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Nachruf auf Helmut Flach – FCR nimmt Abschied von einer Vereinslegende


 

Wir nehmen Abschied von Helmut Flach †

*17.10.1941  †04.08.2026

 



Nachruf auf Helmut Flach

Mit großem Bedauern nimmt der FC Rottenburg Abschied von Helmut Flach, der am 4. August 2026 im Alter von 84 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Helmut Flach, geboren am 17. Oktober 1941, war dem Verein seit seiner Jugendzeit eng verbunden und hat ihn über viele Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt.
Als Spieler aus den eigenen Nachwuchsreihen zählte Helmut Flach zu den treuesten Mitgliedern des FC Rottenburg. Mit der legendären Rückennummer 5 stand er der ersten Mannschaft über viele Jahre auf unterschiedlichen Positionen als erfolgreicher Akteur zur Seite. Im Jahr 1966 führte er die Mannschaft unter dem damaligen Vorsitzenden Carlheinz Rosenow als Kapitän zu einer bedeutenden Meisterschaft und trug zudem zum Pokalsieg bei. Zusammen mit Erwin Seelmann, der die zweite Mannschaft als Kapitän führte, feierte Helmut Flach einen historischen Doppelerfolg: Die Erste wurde Meister, während die Zweite das Double errang. Für diese herausragende Leistung wurden beide Kapitäne vom Vorstand in einer festlichen Zeremonie geehrt, die als Meilenstein in die Vereinschronik einging.
Mit insgesamt 529 absolvierten Spielen belegt Helmut Flach den zweiten Platz in der ewigen Rekordspielerliste des Vereins, nur übertroffen von Josef Johner. Vor dem 1. Spieltag am 24. August 1975 in der A-Klasse Alb gegen den ehemaligen Amateurligisten TG Gönningen wurde er für  500 Einsätze im Trikot der ersten Mannschaft gewürdigt. Die Zeit, in der Helmut Flach die erste Mannschaft anführte, gilt als eine der lebendigsten Phasen in der Geschichte des FC Rottenburg – geprägt von sportlichen Erfolgen und Persönlichkeiten, die dem Verein zeitlebens verbunden blieben.
Für seine vorbildliche, zwanzigjährige aktive Karriere wurde Helmut Flach vom Württembergischen Fußballverband in Stuttgart mit der „Spieler-Ehrennadel in Bronze“ ausgezeichnet. Zudem erhielt er die „Goldene Vereinsehrennadel“ des FC Rottenburg als Anerkennung seiner außergewöhnlichen Verdienste um den Verein.
Auch abseits des Spielfelds engagierte sich Helmut Flach intensiv: Als Kassenprüfer unterstützte er den Verein und bewirtete gemeinsam mit seiner Frau Liesel das 1970 eröffnete erste Clubheim des FC Rottenburg in der Morizschule. Wenn er nicht auf dem Platz stand, war er ein geschätzter Mitarbeiter hinter den Kulissen und half stets tatkräftig mit – etwa bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem traditionellen Elfmeterball oder durch seine Unterstützung des langjährigen Technischen Leiters Wolfgang Noll bei Baumaßnahmen.
Sein letzter großer Auftritt im offiziellen Vereinsrahmen fand im Oktober 2021 auf der Jahreshauptversammlung statt, bei der er für seine beeindruckende 70-jährige Vereinstreue geehrt wurde. Dort wurde er gemeinsam mit treuen Weggefährten wie Theo Seelmann, Klaus Rücker, Klaus Schiebel und Ewald Wiedmaier auf die Bühne gebeten und für seinen Eintritt im Jahr 1951 ausgezeichnet. Helmut Flach hinterlässt eine Tochter sowie seinen Sohn Peter, der wie sein Vater viele Jahre erfolgreich für den FC Rottenburg Fußball spielte.
Helmut Flach war eine prägende Persönlichkeit und Vereinslegende des FC Rottenburg 1946 e.V., der den Verein sowohl sportlich als auch durch seine außergewöhnliche Treue über Jahrzehnte maßgeblich beeinflusste. Mit großer Dankbarkeit verneigen wir uns vor einer wahren Legende des FC Rottenburg und gedenken seiner in stiller Erinnerung. Seine Leidenschaft, Loyalität und sein Engagement werden stets Teil der Vereinsgeschichte bleiben.
Der FC Rottenburg spricht der Familie Flach sein tief empfundenes Beileid aus. Möge Helmut Flach in Frieden ruhen.
FC Rottenburg 1946 e.V.

Traueranzeige für Helmut Flach (Schwäbisches Tagblatt am 19.08.2026)

Leon Oeschger (28): Mehr als 25 Jahre im Verein und neuer Kapitän des FCR


23.08.2024 | Von Constantin Zeyer

Das ganze Leben in Rot-Weiß

Fußball-Landesliga Leon Oeschger ist der neue Kapitän beim FC Rottenburg. Der 28-Jährige will mit dem Aufsteiger in der Landesliga bestehen.
Ein Vierteljahrhundert beim selben Verein – das schaffen nur die wenigsten Fußballer überhaupt. Und falls doch, dann erst, wenn sie bei den Alten Herren kicken. Nicht so Leon Oeschger: Sein Vater meldete ihn als Baby beim FC Rottenburg an, weshalb der 28-jährige zentrale Mittelfeldspieler bereits 2022 eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt. Bis zu seiner Aktivenzeit spielte Oeschger parallel auch Handball für den TV Rottenburg, genau wie seine älteren Brüder Lucas und Till sowie seine jüngere Schwester Anna. Mittlerweile konzentriert er sich aber voll auf den Fußball.
Zur aktuellen Saison ist Oeschger zum neuen Kapitän des FC Rottenburg aufgestiegen. Damit tritt er in die Fußstapfen von René Hirschka, der nun Co-Spielertrainer ist. An seine neue Führungsrolle muss sich der 28-Jährige zwar noch gewöhnen, von Hirschka hat er sich in den vergangenen Jahren aber so einiges abgeschaut: „René ist eine absolute Maschine“, sagt Oeschger. „Er feuert die Jungs ständig an, kann sich aber trotzdem voll auf sein eigenes Spiel fokussieren.“ Diese Fähigkeiten wolle er nun selbst in die Mannschaft einbringen.
Trainer Marc Mutschler beschreibt Oeschger als ruhigen und gelassenen Typen, „der sehr beliebt bei der Mannschaft ist“. Für Mutschler war der Mittelfeldspieler, der zuletzt an der Hochschule Reutlingen seinen Master (Dezentrale Energiesysteme) gemacht hat und demnächst eine Stelle bei einem Hechinger Unternehmen antreten wird, der logische Nachfolger von Hirschka als Spielführer: „Er hat hier in der Mannschaft die längste Vereinsmitgliedschaft, war in den vergangenen Jahren auch schon im Mannschaftsrat und in der zurückliegenden Saison Vizekapitän.“
Trotzdem müsse sich Oeschger als Kapitän jetzt erst mal beweisen: „Er muss vorangehen und kann sich nicht zurücklehnen, das erwarten wir  von ihm“, sagt Mutschler. „In einem halben Jahr wird sich dann zeigen, wie es gelaufen ist. In guten Zeiten ist es einfach, in den schweren Zeiten zeigt sich dann wirklich, ob er ein guter Kapitän ist.“ Das Debüt mit der Binde am Arm verlief für Oeschger jedenfalls vielversprechend: Zum Saisonauftakt gewann sein Team mit 5:1 beim SV Nehren.
Am Wochenende steht für den FC Rottenburg nun das erste Heimspiel in der Landesliga an. Am Sonntag geht es gegen den VfB Bösingen. Damit es Trainer Mutschler und Co-Spielertrainer Hirschka, die aus dem Urlaub zurückkehren, pünktlich zum Spiel schaffen, ist die Begegnung erst auf 17 Uhr angesetzt. Gegen Bösingen spielten die Rottenburger bereits im WFV-Pokal, der VfB setzte sich nach Verlängerung mit 3:2 durch. „Ich erwarte einen starken Gegner“, sagt Oeschger. „Bösingen ist eine gestandene Landesliga-Mannschaft.“ Zudem fehlte im Pokal VfB-Torjäger Marius Müller. Was muss am Sonntag also besser laufen als Ende Juli? „Fehler vermeiden, kompakt stehen und die eigenen Stärken ausspielen“, sagt Oeschger.
Trotz des furiosen Auftakts in Nehren bremst der neue Kapitän die Euphorie. Das Mannschaftsziel für die Saison sei ganz klar der Klassenverbleib. Ohnehin sei es „schwierig, ein Urteil über die Liga zu fällen, da sie neu zusammengewürfelt ist und ich viele Gegner gar nicht kenne“, sagt der 28-Jährige. Aber: „Wir hatten eine gute Vorbereitung. Wir haben in den vergangenen beiden Jahren gut gespielt. Die anderen Mannschaften können also gespannt sein, wenn der FC kommt. Wir haben viele hungrige Leute.“

Leon Oeschger (FC Rottenburg) jubelt über den zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer in der ersten Runde des WFV-Pokals Ende Juli gegen den VfB Bösingen. Bild: Ralph Kunze

AH des FCR gewinnt Abschiedsspiel von Jürgen Ott beim TuS Ergenzingen



Infos und Bilder zum Spiel

Mannschaft: Senioren
Wettbewerb: Freundschaftsspiel/Abschiedsspiel
Datum: Samstag, 11.05.2024 | 17.00 Uhr
Spielort: Breitwiesen-Stadion Ergenzingen (Rasenplatz)
Bildergalerie: Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Markus Riel)


Kapitän-Abschiedsspiel für Jürgen Ott

Erfolgreicher Start in die Freiluft-Saison, …oder 1 Ball, 22 Spieler (auf dem Platz) und das Spiel dauert (nein……..) nur 60 Minuten! Am Samstag, den 11.05. fand auf Einladung von Jürgen Ott – Kapitän der Ergenzinger Senioren, Vater von Simon Ott (Vize-Kapitän der U23) und treuer Fan unserer 1. Mannschaft – das erste Großfeldspiel der Rottenburger Senioren-Mannschaft seit über 5 Jahren statt. Der Anlass für das Spiel gegen den TuS Ergenzingen war der Ausstand von Jürgen Ott als AH-Leiter und Kapitän der Ergenzinger Senioren.
Die AH des FC Rottenburg ist mit folgender Mannschaft das Abenteuer Großfeld angegangen: Joachim “Wello“ Wellhäußer (oh, das Tor ist so groß), Alfredo Labarile, Christian Dede“ Dettenrieder, Chris Huber, Max Weiß, Tobias Görlitz, Hashim Gruhonjic, Günter Schormaker, Kaya Basar, Kreshnik Kashtanjeva, Bruno Hewig, Daniel Gall, Ernst “Erne“ Beuter und Joachim Bisplinghoff.
Beide Mannschaften wurden namentlich durch den Stadionsprecher verlesen, die Partie wurde von einem offiziellen, aber nicht mehr aktiven Schiedsrichter geleitet und ein paar Zuschauer hatten sich im Schatten versammelt. Gespielt wurde auf dem sich im Top-Zustand befindlichen Rasenplatz im Breitwiesen-Stadion in Ergenzingen. Der Platz lag schon da wie ein Teppich, damit mussten sich die Senioren erstmal gewöhnen, denn ansonsten kickt man je eher auf holprigen nicht gemähten Rasenplätzen.
Schiedsrichter Ralf Vossler kam aus Sigmarswangen und war in seiner aktiven Zeit u.a. auch Torwart beim VfB Sigmarswangen und wurde damals trainiert von unserem aktuellen U23-Coach Klaus Glöckle, der als Zuschauer ebenfalls anwesend war. Vossler wurde von Glöckle angefragt und erwies ihm selbstverständlich diesen Freundschaftsdienst. Ralf Vossler machte so ganz nebenbei einen sehr guten Job. Er ist u.a. auch der 1. Vorsitzende beim VfB Sigmarswangen. Nach dem Einlaufen erfolgt die Wimpelübergabe zwischen den beiden Mannschaftskapitänen Christian Dettenrieder und Jürgen Ott mit dem obligatorischen Foto – mit und ohne Schiedsrichter. Davor wurde wie es sich gehört, noch ein gemeinschaftliches gemischtes Gruppenbild aller Beteiligten gemacht.


So, das Spiel möge nun beginnen!!
Die AH hatte sich in der Taktikbesprechung auf eine zu Beginn defensive Grundordnung verständigt, da die Mannschaft in diese Zusammenstellung zum ersten Mal ein Großfeldspiel bestritt. Der TuS Ergenzingen bestimmte auch die ersten 10-15 Minuten und versuchte über frühes, hohes Pressing und lange Bälle in die Spitze zum Erfolg zu kommen. In dieser Phase hätte der TuS auch in Führungen gehen können. Die größte Chance der Gastgeber vereitelte “Wello“ mit einem starken Reflex, der Ball küsste nur die Oberkante des Gebälks.
Ab Mitte der ersten Halbzeit, wurde die Zuordnung und Struktur der Rottenburger AH besser, das Zentrum im Mittelfeld wurde besser geschlossen und man fand mehr Anspielstationen im Angriff. Die Innenverteidigung mit Max Weiß und Alfredo Labarile stand nun sicherer und spielte dies, bis auf wenige Ausnahmen, auch so zum Ende.
Im Mittelfeld Übernahmen Daniel Gall und Kaya Basar mehr und mehr das Kommando. Folgerichtig viel dann auch das 1:0, Torschütze Joachim Bisplinghoff. Die AH hatte das Spiel nun weitestgehend  unter Kontrolle, ließ den Gegner durch kontrolliertes Passspiel laufen und es ergaben sich weitere Tormöglichkeiten. Das zweiter Tor erzielte ebenfalls Joachim Bisplinghoff auf schöne Vorarbeit von Daniel Gall. Kurz darauf veredelte Hashim Gruhonjic eine tolle Einzelleistung zum 3:0. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die ersehnte in Halbzeitpause. Durchschnaufen und viel trinken waren angesagt. Bei der Halbzeitanalyse durfte jeder sagen wie es noch besser laufen könnte, man spielte ja ohne Coach.
Zu Beginn der 2. Halbzeit drängte der TuS Ergenzingen auf den Anschlusstreffer, die AH verlor etwas den Spielfaden, wurde ungenauer und das Spiel plätscherte, vielleicht auch der Wärme geschuldet, vor sich hin. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Gegen Ende der 2. Halbzeit, nahm sich Daniel Gall noch einmal sein Herz in Hand, setzte sich gegen eine Reihen von Gegenspieler durch schloss, platziert und wuchtig zum 4:0 ab.
In der 55. Minute – also 5 Minuten vor Spielende –  wurde Hauptakteur und Torhüter der TuS Ergenzingen Jürgen Ott mit viel Applaus verabschiedet. Mit neuem Torsteher wurde das Spiel fortgesetzt, der TuS Ergenzingen drängte weiter auf den Ehrentreffen, dieser sollte auch im Anschluss an einen nicht gut verteidigten Eckball fallen. Den Schlusspunkt setzte Kaya Basar mit einem berechtigten Elfmeter, gefoult wurde Daniel Gall. Der Elfmeter war schließlich auch der Schlusspunkt.
Fazit
Der Sieg des FC Rottenburg ging mit 5:1 auch in der Höhe vollkommen in Ordnung. Großfeld ist trotz allem sehr, sehr anstrengend, aber es machte Spaß. Die AH des FC Rottenburg bedankt sich bei der AH des TuS Ergenzingen und bei Jürgen Ott für die Einladung und das tolle Spiel. Ein Rückspiel in Rottenburg wurde diskutiert und hätte sicherlich seinen Charme – aber dann bitte im Hohenbergstadion und 2x 45 Minuten. ;)