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Mutschler-Elf überzeugt beim 3:0-Sieg gegen den Vorletzten FSV Waiblingen



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 29. Spieltag
Datum: Samstag, 02.05.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg (Rasenplatz)

Das Spiel wurde präsentiert von…



FCR weiter auf Erfolgskurs – Oeschger mit Doppelpack

Der FC Rottenburg hat am Samstag in einem richtungsweisenden Kellerduell und einem mit je nur einer Gelben Karte pro Team überaus fairen Duell im Hohenbergstadion einen überzeugenden 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen den Vorletzten FSV Waiblingen gefeiert. Vor etwa 150 Zuschauern bei sommerlichen Temperaturen gelang der Mannschaft von Trainer Marc Mutschler damit der dritte Sieg und zugleich der vierte Heimsieg in Folge, dabei blieb die Abwehr zum dritten Mal hintereinander ohne Gegentor. Dieser Erfolg verschafft dem Team nicht nur wertvolle Punkte, sondern auch entscheidende Luft im Abstiegskampf und bringt die Rot-Weißen zurück in Schlagdistanz zu den Mittelfeldplätzen. Die Tore für den FCR erzielten die beiden Kapitäne des Teams: Vizekapitän Lukas Behr eröffnete nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste mit seinem 17. Saisontreffer, sowie Kapitän Oeschger, der nach einem Foul an Rohrer vom Punkt den FCR auf die Siegerstraße bringt. Kapitän Leon Oeschger setzte mit einem Doppelpack den Schlusspunkt – das Highlight gelang ihm dabei mit einem sehenswerten Volleytor zum Endstand von 3:0.
Durch diesen Sieg verließ der FCR die Abstiegsränge und verbesserte sich auf den 11. Tabellenplatz, der zugleich der erste Nichtabstiegsplatz ist. Zuletzt belegte man einen Nichtabstiegsplatz am 16. Spieltag, als man am 15.11.2025 beim TSV Berg mit 2:1 als Sieger den Platz verließ. Nach der Niederlage von Calcio Leinfelden-Echterdingen einen Tag zuvor zog der FC Rottenburg am jetzt punktgleichen Calcio vorbei, jedoch mit einer um 15 Tore besseren Tordifferenz. Für den FSV Waiblingen bedeutet die deutliche Niederlage rechnerisch einen fast sicheren Abstieg. Am kommenden Sonntag steht für den FCR mit dem Auswärtsspiel gegen die punktgleichen Stuttgarter von Calcio ein richtungsweisendes Duell im Kampf um den Klassenerhalt an.
Nach einem durchwachsenen Jahresbeginn mit Niederlagen gegen SV Fellbach, TSG Tübingen und TSV Oberensingen demonstriert das Team aktuell eine starke Entwicklung. Sechs der letzten acht Partien wurden gewonnen, teilweise mit beeindruckender Spielführung. Diese Serie gibt der Mutschler-Elf neue Zuversicht und sorgt für eine komfortablere Ausgangslage im Saisonendspurt der Verbandsliga, in dem noch zahlreiche Entscheidungen fallen werden. Besonders der Abstiegskampf bleibt spannend, da nahezu die Hälfte der Liga noch um den Verbleib kämpft.
Im Spiel gegen Waiblingen ohne Manuel Weber aber dafür wieder mit Raphael Langer und Anton Jansen nach langer Verletzungspause auf der Bank, zeigte sich zunächst ein engagierter und unangenehmer Gegner, der vor allem in der ersten Halbzeit gute Chancen herausarbeitete. Dennoch stand die Rottenburger Defensive sicher, besonders Torwart Julian Häfner zeigte eine starke Leistung. Auf Seiten des FCR verpasste Behr zwei Großchancen, ehe er kurz vor der Halbzeit mit seinem Führungstreffer die Partie in die richtige Richtung lenkte. Den Strafstoß drei Minuten später zum 2:0, verwandelte Oeschger souverän, was die Rottenburger endgültig auf die Siegerstraße brachte.
In der zweiten Hälfte startete der FCR mit viel Druck und Chancenflut, konnte anfänglich aber weitere Möglichkeiten nicht nutzen. Mit zunehmender Spieldauer dominierte die Mannschaft das Geschehen und setzte den Gegner mit aggressivem Pressing unter Druck, wie man es zuletzt aus erfolgreicheren Landesligazeiten kennt. Trotz einiger weiterer vergebenen Chancen, darunter von Behr, Alfonzo, Hirschka oder auch Heberle machte Oeschger mit seinem spektakulären Volleyschuss per Außenrist alles klar. Auch personelle Wechsel brachten keine Verunsicherung – der FC Rottenburg blieb jederzeit Herr der Lage und ließ Waiblingen kaum noch zur Entfaltung kommen. Ein höherer Sieg wäre denkbar gewesen, doch am Ende steht ein verdienter und kontrollierter Heimsieg, der wichtige „Big Points“ im Kampf um den Klassenerhalt sichert.
Am kommenden Sonntag kommt es im direkten Duell gegen den punktgleichen Calcio Leinfelden-Echterdingen zu einem 6-Punkte-Spiel – einem Schlüsselspiel für den weiteren Verlauf der Saison. Der FC Rottenburg geht mit Rückenwind und neuem Selbstvertrauen in diese Begegnung, die wohl als eines der wichtigsten Spiele der Saison zu bezeichnen ist.


Erste Halbzeit: Intensives Spielgeschehen – Waiblinger vergeben zahlreiche Chancen
Der FC Rottenburg hatte von Beginn an die Absicht, das Spielgeschehen zu dominieren, da man davon ausging, dass der FSV Waiblingen als Tabellenvorletzter mit einem Rückstand von 12 Punkten und einem dünn besetzten Kader sich bereits aufgegeben habe. Diese Erwartung wurde jedoch nicht erfüllt, denn die Gäste aus dem Rems-Murr-Kreis erwischten einen blitzartigen Start und kamen bereits in der ersten Spielminute zur ersten Gelegenheit. Ein Schuss aus rund 20 Metern wurde von FCR-Torhüter Julian Häfner zur Ecke abgewehrt. Drei Minuten später folgte eine weitere Chance für Waiblingen durch einen verdeckten Drehschuss.
Nach einer kurzen Phase der Beruhigung und einer ersten Ecke für den FCR übernahm Waiblingen erneut die Kontrolle über das Spiel. Die Gastgeber ließen dem FCR kaum Raum zur Erholung und setzten die Defensive der Rottenburger stark unter Druck. In der 10. Minute resultierte daraus ein weiterer Torabschluss; unmittelbar danach entstand eine brenzlige Situation im Strafraum des FCR, die Häfner mit einer hervorragenden Fußparade entschärfte. Trainer Marc Mutschler zeigte sich zu diesem Zeitpunkt sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und versuchte durch laute Anweisungen, seine Spieler zu motivieren.
Diese Maßnahme zeigte Wirkung, denn in der 16. Minute gelang dem FCR der erste ernsthafte Angriff. Lukas Behr erhielt nach einem Querpass von Alfonzo eine hundertprozentige Torchance, vergab jedoch freistehend vor dem Waiblinger Torhüter Mario Peric die Möglichkeit zur Führung. Die Roten fanden nun besser ins Spiel und gestalteten den Spielverlauf zunehmend ausgeglichen. In der 20. Minute kam es erneut zu einer Gelegenheit durch Behr, der nach einem langen Ball von Kiesecker in die Spitze mit seinem schwächeren linken Fuß am Tor vorbeischoss.
In der 23. Minute geriet der FCR kurzzeitig wieder unter Druck, doch René Hirschka klärte mit einer beherzten Grätsche in höchster Not. Ab diesem Zeitpunkt bestimmte der FCR das Geschehen auf dem Spielfeld. Eine Flanke von Oeschger erreichte Jakob Bader am zweiten Pfosten, der den Ball zurück ins Zentrum köpfte, wo Behr knapp am Tor vorbeiköpfte (28.). Schließlich gelang Behr in der 36. Minute der längst überfällige Führungstreffer: Nach einem Fehler im Spielaufbau der Gäste eroberte Aaron Leyhr den Ball und spielte diesen direkt zu Behr, der den Ball souverän im kurzen Eck zum 1:0 versenkte.
Drei Minuten später (39.) verursachte der Waiblinger und ehemalige Regionalligaspieler Leon Braun einen Elfmeter, indem er Moritz Rohrer ins Kreuz sprang und somit regelwidrig stoppte. Der sonst souverän agierende Schiedsrichter Justin Volz zeigte folgerichtig auf den Punkt. Entgegen der Erwartung übernahm der Kapitän des FCR, Leon Oeschger, die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß nach zögerlichen Anlauf sicher zum 2:0. Kurz vor der Halbzeitpause, in der 44. Minute, hatte Rohrer nach einem Pass von Alfonzo nochmals die Gelegenheit, auf 3:0 zu erhöhen, doch sein Schuss verfehlte den langen Pfosten nur knapp. Nach zwei Minuten Nachspielzeit ging es in die Pause.


Zweite Halbzeit: FCR ließ am Sieg keine Zweifel aufkommen
In der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Waiblinger weitgehend harmlos. Das 0:2 wirkte offenbar wie ein entscheidender Bruch für die Gäste, denn abgesehen von einem Kopfball in der 77. Minute sowie einzelnen Versuchen, den Rottenburger Strafraum zu erreichen, konnten sie keine nennenswerten Chancen mehr verbuchen. Der FCR dominierte und bestimmte das Spielgeschehen im Abstiegskampf eindeutig.
Der FCR erspielte sich nun Chance um Chance. Bereits in der Anfangsphase der zweiten Hälfte kamen Leyhr und Behr mit einem Torschuss (49.) sowie ein Kopfball von Hirschka nach einer Ecke von Oeschger (50.) zu guten Gelegenheiten, das Ergebnis zu erhöhen. In der 56. Minute vergab Oeschger eine hundertprozentige Möglichkeit frei vor dem Torwart, nachdem das Team in Überzahl über Kiesecker spielte, der den Pass ins Zentrum auf Oeschger setzte.
Nur zwei Minuten später folgten zwei weitere hochkarätige Chancen für den FCR durch Behr und Alfonzo, die jeweils aussichtsreich vergaben. Ab diesem Moment hätte das Spiel bereits entschieden sein können. Aufgrund des klaren Ballbesitzes und der Spielkontrolle auf Seiten des FCR bestand jedoch kaum noch Zweifel an einem Sieg für Rottenburg. So verpasste der FCR in der 59. Minute eine exzellente Möglichkeit, vorbereitet durch von Behr und Rohrer, durch Alfonzo.
Der Druck auf Waiblingen nahm weiter zu, besonders als Oeschger in der 60. Minute nach einer Ecke von ihm selbst zum 3:0 traf. Nach einem abgewehrten Eckball kam der Ball halbhoch perfekt zu Oeschger zurück, der ihn volley mit dem Außenrist aus der Luft nahm und das Netz zum dritten Mal zappeln ließ – ein außergewöhnlich schönes Tor und eine beeindruckende Schusstechnik unseres Kapitäns.
Erst im weiteren Verlauf folgten die ersten Wechsel unter Trainer Mutschler. Maxime Ackermann, der am Samstag nicht in der Startelf stand, wurde in der 65. Minute für Bader eingewechselt, um den Offensivdruck weiter zu erhöhen. Nach einer Flanke von Votentsev entstand ein sehenswerter Flugkopfball von Hirschka, der jedoch knapp am Tor vorbeiging. Innerhalb von fünfzehn Minuten erfolgten insgesamt vier weitere Wechsel: Lennis Eberle kam für Alfonzo (68.), Ali Hamdar ersetzte Rohrer (74.), Loris Zettel löste den zweifachen Torschützen Oeschger ab (78.), wodurch die Kapitänsbinde an Behr überging. In der 82. Minute wurde Behr durch Daniel Angerer ausgewechselt; die Kapitänsbinde wechselte anschließend an Eberle, womit das Wechselkontingent ausgeschöpft war.
Die eingewechselten Spieler setzten unmittelbare Akzente. So ergab sich für Eberle nach einer Ecke von Ackermann in der 84. Minute eine weitere Gelegenheit. Nick Heberle, zuletzt mehrfach als Torschütze erfolgreich, versuchte sich mit einem strammen Flachschuss aus etwa 25 Metern, den der Torwart jedoch zur Ecke abwehrte, die jedoch keine weitere Gefahr erzeugte.
Nach drei Minuten Nachspielzeit beendete der sehr gut leitende und unauffällig agierende Schiedsrichter Justin Volz aus Balingen eine in dieser spannenden Phase außerordentlich faire Partie, in der lediglich je eine gelbe Karte vergeben wurde.

Fazit
Der FC Rottenburg errang in einem bedeutenden Kellerduell gegen den abstiegsgefährdeten FSV Waiblingen einen klaren und verdienten 3:0-Heimsieg, wodurch das Team auf den ersten Nichtabstiegsplatz vorrückte. Die Begegnung verlief fair und wurde von einer stabilen Defensivleistung geprägt, die bereits zum dritten Mal in Folge ohne Gegentreffer blieb. Mit diesem Erfolg festigt der FC Rottenburg seine Position im Abstiegskampf und zieht an punktgleichen Konkurrenten vorbei. Nach einem eher durchwachsenen Saisonstart befindet sich die Mannschaft unter Trainer Marc Mutschler aktuell in einer starken Formphase, mit sechs Siegen aus den letzten acht Spielen. Darüber hinaus belegt der FC Rottenburg nach dem 3:0-Erfolg den zweiten Platz in der Formtabelle hinter dem FC Esslingen. Ferner ist der FCR neben dem Oberliga-Absteiger SV Fellbach das einzige Team der Verbandsliga, das die letzten drei Partien für sich entscheiden konnte. Im bevorstehenden richtungsweisenden Auswärtsspiel gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen, ebenfalls ein unmittelbarer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, will der FC Rottenburg mit Rückenwind und gestärktem Selbstvertrauen weitere wichtige Punkte sammeln. Insgesamt verschafft dieser Sieg der Mannschaft eine verbesserte Ausgangslage für den spannenden Saisonendspurt in der Verbandsliga.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir befinden uns derzeit in einer besonders erfolgreichen Phase, die den großen Einsatz unseres Teams widerspiegelt und sich entsprechend auszahlt. Während der Hinrunde mussten wir vielfach feststellen, dass uns das notwendige Spielglück fehlte. Dieses kehrt nun sukzessive zurück, was auch darauf zurückzuführen ist, dass wir uns zu keinem Zeitpunkt haben entmutigen lassen. Selbst in herausfordernden Situationen richteten wir stets den Blick nach vorne und verfolgten das klare Ziel, die Klasse zu erhalten. Derzeit präsentieren wir uns defensiv äußerst stabil und sind in entscheidenden Momenten in der Lage, die richtigen taktischen Lösungen zu finden. Es gilt nun, diese positive Entwicklung in den kommenden Wochen konsequent zu bestätigen, um den Klassenerhalt langfristig sichern zu können. Durch kontinuierliche Leistungsbereitschaft und eine geschlossene Mannschaftsleistung schaffen wir die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und Stabilität in der Liga.


Pressestimmen

FC Rottenburg siegt 3:0 und klettert über den Strich
Artikel lesen | Martin Körner am 04.05.2026 | Schwäbisches Tagblatt
FC Rottenburg feiert den dritten Sieg in Folge
Artikel lesen | Martin Körner am 04.05.2026 | Neckar-Chronik
Pflichtsieg nach Startschwierigkeiten
Artikel lesen | Tobias Fischer am 04.05.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze und Markus Riel)

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Lukas Behr (82. Angerer), Leon Oeschger (C) (78. Zettel), Nick Heberle, Jakob Bader (65. Ackermann), Moritz Rohrer (74. Hamdar), Julian M. Kiesecker, Luca Alfonzo (68. Eberle), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Raphael Langer, Loris Zettel, Jan Baur, Lennis Eberle, Anton Jansen, Maximilian Biesinger, Daniel Angerer, Ali Hamdar, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Lukas Behr (36.)
2:0 Leon Oeschger (39., Strafstoß)
3:0 Leon Oeschger (60.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter (Verbandsliga):
Justin Volz (TG Schömberg, Schiedsrichtergruppe Zollern-Balingen)
Schiedsrichter-Assistenten:
Oskar Diebold (FC Killertal 04)
Jean-Marcel Kirigenda (TSV Stetten/Hechingen)
Schiedsrichter – 4. Offizieller:
Günter Wagner (FC Steinhofen)
Gelbe Karten: 1/1
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 30. Spieltag am Sonntag, den 10.05.2026 und dem Auswärtsspiel beim Tabellenzwölften und Tabellennachbarn Calcio Leinfelden-Echterdingen. Spielbeginn auf dem Rasenplatz im Sportpark Goldäcker in Echterdingen ist um 15 Uhr. Das Spiel wird geleitet von Verbandsliga-Schiedsrichter Yannick Preuß der dem Badischen Fußballverband (bfv) angehört und für die Schiedsrichtervereinigung Pforzheim (Stammverein SG Ölbronn-Dürrn) pfeift.

Pokalreise endet für den FCR nach einer 1:2-Niederlage beim VfB Bösingen



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Wettbewerb: DB Regio-wfv-Pokal, 3. Runde, Gruppe 3
Datum: Mittwoch, 13.08.2025 | 19 Uhr
Spielort: Sportgelände am Bruchäcker Bösingen (Nebenspielfeld, Rasenplatz 2)


Raus ohne Applaus: FCR enttäuscht im Pokal

Das war zu wenig. Wir scheiden im WFV-Pokal aus. Fußball-Verbandsligist FC Rottenburg unterliegt in der 3. Runde des DB-Regio-wfv-Pokal beim Landesligisten VfB Bösingen mit 1:2 (1:0) und ist raus aus dem Pokalwettbewerb. Bei sommerlichen Temperaturen vor ca. 200 Zuschauern auf dem Nebenplatz der Sportanlage am Bruckäcker in Bösingen war der Pokaltraum nach enttäuschenden 94 Minuten ausgeträumt. Der eingewechselte Maxime Ackermann konnte in der 84. Minute beim 1:2-Anschlusstreffer noch Ergebniskorrektur betreiben, mehr aber nicht. Somit darf sich der VfB Bösingen im Achtelfinale auf einen fetten Brocken wie Regionalligist Stuttgarter Kickers oder Drittligist SSV Ulm freuen. Der WFV-Pokal und der FCR werden auch in dieser Saison keine Freunde.
Verdientes Aus bei Pokal-Schreck Bösingen, deshalb Frust pur beim Trainergespann Marc Mutschler und René Hirschka. Das hatten sie sich beim FCR anders vorgestellt. Die letzten fünf Spiele, also seit dem Start im Pokalwettbewerb in Tuttlingen spielt der FCR im 3-Tages-Rhythmus. Das geht dann doch ganz schön an die Substanz und in die Knochen, dabei musste man regelmäßig auf wichtige Spieler verzichten und konnte nie aus dem Vollen schöpfen. Wir wünschen, daß Marc Mutschler und René Hirschka endlich wieder in den Genuss kommen freie Auswahl auf der Bank zu haben. Das angestrebte Ziel, erstmals in der Vereinsgeschichte in das Achtelfinale des Verbandspokals einzuziehen wurde verpasst und somit platzte auch der Traum evtl. gegen einen großen Namen zu spielen, wie gegen den ehemaligen Bundesligisten SSV Ulm 1846, doch dafür blieb der FC in vielen Phasen des Spiel zu blass.
Der FC fand kaum Lösungen gegen einen ballsicheren, gut organisierten Gegner. Der machte dem FCR das Spiel von Beginn an schwer und kam auch zu guten Chancen, auch der FCR hatte die ein oder andere sehr gute Torchance, doch im Abschluss haperte es leider. Der FCR ließ sich dem frühen Rückstand erstmal nicht aus der Ruhe bringen und versuchte mit Ballkontrolle den Gegner zu locken. Die Bösinger allerdings waren meist Sieger bei den zweiten Bällen. Bösingen bot in dieser Phase wenig an, verteidigte aber klug und unaufgeregt. Im Abwehrverhalten versuchten sie unser Spiel zu zerstören und agierten vorwiegend mit langen Bällen auf ihre beiden Spitzen. Das gelang dem Landesligisten sehr gut. Den Roten fiel dabei nicht viel ein und prallte immer wieder gegen eine Mannschaft die mit einem sehr guten Stellungsspiel dem FCR das Leben schwer machte. Beim FCR vermisste man zudem das Pressing, welches die Roten in den letzten drei Jahren stark und erfolgreich machte. In diesem Spiel hätte dem FCR ein offensiver Spielgestalter gut getan, wie ein Leon Oeschger, der die Schaltzentrale im Rottenburger Spiel ist, er aber erst wieder in Fellbach spielberechtigt ist. Es war einfach nicht der Abend des FCR.
Gegen Weilimdorf am Samstag beim ersten Heimspiel in der Verbandsliga überhaupt, müssen die Jungs wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Denn eine weitere schwache und uninspirierte Leistung und der Saisonstart wäre so richtig verpatzt. Es muss am Samstag gegen den Mit-Aufsteiger TSV Weilimdorf wieder das volle Potenzial ausgeschöpft bzw. die nötige Motivation, Wille und Gier gezeigt werden und hierbei sind sie sich alle bewusst.


Wieder früher Rückstand
Das Spiel begann vielversprechend mit einem drückenden FCR, so kam der FC in der 5. Minute zu seiner ersten Torchance durch einen Torschuss von Jakob Bader. Einer der sehr vielen langen Bösinger Bälle in die Spitze führte dann in der 9. Minute zur Bösinger Führung. Nach einem schönen Pass in die Spitze, wurde der Ball von rechts quer ins Zentrum gespielt, dort kam Bösingens Neuzugang Ben Fischer einen halben Schritt vor Rottenburgs Abwehrtalent Stanislav Votentsev an den Ball, rutschte rein und machte das 1:0.
In der 18. Minute ein Schockmoment beim FCR. Lennis Eberle – kam aus dem Urlaub wie Nick Heberle vom Bodensee extra nach Bösingen angereist – verletzte sich am Steißbein und musste längeres behandelt werden, doch Eberle ist einiges gewohnt und quälte sich weiter. Eine Minute später dann eine weitere gute Chance für den FCR. Ein Rohrer-Flanke konnte Bader am 2. Pfosten nicht richtig verwerten und köpfte am Tor vorbei.
Brenzlige Situation in der 25. Minute für den FCR. Nach einer Ecke konnte FCR-Keeper Julian Häfner klasse per Faust klären, diese Abwehr führte zur nächsten Ecke. Nach dessen Ausführung kam der VfB aus dem Rückraum zu einem Torabschluss, aber am Tor vorbei. In der 30. Minute kam der FCR nach eine Ecke von Aaron Leyhr zu einer weiteren Chance, die aus einem Getümmel heraus im VfB-Keeper Armbruster seinen Abnehmer fand.
Der FCR hatte nun eine gute Phase, hatte mehr Ballkontakte und kam erneut mit einem Bader-Kopfball nach einer Leyhr-Ecke zur nächsten Chance. Auch hier war der VfB-Keeper Endstation. In der ersten Minute der Nachspielzeit nochmal Glück beim FCR. Nach einem schnellen Konter kam der VfB in einem 1 gegen 1 zu einer Riesenchance, doch der Ball wurde am Tor vorbeigelegt. Dann war nach zwei Minuten drüber Pause. Es war viel Gesprächsbedarf beim FCR, denn insgesamt spielt der FCR zu ideenlos und brav. Die Bösinger hatten sich gut auf den Verbandsligisten eingestellt.


Schlussoffensive kam zu spät
Die Mutschler-Elf kam besser aus der Pause mit der klaren Ansage das Spiel zu drehen. In der 46. Minute forderte der FCR dann auch schon einen Strafstoß nach einem Foul an Jan Baur, doch Schiedsrichter Justin Volz aus Schömberg interessierte es wie so vieles im Spiel nicht und ließ laufen.
Es folgte eine Chance der Bösinger in der 49. Minute, doch Häfner war zur Stelle. In der 52. Minute forderte dann Eberle aus ca. 25 Metern den Bösinger Keeper. Der FCR war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, doch der Gastgeber der den kleinen Platz kennt wie kein anderer, der FCR übrigens spielte zum ersten Mal auf diesem Nebenplatz, kam immer wieder zu Befreiungsschläge nach vorne in die Spitze, wie auch in der 55. Minute die dann durch einen Freistoß zur nächsten Chance kamen, doch der Ball ging am langen Pfosten vorbei.
Wieder auf der anderen Seite gelang dem FCR ein guter Angriff über die linke Seite durch Leyhr, der brachte die Kugel ins Zentrum, dort verpassten drei Rottenburger den Ball und die Chance auf den Ausgleich. Marc Mutschler erkannte das und brachte mit Maximilian Biesinger und Anton Jansen zwei frische Stürmer für Bader und Jan Baur, der heute sein 300. Pflichtspiel für den FC Rottenburg absolvierte, leider mit bekanntlich negativen Ausgang.
Dann die 62. Minute und der FCR mit einer Riesenchance. Biesinger legte auf für René Hirschka, der Weg zum Tor war frei, doch sein Schuss ging drüber, total verzogen. Schade – das war sie die Chance zum Ausgleich. Der FCR bemühte sich weiter, doch mehr als Bemühung kam nicht, bis zur 71. Minute als Jansen für Eberle auflegte, der aber am Tor vorbei schoss.
Die Bösinger machten es dann besser, als sie nach einem unnötigen Ballverlust des FCR im Mittelfeld sie den Ball eroberten und zum Konter ansetzten. Schnell über die rechte Seite stießen sie bis vor das Rottenburger Tor, der Ball wurde dann flach auf die andere Seite gewechselt, dort lief der zuvor eingewechselte Andy Zimmermann mit und vollendete mit einem Flachschuss ins lange Eck zur 2:0-Führung für den VfB (75.). So, nun war noch eine Viertelstunde Zeit um das Spiel noch zu drehen. Aber irgendwie glaubte heute niemand mehr so richtig dran, denn mit einer ganz anderen Körpersprache als noch bei den Young Boys spielten die Mutschler-Jungs, dennoch setzten sie an zu einer Schlussoffensive.
Nochmal wechselte Mutschler im offensiven Bereich und brachte jetzt Maxime Ackermann (ebenfalls 75.) für den defensiveren Langer. Neun Minuten im Spiel oder sechs Minuten vor dem regulären Ende noch ein Hoffnungsschimmer beim FCR. Eberle setzte sich über die linke Seite mit einer Klasse Einzelaktion gegen zwei Bösinger durch, sah Ackermann frei stehen und legte quer in die Mitte, dort zog der 18-jährige ca. vom 11-Meter-Punkt ab und traf zum 1:2-Anschlusstreffer. Hoffnung keimte auf. Der FC blieb am Drücker. In der 89. Minute war es Nick Heberle, der aus aussichtsreicher Position den Ausgleich auf dem Fuß hatte, doch Nervosität oder der Druck  waren es, warum er übers Tor schoss. Mann, das wäre die Verlängerung gewesen.
Der FCR hatte jetzt noch vier Minuten Zeit, die Schiri Volz anzeigte, doch es blieb beim 2:1 für Bösingen und der FCR war raus aus dem WFV-Pokal und der Traum von einem Traumlos ausgeträumt.
Fazit
Das Spiel endete unter Flutlicht. Der Fokus gilt nun dem Heimspiel-Auftakt in der Verbandsliga gegen den TSV Weilimdorf. Nach dem frühen 0:1 war es natürlich schwer bei diesen hohen Temperaturen wieder einem Rückstand hinterher zulaufen. Bösingen hat am Ende das Spiel verdient gewonnen. Natürlich war uns bewusst, mit so vielen angeschlagenen, gesperrten und kranken Spielern, dass es schwer werden würde, die nächste Runde zu erreichen.
Der WFV-Pokal ist und bleibt kein Freund des FC Rottenburg. Schon in den ersten beiden Runden konnte man nicht überzeugen und kam nur mit dem nötigen Willen weiter. Bösingen scheint dem FCR im Pokal nicht zu liegen. Denn schon im vergangenen Jahr flog man bereits in der 1. Runde im heimischen Stadion nach Verlängerung gegen Bösingen aus dem Pokal und spielte anschließend dennoch eine überragende Saison mit dem frohen Ende einer Landesliga-Meisterschaft. Zuletzt verlor der FCR in der Saison 2021/22 in der Landesliga zwei Pflichtspiele in Folge. Damals ist der FCR letztmals aus der Landesliga abgestiegen.
Gerade in Pokalspielen ist die Motivation und Leidenschaft der Spieler oft entscheidend. Ein Außenseiter kann mit viel Einsatz und Kampfgeist einen Favoriten schlagen, der vielleicht nicht mit der gleichen Intensität spielt. Die Tagesform spielt im Fußball immer eine Rolle, aber im Pokal kann sie noch entscheidender sein. Eine Mannschaft, die einen guten Tag hat, kann auch einen stärkeren Gegner schlagen. Daher ist es im Pokalwettbewerb immer ratsam, jeden Gegner ernst zu nehmen und sich bestmöglich auf das Spiel vorzubereiten, unabhängig von der Ligazugehörigkeit.
Das ist Pokal und der FCR war nicht alleine, denn es geht auch noch schlimmer. Neben dem FCR sind weitere höherklassige Teams wie der SSV Reutlingen und Türkspor Neckarsulm als Oberligisten gegen zwei Ligen tiefer angesiedelten Landesligisten ausgeschieden.

Pressestimmen

Aus für den FC Rottenburg
In der dritten Runde musste der FCR zum dritten Mal auf Reisen – Bösingen wurde zur Endstation für den Verbandsliga-Aufsteiger. Vor 200 Leuten ging Bösingen schon nach 10 Minuten durch Ben Fischer in Führung. Nach dem zweiten Gegentreffer (75.) durch Andy Zimmermann verkürzte Rottenburg zwar (84.) durch den kurz zuvor eingewechselten Ma xime Ackermann, der Ausgleich gelang aber nicht mehr. „Das 2:2 lag noch in der Luft, wenn es noch ein bisschen länger geht, fällt es vielleicht noch – aber wir haben die ersten Minuten verschlafen“, sagte Rottenburgs Trainer Marc Mutschler.
Hansjörg Lösel am 14.08.2025 | Schwäbisches Tagblatt
VfB Bösingen gelingt im WFV-Pokal eine echte Überraschung
Artikel lesen | Holger Rohde am 13.08.2025 | Schwarzwälder Bote

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer (75. Ackermann), Stanislav Votentsev, René Hirschka, Jan Baur (68. Jansen), Lennis Eberle (C), Nick Heberle, Jakob Bader (68. Biesinger), Moritz Rohrer, Bastian Narr, Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Luis Branz, Anton Jansen, Maximilian Biesinger, Daniel Angerer, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainer- und Betreuerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Elssässer
Tore:
1:0 Ben Fischer (10.)
2:0 Andy Zimmermann (75.)
2:1 Maxime Ackermann (84.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
DB Regio-wfv-Pokal – Alle Spiele und Ergebnisse
Schiedsrichter:
Justin Volz (TG Schömberg, SRG Zollern-Balingen)
Schiedsrichter-Assistenten:
Andre Dorn (SGSL Hörschwag)
Jonas Clemens (Spvgg Leidringen)
Gelbe Karten: 2/4
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer:
ca. 200

Ausblick

Weiter geht´s im Spielplan am kommenden Samstag, den 16.08. mit dem ersten Heimspiel in der Verbandsliga Württemberg gegen den Landesliga-Meister der Staffel 2 TSV Weilimdorf. Weilimdorf hat am 1. Spieltag 2:5 gegen den SV Fellbach verloren, dafür hat der Mit-Aufsteiger sein Drittrundenspiel im WFV-Pokal gegen den Ligakonkurrenten Calcio Leinfelden-Echterdingen mit 1:0 gewonnen und steht anders als der FCR im Achtelfinale. Spielbeginn zum Spiel am 2. Spieltag ist um 15:30 Uhr im Hohenbergstadion Rottenburg. Schiedsrichter der Partie ist der 36-jährige Verbandsliga-Schiedsrichter Christian Gehring vom SV Zunsweier vom Südbadischen Fußballverband aus der Schiedsrichtervereinigung Südbaden, Bezirk Offenburg.