Trainerwechsel beim FCR: Frank Eberle hört auf, Marc Mutschler übernimmt


Marc Mutschler beerbt Frank Eberle

Frank Eberle beendet Trainerkarriere, Marc Mutschler übernimmt zur neuen Saison
Beim FC Rottenburg wird zur neuen Saison 2022/23 der bisherige U23-Coach Marc Mutschler das Traineramt der Landesliga-Mannschaft vom bisherigen Trainer Frank Eberle übernehmen. Ihm zur Seite wird weiterhin Bernd Kopp als spielender Co-Trainer stehen. Der 31-jährige Marc Mutschler ist bereits seit 2018 beim FCR als Trainer tätig, nach zwei Jahren als U-19-Coach übernahm er 2020 die U23. „Ich werde den eingeschlagenen Weg des FCR, auf junge eigene Talente zu setzen, fortsetzen“, sagt Mutschler. „Erste Gespräche mit Spielern aus dem Kader der Landesliga-mannschaft sowie der U23 und U19 laufen bereits.“
Der 48-jährige Frank Eberle, seit 2017 beim FCR, hat sich dazu entschieden, seine Trainertätigkeit im Sommer nach insgesamt 24 Jahren komplett zu beenden. Gemeinsames Ziel von Eberle und seinem Team wird es nun sein, in der Rückrunde der Landesliga den Klassenerhalt zu sichern. Derzeit steht der FC Rottenburg mit 22 Punkten auf dem Relegationsplatz 14.


Auch in der U19 gibt es Veränderungen. Das bisherige Trainerduo Timo Gans (36) und David Scheu (34) nimmt auf eigenen Wunsch Abschied vom Jugendfußball und sucht eine neue Herausforderung im Aktiven-Bereich. Gans (seit 2018 im Verein) und Scheu (seit 2016) stehen mit der U19 derzeit als Tabellen-Neunter im Mittelfeld der Verbandsstaffel.
Die aktiven Damen sind ebenfalls von einer Veränderung betroffen. Andreas Berghof wird den Posten als Damentrainer abgeben und ebenfalls eine neue Herausforderung suchen. Wo ihn diese Herausforderung hintreibt, ist noch unklar. „Nach sechs Jahren im aktiven Damenbereich würde ich mich gerne im aktiven Herrenbereich beweisen“, sagt Berghof. Der 33-Jährige gewann mit den Damen vom FC Rottenburg im Jahr 2018/19 den Bezirkspokal und im Jahr 2019/20 die Meisterschaft in der Regionenliga und erreichte somit den ersten Aufstieg in die Landesliga der Damenvereinsgeschichte.
Der Verein ist demnach auf der Suche nach neuen Trainer bzw. Trainerinnen und befindet sich derzeit in Gesprächen mit potenziellen Nachfolgern für das Traineramt der Damen, der U23 und der U19.
Die Damen spielen aktuell in der Landesliga, die U23 befindet sich auf einem guten Weg zurück in die A-Liga und die U19 befindet sich derzeit auf einem gesicherten Mittelfeldfeldplatz der A-Junioren-Verbandsstaffel.
Alle die sich angesprochen fühlen und bereit wären eine dieser Mannschaften zur Saison 2022/23 übernehmen zu wollen, melden sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse: vorstand@fcrottenburg.de

Pressestimmen

Aufhören, wenn es noch Spaß macht
Artikel lesen – Tobias Zug am 10.01.2021, Schwäbisches Tagblatt

Nachruf für Josef “Fidel” Johner: Wir nehmen Abschied von einer FC-Legende


 

Wir nehmen Abschied von Josef Johner †

* 7.9.1934  † 21.11.2021

 


Nachruf des FC Rottenburg 1946 e.V., Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 03.12.2021


Wir nehmen heute Abschied von einer FC-Spieler-Legende

Die FC-Familie trauert um einen weiteren echten FC´ler. Josef Johner, Ehrenspielführer des FC, ist im Alter von 87 Jahren am Totensonntag, den 21.11.2021 im Tübinger Paul-Lechler-Krankenhaus verstorben.
Der FC Rottenburg nimmt Abschied von DER Spielerlegende überhaupt seiner aktiven Mannschaft, Ehrenspielführer, Kapitän, Trainer, Vorstandsmitglied, Schiedsrichter und Organisator bei Veranstaltungen. Völlig überraschend und tief betroffen mussten wir nun die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass unser langjähriges Vereinsmitglied Josef Johner von uns gegangen ist.
Nun hat das Herz von „Fidel“, wie er in Vereinskreisen gerufen wurde und er auch unter diesem Spitznamen zur FC-Legende wurde, aufgehört zu schlagen. Fußball war sein Leben, nicht umsonst war Fußball sein Leben und das 72 Jahre lang als treues Mitglied des FC Rottenburg. Fidel war sich für nichts zu schade und war gemeinsam mit seiner Frau Elly im FC nicht wegzudenken. Bei welcher Veranstaltung auch immer, das Ehepaar Johner machte immer mit. Nicht verwunderlich, wenn Josef Johner von seinem FC sämtliche Ehrungen zu Teil wurden. Neben der silbernen und goldenen Vereinsehrennadel bekam er auch die Spieler-Ehrennadel in Bronze vom Württembergischen Fußball-Verband verliehen, damals verliehen für 20 Jahre aktive Laufbahn, in Verbandskreisen eine seltene Auszeichnung.
Seine besondere Freundschaft zur Rottenburgs Partnerstadt St. Claude, welche über das AH-Turnier gepflegt wurde, aber auch als Betreiber der Mosterei in der Ziegelhütte, machte Johner schon zu Lebzeiten zur FCR-Vereinslegende! Der 1934 in Rottenburg geborene und gelernte Eisenwaren-Kaufmann Josef Johner war 59 Jahre verheiratet mit seiner Frau Elly, die er beim Elfmeterball kennengelernt hatte und dabei eine gemeinsame Tochter hatten.
Josef war seiner Zeit für viele Jugendliche ein großes Vorbild und war seiner Zeit nicht nur als Aktiver, sondern machte sich auch als Meistertrainer der 1. Mannschaft und als engagierter Schiedsrichter 54 Jahre lang einen Namen. Wenn sich einer um den Verein verdient gemacht hat, dann Josef Johner. Seine besonderen Leistungen belohnte der FC letztlich mit der Ernennung zum Ehrenspielführer.
Wie das Motto des FCR, so lebte er, wie auch sein damaliger und im Januar verstorbene Coach Julius Hallmaier, den Fußball aus vollster Überzeugung. Die FC-Familie verneigt sich vor einem seiner größten Fußballer der Vereinsgeschichte!

Traueranzeige der Familie Johner, Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 02.12.2021


Um den FC Rottenburg verdient gemacht
Josef Johner war seit dem Jahr 1949 Mitglied beim FC Rottenburg, also sagenhafte 72 Jahre, und begann seine Karriere gleich mit einer Meisterschaft. In der Saison 1949/50 wurde er mit der A-Jugend des FCR Kreismeister und machte sofort auf sich aufmerksam. Bis 1953 spielte er noch in der Jugend bis er dann auf Anhieb den Sprung in die 1. Mannschaft der Aktiven schaffte und in das Haifischbecken “2. Amateurliga“ geworfen wurde. Er entwickelte sich in dieser Liga zu einem allseits gefährlichen und gefürchteten Mittelstürmer. Sein erstes Spiel in der 1. Mannschaft unter dem Trainerduo Hubrich/Strauss bestritt Johner beim 4:1-Sieg im Freundschaftsspiel gegen die Spvgg Oberndorf/Neckar am 14.05.1953, dabei erzielte er auch gleich sein erstes Tor bei den Aktiven.
Beim seinem ersten Pflichtspiel am 16.08.1953 gegen die Spvgg Freudenstadt ging er leider mit einer 1:2-Niederlage vom Platz. Dieser Platz war damals, als es das Hohenberg-Stadion noch gar nicht gab, der Sportplatz beim Schadenweilerhof, wo man mitunter vor gut 1000 Zuschauern seine Heimspiele in der Amateurliga austrug. Seinen ersten Sieg in einem Pflichtspiel feierte Johner am 28.03.1954 beim 2:1-Sieg gegen den SV Gosheim. Johner entwickelte sich ab der Rückrunde zum Stammspieler in der 1. Mannschaft.
Seine erste komplette Saison bei den Aktiven absolvierte Johner in der Saison 1954/55, als er auch gleich die Meisterschaft in der A-Klasse holte, die heutige Bezirksliga. Am 28.06.1955 wurde er für die Meisterschaft und den damit erneuten verbundenen Aufstieg in die 2. Amateurliga von Oberbürgermeister Müller geehrt.
In der zweithöchsten württembergischen Liga spielte er dann erstmals als neuer Kapitän neben dem großen Julius Hallmaier und unter Trainer Georg Wagner.
Ab der Saison 1955/56, also über zehn Jahre lang, führte Johner als Kapitän seine Kameraden aufs Spielfeld. Dieses ehrwürdige Amt durfte er bis zu seinem Karriereende 1971 begleiten. Respekt! In den frühen 60er Jahren noch als Keeper im Einsatz, überzeugte er beim FC als Allrounder und spielte mal als Verteidiger, als Libero, Mittelstürmer oder Halblinker Stürmer. Im Jahr 1963 wurde er dann zunächst für 250 Spiele geehrt.


Rekordhalter mit 557 Spielen!!
Am 10.01.1971 bestritt Josef Johner in der ersten Mannschaft des FC Rottenburg dann sein 500. Spiel – in Worten: fünfhundert. An diesem Rekord, wie er von Amateuren nur selten aufgestellt wird, ging man beim Fußballclub nicht achtlos vorbei. Erster Vorsitzender Carlheinz Rosenow ehrte Josef Johner vor dem Anpfiff des Spiels gegen Bühl (2:1 gewonnen) und überreichte ihm einen respektablen Präsentkorb. Josef Johner hat während seiner langjährigen aktiven Laufbahn sämtliche Höhen und Tiefen eines Fußballvereins erlebt, ohne je einmal abseits gestanden zu sein. Schon in früher Jugend – er wurde wie bereits erwähnt 1949 Mitglied – zeigte sich sein Talent als Stürmer. Diese Veranlagung entwickelte sich aber erst so richtig Mitte der fünfziger Jahre, als er in der ersten Mannschaft als unermüdlicher Sturmtank eine Hauptrolle spielte. Der beidfüßig schießende Fußballer wurde zu einem gefährlichen Torschützen.
Bei einem Verbandsspiel Mitte der 50er Jahre gegen den Amateurligisten VfB Reichenbach/Fils zog sich Josef Johner, der sich im Spiel so wenig wie im Training schonte, einen komplizierten Beinbruch zu und zwang ihn ans Krankenbett. Er musste die Fußballstiefel für über ein Jahr an den Nagel hängen. Doch er gab nicht auf, arbeitete mit unermüdlicher Energie an sich und durch seine Vielseitigkeit wurde er sogar Stammtorwart in der ersten Mannschaft, unter anderem im Wechsel mit Wolfgang Hallmaier. Durch sein kluges Stellungsspiel rettete Johner so seiner Mannschaft den ein oder auch anderen Punkt. Sein größter Wunsch wieder Feldspieler zu sein, ging schließlich auch wieder in Erfüllung. Wie er dem Sport gegenüber eingestellt war, mag aus der Tatsache hervorgehen, daß er noch mit 36 Jahren Stammspieler des FC war. Wer weiß wie viele Spiele mehr er jetzt ohne die schlimme Verletzung in der Ewigen-Rangliste hätte. Bei Beendigung seiner einzigartigen Karriere brachte es Johner auf unglaubliche 557 Einsätze bei den Aktiven des FCR und ist bis heute alleiniger Rekordhalter in dieser Statistik. Für diese Leistung wurde Johner für seine einzigartige Karriere als Fußballer des FCR zum Ehrenspielführer des FCR ernannt, zurecht.
Das er nun seine Begeisterung für den Fußball beiseite legte, kam für Johner nicht in Frage. Ab der Saison 1972/73 übernahm er den FC als Cheftrainer und wurde gleich Meister in der B-Klasse mit einem Tor Unterschied. „Mit dem Glück des Tüchtigen überquerten wir die Ziellinie und bin froh und glücklich darüber. Es war ein hartes Stück Arbeit, jede Mannschaft versuchte uns zu attackieren. Die gesunde Rottenburger Alt/Jung-Mischung hat sich bewährt“, so aus einem damaligen Interview mit Johner. Sein damaliger Spielführer Herbert Hofmeister meinte zu Johner´s erste Meisterschaft als Trainer: „Ich bin natürlich restlos zufrieden. Johner´s intensives Training zahlte sich aus. Seiner Energie müssen wir den Titel zuschreiben, an den ich bei „Halbzeit“ noch nicht geglaubt habe.“ Dieses anspruchsvolle Amt übte Johner bis 1975 dann drei Jahre lang aus, bis er nach einer kleinen Auszeit 1981 Abteilungsleiter der Senioren wurde und dieses Amt in der Vorstandschaft 19 Jahre lang ausübte. Ab 1986 übernahm Josef Johner die Geschicke von Udo Huber als Initiator der internationalen Senioren-Hallenturniere mit dem FCR aus Ausrichter.
Auch bei Veranstaltungen war Johner als treuer Mitarbeiter nicht mehr wegzudenken, egal ob hinter der Bar oder am Bierhahn. Johner hat sich also um den FC wirklich verdient gemacht.

Josef Johner als Trainer (die zwei oberen Bilder), als Kapitän unten links und als Spieler gegen Villingen

Ein paar sportliche Karriere-Highlights von Josef Johner
  • Am 22.05.1955 wurde das neue Hohenberg-Stadion eingeweiht. Dabei kam es zum Festspiel gegen die TSG Balingen, welches der FCR mit 3:2 gewann. Als Mittelstürmer war Josef Johner zweifacher Torschütze.
  • Am 28.06.1955 wurde der FC Rottenburg von Rottenburgs Bürgermeister Müller zur Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Amateurliga geehrt.
  • Am 19.05.1968 empfing der damalige Aufsteiger in die A-Klasse FC Rottenburg den VfB Stuttgart, der in der 1. Amateurliga Nordwürttemberg zuhause ist und 1963 Meister wurde. Der FCR mit Johner als 10er unterlag dem VfB mit 0:3, obwohl der FC ein Ehrentor verdient gehabt hätten, titelte das Tagblatt. Der VfB gehörte damals zur Spitze des deutschen Amateurfußballs.
  • Am 25.06.1968 gewann der FCR gegen den Amateurligisten FC Schweinfurt mit 3:1. Dieses Spiel wurde vom damaligen FIFA-Referee Rudolf Keitlein geleitet.
  • Im Rahmen der Rottenburger Sportwochen kam es am 06.07.1969 zum Festspiel gegen den Regionalligisten FC 08 Villingen. Der FCR unterlag nach starker Vorstellung und eine 2:0-Führung am Ende doch klar mit 2:6.
  • Am 28.06.1970 war der Schwarzwald-Bodensee-Ligist FV Ebingen zu Gast bei den Rottenburger Sportwochen. Der FCR als A-Ligist unterlag nur knapp mit 0:2.
  • Pokalsieg gegen den SV Ohmenhausen. Der FCR gewann mit Johner am 25.04.1971 mit 1:0 und holte sich den Bezirkspokal, den er zwei Mal gewann.
  • Am 07.08.1971 fertigte der A-Ligist FCR unter Josef Johner die TSG Balingen (2. Amateurliga) mit 6:1 ab.
  • Ehrenspiel für Johner. Am 10.01.1971 bestritt er sein 500. Spiel im Dress der Roten und wurde deshalb zum Ehrenspielführer ernannt.
  • In der Saison 1972/73 wurde Josef Johner Meister als Trainer. Er holte sich die Meisterschaft in der A-Klasse.
  • 1974 wurde die erste Rottenburger Stadtpokalmeisterschaft ausgetragen. Mitorganisator war Josef Johner. Als Trainer holte er sich auch gleich beim ersten Turnier den Stadtpokal und setzte vorwiegend auf junge Spieler, wie es auch der heutige Trainer des FCR Frank Eberle mit Überzeugung umsetzt. Es ist wie schon vor 40 Jahren die klare Marschroute des FCR, deshalb galt wie heute der FCR als geschätzter Ausbildungsverein.
  • Als eines seiner wohl größten sportlichen Highlights war sicherlich das Festspiel zur 700-Jahr-Feier der Stadt Rottenburg. Zu Gast war der Zweitligist TSV 1860 München mit ihrem Startrainer Max Merkel und Topspielern wie Jimmy Hartwig, Willi Bierofka oder Ferdinand Keller. Das Spiel ging mit 0:7 verloren, trotzdem erinnern sich heute noch viele, nach so langer Zeit, gerne daran. Denn es war „nur“ ein Highlight für Johner, den FC Rottenburg und der Stadt Rottenburg.

Impressionen seiner Karriere

Nachruf Rottenburger Post

Ganz oder gar nicht
Artikel lesen – Angelika Bachmann am 06.12.2021, Schwäbisches Tagblatt

“Mach´s gut Fidel”

Die heuer 75 Jahre bestehende FC-Familie wird die große FCR-Persönlichkeit und große FC-Legende Josef “Fidel” Johner in bester Erinnerung behalten.

FCR erleidet beim 0:1 gegen den Letzten VfL Mühlheim bitteren Rückschlag

 



Spieltags-Fakten

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: Landesliga Staffel 3 Württemberg, 19. Spieltag
Datum: Samstag, 27.11.2021 | 14:30 Uhr
Spielort: MERZ ARENA Rottenburg (Kunstrasenplatz)


Schwerer Dämpfer im Abstiegskampf

Das gibt es doch nicht. Sechs Tage nach dem Überraschungs-Coup beim GSV Maichingen verliert der FCR auf dem Kunstrasen der MERZ ARENA sein vorletztes Heim- und letztes Hinrundenspiel sehr sehr bitter mit 0:1 gegen den noch erfolglosen Tabellenletzten VfL Mühlheim und schenkt den Gästen nach 18 Spieltagen ihren ersten Saisonsieg.
Ein weiterer Schuss vor den Bug – FC Rottenburg lässt wegen Corona und der saublöden 2G+ Regel vor einer unfassbaren Geisterkulisse von ca. 30 Zuschauern und ca. 30 Zuschauern hinter den Zäunen gegen das noch sieglose Schlusslicht aus Mühlheim beim Kampf um den Klassenerhalt gewaltig Federn.
Das Auf und Ab beim FCR geht somit weiter. Auch die Heimmisere nimmt weiter seinen Lauf. So kassiert der FCR bereits seine sechste Heimniederlage, zwei sehr bittere davon gegen Teams (2:3 gegen den SSC und jetzt gegen Mühlheim) die dabei jeweils ihren ersten Saisonsieg feierten. Die Mühlheimer hängten alles rein, fuhren ihren “Bus” vor ihren Kasten und kämpften um ihr Leben, der FCR fand keine Mittel den Abwehrriegel, die mit 66 Gegentoren schlechteste Abwehr, zu knacken. Damit bekommen zum Ende der Hinrunde die Roten einen herben Dämpfer.
Jetzt muss der FCR mit der nicht eingeplanten 0:1-Heimniederlage einen schweren Rückschlag hinnehmen. Nach den beiden Auswärtssiegen zuvor in Darmsheim und Maichingen war man eigentlich gut zurück in der Spur, ein dritter Dreier sollte folgen. So war der Plan und es fing auch gar nicht schlecht an, mit einem frühen Tor von Jan Baur in der 2. Minute, welches man in konsequenten Aktionen sich erarbeitet hat, aber wegen Handspiels leider nicht gegeben wurde. Der FCR war dann über weite Strecken die klar spielbestimmende Mannschaft, man hatte eigentlich die Gäste aus dem Schwarzwald im Griff, erspielte sich die ein oder andere gute Chance, spielte allerdings zu kompliziert, zu unkonzentriert, zu ideen- und planlos und im Abschluss wenn es zu einem kam, waren die Roten meist ratlos. Der Blick auf die Kartenstatistik am Samstag zeigt ein Teil der Antwort für das Scheitern. Null Gelbe Karten standen am Schluss beim FCR zu Buche, ein klares Signal nicht energisch genug die Zweikämpfe bestritten zu haben, die man noch z.B. in Maichingen so gelobt hat.
Die Mühlheimer, ebenfalls mit einigen guten Chancen, die aber in unserem junge Keeper Julian Häfner meist ihren Meister fanden, konnten dann doch die Defensive ohne unseren rotgesperrten etatmäßigen Kapitän und eigentlichen Abwehrchef René Hirschka knacken und erzielten noch kurz vor der Pause die 1:0-Führung und zu diesem Zeitpunkt für viele noch undenkbar, sogar den Siegtreffer. Hirschka zum zuschauen verbannt, musste sich in diesem Moment elend fühlen, nicht eingreifen und helfen zu können.
Die eindringlichen Warnungen von FC-Trainer Frank Eberle vor vermeintlich schwächeren Gegnern stoßen bei den Spielern offenbar nicht immer auf offene Ohren. Denn das war im Vergleich zum Maichingen-Spiel eine ganze Ecke weniger Kampf, Aggressivität und die immer wieder geforderte Willenssteigerung gegen solche Gegner. Um den rabenschwarzen Tag noch schwärzer zu machen, musste Loris Zettel in der 43. Minute wahrscheinlich schwerer verletzt ausgewechselt werden und wird dem FCR auf jeden Fall dieses Jahr eventuell darüber hinaus längerfristig fehlen.
Durch die 0:1-Niederlage beim Landesliga-Schlusslicht steht die Mannschaft von Frank Eberle nach der Hinrunde jetzt weiter unter unnötig Druck. Schon komisch, gegen die vermeintlich großen Gegner und vorallem auswärts ist auf unser Team meistens Verlass. Nächsten Samstag gegen den SV Wittendorf könnte nochmal so ein Zitterspiel werden, bevor der FCR zum Jahresabschluss beim Favoriten TSV Ehningen ran muss, wenn der WFV nicht schon vorher die Saison unter- bzw. abbricht.

Wir nehmen Abschied von Josef “Fiddel” Johner

Der FC Rottenburg spielte an diesem aus doppelter Hinsicht traurigen Tag mit Trauerflor für den am Totensonntag verstorbenen Ehrenspielführer der 1. Mannschaft Josef Johner. Wir vom FC Rottenburg nehmen Abschied von einer besonderen Persönlichkeit, der im FC unter anderen als Kapitän, Trainer, Vorstandsmitglied, Schiedsrichter und mit 557 Einsätzen in der 1. Mannschaft der Herren bis heute unerreicht Rekordhalter ist. Der FC Rottenburg und seine ganze Anhängerschaft werden der FC-Legende Josef Johner in bester Erinnerung behalten. “Mach´s gut Fiddel.”

Stimmen zum Spiel

Frank Eberle, Trainer FC Rottenburg
Da die Trainingswoche eigentlich gut war und wir aus den letzten beiden Siegen unser Selbstvertrauen steigern konnten, gingen wir zuversichtlich in das letzte Vorrundenspiel gegen Schlusslicht Mühlheim. Jan Baur´s vermeintlicher Führungstreffer nach 3 Minuten wurde vom Schiedsrichter wegen Handspiels aberkannt. Keiner hätte gedacht, dass dies die beste Chance im ganzen Spiel gewesen sein soll. Mit zunehmender Spieldauer ließ die Truppe immer mehr den Einsatzwillen und die Leidenschaft der letzten Partien vermissen, zudem spielte man zu umständlich und suchte nie den einfachen Weg zum Tor. Als Mühlheim dann mit der ersten guten Chance kurz vor der Pause in Führung gehen konnte, nahm das Unheil seinen Lauf.
In der 2. Halbzeit war zwar ein bisschen Aufbäumen zu spüren, allerdings fehlte die klare Linie um Torchancen herauszuspielen. Nick Heberle mit einem Flachschuss nach Rückpass von Michi Merk und Basti Narr nach einem Querpass verpassten den Ausgleich knapp. So müssen wir anerkennen, dass sich die Mühlheimer ihren ersten Saisonsieg mutig und tapfer erkämpft haben. Unerklärlich, warum bei uns der Einsatzwille derart zu wünschen übrig gelassen hat. Das Fehlen von Kapitän Hirschka zeigte wohl auch, dass seine Mentalität auf dem Platz an allen Ecken und Enden gefehlt hat.
Durch einen möglichen Sieg verpassten wir es, die Vorrunde mit 25 Punkten abzuschließen, 22 Punkte und der damit verbundene Relegationsplatz sind jedoch trotzdem eine stolze Bilanz.
Es wird sich nun zeigen, ob die beiden anstehenden Rückrundenspiele gegen Wittendorf und Nagold in diesem Jahr coronabedingt noch ausgetragen werden dürfen. Bei beiden Spielen müsste eine deutliche Leistungssteigerung her, um wieder punkten zu können.


Pressestimmen

FCR macht sich “zum Trottel”
Artikel lesen – Ferdinand Schwarz am 29.11.2021, Schwäbisches Tagblatt

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Bastian Seufert, Jan Baur (C), Matthias Gampert, Marius Schmiedel (70. Narr) – Loris Zettel (43. T. Wiedmaier), Tom Vetter (70. Koch), Nick Heberle, Mathias Hägele – Michael Merk, Leon Oeschger (70. D. Wiedmaier)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch, Bastian Narr, Moritz Koch, Tobias Wiedmaier, Daniel Wiedmaier
Tore:
0:1 Robin Schad (41.)
Besondere Vorkommnisse:
Keine
Tabelle:
Es bleibt zunächst alles beim alten. Trotz der 0:1-Heimniederlage bleibt der FCR weiterhin auf dem 14. Relegations-Platz. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz (13.) beträgt weiter nur ein Punkt. Die Tabelle wird aber durch die Spielabsage von Trossingen – Holzgerlingen ein wenig verzerrt.
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichtergespann:
Schiedsrichter: Lukas Wolf vom TSV Deizisau
1. Assistent: Sandro Nasti vom VfB Reichenbach/Fils
2. Assistent: Silas Binder vom SSC Stubersheim
Schiedsrichtergruppe: Esslingen
Zuschauer: nur ca. 40!! (wegen der für Geimpfte nicht nachvollziehbaren 2G+ Regelung kamen erheblich weniger Zuschauer, wobei der gastgebende Verein unerhebliche finanzielle Verluste erleidet)


Bilder

Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

Ausblick

Am kommenden Samstag, den 04.12. trifft der FCR am 20. Spieltag beim ersten Spiel der Rückrunde und im nächsten Kellerduell auf den SV Wittendorf. Spielbeginn in der MERZ ARENA ist um 14 Uhr.