
Infos zum Spiel
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 24. Spieltag
Datum: Samstag, 28.03.2026 | 15 Uhr
Spielort: TSG-Gelände Tübingen (Kunstrasenplatz)
18 Minuten Fassungslosigkeit beim FC Rottenburg
Die Verbandsliga bleibt weiterhin eine herausfordernde Bühne für den FC Rottenburg. Erstmals seit längerer Zeit trat der FCR nicht als Außenseiter in der Universitätsstadt Tübingen an. Nach zwei Siegen in Serie folgte jedoch eine klare Niederlage. Die TSG Tübingen setzte binnen 18 Minuten, also zwischen der 10. und 28. Minute ein deutliches Zeichen und brachte die Rottenburger früh auf die Verliererstraße. Dennoch präsentierte sich das Team von Trainer Marc Mutschler im weiteren Verlauf beeindruckend: Über die restlichen 60 Minuten dominierte der FC mit einer mitreißenden zweiten Halbzeit. Trotz anhaltenden Regens erzielten Lennis Eberle (36. Minute, 1:4) und Lukas Behr (58. Minute, 2:4) die beiden Tore für Rottenburg. Besonders bitter verlief die 87. Minute, als Behr einen vielversprechenden Strafstoß vergab – eine Gelegenheit, den Rückstand weiter zu verkürzen. Vor rund 300 Zuschauern, von denen gut die Hälfte aus Rottenburg angereist waren, zeigte der FCR eine starke zweite Halbzeit und bestimmte das Spielgeschehen klar, blieb jedoch ohne den erhofften Punktgewinn. Zudem sorgte der Schiedsrichter für Diskussionen, da viele Beobachter seine Entscheidungen als eindeutig zugunsten der TSG werteten.
Tabellarisch bleibt die Situation für den FC Rottenburg unverändert: Mit 23 Punkten verbleibt das Team drei Zähler hinter dem ersten Nicht-Abstiegsplatz. Die TSG Tübingen hat durch den Sieg auf zwei Punkte zu den Rottenburgern aufgeschlossen. Am kommenden Ostersamstag, dem 4. April, empfängt der FCR im nächsten Heimspiel die Sportfreunde Dorfmerkingen, aktuell Tabellenvierter mit 42 Punkten. Das Hinspiel endete trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Halbzeitführung für Rottenburg noch mit einer 2:3-Niederlage. Dieses bevorstehende Duell verspricht erneut eine anspruchsvolle Herausforderung für die Mannschaft von Marc Mutschler.
Unkonzentrierte Anfangsphase als entscheidender Faktor
Die frühe Phase des Spiels wurde durch zahlreiche Unkonzentriertheiten geprägt. Sowohl im Angriff als auch in der Defensive fehlte es an der notwendigen Präzision, was sich in einfachen Ballverlusten und vermeidbaren Gegentoren niederschlug. Insbesondere die etwas zu offensive Ausrichtung führte zu Lücken in der Hintermannschaft, die der Gegner konsequent ausnutzte. Dennoch spiegelte das Ergebnis nicht die Gesamtleistung des FCR wider. Trotz großer Einsatzbereitschaft gelang es nicht, die nötige Stabilität zu erreichen und eine erfolgreiche Aufholjagd zu starten, auch weil der Ex-Rottenburger Tom Mang im Tübinger Tor einen Sahnetag erwischte und nicht zu Unrecht – dank des FC Rottenburg – in der Schwitzkasten-Elf der Woche steht.
Die Reaktionen der zahlreich mitgereisten Rottenburger Fans waren eindeutig: Als schwächstes Glied wurde vor allem der Schiedsrichter kritisiert. Insbesondere nachdem bekannt wurde, dass derselbe Unparteiische bereits beim Auswärtsspiel in Hofherrnweiler zwei FCR-Spieler unter fragwürdigen Umständen mit Rot vom Platz gestellt hatte. In dieser Saison kassierte der FCR somit bereits drei Platzverweise – alle drei durch denselben Schiedsrichter. Auch am vergangenen Samstag wurde ein Platzverweis als ungerecht empfunden, über den an dieser Stelle nichts weiter gesagt werden muss. Statt Frust dominierte jedoch überraschenderweise Optimismus, denn die starke zweite Halbzeit zeigte deutlich das Potenzial der Mannschaft. Die Spieler wirkten selten so emotional und wütend wie beim diesjährigen Derby in Tübingen – dies ist aufgrund der intensiven Bedeutung des Spiels und der schwachen Schiedsrichterleistungen gut nachvollziehbar.
Verbandsliga verlangt höchste Konzentration und Disziplin
Die Verbandsliga stellt hohe Anforderungen: Es darf keine Momente der Unachtsamkeit geben, jeder Fehler wird sofort bestraft. Der FC Rottenburg steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe, bei der keinerlei nachlassende Konzentration erlaubt ist. Das Team muss lernen, schwierige Phasen besser zu überstehen und eigene Schwächen zu minimieren. Trainer Marc Mutschler kann auf der gezeigten Leistung aufbauen, wenngleich die kritischen 18 Minuten zum Spielbeginn deutliche Defizite offenbarten.
Erste Halbzeit: Totaler Blackout in kürzester Zeit
Der FC Rottenburg ging mit dem klaren Ziel in das Spiel, einen Dreier zu erringen und somit die Mini-Siegesserie fortzusetzen. Bereits in der 2. Spielminute setzte Lukas Bahr mit seinem ersten Torschuss ein erstes Ausrufezeichen, doch der ehemalige FCR-U19-Keeper Tom Mang im Tübinger Tor konnte den Ball souverän parieren. In der siebten Minute kam es im Rottenburger Strafraum nach einer Freistoßflanke zu einer brenzligen Situation, die jedoch geklärt werden konnte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich leider eine Phase, die als Blackout bezeichnet werden muss. Ein schneller Konter über die linke Seite führte aus halblinker Position zur 1:0-Führung für Tübingen. Zwei Minuten später hatte Jan Baur die große Möglichkeit zum Ausgleich: Ein Freistoß von Maxime Ackermann (11.) fand René Hirschka, der jedoch regelwidrig zu Fall gebracht wurde – der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. In der 20. Minute erzielte die TSG nach einem schnellen Angriff das 2:0, wobei die Zuschauer eine Abseitsposition reklamierten, die vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde.
Nur drei Minuten später erhöhte die TSG erneut, nachdem sie den FCR in einer Überzahlsituation (3 gegen 1) überrumpelte und auf 3:0 stellte. Das Spiel drohte für Rottenburg zunehmend bitter zu verlaufen. Vier Minuten später erzielte TSG-Kapitän Marius Thomas per Kopf nach einem Freistoß aus dem Halbfeld das 4:0.
Angesichts der Situation reagierte FCR-Trainer Marc Mutschler und brachte in der 31. Minute Lennis Eberle und Julian Kiesecker für Jan Baur und Jakob Bader in die Partie, um neuen Schwung ins Spiel zu bringen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung: In der 36. Minute erzielte Lennis Eberle nach einem Freistoß von Kapitän Leon Oeschger den Anschlusstreffer zum 1:4. Nach einer Parade des Tübinger Torhüters Mang gelang Eberle durch den Abpraller der erfolgreiche Abschluss.
Die 42. Minute brachte jedoch weitere Unruhe: Nach einem zunächst harmlosen Foul von Leon Oeschger an einem Tübinger Spieler zögerte der Schiedsrichter Mario Doser lange mit der Entscheidung, bevor er Oeschger die Gelb-Rote Karte zeigte. Diese Entscheidung wurde von Spielern, Fans und Betreuern des FCR als unverhältnismäßig empfunden, insbesondere da Oeschger bereits in der 27. Minute wegen eines vergleichbar unkritischen Fouls verwarnt worden war. Die Rottenburger Anhänger sowie die Mannschaftsbank reagierten daraufhin mit heftiger Empörung. Insgesamt wurde die Leistung des Schiedsrichters, der auch in anderen Entscheidungen während der ersten Halbzeit umstritten agierte, als mangelhaft wahrgenommen.
Zweite Halbzeit gibt weiter Hoffnung: Ausgleich war drin
Der FCR zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit trotz Unterzahl mutig und offensiv ausgerichtet – ein notwendiger Schritt nach dem 1:4-Rückstand. In der 58. Minute nutzte Behr eine Kopfballvorlage von Nick Heberle konsequent, profitierte dabei von einem Fehler des gegnerischen Torwarts und erzielte mit seinem 16. Saisontor den wichtigen 2:4-Anschluss.
Dieser Treffer gab dem FCR neue Hoffnung. Bereits in der 61. Minute reagierte das Team mit einer personellen Veränderung: Winter-Neuzugang Ali Hamdar mit aufsteigender Tendenz ersetzte Manuel Weber, der sich bislang defensiv orientiert hatte und zudem bei einem rutschigen Kunstrasen sein Schuhwerk wechseln musste. Kurz darauf, in der 67. Minute, bot sich die nächste Gelegenheit für den Anschlusstreffer, als ein Freistoß von Ackermann hoch in den Strafraum zu Hirschka kam. Dessen Kopfball parierte TSG-Keeper Mang jedoch souverän zur Ecke.
Die darauffolgenden zehn Minuten blieben ohne nennenswerte Höhepunkte. In der 78. Minute wurde Luca Alfonzo eingewechselt, der nach seiner Rückkehr von der TSG Tübingen noch nicht vollständig in Form ist, er ersetzte den angeschlagenen Nick Heberle. Trotz weiterhin dominanter Spielanteile und guten Angriffen fehlte es dem FCR an dem nötigen Glück und der Präzision im Abschluss.
In der 79. Minute hatte die TSG ihre einzige nennenswerte Chance der zweiten Halbzeit, doch FCR-Torwart Julian Häfner zeigte erneut seine starke Form und vereitelte mit einer Riesentat diese vielversprechende Situation. Im Gegenzug scheiterte Ackermann mit einem Distanzschuss, bevor Behr kurz darauf mit voller Entschlossenheit agierte. Sein Kopfball wurde wiederum vom Torwart zur Ecke abgewehrt.
Die 87. Minute brachte einen großen Hoffnungsschimmer: Behr wurde im Strafraum klar mit der Hand von hinten weggedrückt – Elfmeter für den FCR. Die Chance, auf 3:4 zu verkürzen und die Spannung zurück ins Spiel zu bringen, war greifbar. Leider rutschte Behr bei den schwierigen Wetterbedingungen der Ball unglücklich über den Fuß und flog weit über das Tor. Dieser Fehlschuss markierte vermutlich die letzte große Gelegenheit für den Ausgleich. Trotz Unterzahl war der FCR erneut die bessere Mannschaft auf dem Platz.
In der Folge sorgten die offensiven Bemühungen jedoch für defensive Lücken, die die TSG schnell ausnutzte: Nach einem Konter, der durch einen klar falschen Einwurf eingeleitet wurde, stellte sie den Spielstand mit dem 5:2 endgültig her – ein Ergebnis, das keine weiteren Diskussionen mehr zuließ. Anschließend konzentrierte sich die Debatte auf das schwache Auftreten des Schiedsrichtergespanns, insbesondere nachdem ein klarer Foulimpuls an Eberle im Strafraum ebenfalls unbeachtet blieb.
Insgesamt war es ein schwarzer Tag für den FCR, der sich jedoch bis auf eine schwache Phase von 18 Minuten nichts vorzuwerfen hatte. Nach vier Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter dieses Derby ab.
Fazit
Fußball kann gnadenlos sein: Die Mutschler-Elf wurde zwischen der 10. und 28. Minute unerklärlicherweise bei vielen individuellen Fehlern schon früh um die Früchte ihrer Arbeit gebracht. Abgesehen von diesen 18 Minuten kann der FC-Trainer Marc Mutschler mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Das Team will nun gegen Dorfmerkingen, die im Hinspiel knapp unterlagen, an die starke zweite Halbzeit anknüpfen und so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern. Ein Sieg im anstehenden Topspiel gegen die Ost-Älbler wäre dabei eine wertvolle Hilfe.
Zusammenfassend zeigt die Mannschaft trotz der Niederlage eine Entwicklung in die richtige Richtung. Der Fußball des FCR ist von Dominanz und Spielkontrolle geprägt, was das Team weiter ausbauen muss. Entscheidend wird sein, zukünftig stabil über die gesamte Spieldauer bzw. zwei durchgehend zwei starke Halbzeiten, konstante Leistungen abzurufen und das notwendige Quäntchen Glück zu erzwingen. Nur so lässt sich der Klassenerhalt in der Verbandsliga realistisch gestalten.
Für den FCR gilt es nun, die negativen Eindrücke abzuschütteln und die Lehren aus diesem Derby zu ziehen, um in den kommenden Partien wieder die aufsteigende Form zu finden. Gleichzeitig wird man den Umgang mit Schiedsrichterentscheidungen künftig gelassener angehen müssen, auch wenn die aktuelle Partie zeigte, dass eine ausgewogenere Schiedsrichter-Leistung und mehr Fingerspitzengefühl in solch emotionalen Derbys durchaus wünschenswert gewesen wären.
Stimmen zum Spiel
Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Ich bin nach wie vor enttäuscht über die mangelhafte Leistung der Schiedsrichter. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zu dem Auftritt mit null Punkten. Unser Plan funktionierte in der ersten Halbzeit nicht wie besprochen, und wir wurden überrollt – aus drei Chancen resultieren drei Tore. Wir wollen die Tage nach den Fehlern bei uns suchen und uns fragen, warum wir regelmäßig in der ersten Halbzeit noch nicht auf dem Niveau sind. Vor der zweiten Halbzeit ziehe ich meinen Hut. Wir haben viel gearbeitet und es geschafft, dass die Unterzahl nicht auffiel. Es gab Chancen für die Aufholjagd, und ein Unentschieden wäre durchaus möglich gewesen, aber es sollte nicht sein.
Pressestimmen
Lukas Behr: Vom Vorbereiter zum Torjäger
Artikel lesen | Sascha Eggebrecht am 26.03.2026 | Schwäbisches Tagblatt
TSG Tübingen beendet den Rottenburger Aufwärtstrend
Artikel lesen | Max Schäfer am 30.03.2026 | Schwäbisches Tagblatt
FC Rottenburg verpasst Big Points
Artikel lesen | Sascha Eggebrecht am 30.03.2026 | Neckar-Chronik
Bilder
Fakten und Zahlen zum Spiel
So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Maxime Ackermann (87. Biesinger), Jan Baur (31. Eberle), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Nick Heberle (78. Alfonzo), Jakob Bader (31. Bader), Moritz Rohrer, Manuel Weber (61. Hamdar)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch, Fazli Krasniqi – Loris Zettel, Lennis Eberle, Maximilian Biesinger, Ali Hamdar, Daniel Angerer, Julian M. Kiesecker, Oleh Stepanenko, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Physiotherapeut Tobias Straub
Tore:
1:0 Constantin Zeyer (10.)
2:0 Hennoch Grauer (20.)
3:0 Hennoch Grauer (23.)
4:0 Marius Thomas (28.)
4:1 Lennis Eberle (36.)
4:2 Lukas Behr (58.)
5:2 Jan Rieger (90.+2)
Fussball.de:
Schiedsrichter:
Mario Doser (TSV Scheer, Schiedsrichtergruppe Saulgau)
Schiedsrichter-Assistenten:
Mirko Borjanovic (TSV Betzingen)
Michael Guter (TSV Scheer)
Gelbe Karten: 3/5
Besondere Vorkommnisse:
Leon Oeschger (FC Rottenburg) muss in der 43. Minute wegen wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz.
Marc Mutschler (Trainer FC Rottenburg) sieht in der 58. Minute wegen Unsportlichkeit die Gelbe Karte.
Zuschauer: ca. 300
Ausblick Herren 1. Mannschaft
In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 25. Spieltag am Oster-Samstag, den 04.04.2026 und dem Heimspiel gegen den Tabellen-Vierten Sportfreunde Dorfmerkingen. Spielbeginn auf dem neu renovierten Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg ist bereits um 14 Uhr. Das Hinspiel verlor der FC Rottenburg nach einer 2:0-Halbzeitführung noch unglücklich mit 2:3. Das Spiel wird geleitet von Verbandsliga-Schiedsrichter Daniel Buck vom TV Gültstein aus der SRG Böblingen, der schon die 2:3-Niederlage beim Auftaktspiel am 1. Spieltag bei den Young Boys geleitet hat.

Infos zum Spiel
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 7. Spieltag
Datum: Samstag, 13.09.2025 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg (Rasenplatz)
Das Spiel wurde präsentiert von…

Der Spielball wurde gespendet von…

Verbandsliga-Derby: Eine Frage der Leidenschaft
Die TSG Tübingen hat das erste Verbandsliga-Derby der Geschichte vor ca. 400 Zuschauern im Hohenbergstadion gegen den FC Rottenburg mit 1:0 (1:0) für sich entschieden und ist nach fünf sieglosen Spielen zurück in der Spur. Der FCR hingegen ging nach drei Siegen in Folge voller Selbstvertrauen in das Derby und kassierte seine dritte wirklich unnötige Niederlage in dieser Saison. Beim Siegtreffer für Tübingen durch Philipp Biermann gab der FCR schmerzliche Nachbarschaftshilfe. In der Tabelle rutschte der FCR daher wieder um zwei Plätze nach unten und belegt nun den 9. Platz mit weiterhin 9 Punkten, ein Punkt hinter unserem nächsten Gegner SF Dorfmerkingen. Der Ex-DFB-Pokalteilnehmer hat die gleiche Bilanz wie der FCR, außer daß sie ein Spiel und ein Unentschieden mehr auf dem Konto haben. Eine Statistik noch zur Aufmunterung: Der FCR hat mit 11 Gegentoren nach 6 Spielen mit drei anderen Mannschaften die viertbeste Abwehr der Liga! Man muss immer das Positive aus Niederlagen mitnehmen.
Es sollte der vierte Sieg und zusätzlich der zweite Heimsieg in Folge werden. Vor dem Spiel war der FCR eigentlich voll im Soll. Mit so einem Start hätte vorher niemand gerechnet. Das Derby gegen die TSG Tübingen sollte ein Highlight in der Vorrunde werden, es war alles angerichtet. Erstmals, präsentierte der FCR seinen von Intersport Micki Sport gespendeten Spielball auf einer Stele – mittlerweile Standard in fast allen Vereinen. An dieser Stelle geht eine besonderer Dank an Benny Mickeler für die Bereitstellung der Ballstele und den Spielball.
Vor eigenem Publikum allerdings sieht die Bilanz nach der Niederlage bislang eher mager aus: Zwei der drei Heimspiel gingen verloren. Heimspiele bleiben anscheinend die Achillesferse des FC Rottenburg. Zuletzt gewann man noch grandios mit 1:0 gegen den Ex-Profiverein und mit Ex-Oberliga- und Regionalligaspielern gespickten VfR Heilbronn. Mit dem gleichen Ergebnis musste man sich nun geschlagen geben. Um wieder an alte Stärke im heimischen Stadion anzuknüpfen, braucht die Mannschaft die volle Unterstützung, gerne mit Gesängen (ohne Trommel, ihr wisst schon) der Rottenburger Fans.
Eine verdammt ärgerliche Niederlage
Niederlage die doppelt schmerzt – Derbyniederlage und Heimniederlage – und das gegen schwache Tübinger, der bislang schwächste Verbandsliga-Gegner. Man wusste, daß dieses mit Spannung erwartete Derby gegen den Verbandsliga-Dino kein Spaziergang wird, dazu kam noch die Brisanz eines Derbys, sowie der kurzfristige Ausfall von Abwehrchef und FCR-Legende René Hirschka hinzu.
Mit Oeschger (verletzt), Hirschka (krank), Baur (Vaterschaftspause), Eberle (Studium) und Stepanenko (verletzt) fielen gleich fünf Unterschiedsspieler weg und solche Spieler gleichwertig zu ersetzen ist verdammt schwierig. Selbst die großen Mannschaften könnten keine halbe Mannschaft einfach so wegstecken. Beispiele braucht man da nicht erwähnen, aber jeder kennt die Topspieler der Verbandsliga. Deshalb darf man aktuell mit der Leistung des FCR zufrieden sein, auch deshalb da die meisten Spieler des FCR erstmals Verbandsliga spielen und zudem noch verdammt jung sind, am Samstag wieder mit einem Durchschnittsalter von 23,7 Jahre. Man hat bei der TSG Tübingen die letzten Wochen gesehen wohin es führen kann, wenn eine Vielzahl von Leistungsträgern verletzungs-, berufs- oder urlaubsbedingt wegbricht.
Die Ausgangslage für die Mannschaft von Coach Marc Mutschler war klar, man wollte ohne den Derby-Druck den vierten Sieg in Folge einfahren, die TSG musste gewinnen um aus dem Tabellenkeller rauszukommen. Doch es kam nie zu einem kampfbetonten Spiel eher mit wenig Chancen auf beiden Seiten. Passgenauigkeit und Passschärfe ließen oft zu Wünschen übrig, obwohl der FCR über gut 70 Minuten die klar bessere Mannschaft war, ohne aber vorne so richtig gefährlich zu werden. Zu harmlos agierte der FCR. Das zeigte auch die Anzahl der Gelben Karten – 6:1 für die TSG. Der FCR sah sich nie in der Favoritenrolle, aber nahm sie aufgrund der Tabellenkonstellation an und wollte definitiv um die Punkte fighten. Es war klar, dass wir die Leistung abrufen müssen, die wir gegen Fellbach und Esslingen gezeigt haben. Nur dann hätten wir erneut erfolgreich sein können.
Der FCR geht nun mit zwei Siegen (Heilbronn und Esslingen) und einer Niederlage raus aus der Englischen Woche. Eigentlich keine schlechte Bilanz, die man hätte krönen können. Doch nicht nur das Spiel war schwach, auch Schiedsrichter Ismail Halici hatte keinen guten Tag, denn er hätte in der 27. Minute einen klaren Elfmeter für den FCR geben müssen, aber auch eine klare Rote Karte gegen Tübingens Biermann, der Aaron Leyhr unfassbar rüde mit offener Sohle im wahrsten Sinne umgesäbelt hatte. Insgesamt aber war es eines der schwächsten Spiele des FCR in den letzten Monaten. Es war nicht der Tag des FCR.
Schiri mit doppeltem Blackout
Die Mutschler-Elf hatte den besseren Start und kam in der 2. Minute zur ersten ernsthaften Annäherung auf das Tübinger Tor. Tübingen hatte in der 3. Minute ihren ersten Abschluss, aber alles noch nicht zwingend. Die erste ernsthafte Chance hatte dann der FCR. In der 8. Minute kam es zu einem Freistoß von der linken Seite, anstatt den Ball hoch in den Strafraum zu bringen, legte Behr die Kugel in den Rückraum auf Votentsev, der aus gut 20 Metern abzog. TSG-Keeper Mang konnte den Ball nur ins Getümmel im 16er abwehren den Rest erledigte seine Abwehr.
In der 10. Minute ein weiterer Freistoß von Behr, dieses Mal aus zentraler Position unmittelbar hinter der Strafraumlinie. Sein Schuss streifte die Mauer, so daß es Eckball gab, diesen verwertete Ackermann am Tor vorbei. Eine Minute später war es wieder Behr, der mit einem Torschuss übers Tor die Tübinger ein weiteres Mal prüfte.
Es war dann die 14. Minute, als eine Behr-Ecke den Kopf von Rohrer fand, der aber am Tor vorbei köpfte. Bis zur 20. Minute gehörte das Spiel ganz klar dem FCR, doch alles noch zu harmlos gegen Tübinger die sich kaum wehrten. In der 20. Minute dann die erste gute Möglichkeit für die TSG. Eine kurz ausgeführte Ecke kam auf den 2. Pfosten. Per Kopf prüfte ein Tübinger FCR-Keeper Häfner.
In der 24. Minute dann eine Riesenchance von Maximilian Biesinger, dessen jüngerer Bruder Mathis auf der anderen Seite mit den weißen Trikots spielte, doch Torwart Mang war wieder zur Stelle, außerdem entschied der Assistent auf Abseits. Zwei Minuten war es wieder Behr, der es nun mit einem Schlenzer versuchte, doch wieder vorbei. Der FCR war die klar spielbestimmende Mannschaft, bei der TSG war vieles Zufall.
Die 27. Minute wurde dann zum ersten großen Aufreger, denn Behr wurde im Strafraum aber so was von klar gefoult, auch bis zur Tribüne zu hören, welche hörbar entrüstet zu pfeifen begann. Behr der ein fairer Sportsmann ist, bestätigte nach dem Spiel einen klaren Kontakt. Doch der Schiedsrichter Ismail Halici vom VfL Pfuhl ließ weiter laufen und pfiff nicht mal. Der anschließende Torschuss von Leyhr ging am Tor vorbei. Da war sie, die erste große Fehlentscheidung! Gehört anscheinend dazu um in ein Derby Brisanz hinein zu bekommen.
In der 33. Minute kam Grauer nach einem Konter über links zu einem Torabschluss, wurde aber zur Ecke abgefälscht. Dann der zweite große Aufreger und wieder war der FCR der Benachteiligte. Der Tübinger Biermann grätschte vor der Tübinger Bank mit offener Sohle in Leyhr rein, der danach lange behandelt werden musste. Ein Aufschrei im Stadion nach der Roten Karte und die nach diesem rüden Foul berechtigt gewesen wäre, denn das war dunkelrot. Für Biermann gab es unverständlicherweise nur Gelb. Wir wissen nicht was der Schiri hier wahr genommen hat. Selbst der Assistent müsste gute Sicht darauf gehabt haben. Eine fatale Fehlentscheidungen und die hatte weitere Folgen für den FCR, denn ausgerechnet der Übeltäter – hätte gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen – erzielte später das Siegtor- Glück für die TSG, Pech für den FCR!
Doch, der FCR blieb ruhig und blieb das spielbestimmende Team, bei der TSG herrschte Frust. Nach einem Torschuss von Rohrer (39.) folgte eine weitere Topchance von Behr. Frei gespielt und plötzlich frei vor Tübingens Kasten, konnte Behr im letzten Moment geblockt werden, verdammt schade.
Dann die Führung für die TSG aus dem Nichts. Von der rechten Hälfte konnte Biermann unter Mithilfe der Rottenburger Spieler hindurch marschieren, keiner machte Anzeichen den Tübinger irgendwie durch ein Foul zu stoppen. Aus ca. 20 Metern erkannte er, daß Häfner zu weit vor seinem Kasten stand und schlenzte die Kugel kurz vor der Pause (43.) halbherzig mit links in den oberen linken Winkel zum 0:1. Was für ein Schock bei den Roten, obwohl der Torschütze hätte gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Nochmal, mehr Glück konnte Tübingen hier nicht haben.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Tübingen durch den Ex-Rottenburger Gampert zu einer ja schon fast 100%igen Torchance, als er am zweiten Pfosten die Kugel nicht ins leere Tor drücken konnte, sondern nur den Pfosten traf. Da musste der FCR erstmal tief durchschnaufen, den das hätte eigentlich das 0:2 sein müssen. Dann war Pause und der Redebedarf auf der rappelvollen Tribüne war groß.
Schwache zweite Hälfte ohne Struktur
Die zweite Hälfte startete für die TSG sehr schwungvoll, dabei kamen sie zu zwei Chancen. Zunächst musste Votentsev auf der Linie klären (46.), in der 50. Minute kamen die Tübinger nach einem Häfner-Patzer zu einem weiteren Torschuss. Mutschler hatte nun genug gesehen und brachte Offensivtalent Leon Villino ins Spiel, der Schwung ins Offensivspiel bringen sollte. Für ihn verließ Maxi Biesinger das Feld.
Das Spiel war nun offener, jedoch blieb es bei einem vogelwilden Kick mit vielen Fehlpässen und Stockfehler auf beiden Seiten. War es der Druck eines Derbys, erstmals ein Pflichtspiel in der Verbandsliga zu gewinne? In der Statistik führt die TSG mit 11:8 Siegen. Zuletzt konnte Tübingen in einem Pflichtspiel, also in der Landesliga, drei Mal in Folge gegen den FCR gewinnen. Letzter Pflichtspielsieg in der Landesliga für den FCR – mit Hirschka und Baur – gegen die TSG war am 18.05.2016. Damals gewann der FCR 4:1 im Hohenbergstadion. Doch zurück zum Spiel.
Es war die 59. Minute: Daniel Angerer kam für Ackermann ins Spiel. Er sollte zusätzlich für Tempo sorgen. In der 60. Minute dann eine kuriose Szene. Nach Kopfballstafetten hin und her, wurde FCR-Keeper Häfner zu Fall gebracht, doch der Schiri ließ auch hier laufen und pfiff nicht. Was die Schiri-Entscheidungen angeht war die TSG heute klar bevorteilt. Ein Villino-Flanke (61.) konnte Behr per Fallrückzieher abnehmen, aber ohne Erfolg. Der FCR war nun wieder am Drücker, jedoch harmlos und erfolglos.
Mit den beiden bulligen Stürmern Jakob Bader (64.) und Luca Alfonzo (73.) ging Mutschler nun All in. Es gingen Kiesecker und Weber. Es war die 74. Minute, als Tübingen eine sehr gute Chance hatte. Ein Aufsetzer konnte Häfner mit einem starken Reflex klasse parieren.
Letzter Wechsel (76.) war ein Besonderer: René Hirschka kam für Kapitän Behr – der in der Saison 2021/22 selber für die TSG spielte – ins Spiel. Behr übergab wie in Esslingen schon Nick Heberle die Kapitänsbinde. Ja warum Hirschka nicht von Anfang an spielte war auch das große Thema vor dem Spiel. Hirschka wollte eigentlich krankheitsbedingt mit Luftnot, gar nicht spielen, doch der Spielstand zwang ihn doch noch eine Viertelstunde auf die Zähne zu beißen und er brachte gleich im Luftkampf Gefahr ins Spiel.
Langer musste in der 83. Minute alles geben und im Rückwärtsspurt den Ball vor der Linie klären, da Häfner bei einem seiner Neuer-Ausflüge geschlagen war. Glück für den FCR. In der 85. Minute musste wieder ein Rottenburger behandelt werden, denn der Tübinger Schiffel, ehemaliger Regionalligaspieler, wurde nach einem überharten Einsteigen gegen Votentsev nun doch vom Schiri mit Gelb bestraft.
Die Schlussphase gehörte nun ganz dem FCR. Tübingen stellte sich hinten rein und Rottenburg probierte es in allen Lagen mit hohen Bällen auf Hirschka. Das ein oder andere Mal kam der Ball durch, doch zum Großteil blieb man erfolglos. Eine Villino-Flanke, der nach einer starken Einzelaktion seinen Einsatz erneut bestätigte, fand bei Angerer per Kopf einen Abnehmer, die zur Ecke führte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit hätte Villino seinen großen Moment haben können, doch sein Vorstoß wurde radikal geblockt. Schade. Nach 5 Minuten drüber war dann auch Schluss.
Fazit
Eigentlich hätte dieses Spiel keinen Sieger verdient. Tübingen war demnach die glücklichere Mannschaft. Rottenburg wurde in zwei Entscheidungen erheblich benachteiligt. Nun gut, nach einem schwachen Verbandsligaspiel, indem die FCR-Jungs in keinster Weise an die Form des Esslingen- oder Fellbach-Spiel anknüpfen konnten, kann es wieder nur besser werden. Man blieb erstmals seit dem 0:2 gegen den FC 07 Albstadt ohne eigenes Tor, also 14x in Folge war man immer erfolgreich.
Ach übrigens: Während unsere Haupttribüne fast voll war, konnte man auf unserer Gegengerade unglaubliche 15 Zuschauer zählen. Absoluter Zuschauerrekord auf der anderen Seite des Stadions 😉. Hier verlaufen sich wenn es hoch kommt oft nur 2 oder 3 Zuschauer, der Rest bleibt auf der Seite der Tribüne (ist es auch näher zum Kiosk). Musste einfach jetzt erwähnt werden. Danke an alle die da waren.
FCR-Trainer Marc Mutschler:
„Wir hatten keinen guten Tag, das war am Treffpunkt schon ein wenig abzusehen. Für die nicht optimalen Verhältnisse sind wir gut gestartet und hatten Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Für mich aus dem Nichts geht die TSG mit einem Sonntagsschuss in Führung. In Halbzeit zwei gab es nicht viele Möglichkeiten, da uns auch hier der maximale Wille gefehlt hat. Wir sind in der Verbandsliga angekommen und wir merken, dass jeder Fehler sofort bestraft wird. Daher ist es umso wichtiger, dass wir fokussiert bleiben.“
Ex-DFB-Pokal-Teilnehmer SF Dorfmerkingen wartet
Nun geht es am kommenden Samstag zur, nach Friedrichshafen, zweitweitesten Auswärtsfahrt (149 km) nach Dorfmerkingen, ehemaliger WFV-Pokalsieger, DFB-Pokal-Teilnehmer und Tabellensechster. Der seinerzeitige Landesligist Sportfreunde Dorfmerkingen gewann 2016/17 den WFV-Pokal-Titel mit einem 3:1-Endspielerfolg gegen die drei Spielklassen höher antretenden Stuttgarter Kickers aus der Regionalliga Süd. In der Ostalb-Arena in Aalen unterlagen die Sportfreunde Dorfmerkingen in der 1. Runde des DFB-Pokals dann dem Bundesligisten RB Leipzig klar mit 0:5.
Mitfahrgelegenheit nach Dorfmerkingen gesucht
Achtung! Wir suchen für unsere treuen Fans – u.a. unser Fotografen-Team – am kommenden Samstag Mitfahrgelegenheiten zum nächsten Auswärtsspiel nach Dorfmerkingen. Wer fährt und noch einen oder mehrere Plätze frei hat und nicht alleine fahren will, kann/soll sich doch bitte unter der E-Mail-Adresse info@fcrottenburg.de melden und mitteilen wieviel Plätze frei wären und wo und wann Abfahrt wäre. Unsere Mannschaft braucht bei diesem schweren Auswärtsspiel jede mögliche Unterstützung. Also, meldet euch doch.
Bitte E-Mail-Adresse bzw. Handynummer angeben, damit man kommunizieren kann.
Pressestimmen
Dunkelgelb in die Galerie
Artikel lesen | Jannis Hegele am 15.09.2025 | Schwäbisches Tagblatt
FC Rottenburg verliert Derby
Artikel lesen | 15.09.2025 | Reutlinger General-Anzeiger
Bilder
Fakten und Zahlen zum Spiel
So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Stanislav Votentsev, Aaron Leyhr, Lukas Behr (C) (76. Hirschka), Maximilian Biesinger (51. Villino), Nick Heberle, Moritz Rohrer, Manuel Weber (73. Alfonzo), Julian M. Kiesecker (64. Bader), Maxime Ackermann (59. Ackermann)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Fazli Krasniqi – René Hirschka, Jakob Bader, Daniel Angerer, Leon Villino, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel, Physiotherapeut Tobias Straub
Tore:
0:1 Philipp Biermann (43.)
Fussball.de:
Schiedsrichter:
Ismail Halici (TSV Pfuhl, Schiedsrichtergruppe Ulm/Neu-Ulm)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Kohler (SC Lehr)
Dennis Mehl (FV Asch-Sonderbuch)
Gelbe Karten: 1/6
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse:
Keine
Zuschauer: ca. 400
Ausblick Herren 1. Mannschaft
In der Verbandsliga geht es weiter am kommenden Samstag, den 20.09. mit dem 8. Spieltag und einem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Dorfmerkingen. Spielbeginn in der Röser Arena in Dorfmerkingen (ca. 20 km sodöstlich von Aalen) ist bereits um 14 Uhr.

Eckdaten 21. Micki Sport Cup 2025
Ausrichter und Veranstalter: FC Rottenburg 1946 e.V.
Datum: Samstag, 12. Juli und Sonntag, 13. Juli 2025
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg
Feldturnier: E-Junioren und D-Junioren
Spieltage nach neuer wfv-Reform ohne Sieger: F-Junioren und Bambini
Sieger E-Junioren: TSG Tübingen II
Sieger D-Junioren: TSG Tübingen
Herzlichen Glückwunsch an die Micki Sport Cup Sieger 2025
Tübinger Dominanz
Beim diesjährigen 21. Micki Sport Cup spielten ca. 230 Kinder in 145 Spielen mit den Jahrgängen 2012 bis 2019 vor über 1.000 Zuschauern an beiden Tagen den Turniersieger aus. An beiden Tagen präsentierte sich der Veranstalter und Ausrichter FC Rottenburg mit 13 Teams, überließ aber den Gästen die Siegertrophäen.
In 58 Spielen bei den Turnieren der E- und D-Junioren fielen insgesamt 153 Tore. Der höchste Turniersieg wurde auch unter der TSG ausgemacht. Die E-Junioren der TSG II schoss die TSG III in 10 Minuten Spielzeit mit 8:0 ab. Der FC Esslingen war das treffsicherste Team bei den D-Junioren und bescherte beim 7:0 über den TSV Betzingen den zweithöchsten Turniersieg, nachdem sie eine souveränes Turnier spielten, am Ende aber nur Dritter wurden.
Bei den F-Junioren und den Bambini, die erstmals wieder nach 2019 im Turnier dabei waren, wurde ohne Ergebnisse gespielt. Dennoch konnte man beobachten, daß neben reinen Fußball-Anfängern auch richtige Toptalente zu sichten waren. Auf drei Spielfeldern mit unterschiedlichen Spielarten laut der neuen wfv-Reform duellierten sich die Jüngsten im Turnier, auch hier war wie immer die Stimmung am höchsten.
Hitze über den ganzen Tag machten vorwiegend die Zuschauer zu schaffen, die auf der großen überdachten Tribüne des Hohenbergstadions jedoch vor der Sonne geschützt waren. Die Spieler hingegen schlugen sich bravourös, und ließen sich die Hitze kaum anmerken und tauchten ihre Köpfe immer wieder in die bereitgestellten Rieseneimer mit Wasser. Ja es war redlich eine Hitzeschlacht wie wir sie mein Micki Sport Cup fast jedes Jahr erleben.
Platzierungen und Ergebnisse
E-Junioren
1. Platz: TSG Tübingen II
2. Platz: TSG Tübingen I
3. Platz: FC Rottenburg I
4. Platz: SGM Wendelsheim
Finale:
TSG Tübingen I – TSG Tübingen II 0:3 n.V.
Spiel um Platz 3:
FC Rottenburg I – SGM Wendelheim 2:0
D-Junioren
1. Platz: TSG Tübingen I
2. Platz: FC Rottenburg I
3. Platz: SGM Kiebingen/Bühl
4. Platz: FC Esslingen
Finale:
TSG Tübingen I – FC Rottenburg I 5:3 n.V. und 9m-Schießen
Spiel um Platz 3:
FC Esslingen – SGM Kiebingen/Bühl 1.2 n.V. und 9m-Schießen
Impressionen rund um den 21. Micki Sport Cup

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze
E-Junioren-Turnier (Jahrgang 2014/2015)
Bei den E-Junioren gab es reines Tübinger Duell zwischen der TSG Tübingen I und der TSG Tübingen II. Hier setzte sich anders als bei den D-Junioren das 2. Team durch. Bei 9 teilnehmenden Mannschaften fielen In 24 Spielen genau 90 Tore, das bedeutet einen Schnitt von 3,7 pro Spiel und das vor einem meist gut gefüllten Hohenbergstadion und euphorischen Zuschauern.
Mit 20 Toren in 6 Spielen erzielte der Turniersieger TSG Tübingen II mit Abstand auch die meisten Tore. Mit nur 1 Gegentor gegen den späteren Vierten SGM Wendelsheim, war die TSG II auch die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren, nachdem man mit 15:0 Toren durch die Vorrunde marschierte.
Der FCR I, die Mannschaft von Arthur Glaser, scheiterte nach 9-Meter-Schießen nur erdenklich knapp im Halbfinale an der TSG Tübingen I und setzte sich dann im Spiel um Platz 3 verdient mit 2:0 gegen die SGM Wendelsheim durch und sicherte somit den 3. Platz hinter den Tübinger Teams.
Der FCR II war im Spiel um Platz 5 die überlegene Mannschaft und siegte klar mit 5:0. Die 3. Mannschaft des FCR wurde Letzter im Turnier und unterlag im Spiel um Platz 7 dem TSV Dettingen mit 0:3.
Das Finale wurde ein rein Tübinger Angelegenheit. Dort trafen die TSG I auf die TSG II. Mit 3:0 setzte sich dann die TSG Tübingen II mit 3:0 n.V. durch. Die beste Mannschaft und als einziges ungeschlagenes Team im Turnier hat somit den Micki Sport Cup gewonnen. Somit gewinnen die Tübinger nach 2023 erneut heuer den 21. Micki Sport Cup.
Noch einen Tag vor Turnierbeginn sagten wieder drei Mannschaften ab, so daß der Turnierplan wieder Makulatur war und Moritz Koch wieder alle Hände voll zu tun hatte den Spielplan neu zu planen und an die Mannschaften zu verteilen. Jedes Jahr ärgerlich, aber leider ist es so. Es war dennoch ein faires Turnier ohne viele Reklamationen, die bei so einem E-Jugend-Turnier eigentlich Standard sind. Die meisten Trainer verhielten sich professionell.
Die Siegerehrung übernahm die rechte Hand von Turnierleiter Moritz Koch Turniersprecher Dominik Letzgus sowie seine Helfer der U23 Marcel Epple und Tim Johner. Die ersten drei Sieger erhielten schöne Pokale, worüber sich die Spieler freuten. Dazu gab es noch für jeden Spieler Medaillen, sowie Trainingszubehör für jedes Team.
Impressionen E-Junioren-Turnier
D-Junioren-Turnier (Jahrgang 2012/2013)
Bei den D-Junioren verpassten die Rottenburger nur erdenklich knapp einen Sieg, indem man sich dem dominierenden Verein dieses Micki Sport Cups, der TSG Tübingen, geschlagen geben musste. 14 teilnehmende Mannschaften erzielten in 34 Spielen genau 63 Tore, das bedeutet einen Schnitt wie bei den E-Junioren von 1,8 pro Spiel. Es fielen bei den D-Junioren ungewöhnlich wenig Tore, was bedeutet, daß die Spiele allesamt heiß umkämpft waren und das Turnier ernst genommen wurde. Sieger beim Micki Sport Cup ist dann doch was Besonderes. Je 10x gab es ein torloses Remis und ein 1:0. Es zeigt, dass die Mannschaften sehr ebenbürtig waren, bei heiß umkämpften Spielen, die ein Turnier auch braucht um die Spannung hoch zu halten.
Mit der TSG Tübingen I, dem FC Rottenburg I und dem FC Esslingen marschierten drei Teams im Gleichschritt durchs Turnier. Alle drei Mannschaften blieben bis zu den Platzierungsspielen ohne jedes Gegentor. Erst in einem unfassbar spannenden Finale wurde der FCR von der TSG Tübingen gestoppt und verlor sehr unglücklich erst nach 9-Meter-Schießen. Hätte der FCR gewonnen, würde der Turniersieg ebenfalls in Ordnung gehen, somit hat eben die etwas glücklichere Mannschaft den 21. Micki Sport Cup gewonnen.
Die Drittplatzierte SGM Kiebingen/Bühl mogelte sich eher durch das Turnier. Man qualifizierte sich nach 4 Spielen mit nur 2 Siegen für das Viertelfinale. Dort traf man auf den vermeintlich favorisierten TSV Frommern und setzte sich im 9-Meter-Schießen durch. Im Halbfinale war dann Schluß und unterlag dem Finalisten FCR I mit 0:2. Esslingen musste sich mit dem 4. Platz begnügen und waren dementsprechend enttäuscht. Als keinen Trost holte sich der FC Esslingen beim 7:0 gegen den TSV Betzingen den höchsten Tagessieg.
Die meisten Tore im Turnier erzielte trotz der schwachen Quote die TSG Tübingen mit 15 Tore vor dem FC Esslingen mit 12 Tore. Der SV Bondorf war das einzige Team, daß torlos und auch ohne Sieg blieb. Somit mussten sie sich auch nach der Vorrunde verabschieden.
Wie bei den E-Junioren fand auch bei den D-Junioren ein sehr faires Turnier statt, auch mittags war für alle Anwesenden das Wetter viel zu heiß. Die Kids konnten sich am Spielfeldrand mit kalten Wasser abkühlen, welches auch dankend angenommen wurde.
Die Siegerehrung übernahm wie schon bei den E-Junioren die U23-Spieler des FCR Dominik Letzgus, Marcel Epple und Tim Johner. Die ersten drei Sieger erhielten wie beim Turnier zuvor schöne Pokale, worüber sich die Spieler sehr freuten. Dazu gab es noch für alle Mannschaften Medaillen, sowie Bälle, Trinkflaschen oder Trainingsleibchen.
Impressionen D-Junioren-Turnier

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze

Fotos: Ralph Kunze
F-Junioren und Bambini
Bei den F-Junioren und Bambini wurde wieder nach der neuen WFV-Reform gespielt. Nicht wie bei den Turnieren in der Vergangenheit oder bei den Turnieren zuvor, nein die Jüngsten spielten auf 2 Spielfelder. Im einen Spielfeld wurde im Funino 3 gegen 3 gespielt und auf 4 Mini-Tore. Auf dem anderen Spielfeld spielte man im 4 gegen 4 auf zwei Handball-Tore, bei dem das hinterste Kind immer der Torwart ist, anders als beim anderen Modell, bei dem es keinen Torhüter gibt. Zwischen den beiden Spielfeldern wurde ein Spielzone aufgebaut, bei dem sich die Kinder austoben konnten. Es galten die drei Regeln der FAIR-PLAY-LIGA: Elternzone hinter der Barriere, Spielhelfer statt Schiedsrichter, gelassene Trainer.
Es war und ist ein gewöhnungsbedürftiges Modell, aber es kam offenbar bei den Zuschauern gut an. Es war während des gesamten Tages bei den F-Junioren und bei den Bambini immer was los in der Halle. Ergebnisse gab es keine – es zählte das „Erlebnis statt Ergebnis“.
Der zentrale Gedanke hinter den Kinderspieltagen ist der, dass alle Kinder dieselbe Spielzeit bekommen, sich auf Augenhöhe gegen Gleichstarke austoben und die individuelle Entwicklung in den Mittelpunkt gestellt wird. Um dies zu gewährleisten, wird am Spieltag immer auf mehreren Spielfeldern nebeneinander gespielt. Dabei treten meist auf zwei Spielfeldern (beim Micki Sport Cup auf drei Spielfeldern) jeweils dieselben Vereine gegeneinander an, die Aufteilung der Spieler erfolgt in Absprache zwischen den Trainern unter Berücksichtigung des Entwicklungsstandes der Kinder. Ein gemeinsamer Beginn und Abschluss runden die Kinderspieltage als feste Bestandteile ab.
Es wird ohne Schiedsrichter oder einer anderen spielleitenden Person gespielt! Kinder können und sollen für Regeln wie Foulspiel und Aus-Ball ein Verantwortungsgefühl entwickeln. Trainer unterbrechen bei Konflikten, um pädagogisch Regelkunde und Lösungsfindungen zu fördern.
Abschlussfoto der F-Junioren (links) und Bambini (rechts)
Danke an alle ehrenamtlichen Helfer!
Der jährliche Dank geht an wieder an viele Personen, wie Jugendleiter und Turnierorganisator Moritz Koch, Turniersprecher Dominik Letzgus, FCR-Vorsitzender Hermann Josef Steur, unserem PR-Team für die tollen Fotos und Berichte, unsere vielen Helfer beim Catering die die Gäste mit Speis und Trank versorgten, aber auch an unsere Schiedsrichter.
Der 22. Micki Sport Cup soll im kommenden Jahr für die teilnehmenden Mannschaften noch attraktiver werden, u.a. mit mehr namhaften Vereinen aus dem weiteren Umfeld aus dem Gebiet des WFV, Torwandschießen und Turnierpate Intersport Micki Sport will wieder mit einem Verkaufstand im Stadion die Kicker mit Trikots, Kickschuhe oder Bällen versorgen.
Danke an alle teilnehmenden Teams, viel Erfolg in der neuen Saison und bis nächstes Jahr, beim 22. Micki Sport Cup 2026.

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