die Partie finden würde. Stattdessen erhöhte Rutesheim in der 51. Minute auf 2:0.
Dem Treffer ging ein schnell vorgetragener Angriff über die rechte Seite voraus. Nach dem Pass ins Zentrum konnte Neuzugang und Routinier Robin Slawig den Ball im Strafraum trotz Gegenwehr zum 2:0 über die Linie bringen. Die Entstehung des Tores war allerdings aus Rottenburger Sicht deutlich abseitsverdächtig. Daraufhin reagierte Mutschler und nahm drei Wechsel vor. Für Ackermann, Alfonzo und Nyanga kamen Neuzugang Christian Mijatovic, der schnelle Chefor Njekang sowie Julian Kiesecker, der der Mannschaft zusätzliche kämpferische Impulse geben sollte. In der Folge zeigte sich der FCR deutlich verbessert. Das Spiel der Rottenburger war nun von mehr Bewegung und Einsatz geprägt.
Die Leistungssteigerung blieb jedoch zunächst ohne zählbaren Erfolg. In der 72. Minute erhöhte Tobias Gebbert mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0. Ein langer Ball aus dem Halbfeld überspielte die Rottenburger Abwehr, wobei auch dieser Treffer aus FCR-Sicht aus einer Abseitsposition heraus erzielt worden sein soll. Kurz darauf nahm Mutschler die Wechsel vier und fünf vor. Johannes Bastians ersetzte Moritz Rohrer, Loris Zettel kam für Raphael Langer in die Partie. Beide Wechsel sorgten ab der 75. Minute für zusätzlichen Schwung im Rottenburger Spiel.
Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene, die nach Rottenburger Einschätzung nicht angemessen geahndet wurde. In einem Zweikampf gingen ein Rutesheimer Spieler und Hirschka zu Boden. Dabei soll Hirschka gegen den Kopf getreten worden sein. Er musste anschließend behandelt werden und hatte am Folgetag noch ein deutlich geschwollenes Gesicht. Auch Zuschauer aus Rutesheim bewerteten die Szene nach Angaben des FCR als Tätlichkeit und damit als rote-kartewürdig.
In der 78. Minute bot sich dem FCR schließlich die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem misslungenen Abwehrversuch kam Behr im Strafraum in einen Zweikampf mit dem erst 18-jährigen Rutesheimer Torhüter Luca Antonio Pellino, der den Rottenburger Angreifer nach FCR-Auffassung klar zu Fall brachte. Aus Sicht der Gäste hätte es hierfür einen Strafstoß und eine Rote Karte geben müssen. Schiedsrichter Walz ließ jedoch weiterspielen und verwarnte stattdessen FCR-Kapitän Oeschger wegen Reklamierens. Rottenburg wertete diese Entscheidung als eine weitere strittige Situation in einer insgesamt unglücklichen Schiedsrichterleistung.
In der 81. Minute hatte der FCR eine weitere gute Gelegenheit. Eine Ecke von Oeschger fand Hirschka, dessen Kopfball jedoch knapp am Tor vorbeiging. Wenig später gelang den Rottenburgern schließlich der Anschlusstreffer: Oeschgers Freistoß wurde zunächst von der Mauer abgeblockt, den Nachschuss setzte Behr jedoch mit großer Wucht unter die Latte. Der FCR war nun klar die bessere Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Rutesheim beschränkte sich weiterhin weitgehend auf lange Bälle in die Spitze. In der Nachspielzeit hatte Behr nach einer präzisen Kopfballvorlage von Hirschka, der inzwischen als Mittelstürmer agierte, noch einmal eine große Chance. Sein Kopfball verfehlte das Ziel jedoch erneut.
Damit blieb es beim 3:1 für Rutesheim. Der SKV gehörte aus Rottenburger Sicht zwar zu den bislang schwächeren Gegnern, dennoch gelang es dem FCR in seiner derzeit schwierigen Situation nicht, die dringend benötigten drei Punkte einzufahren. Nach insgesamt rund 101 Minuten beendete Schiedsrichter Walz die Partie.

Fazit
Der Sieg des SKV Rutesheim geht zweifellos in Ordnung und war verdient. Der FCR zeigte seine bislang schwächste Saisonleistung. Dies bestätigten die Spieler nach dem Schlusspfiff selbstkritisch. FCR muss Niederlage schnell abhaken. Die Partie machte deutlich, dass kein Gegner unterschätzt werden darf – insbesondere nicht Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem eigenen Team stehen. In der Verbandsliga gibt es keine einfachen Spiele und schon gar keine Selbstläufer. Nach einer Niederlage bleiben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man bewertet die eigene Leistung übermäßig negativ, oder man hakt die Partie schnellstmöglich ab und richtet den Blick konsequent auf die kommenden Aufgaben. Für den FCR gilt es nun, die Niederlage sachlich aufzuarbeiten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei darf die Mannschaft den Glauben an den Klassenerhalt keinesfalls verlieren. Um den Tabellenkeller zu verlassen, müssen die gewohnten Abläufe wiedergefunden und auf dem Platz konsequenter umgesetzt werden. Am 11. Spieltag empfängt der FCR den VfB Friedrichshafen. Um die sportliche Wende einzuleiten, wird die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung und nahezu ein perfektes Spiel benötigen.

Archivbild: Lukas Behr war einziger Torschütze für den FCR und traf zum 1:3-Endstand.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es war ein schwaches Spiel von allen Beteiligten. Insgesamt ein typisches 0:0-Spiel, umso mehr gibt uns die Tatsache zu denken, dass wir am Ende drei Gegentore kassieren. In der ersten Halbzeit konnten wir uns nicht eine einzige Torchance herausspielen. Wir hatten somit null Torabschlüsse, und das sagt viel über unsere aktuelle Verfassung aus.
Wir brauchen jetzt MUT, eine bessere Entscheidungsfindung und den maximalen Willen, defensiv konsequent zu verteidigen und uns offensiv durchzusetzen. Das Thema Emotionen wird jetzt ganz großgeschrieben! Wir müssen wieder mit Leidenschaft, Überzeugung und dem unbedingten Willen auf den Platz gehen, diese Spiele gewinnen zu wollen. Jeder muss bereit sein, für den anderen alles zu geben und auch in schwierigen Phasen Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen es jetzt erzwingen, um wieder Punkte zu holen! Wenn wir weiterhin so auftreten wie in den letzten Spielen, wird es für uns weiter bergab gehen. Jetzt müssen wir eine Reaktion zeigen und als Mannschaft gemeinsam dagegenhalten!

Pressestimmen

Nur 15 gute Minuten
Artikel lesen | Tobias Zug am 17.10.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
SKV Rutesheim holt Heimsieg trotz spätem Torwart-Patzer – Tobias Gebbert trifft doppelt
Artikel lesen | Flemming Nave am 18.10.2026 | Stuttgarter Nachrichten

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (75. Zettel), Aaron Leyhr, Ruben Nyanga (55. Kiesecker), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher, Moritz Rohrer (75. Rohrer), Luca Alfonzo (55. Njekang), Maxime Ackermann (55. Mijatovic)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Anton Jansen, Melvin Gruhonjic, Manuel Weber, Daniel Genuardi, Julian M- Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Christian Mijatovic, Gaildonald C. Njekang
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Tobias Gebbert (39.)
2:0 Robin Slawig (51.)
3:0 Tobias Gebbert (72.)
3:1 Lukas Behr (88.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Luke Walz (TSV Pfedelbach, SRG Öhringen, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Silas Walz (TSV Pfedelbach)
Jakob Friedrich Birkert (ASV Scheppach-Adolzfurt)
Gelbe Karten: 4 / 2
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Beide Trainer – Marc Mutschler vom FCR und Christopher Baake vom SKV – aber auch Jan-Dominik Wirkner – Betreuer von Rutesheim – sehen wegen Unsportlichkeit jeweils die Gelbe Karte.
Zuschauer: ca. 100

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 24.10.2026 bittet die Mutschler-Elf am 11. Spieltag den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen zu einem Kellerduell. Gespielt wird – Stand 18.10. – im Hohenberg-Stadion auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg am Neckar. Spielbeginn ist wie gewohnt um 15:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch aus der Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal.

Chancenlos im eigenen Stadion: FCR verliert klar mit 0:5 gegen den TSV Berg



Eckdaten des Spiels

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 9. Spieltag
Datum: Samstag, 10.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • 400 Pflichtspiele: Ehrung für René Hirschka
  • Fünftes Spiel ohne eigenes Tor
  • FCR mit der vierten Niederlage in Folge
  • Führungs-Traumtor aus 90 Meter durch Berg´s Keeper Andre Port
  • FCR ohne Leyhr, Rohrer, Weber, Heberle, Jansen und Bader

Das Spiel wurde präsentiert von… 


Hirschka´s Jubiläum: 400 Pflichtspiele für den FC

René Hirschka hat sein 400. Pflichtspiel für den FC Rottenburg bestritten. Damit ist der Abwehrchef und Co-Spielertrainer erst der neunte Akteur in der Vereinsgeschichte, der diese beeindruckende Marke erreicht. Sein erstes Spiel für den FCR absolvierte Hirschka am 14. April 2012. Der damals noch als Außenverteidiger in der A-Jugend eingesetzte Spieler debütierte unter seinem Entdecker und Trainer Erol Türkoglu beim 3:2-Sieg in der Landesliga gegen den SV Zimmern. Die Treffer für den FC Rottenburg erzielten damals Bernd Kopp, Marco Calderaro und Cihan Canpolat.
In seiner außergewöhnlichen Laufbahn erzielte Hirschka als Innenverteidiger bislang 70 Tore – viele davon nach Standardsituationen und mit großer Kopfballstärke. Ohne die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie mehrere schwere Verletzungen hätte der mittlerweile 32-jährige Familienvater vermutlich bereits die Marke von 500 Einsätzen erreicht. Mit diesem Meilenstein wäre Hirschka erst der vierte Spieler in der Vereinsgeschichte des FC Rottenburg. Mittlerweile gehört er der Top 10 der „Ewigen Liste“ an und belegt gemeinsam mit Hugo Vollmer den achten Platz.
Vor dem Spiel gegen den TSV Berg würdigte Moritz Koch, Geschäftsführer des FC Rottenburg, die außergewöhnliche Leistung und überreichte René Hirschka als Zeichen des Dankes und der Anerkennung ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der FC Rottenburg gratuliert René Hirschka herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und wünscht ihm für die kommenden Jahre weiterhin viele erfolgreiche sowie verletzungsfreie Einsätze. Möge er sein großes Ziel – 500 Pflichtspiele für den FCR – erreichen.

Debütierte in der 1. Mannschaft der Herren am 14. April 2012: Der mittlerweile 32-jährige René Hirschka


Bittere Niederlage an Hirschka´s Ehrentag

Der TSV Berg hat am 9. Spieltag der Verbandsliga Württemberg vor rund 200 Zuschauern einen souveränen 5:0 (3:0)-Auswärtssieg beim FC Rottenburg gefeiert und damit die Tabellenführung übernommen. Am Samstagnachmittag, den 10.10.2026 zeigte der TSV Berg im Hohenbergstadion bei herbstlichen Temperaturen seine ganze Dominanz und übernahm wie auch die letzten Gegner des FCR – bis auf Neu-Ulm – die hier auf dem Hohenberg spielten, die Tabellenführung. Die Berger Tore erzielten ihr Torhüter Andre Port mit einem langen Ball aus dem eigenen Strafraum, 2x Toptorjäger Hannes Pöschl und Markus Maurer, sowie der Kiebinger Daniel Schachtschneider. In der Tabelle rutschte der FCR von Platz 9 auf den 10. Platz ab, bleibt aber bei 9 Punkten stehen. Damit wurde auch der Ehrentag der FCR-Legende René Hirschka getrübt: Im Spiel gegen Berg absolvierte er sein 400. Pflichtspiel und rückte dadurch in der ewigen Vereinsrangliste auf den achten Platz vor.
Das klingt nach einem klassischen Fall von zu viel Risiko gegen einen abgeklärten Gegner. Wenn man gegen ein Topteam wie den TSV Berg so offen mitspielt, wird jeder Fehler im Aufbau oder in der Rückwärtsbewegung eiskalt bestraft. Der gute Start des FC Rottenburg zeigt zwar, dass der Matchplan mit zum Teil guten Chancen in der ersten Viertelstunde kurzzeitig aufging, aber ein 0:5 ist am Ende natürlich extrem bitter und deutet darauf hin, dass Berg nach dem ersten Tor die Räume eiskalt genutzt hat. Nach den Niederlagen gegen die Stuttgarter Kickers im Pokal (0:6), den TSV Oberensingen (0:5) und den FSV Hollenbach (0:4) war dies bereits der nächste bittere Rückschlag vor heimischem Publikum.
Dabei erwischte der FC Rottenburg zunächst einen vielversprechenden Start. Mit einer offensiven Ausrichtung gelang es der Mannschaft, in der ersten Viertelstunde einige gute Möglichkeiten herauszuspielen. Der gewählte Matchplan schien zunächst aufzugehen. Gegen einen abgeklärten Gegner wie den TSV Berg wurde die offensive Spielweise jedoch zunehmend zum Risiko. Sobald in der Rückwärtsbewegung oder im Spielaufbau Räume entstanden, nutzten die Gäste diese konsequent aus.
Besonders sinnbildlich für den unglücklichen Spielverlauf war die Entstehung des 0:1 in der 18. Minute. Bergs Torhüter Andre Port überraschte die Rottenburger Hintermannschaft mit einem weiten Abschlag aus dem eigenen Strafraum. Die Defensive des FCR, einschließlich Torhüter Julian Häfner, verschätzte sich bei der Flugbahn des Balles, sodass der TSV Berg früh in Führung gehen konnte. In der Folge verlor Rottenburg zunehmend an Kompaktheit und Sicherheit. Die Gäste nutzten die sich bietenden Räume eiskalt und stellten die Weichen bereits vor der Pause auf Sieg.
Der Nachmittag stand zugleich im Zeichen eines besonderen Vereinsjubiläums. René Hirschka absolvierte sein 400. Pflichtspiel im Trikot des FC Rottenburg. Vor dem Anpfiff würdigte Geschäftsführer Moritz Koch diese außergewöhnliche Leistung mit einigen persönlichen Worten und überreichte Hirschka als Dankeschön ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der sportliche Verlauf konnte diesem besonderen Anlass allerdings nicht gerecht werden.
Für die Mutschler-Elf spitzt sich die Lage in der Verbandsliga damit weiter zu. Nach den erneuten Gegentoren gingen Glaube und Kompaktheit zunehmend verloren, wodurch die Partie letztlich vollständig aus der Hand glitt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist auf lediglich einen Punkt geschmolzen. Zudem weist der FCR mit einer Tordifferenz von minus 16 inzwischen das drittschlechteste Torverhältnis der Liga auf – nur Balingen II und Friedrichshafen stehen in dieser Statistik noch schlechter da. Damit könnte das Torverhältnis am Saisonende erneut eine entscheidende Rolle spielen. In der vergangenen Spielzeit hatte es dem FC Rottenburg noch den Klassenerhalt gesichert.
Der TSV Berg bestätigte im Hohenbergstadion seine herausragende Form. Mit Kapitän Jonathan Hill, Abwehrchef Manuel Geiselhart, dem erfahrenen Tim Lauenroth sowie den torgefährlichen Angreifern Hannes Pöschl, Daniel Schachtschneider und Markus Maurer verfügt die Mannschaft über Qualität in allen Mannschaftsteilen. Nach neun Spieltagen stellt Berg gemeinsam mit Göppingen die beste Defensive der Liga und musste erst sechs Gegentreffer hinnehmen. Gleichzeitig erzielte der TSV bereits 28 Tore – Ligabestwert.
Unter Trainer Oliver Ofentausek bleibt Berg damit weiterhin ungeschlagen und übernahm folgerichtig die Tabellenführung. Der TSV präsentiert sich derzeit als Mannschaft der Stunde und zählt zweifellos zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Der FC Rottenburg sollte die deutliche Niederlage daher sachlich einordnen: Berg ist aktuell kein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, sondern bewegt sich in einer anderen Tabellenregion und verfügt über eine außergewöhnliche individuelle Qualität. Für den FCR gilt es nun, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen, die Defensive zu stabilisieren und in den kommenden Spielen gegen direkte Konkurrenten wieder wichtige Punkte zu sammeln.


Kurioses Tor aus dem eigenen Strafraum durch Bergs Torhüter
Das Spiel begann für den FCR vielversprechend. Die Rottenburger waren zunächst spielbestimmend und erspielten sich in den ersten 16 Minuten mehrere gute Möglichkeiten, um mit einem oder sogar zwei Treffern in Führung zu gehen. Bereits in der 3. Minute hatte Daniel Genuardi nach Vorarbeit von Luca Alfonzo die erste gute Chance. Nach einer Hereingabe über die linke Seite kam Genuardi am kurzen Pfosten zum Abschluss, scheiterte jedoch am Berger Torhüter. In der 10. Minute versuchte es Raphael Langer mit einem überraschenden Drehschuss. Sein Abschluss wurde jedoch von der Berger Abwehr geblockt. Nur zwei Minuten später kamen zunächst Alfonzo und anschließend erneut Genuardi zu weiteren Möglichkeiten – doch wieder war Bergs Keeper Endstation. Ein weiter Abwurf auf Hannes Pöschl wurde anschließend von der hoch stehenden Rottenburger Abwehr abgefangen. Dann folgte die wohl größte Chance für den FCR: Alfonzo setzte Guido Njekang mit einem hervorragenden Pass in den Lauf. Njekang marschierte allein und mit hohem Tempo auf das Berger Tor zu, verzog seinen Schuss jedoch deutlich. Bei einem sauber getroffenen Abschluss hätte Rottenburg zu diesem Zeitpunkt zwingend mit 1:0 in Führung gehen müssen.
Dann folgte die viel diskutierte 18. Minute, die wie aus dem Nichts die 0:1-Führung für Berg brachte. Bis dahin konnte FCR-Trainer Marc Mutschler durchaus zufrieden sein: „Wir hatten mehr Ballbesitz und waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft.“ Doch dann ereignete sich ein außergewöhnliches Tor: Bergs Torhüter Andre Port bemerkte, dass FCR-Keeper Julian Häfner weit vor seinem Tor stand. Auch die gesamte Rottenburger Abwehr war weit aufgerückt. Port fasste sich daraufhin aus dem eigenen Fünfmeterraum ein Herz und überwand Häfner mit einem Distanzschuss. Bergs Stürmer Hannes Pöschl setzte dem Ball noch nach, schaute letztlich aber nur zu, wie dieser über die Torlinie rollte. Theoretisch hätte Pöschl den Treffer noch selbst erzielen um damit sein Torkonto weiter auszubauen. „Das war der Dosenöffner gegen Rottenburg“, bilanzierte Bergs Kapitän Jonathan Hill.
Nach diesem kuriosen Treffer musste sich der FCR zunächst sammeln. Auch die Zuschauer im Stadion waren sichtlich überrascht. Berg nutzte die entstandene Unsicherheit und erhöhte in der 24. Minute auf 0:2. Ein Konter über die rechte Seite brachte die Rottenburger Hintermannschaft erneut in Bedrängnis. Die Hereingabe ins Zentrum nahm Pöschl an und legte auf Markus Maurer ab. Dieser zögerte nicht lange und schob mit seinem achten Saisontreffer aus 15 Metern zum 0:2 ein.
Rottenburg zeigte sich jedoch weiterhin bemüht. In der 27. Minute nahm Luis Kalbacher einen Freistoß von Oeschger volley, setzte den Ball aber am Tor vorbei. Sieben Minuten später scheiterte Maxime Ackermann, der nach seiner Rotsperre von den FCR-Fans schmerzlich vermisst worden war, nach einem Lauf über die linke Seite am Berger Torhüter. Der FCR hatte seine Möglichkeiten, agierte vor dem Tor jedoch unglücklich. Insgesamt entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel mit zahlreichen hektischen Phasen. Die Berger Defensive wirkte dabei durchaus anfällig, doch Rottenburg konnte die Unsicherheiten in der gegnerischen Hintermannschaft nicht konsequent ausnutzen.
Von Berg waren bis dahin nur wenige nennenswerte Offensivaktionen zu sehen. Auf Rottenburger Seite scheiterte René Hirschka in der 43. Minute nach einer Flanke von Behr per Kopf. Und dann wurde der FCR erneut in einem denkbar ungünstigen Moment bitter bestraft: In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der Kiebinger Daniel Schachtschneider nach einer Kombination mit Hannes Pöschl das 0:3 für Berg. Gemessen am Spielverlauf fiel die Führung der Gäste zur Halbzeit deutlich zu hoch aus. Doch Fußball kann manchmal grausam sein. Kurz darauf beendete Schiedsrichter John Köber aus Stuttgart, der die Partie insgesamt souverän leitete, die erste Halbzeit.


Zweite Halbzeit ganz im Zeichen von Hannes Pöschl
Marc Mutschler reagierte zur Halbzeit und nahm zwei Wechsel vor. Für den angeschlagenen Kapitän Leon Oeschger kam Neuzugang Max Ilijan Varivoda ins Spiel. Der Mittelfeldspieler verfügt über Oberliga-Erfahrung beim SC Velbert und soll sich nach längerer Verletzung zunächst bei unserer „Zwoiden“ wieder in Form bringen. Zudem ersetzte Julian Kiesecker Raphael Langer.
Wie bereits im ersten Durchgang war der FC Rottenburg trotz des 0:3-Rückstands zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Denn Fußballspiele werden letztlich durch Tore entschieden – und die erzielte an diesem Nachmittag bislang ausschließlich der TSV Berg. Klar war die Möglichkeit vorhanden nach der Halbzeit ein frühes 1:3 zu machen. Solltet es uns gelingen die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit dann Anschluss zu erzielen, dann wird es schon noch mal spannend. Dann kommt evtl. bei Berg noch mal Unruhe rein, aber das war jetzt nicht der Fall.
In der 59. Minute, bis dahin war die zweite Halbzeit ohne nennenswerte Höhepunkte verlaufen, brachte Luis Kalbacher den Berger  Mittelfeldspieler Tim Lauenroth, Neuzugang vom Oberligisten FV Ravensburg, im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Köber zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Eine Aufgabe für den auffälligsten Spieler der Partie und Bergs Top-Torjäger Hannes Pöschl. Doch Rottenburgs Torhüter Julian Häfner, der bekanntlich als Elfmeterkiller gilt, parierte Pöschls halbhoch nach rechts getretenen Versuch souverän.
Kurz darauf reagierte der FCR erneut und brachte in der 62. Minute Loris Zettel für Alfonzo sowie Johannes Bastians für Kalbacher. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts – im Gegenteil: In der 70. Minute setzte sich Tim Lauenroth auf der rechten Seite stark durch und spielte den Ball scharf und flach in die Mitte. Pöschl nahm die Hereingabe am ersten Pfosten direkt und hämmerte den Ball ins kurze Eck zum 0:4. Nur drei Minuten später rutschte ein Berger Spieler – vermutlich erneut Pöschl – nach einem Flachpass an den zweiten Pfosten in den Ball, setzte diesen diesmal jedoch deutlich über das Tor. Die Szene verdeutlichte dennoch, dass man die gefährliche Berger Offensive zu keiner Zeit aus den Augen verlieren durfte.
Nach einem nicht konsequent ausgespielten Konter der Gäste kam der FCR in der 84. Minute zu drei Eckbällen in Folge. Dabei geriet die Berger Hintermannschaft noch einmal unter Druck, doch der verdiente Ehrentreffer blieb den Rottenburgern verwehrt. In der 90. Minute machte Hannes Pöschl schließlich den Deckel drauf. Nach einem Pass in die Tiefe ließ er sich die Chance im direkten Duell nicht nehmen und erzielte das 0:5 für den TSV Berg. Kurz vor dem Abpfiff kam Lukas Behr nach einer Ecke von Ackermann noch einmal zu einer guten Möglichkeit, den Ehrentreffer zu erzielen. Doch an diesem Nachmittag und gegen diesen starken Gegner sollte es einfach nicht sein. Wenig später beendete Schiedsrichter Köber von der SRG Stuttgart die Partie.

Fazit
Der FC Rottenburg erlebte im Heimspiel gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Berg einen äußerst bitteren Nachmittag. Mit einer offensiven und mutigen Ausrichtung wollte der FCR von Beginn an Akzente setzen, wurde für die dabei entstehenden Räume jedoch konsequent bestraft.
Der TSV Berg stabilisierte nach anfänglichen Schwierigkeiten seine Defensive, übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und nutzte die sich bietenden Möglichkeiten äußerst effizient. Am Ende musste sich der FC Rottenburg deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Durch die Niederlage des 1. Göppinger SV bleibt der TSV Berg weiterhin ungeschlagen und übernahm erstmals seit dem 23. August 2025 wieder die Tabellenführung. Überragender Akteur der Partie war Hannes Pöschl, der an sämtlichen fünf Treffern des TSV beteiligt war.
Für die Mannschaft von Marc Mutschler war es bereits die vierte Niederlage in Folge. In der Verbandsliga Württemberg richtet sich der Blick damit zunehmend auf die unteren Tabellenregionen. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Freitag, 16. Oktober 2026. Dann gastiert der FC Rottenburg um 19:30 Uhr beim SKV Rutesheim. Wir sollten dringend punkten. sonst wird es ähnlich wie letztes Jahr und wir können nicht davon ausgehen, wieder so eine überragende Rückrunde zu spielen. Doc auch Rutesheim kämpft um wichtige Punkte, sodass die Begegnung zu einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller werden dürfte.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir starteten super ins Spiel und haben gute Ballbesitzphasen sowie mehrere Aktionen im und um den Sechzehner von Berg. Leider verpassen wir es, wie so oft, aus unseren Aktionen etwas Zählbares mitzunehmen. Durch einen sehenswerten Treffer des Torspielers aus Berg sowie einen individuellen Fehler unsererseits geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Ab diesem Zeitpunkt waren wir wie in Schockstarre, verloren unseren Spielfluss und fanden nicht mehr richtig ins Spiel. Der Treffer kurz vor der Halbzeit war zeitlich ebenfalls sehr bitter und leitete letztlich die Niederlage ein. Für uns gilt es nun, uns an die eigene Nase zu fassen und in den verbleibenden sechs Spielen alles reinzuwerfen, um das Ruder herumzureißen.

Pressestimmen

Tor des Jahres leitet 0:5 ein
Artikel lesen | Martin Körner am 12.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Torwart Andre Port schießt das Tor des Jahres
Artikel lesen | Thorsten Kern am 10.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Oberschwaben
Torwart trifft aus 90 Metern
Artikel lesen | 12.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (46. Kiesecker), Ruben Nyanga, Lukas Behr, Leon Oeschger (C) (46. Varivoda), Luis Kalbacher (64. Bastians), Daniel Genuardi (64. Gruhonjic), Luca Alfonzo (62. Zettel), Maxime Ackermann, Gaildonald Chefor Njekang
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Melvin Gruhonjic, Julian M. Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Daniel Metzger
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Andre Port (18.)
0:2 Markus Maurer (24.)
0:3 Daniel Schachtschneider (45.+2)
0:4 Hannes Pöschl (70.)
0:5 Hannes Pöschl (90.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. John Köber (ABV Stuttgart, Schiedsrichtergruppe Stuttgart, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Nerlich (TSV Heumaden)
Eyüp Alperen Keles (TSV Steinhaldenfeld)
Gelbe Karten: 2 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Julian Häfner (FCR) hält in der 60. Minute einen von Hannes Pöschl (Berg) geschossenen Foulelfmeter. 
Zuschauer: ca. 200

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Weiter geht es mit der Mutschler-Elf bereits am kommenden Freitag, den 16.10.2026, mit der Auswärtspartie beim Aufsteiger und Tabellenzwölften SKV Rutesheim. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl in Rutesheim. Spielbeginn ist abends um 19:30 Uhr. Unparteiischer der Partie ist Oberliga-Schiedsrichter Achim Mauz vom TSV Harthausen/Scher aus der Schiedsrichtergruppe Zollern-Balingen.