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Chancenlos im eigenen Stadion: FCR verliert klar mit 0:5 gegen den TSV Berg



Eckdaten des Spiels

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 9. Spieltag
Datum: Samstag, 10.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • 400 Pflichtspiele: Ehrung für René Hirschka
  • Fünftes Spiel ohne eigenes Tor
  • FCR mit der vierten Niederlage in Folge
  • Führungs-Traumtor aus 90 Meter durch Berg´s Keeper Andre Port
  • FCR ohne Leyhr, Rohrer, Weber, Heberle, Jansen und Bader

Das Spiel wurde präsentiert von… 


Hirschka´s Jubiläum: 400 Pflichtspiele für den FC

René Hirschka hat sein 400. Pflichtspiel für den FC Rottenburg bestritten. Damit ist der Abwehrchef und Co-Spielertrainer erst der neunte Akteur in der Vereinsgeschichte, der diese beeindruckende Marke erreicht. Sein erstes Spiel für den FCR absolvierte Hirschka am 14. April 2012. Der damals noch als Außenverteidiger in der A-Jugend eingesetzte Spieler debütierte unter seinem Entdecker und Trainer Erol Türkoglu beim 3:2-Sieg in der Landesliga gegen den SV Zimmern. Die Treffer für den FC Rottenburg erzielten damals Bernd Kopp, Marco Calderaro und Cihan Canpolat.
In seiner außergewöhnlichen Laufbahn erzielte Hirschka als Innenverteidiger bislang 70 Tore – viele davon nach Standardsituationen und mit großer Kopfballstärke. Ohne die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie mehrere schwere Verletzungen hätte der mittlerweile 32-jährige Familienvater vermutlich bereits die Marke von 500 Einsätzen erreicht. Mit diesem Meilenstein wäre Hirschka erst der vierte Spieler in der Vereinsgeschichte des FC Rottenburg. Mittlerweile gehört er der Top 10 der „Ewigen Liste“ an und belegt gemeinsam mit Hugo Vollmer den achten Platz.
Vor dem Spiel gegen den TSV Berg würdigte Moritz Koch, Geschäftsführer des FC Rottenburg, die außergewöhnliche Leistung und überreichte René Hirschka als Zeichen des Dankes und der Anerkennung ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der FC Rottenburg gratuliert René Hirschka herzlich zu diesem besonderen Jubiläum und wünscht ihm für die kommenden Jahre weiterhin viele erfolgreiche sowie verletzungsfreie Einsätze. Möge er sein großes Ziel – 500 Pflichtspiele für den FCR – erreichen.

Debütierte in der 1. Mannschaft der Herren am 14. April 2012: Der mittlerweile 32-jährige René Hirschka


Bittere Niederlage an Hirschka´s Ehrentag

Der TSV Berg hat am 9. Spieltag der Verbandsliga Württemberg vor rund 200 Zuschauern einen souveränen 5:0 (3:0)-Auswärtssieg beim FC Rottenburg gefeiert und damit die Tabellenführung übernommen. Am Samstagnachmittag, den 10.10.2026 zeigte der TSV Berg im Hohenbergstadion bei herbstlichen Temperaturen seine ganze Dominanz und übernahm wie auch die letzten Gegner des FCR – bis auf Neu-Ulm – die hier auf dem Hohenberg spielten, die Tabellenführung. Die Berger Tore erzielten ihr Torhüter Andre Port mit einem langen Ball aus dem eigenen Strafraum, 2x Toptorjäger Hannes Pöschl und Markus Maurer, sowie der Kiebinger Daniel Schachtschneider. In der Tabelle rutschte der FCR von Platz 9 auf den 10. Platz ab, bleibt aber bei 9 Punkten stehen. Damit wurde auch der Ehrentag der FCR-Legende René Hirschka getrübt: Im Spiel gegen Berg absolvierte er sein 400. Pflichtspiel und rückte dadurch in der ewigen Vereinsrangliste auf den achten Platz vor.
Das klingt nach einem klassischen Fall von zu viel Risiko gegen einen abgeklärten Gegner. Wenn man gegen ein Topteam wie den TSV Berg so offen mitspielt, wird jeder Fehler im Aufbau oder in der Rückwärtsbewegung eiskalt bestraft. Der gute Start des FC Rottenburg zeigt zwar, dass der Matchplan mit zum Teil guten Chancen in der ersten Viertelstunde kurzzeitig aufging, aber ein 0:5 ist am Ende natürlich extrem bitter und deutet darauf hin, dass Berg nach dem ersten Tor die Räume eiskalt genutzt hat. Nach den Niederlagen gegen die Stuttgarter Kickers im Pokal (0:6), den TSV Oberensingen (0:5) und den FSV Hollenbach (0:4) war dies bereits der nächste bittere Rückschlag vor heimischem Publikum.
Dabei erwischte der FC Rottenburg zunächst einen vielversprechenden Start. Mit einer offensiven Ausrichtung gelang es der Mannschaft, in der ersten Viertelstunde einige gute Möglichkeiten herauszuspielen. Der gewählte Matchplan schien zunächst aufzugehen. Gegen einen abgeklärten Gegner wie den TSV Berg wurde die offensive Spielweise jedoch zunehmend zum Risiko. Sobald in der Rückwärtsbewegung oder im Spielaufbau Räume entstanden, nutzten die Gäste diese konsequent aus.
Besonders sinnbildlich für den unglücklichen Spielverlauf war die Entstehung des 0:1 in der 18. Minute. Bergs Torhüter Andre Port überraschte die Rottenburger Hintermannschaft mit einem weiten Abschlag aus dem eigenen Strafraum. Die Defensive des FCR, einschließlich Torhüter Julian Häfner, verschätzte sich bei der Flugbahn des Balles, sodass der TSV Berg früh in Führung gehen konnte. In der Folge verlor Rottenburg zunehmend an Kompaktheit und Sicherheit. Die Gäste nutzten die sich bietenden Räume eiskalt und stellten die Weichen bereits vor der Pause auf Sieg.
Der Nachmittag stand zugleich im Zeichen eines besonderen Vereinsjubiläums. René Hirschka absolvierte sein 400. Pflichtspiel im Trikot des FC Rottenburg. Vor dem Anpfiff würdigte Geschäftsführer Moritz Koch diese außergewöhnliche Leistung mit einigen persönlichen Worten und überreichte Hirschka als Dankeschön ein aktuelles FCR-Trikot mit der Rückennummer 400. Der sportliche Verlauf konnte diesem besonderen Anlass allerdings nicht gerecht werden.
Für die Mutschler-Elf spitzt sich die Lage in der Verbandsliga damit weiter zu. Nach den erneuten Gegentoren gingen Glaube und Kompaktheit zunehmend verloren, wodurch die Partie letztlich vollständig aus der Hand glitt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz ist auf lediglich einen Punkt geschmolzen. Zudem weist der FCR mit einer Tordifferenz von minus 16 inzwischen das drittschlechteste Torverhältnis der Liga auf – nur Balingen II und Friedrichshafen stehen in dieser Statistik noch schlechter da. Damit könnte das Torverhältnis am Saisonende erneut eine entscheidende Rolle spielen. In der vergangenen Spielzeit hatte es dem FC Rottenburg noch den Klassenerhalt gesichert.
Der TSV Berg bestätigte im Hohenbergstadion seine herausragende Form. Mit Kapitän Jonathan Hill, Abwehrchef Manuel Geiselhart, dem erfahrenen Tim Lauenroth sowie den torgefährlichen Angreifern Hannes Pöschl, Daniel Schachtschneider und Markus Maurer verfügt die Mannschaft über Qualität in allen Mannschaftsteilen. Nach neun Spieltagen stellt Berg gemeinsam mit Göppingen die beste Defensive der Liga und musste erst sechs Gegentreffer hinnehmen. Gleichzeitig erzielte der TSV bereits 28 Tore – Ligabestwert.
Unter Trainer Oliver Ofentausek bleibt Berg damit weiterhin ungeschlagen und übernahm folgerichtig die Tabellenführung. Der TSV präsentiert sich derzeit als Mannschaft der Stunde und zählt zweifellos zu den Favoriten auf die Meisterschaft. Der FC Rottenburg sollte die deutliche Niederlage daher sachlich einordnen: Berg ist aktuell kein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt, sondern bewegt sich in einer anderen Tabellenregion und verfügt über eine außergewöhnliche individuelle Qualität. Für den FCR gilt es nun, die richtigen Lehren aus der Partie zu ziehen, die Defensive zu stabilisieren und in den kommenden Spielen gegen direkte Konkurrenten wieder wichtige Punkte zu sammeln.


Kurioses Tor aus dem eigenen Strafraum durch Bergs Torhüter
Das Spiel begann für den FCR vielversprechend. Die Rottenburger waren zunächst spielbestimmend und erspielten sich in den ersten 16 Minuten mehrere gute Möglichkeiten, um mit einem oder sogar zwei Treffern in Führung zu gehen. Bereits in der 3. Minute hatte Daniel Genuardi nach Vorarbeit von Luca Alfonzo die erste gute Chance. Nach einer Hereingabe über die linke Seite kam Genuardi am kurzen Pfosten zum Abschluss, scheiterte jedoch am Berger Torhüter. In der 10. Minute versuchte es Raphael Langer mit einem überraschenden Drehschuss. Sein Abschluss wurde jedoch von der Berger Abwehr geblockt. Nur zwei Minuten später kamen zunächst Alfonzo und anschließend erneut Genuardi zu weiteren Möglichkeiten – doch wieder war Bergs Keeper Endstation. Ein weiter Abwurf auf Hannes Pöschl wurde anschließend von der hoch stehenden Rottenburger Abwehr abgefangen. Dann folgte die wohl größte Chance für den FCR: Alfonzo setzte Guido Njekang mit einem hervorragenden Pass in den Lauf. Njekang marschierte allein und mit hohem Tempo auf das Berger Tor zu, verzog seinen Schuss jedoch deutlich. Bei einem sauber getroffenen Abschluss hätte Rottenburg zu diesem Zeitpunkt zwingend mit 1:0 in Führung gehen müssen.
Dann folgte die viel diskutierte 18. Minute, die wie aus dem Nichts die 0:1-Führung für Berg brachte. Bis dahin konnte FCR-Trainer Marc Mutschler durchaus zufrieden sein: „Wir hatten mehr Ballbesitz und waren in der Anfangsphase die bessere Mannschaft.“ Doch dann ereignete sich ein außergewöhnliches Tor: Bergs Torhüter Andre Port bemerkte, dass FCR-Keeper Julian Häfner weit vor seinem Tor stand. Auch die gesamte Rottenburger Abwehr war weit aufgerückt. Port fasste sich daraufhin aus dem eigenen Fünfmeterraum ein Herz und überwand Häfner mit einem Distanzschuss. Bergs Stürmer Hannes Pöschl setzte dem Ball noch nach, schaute letztlich aber nur zu, wie dieser über die Torlinie rollte. Theoretisch hätte Pöschl den Treffer noch selbst erzielen um damit sein Torkonto weiter auszubauen. „Das war der Dosenöffner gegen Rottenburg“, bilanzierte Bergs Kapitän Jonathan Hill.
Nach diesem kuriosen Treffer musste sich der FCR zunächst sammeln. Auch die Zuschauer im Stadion waren sichtlich überrascht. Berg nutzte die entstandene Unsicherheit und erhöhte in der 24. Minute auf 0:2. Ein Konter über die rechte Seite brachte die Rottenburger Hintermannschaft erneut in Bedrängnis. Die Hereingabe ins Zentrum nahm Pöschl an und legte auf Markus Maurer ab. Dieser zögerte nicht lange und schob mit seinem achten Saisontreffer aus 15 Metern zum 0:2 ein.
Rottenburg zeigte sich jedoch weiterhin bemüht. In der 27. Minute nahm Luis Kalbacher einen Freistoß von Oeschger volley, setzte den Ball aber am Tor vorbei. Sieben Minuten später scheiterte Maxime Ackermann, der nach seiner Rotsperre von den FCR-Fans schmerzlich vermisst worden war, nach einem Lauf über die linke Seite am Berger Torhüter. Der FCR hatte seine Möglichkeiten, agierte vor dem Tor jedoch unglücklich. Insgesamt entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel mit zahlreichen hektischen Phasen. Die Berger Defensive wirkte dabei durchaus anfällig, doch Rottenburg konnte die Unsicherheiten in der gegnerischen Hintermannschaft nicht konsequent ausnutzen.
Von Berg waren bis dahin nur wenige nennenswerte Offensivaktionen zu sehen. Auf Rottenburger Seite scheiterte René Hirschka in der 43. Minute nach einer Flanke von Behr per Kopf. Und dann wurde der FCR erneut in einem denkbar ungünstigen Moment bitter bestraft: In der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der Kiebinger Daniel Schachtschneider nach einer Kombination mit Hannes Pöschl das 0:3 für Berg. Gemessen am Spielverlauf fiel die Führung der Gäste zur Halbzeit deutlich zu hoch aus. Doch Fußball kann manchmal grausam sein. Kurz darauf beendete Schiedsrichter John Köber aus Stuttgart, der die Partie insgesamt souverän leitete, die erste Halbzeit.


Zweite Halbzeit ganz im Zeichen von Hannes Pöschl
Marc Mutschler reagierte zur Halbzeit und nahm zwei Wechsel vor. Für den angeschlagenen Kapitän Leon Oeschger kam Neuzugang Max Ilijan Varivoda ins Spiel. Der Mittelfeldspieler verfügt über Oberliga-Erfahrung beim SC Velbert und soll sich nach längerer Verletzung zunächst bei unserer „Zwoiden“ wieder in Form bringen. Zudem ersetzte Julian Kiesecker Raphael Langer.
Wie bereits im ersten Durchgang war der FC Rottenburg trotz des 0:3-Rückstands zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Zählbares sprang dabei jedoch nicht heraus. Denn Fußballspiele werden letztlich durch Tore entschieden – und die erzielte an diesem Nachmittag bislang ausschließlich der TSV Berg. Klar war die Möglichkeit vorhanden nach der Halbzeit ein frühes 1:3 zu machen. Solltet es uns gelingen die ersten zehn Minuten in der zweiten Halbzeit dann Anschluss zu erzielen, dann wird es schon noch mal spannend. Dann kommt evtl. bei Berg noch mal Unruhe rein, aber das war jetzt nicht der Fall.
In der 59. Minute, bis dahin war die zweite Halbzeit ohne nennenswerte Höhepunkte verlaufen, brachte Luis Kalbacher den Berger  Mittelfeldspieler Tim Lauenroth, Neuzugang vom Oberligisten FV Ravensburg, im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Köber zeigte folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Eine Aufgabe für den auffälligsten Spieler der Partie und Bergs Top-Torjäger Hannes Pöschl. Doch Rottenburgs Torhüter Julian Häfner, der bekanntlich als Elfmeterkiller gilt, parierte Pöschls halbhoch nach rechts getretenen Versuch souverän.
Kurz darauf reagierte der FCR erneut und brachte in der 62. Minute Loris Zettel für Alfonzo sowie Johannes Bastians für Kalbacher. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts – im Gegenteil: In der 70. Minute setzte sich Tim Lauenroth auf der rechten Seite stark durch und spielte den Ball scharf und flach in die Mitte. Pöschl nahm die Hereingabe am ersten Pfosten direkt und hämmerte den Ball ins kurze Eck zum 0:4. Nur drei Minuten später rutschte ein Berger Spieler – vermutlich erneut Pöschl – nach einem Flachpass an den zweiten Pfosten in den Ball, setzte diesen diesmal jedoch deutlich über das Tor. Die Szene verdeutlichte dennoch, dass man die gefährliche Berger Offensive zu keiner Zeit aus den Augen verlieren durfte.
Nach einem nicht konsequent ausgespielten Konter der Gäste kam der FCR in der 84. Minute zu drei Eckbällen in Folge. Dabei geriet die Berger Hintermannschaft noch einmal unter Druck, doch der verdiente Ehrentreffer blieb den Rottenburgern verwehrt. In der 90. Minute machte Hannes Pöschl schließlich den Deckel drauf. Nach einem Pass in die Tiefe ließ er sich die Chance im direkten Duell nicht nehmen und erzielte das 0:5 für den TSV Berg. Kurz vor dem Abpfiff kam Lukas Behr nach einer Ecke von Ackermann noch einmal zu einer guten Möglichkeit, den Ehrentreffer zu erzielen. Doch an diesem Nachmittag und gegen diesen starken Gegner sollte es einfach nicht sein. Wenig später beendete Schiedsrichter Köber von der SRG Stuttgart die Partie.

Fazit
Der FC Rottenburg erlebte im Heimspiel gegen den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter TSV Berg einen äußerst bitteren Nachmittag. Mit einer offensiven und mutigen Ausrichtung wollte der FCR von Beginn an Akzente setzen, wurde für die dabei entstehenden Räume jedoch konsequent bestraft.
Der TSV Berg stabilisierte nach anfänglichen Schwierigkeiten seine Defensive, übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und nutzte die sich bietenden Möglichkeiten äußerst effizient. Am Ende musste sich der FC Rottenburg deutlich mit 0:5 geschlagen geben. Durch die Niederlage des 1. Göppinger SV bleibt der TSV Berg weiterhin ungeschlagen und übernahm erstmals seit dem 23. August 2025 wieder die Tabellenführung. Überragender Akteur der Partie war Hannes Pöschl, der an sämtlichen fünf Treffern des TSV beteiligt war.
Für die Mannschaft von Marc Mutschler war es bereits die vierte Niederlage in Folge. In der Verbandsliga Württemberg richtet sich der Blick damit zunehmend auf die unteren Tabellenregionen. Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich bereits am Freitag, 16. Oktober 2026. Dann gastiert der FC Rottenburg um 19:30 Uhr beim SKV Rutesheim. Wir sollten dringend punkten. sonst wird es ähnlich wie letztes Jahr und wir können nicht davon ausgehen, wieder so eine überragende Rückrunde zu spielen. Doc auch Rutesheim kämpft um wichtige Punkte, sodass die Begegnung zu einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller werden dürfte.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir starteten super ins Spiel und haben gute Ballbesitzphasen sowie mehrere Aktionen im und um den Sechzehner von Berg. Leider verpassen wir es, wie so oft, aus unseren Aktionen etwas Zählbares mitzunehmen. Durch einen sehenswerten Treffer des Torspielers aus Berg sowie einen individuellen Fehler unsererseits geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Ab diesem Zeitpunkt waren wir wie in Schockstarre, verloren unseren Spielfluss und fanden nicht mehr richtig ins Spiel. Der Treffer kurz vor der Halbzeit war zeitlich ebenfalls sehr bitter und leitete letztlich die Niederlage ein. Für uns gilt es nun, uns an die eigene Nase zu fassen und in den verbleibenden sechs Spielen alles reinzuwerfen, um das Ruder herumzureißen.

Pressestimmen

Tor des Jahres leitet 0:5 ein
Artikel lesen | Martin Körner am 12.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Torwart Andre Port schießt das Tor des Jahres
Artikel lesen | Thorsten Kern am 10.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Oberschwaben
Torwart trifft aus 90 Metern
Artikel lesen | 12.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (46. Kiesecker), Ruben Nyanga, Lukas Behr, Leon Oeschger (C) (46. Varivoda), Luis Kalbacher (64. Bastians), Daniel Genuardi (64. Gruhonjic), Luca Alfonzo (62. Zettel), Maxime Ackermann, Gaildonald Chefor Njekang
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Melvin Gruhonjic, Julian M. Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Daniel Metzger
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Andre Port (18.)
0:2 Markus Maurer (24.)
0:3 Daniel Schachtschneider (45.+2)
0:4 Hannes Pöschl (70.)
0:5 Hannes Pöschl (90.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. John Köber (ABV Stuttgart, Schiedsrichtergruppe Stuttgart, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Nerlich (TSV Heumaden)
Eyüp Alperen Keles (TSV Steinhaldenfeld)
Gelbe Karten: 2 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Julian Häfner (FCR) hält in der 60. Minute einen von Hannes Pöschl (Berg) geschossenen Foulelfmeter. 
Zuschauer: ca. 200

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Weiter geht es mit der Mutschler-Elf bereits am kommenden Freitag, den 16.10.2026, mit der Auswärtspartie beim Aufsteiger und Tabellenzwölften SKV Rutesheim. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl in Rutesheim. Spielbeginn ist abends um 19:30 Uhr. Unparteiischer der Partie ist Oberliga-Schiedsrichter Achim Mauz vom TSV Harthausen/Scher aus der Schiedsrichtergruppe Zollern-Balingen.

Mutschler-Elf beim 2:2 gegen den SSV Ehingen-Süd mit Last-Minute-Treffer



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 17. Spieltag
Datum: Samstag, 22.11.2025 | 14:30 Uhr
Spielort: Neuer Kunstrasenplatz Rottenburg (Hohenberg-Sportanlage)


Mit blauem Auge davongekommen

Nach einem zwischenzeitigem 0:2-Rückstand kriegt die Mutschler-Elf im letzten Hinrundenspiel gegen den Tabellennachbarn SSV Ehingen-Süd noch die Kurve und kommt vor ca. 150 frierenden Zuschauern bei frostigen Temperaturen auf dem Kunstrasen auf dem Rottenburger Hohenberg kurz vor dem Pausenpfiff durch Lukas Behr (45.) und in der Nachspielzeit (90.+5) durch ein Tor des Monats von Jakob Bader zum noch verdienten 2:2 (1:2)-Ausgleich. In der Tabelle bleibt der FCR jetzt mit 17 Punkten auf dem 11. Platz direkt hinter dem 4 Punkte davorliegenden SSV Ehingen-Süd. Derbytime am kommenden Samstag: Unser FCR empfängt zum Rückrunden-Auftakt den Tabellenführer Young Boys Reutlingen.
Auch im zweiten Unentschieden der Saison – zuvor 2:2 beim FSV Waiblingen – lag der FC wieder 0:2 hinten. Die Ehinger – gegen die der FCR nun erstmals spielen musste – wurden die letzten neun Jahre vom Ex-Profi des VfB Stuttgart Michael Bochtler trainiert. Nachfolger in seinem ersten Cheftraineramt überhaupt war nun Kevin Ruiz Castellanos, ehemaliger Zweit- und Drittligaspieler des VfR Aalen und letztjähriger Co-Spielertrainer unter Bochtler, der allerdings aktuell verletzt pausieren musste. Ruiz hatte seine Mannschaft gut eingestellt und verlangte dem FCR läuferisch wie spielerisch alles ab und wollte den Aufsteiger mit seinen eigenen Waffen – dem Pressing – schlagen.
Der FC Rottenburg hat trotz allem bislang sein Zwischenziel in der Verbandsliga mit der Platzierung eines Nicht-Abstiegsplatzes nach der Hinrunde erreicht, doch es bedarf weiter einer Leistungssteigerung und keine leichtfertigen Experimente mehr um die Liga zu halten. Mit Mühe und Not hat der FCR gegen den Verbandsliga-Dino SSV Ehingen-Süd ein Remis geholt. Wie wir alles reingeworfen haben, da können wir uns nichts vorwerfen, aber spielerisch sowie das Abwehrverhalten geht natürlich besser, denn wir kassieren aktuell einfach zu viele Gegentore, vor allem meist in der ersten Hälfte.
In der ersten Halbzeit haben wir die Gäste mit unseren Fehlern eingeladen. Das müssen wir abstellen. Wir müssen ein bisschen an der Art und Weise zu verteidigen schrauben, doch auch die Effektivität der Torchancen muss verbessert werden. Auch am Samstagmittag hat man gemerkt, dass wir unser Pressing nicht perfekt umsetzen konnten. Es hat so gewirkt, dass wir teilweise ein bisschen träge waren, vielleicht auch geschuldet der Zusatzbelastung durch die weiten Auswärtsfahrten.


Ohne Votentsev schnell 0:2 hinten
Es war eine Ereignis-, Tempo- und Chancenreiche, Actiongeladene sowie gegen Ende hitzige Verbandsliga-Partie, die wir versuchen wollen dieses Mal etwas komprimierter zusammen zu fassen. Hat sich FCR-Trainer Marc Mutschler mit dem Verzicht von Stanislav Votentsev von Beginn an verzockt? Denn der aktuell beste Abwehrspieler des FCR wurde in der Defensive schmerzlich vermisst.
Die Partie begann wiedermal denkbar schlecht für Rottenburg, denn bereits in der 18. Minute schlenzte der ehemalige Regionalligaspieler Janis Peter die Kugel zum 0:1 für Ehingen-Süd ins Tor. Die Ehinger waren auch zu Beginn des Spiels die klar spielbestimmende Mannschaft, konnten dabei drei sehr gute Chancen (4., 15., 18.) verzeichnen. Rottenburg hingegen hatte durch Hirschka, Heberle, Ackermann, Behr und Kiesecker ebenfalls, vielleicht auch die besseren Chancen. Doch im Fußball kommt immer alles anders als man denkt, denn schon in der 27. Minute markierte erneut Janis Peter das 0:2, der nach einem schnellen Konter und einem Querpass nur noch abstauben muss. Allerdings roch diese Aktion stark nach Abseits, welches die Rottenburger auch reklamierten – ohne Erfolg.
Es war von Beginn an ein umkämpftes Spiel. In der Schlussphase der ersten Halbzeit sowie nach dem 0:2-Rückstand kam der FCR immer besser ins Spiel, erkämpfte sich durch Ackermann (35.) und Hirschka (43.) Topchancen. Allerdings hätte Ehingen in der 39. Minute den Sack zu machen können, als sie eine Riesenchance hatten, die FCR-Keeper Julian Häfner per Glanzparade zur Ecke vereiteln konnte.
So kam der FCR noch zu einem Geschenk durch SSV-Keeper Matthias Benkovic, der Ackermann anschießt, von dort kam der Ball hoch zu Behr in den Fünfer und Behr musste nur noch den Kopf hinhalten und konnte zu einem strategisch wichtigen Zeitpunkt noch auf 1:2 verkürzen. Das alles passierte in der 45. Minute. Nach plus drei Minuten pfiff der gut leitende Schiedsrichter Dr. John Köber aus Stuttgart zur Pause, Ehingen führt dabei bis dahin verdient mit 2:1.


Bader mit Tor des Monats
Der FC kam dann viel besser aus der Kabine. In der 50. Minute ein Schreckmoment beim FCR, als Hirschka nach einem Luftkampf hörbar schmerzverzerrt auf dem Boden liegen blieb. Doch ein Hirschka gibt so schnell nicht auf und weiter ging es für den Abwehrchef. Nach einer ersten Ehinger Torchance in der zweiten Hälfte, handelte Mutschler und brachte in der 53. Minute nun den geforderten Votentsev für Anton Jansen, sowie Jakob Bader für Leon Villino, der nach vielen Wochen Verletzungspause ein starkes Comeback gab.
Dann Glück für den FCR in der 55. Minute, als Hirschka in höchster Not auf der Linie den dritten Treffer für Ehingen verhinderte. Mutschler wollte nun offensiv mehr und brachte den zuletzt ebenfalls angeschlagenen Oleh Stepanenko für Manuel Weber (69.) ins Spiel. Nun wurde der FCR offensiv gefährlicher und besser und kam dementsprechend zu guten Torchancen. Auf einen Kopfball von Heberle (70.) folgte eine weiter Topchance der Gäste, die Häfner mit einer starken Fußparade entschärfte.
Es brachen die letzten zehn Minuten an. Der FCR belagerte nun die Ehinger Hälfte und kam durch Rohrer (81.), Stepanenko (82.), nochmal Stepanenko und Rohrer mit einer Doppelchance (83.) sowie ein weiteres Mal Stepanenko (86.) mit der wohl größten Chance, als er alleine auf den Keeper zulief, zu Fall kam und der FCR vehement Strafstoß forderte. Der Assistent hob sofort die Fahne, doch Schiri Köber machte das Zeichen für den Ball und ließ weiterspielen.
Maximilian Biesinger kam in der 78. Minute noch für Aaron Leyhr ins Spiel. Nach einer Hirschka-Chance (88.) dezimierten sich die Gäste selber, indem sich der spielende Co-Trainer Maurizio Scioscia mit einem Handspiel ins Aus beförderte. Nach einem Foulspiel folgte nun die Gelb-Rote Karte. Somit spielte der FCR die letzten 7 Minuten mit einem Mann mehr. Hirschka forderte nochmal den Gäste-Keeper mit einem Kopfball, bevor Bader den Hohenberg zum Beben brachte.
Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Häfner in der fünften Minute der Nachspielzeit – alle Rottenburger Spieler nun im Ehinger Strafraum – kam der Ball hoch in den 16er, es folgte eine Abwehrschlacht vom Feinsten, bis der Ball bei Bader landete und der per sensationellen Seitfallzieher aus ca. 15 Meter zum 2:2-Ausgleich traf. Die Dämme brachen nun. Das Spiel war kurz später zu Ende.
Fazit
2:1 für Ehingen-Süd in der ersten Halbzeit, der FCR gewinnt die zweite Halbzeit 1:0. Die zweite Hälfte war rassig, umkämpft, temporeich und die Partie hätte in alle Richtungen kippen können. So endet das Spiel nach vielen Unsportlichkeiten und hitzigen Szenen auf beiden Seiten leistungsgerecht 2:2. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen, muss man klar so sagen, wenn man in der Nachspielzeit zum Ausgleich trifft.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht gut präsentiert. Wir waren in den Zweikämpfen nicht konsequent und haben es nicht geschafft, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Ehingen hatte einige sehr gute Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Wir dürfen uns nicht über den 0:2-Rückstand beschweren, da dieser auch noch höher hätte ausfallen können. Gegen Ende der ersten Halbzeit konnten wir mehr Druck aufbauen und in die Zweikämpfe kommen. Der wichtige Anschlusstreffer kurz vor dem Halbzeitpfiff war dann die verdiente Belohnung.
In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch, bei dem sicherlich noch 3-4 Tore hätten fallen können oder müssen. Insgesamt denke ich, dass die Punkteteilung aufgrund unserer starken zweiten Halbzeit gerechtfertigt ist.

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Pressestimmen

Jakob Bader-Volley rettet Rottenburg einen Punkt
Artikel lesen | Niels Pecho am 24.11.2025 | Schwäbisches Tagblatt
Kalte Dusche in der Nachspielzeit
Artikel lesen | Sebastian Schmid am 23.11.2025 | Südwest Presse
FC Rottenburg mit spätem Punktgewinn
Artikel lesen | 24.11.2025 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Aaron Leyhr (78. Biesinger), Lukas Behr (C), Anton Jansen (63. Votentsev), Nick Heberle, Moritz Rohrer, Manuel Weber (69. Stepanenko), Julian M. Kiesecker, Leon Villino (53. Bader), Maxime Ackermann
Auswechselbank FC Rottenburg:
Fazli Krasniqi – Stanislav Votentsev, Loris Zettel, Jan Baur, Maximilian Biesinger, Jakob Bader, Oleh Stepanenko, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Janis Peter (18.)
0:2 Janis Peter (27.)
1:2 Lukas Behr (45.)
2:2 Jakob Bader (90.+5)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. John Köber (ABV Stuttgart, Schiedsrichtergruppe Stuttgart)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Nerlich (TSV Heumaden)
Yunus Kunstreich (TV Echterdingen)
Gelbe Karten: 4/6
Gelb-Rote Karte: -/1
Besondere Vorkommnisse: 
  • Marc Mutschler (Trainer des FC Rottenburg) sieht in der 89. Minute wegen Unsportlichkeit die Gelbe Karte.
  • Der Spielertrainer Maurizio Scioscia vom SSV Ehingen-Süd erhält in der 74. Minute wegen eines Foulspiels die Gelbe Karte. Daraus erfolgte in der 90.+3. Minute nach einem absichtlichen Handspiels eine weitere Gelbe Karte und somit Gelb-Rot.
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter am kommenden Samstag, den 29.11. mit dem 18. Spieltag und dem ersten Rückrundenspiel gegen den Tabellenführer Young Boys Reutlingen. Spielbeginn auf dem neuen Kunstrasenplatz auf dem Hohenberg in Rottenburg ist um 15:30 Uhr. Info: Die Anstoßzeit könnte sich evtl. noch nach vorne verschieben, daher schaut auf unserer Homepage vorbei um den genauen Spielbeginn zu erfahren. Das Hinspiel in Reutlingen endete mit einem in der 89. Minute erzielten Siegtreffer und somit knappen 3:2-Sieg für die Young Boys. Der Tabellenführer aus Reutlingen musste am letzten Spieltag beim torlosen Unentschieden in Fellbach auswärts Punkte lassen. 

FCR gewinnt sein erstes Verbandsliga-Heimspiel 1:0 gegen den VfR Heilbronn



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 5. Spieltag
Datum: Samstag, 06.09.2025 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg (Rasenplatz)

Das Spiel wurde präsentiert von…


Da ist er: Der erste Verbandsliga-Heimsieg!

Die Mannschaft um Kapitän Leon Oeschger gewann am Samstagnachmittag vor ca. 250 Zuschauern im Hohenbergstadion sein zweites Saisonspiel in der Verbandsliga mit 1:0 (0:0) gegen den hochgehandelten VfR Heilbronn durch das Tor des Tages von Manuel Weber in der 77. Minute. Bei herrlichstem Spätsommerwetter kam der VfR Heilbronn nach Rottenburg um zu gewinnen. Doch da machten die Lang-Kicker aus siebtgrößten Stadt in Baden Württemberg die Rechnung ohne den FC Rottenburg. In der Tabelle kletterte der FCR mit nun 6 Punkten vor auf den 10. Platz. Erstmals zum Einsatz für den FCR hingegen kam der 18-jährige Leon Villino, Neuzugang von der U19 des SSV Reutlingen.


Im zweiten Heimspiel der Verbandsliga hat es nun geklappt. Die Mutschler-Elf gewann ihr erstes Verbandsliga-Heimspiel der Geschichte spät, knapp aber verdient mit 1:0 gegen den ehemaligen Zweitligisten VfR Heilbronn, zudem wurde die erste Mini-Serie in der 6. Liga gestartet. Der Sieg gegen Heilbronn war nämlich nach dem 4:2-Auswärtssieg beim SV Fellbach schon der zweite Sieg in Folge. Wenn man genauer hinschaut waren beide Gegner keine Laufkundschaft, sondern gehandelte Favoriten auf die Meisterschaft.
Die Einstellung, der Wille und das Kollektiv stimmten beim FCR. Genießen und dran glauben, dann klappt es auch um solche Gegner wie den Ex-Zweitligisten VfR Heilbronn zu besiegen. Man hatte sich akribisch auf dieses Spiel vorbereitet, denn man wollte nicht sein zweites Heimspiel in Folge verlieren. Es war aber nicht alles Gold was glänzte, aber die Abläufe scheinen langsam wieder zu greifen. Mit einer ausgewogenen Balance zwischen den einzeln Mannschaftsteilen, das Vertrauen untereinander und Mut – dann kann man viel erreichen und das haben die Jungs am Samstag geschafft.
Nach der späten Führung geriet man die letzten fünf Minuten nochmal gehörig unter Druck, denn wir alle wissen, Fußball war schon immer eine Drecksau und ist erst nach 90 Minuten plus Nachspielzeit beendet. „Wir haben keine Mannschaft“ – so ein Edel-Fan des VfR Heilbronn zur Heilbronner Stimme und forderte Handeln nach dem Debakel. Da hat der FCR was angerichtet. Bis auf drei Spieler hatten alle Heilbronner Startelf-Spieler mindestens eine Oberliga, Regionalliga bzw 3. Liga-Vergangenheit. Für die Jungs vom FCR ist die Verbandsliga hingegen ihr Karriere-Highlight. Für den VfR Heilbronn wird diese Niederlage beim FCR Folgen haben, schrieb die Heilbronner Zeitung. „Welche das sind, wird der Klubchef Anfang der Woche verkünden“, so bei Stimme.de zu lesen. Beim FCR ist man derzeit erstmal entspannt, aber man versucht trotzdem die Spannung hoch zu halten, vorallem wenn es jetzt am kommenden Mittwoch zum nächsten Spiel beim Tabellenvorletzten FC Esslingen kommt. Die Esslinger für ihre gute Jugendarbeit bekannt wird ein weiteres Highlight, denn man spielt wieder in einem großartigen Stadion.


Heilbronner Ultras bringen Bundesliga-Atmosphäre ins Hohenbergstadion
Bevor das Spiel lief, war schon gute Stimmung im Stadion, durch den Heilbronner Fanclub „Phönix“. Riesenfahne wie wir eine nur in der Bundesliga sonst sehen, den ein oder anderen Banner, Trommler, einen Vorsänger mit Megaphon und zehn Ultras, die vor der Haupttribüne für ungewöhnliche Bilder und ungewöhnliche Stimmung sorgten. Angereist waren die Heilbronner gemeinsam mit der Mannschaft in einem dreiachsigen bundesligareifen Bus von Scania. Beeindruckend anzuschauen wie er da auf der Straße parkte.
Am Samstag war im Hohenbergstadion erstmals Anpfiff gegen einen Ex-Profiverein bei dem es um Punkte ging – natürlich spielten schon Mannschaften wie der VfB Stuttgart, SC Freiburg, 1860 München oder der 1. FC Kaiserslautern hier auf dem Hohenberg, doch dabei handelte es sich immer nur um Freundschafts- oder Testspiele.
Das Marschrichtung der Heilbronner war alternativlos – es musste ein Sieg her oder es gibt Konsequenzen. Das wussten unsere Jungs und stemmten sich dem entgegen. Es war zu Beginn eher ein Abtasten beider Mannschaften aber mit Vorteilen und mehr Ballkontakten für den FCR. Die erste Chance im Spiel dann in der 6. Minute durch den VfR Heilbronn, Ecke, Kopfball, drüber. Zwei Minuten später legten die Heilbronner nach und kamen über links durch einen Konter zur nächsten Chance. Das Zuspiel in die Mitte verzog ein Heilbronner Stürmer.
Es war die 15. Minute, als der erste Aufreger da war. Die Ultras mussten das Trommeln einstellen, da eine Anwohnerin sich über den Krach beschwerte und sich auf einen vor vielen Jahren vollzogenen Gerichtsbeschluss auf Lärmschutz hinwies. FCR-Vorsitzender Hermann Steur ging mit den Ultras ins Gespräch und erklärte ihnen den Sachverhalt. Die Heilbronner Fans akzeptierten die Anweisung und stellten das Trommeln ein. Dafür gab es vom FCR als Entschädigung eine Kiste Bier. Doch die Gesänge gingen weiter und das war auch gut so. Ein Fußballspiel ohne Stimmung ist kein Fußballspiel. Gegen diesen Bescheid sollte die Stadt Rottenburg endlich nochmal in Berufung gehen. Was wäre wenn der FCR in die Oberliga aufsteigen sollte. Dann würde das alle zwei Wochen vorkommen oder der FCR müsste seine Heimspiele auswärts austragen. Will das die Stadt Rottenburg? Die freundlichen Heilbronner Fans texteten einfach kurzerhand ihre Lieder um und sangen für den Lärmschutz – natürlich ironisch gemeint. Sehr gut. Der FCR hingegen musste sich nun wieder wegen einer Person bei allen Pressevertretern erklären.
Das Spiel lief währenddessen weiter. Es war eine Phase in der der FCR unter Druck war. Ein Schreckmoment in der 20. Minute als ein Heilbronner mit einem gewaltigen Torschuss Leon Oeschger im Unterleib traf, der sofort zusammenbrach und schmerzverzerrt liegen blieb. Nach einiger Zeit konnte er sich aufrappeln und weitermachen. Das hätte noch gefehlt, wenn unser Kapitän erneut ausfallen würde.
Es war die 22. Minute als der besagte Oeschger eine Ecke schlug und diese um ein Haar direkt verwandelte, doch ein Heilbronner konnte auf der Linie die Kugel wegdreschen. Es war die erste Chance für den FCR und Riesenglück für Heilbronn. Das Spiel plätscherte nun so vor sich hin, für Stimmung (ohne Trommel) sorgten weiterhin die Heilbronner Ultras mit ihren Gesängen. Der FCR nahm nun das Spiel in die Hand und hatte deutlich mehr Spielanteile ohne aber zwingend zu werden.
Bis zur 40. Minute, als Manuel Weber für Moritz Rohrer auflegte und der aus halbrechter Position und gut 25 Metern den Ball aus der Luft nahm und mit dem Außenrist mit Schmackes den Heilbronner Keeper prüfte. Der rettete den VfR mit einer Riesen Glanzparade zur Ecke. Was für eine geile Szene. Es war die beste Aktion im ganzen Spiel durch diese beiden Akteure. Prädikat Verbandsligatauglich! Nach zwei Minuten Nachspielzeit beendete der sehr gut leitende Schiedsrichter Dr. John Köber aus Stuttgart die erste Halbzeit.


Heilbronn emotionslos und ein FCR-Debüt
Die zweite Halbzeit startete gut für den FCR. Ein Freistoß von Oeschger aus dem Mittelfeld fand René Hirschka als Abnehmer (47.). Sein Kopfball schnappte sich Neuzugang und Heilbronns Bester, Keeper Nils Leidenberger, der sich im Kampf um die Nummer 1 gegen den ehemaligen Ober- und Regionalligatorwart Simon Wagner durchsetzte.
FCR-Trainer Marc Mutschler nahm früh in der 53. Minute den ersten Wechsel vor. Für den ausgepowerten Daniel Angerer, er war viel unterwegs, kam mit Jakob Bader ein frischer Stürmer ins Spiel. Fünf Minuten später erarbeitet sich der FCR einen weiteren Eckball. Oeschger brachte diesen in den 16er, dort sprang Hirschka, wer sonst, am höchsten und zwang Leidenberger zu einer weiteren Glanztat, als er den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Die anschließende Ecke köpfte dieses Mal Bader, doch auch hier war der Heilbronner Keeper Endstation. Eine Rottenburger Führung wäre nun verdient gewesen.
In der 56. Minute eine Freistoß-Situation in ca. 25 Meter Entfernung. Hirschka, Oeschger und Leyhr diskutierten und standen um den Ball. Am Ende war es Hirschka der übernahm, doch wieder war Leidenberger Endstation. Nun kam nach ca. einer Stunde (62.) Julian Kiesecker, der sich nach seinem Urlaub nun auch endlich Verbandsligaspieler nennen darf, ins Spiel. Für ihn räumte Maxime Ackermann den Platz, der für viele FC-Fans sein bestes Spiel im FCR-Trikot machte.
Nun plätscherte das Spiel wieder vor sich hin – ohne Höhepunkte. Ein Mittelfeldgeplänkel bei dem zu diesem Zeitpunkt beide Mannschaften ein 0:0 unterschreiben würden. Doch nach einem Drehschuss von Aaron Leyhr (70.) zwischendurch und weiteren zehn Minuten Langeweile, passierte es dann doch. Kiesecker schickte aus der eigenen Hälfte Bader auf dem linken Flügel, der sah den mitlaufenden Manuel Weber auf der anderen Seite, passte rüber auf den 2. Pfosten und Weber nahm die Kugel direkt im 5er, chippte irgendwie das runde Ding in der 77. Minute über den Keeper zur verdienten 1:0-Führung für den FCR ins Tor. Wow, das Stadion rastete nun wirklich komplett aus, die Spieler im Jubeltaumel. Herrlich.
In der 80. Minute dann ein besonderer Moment im Hohenbergstadion. Mutschler brachte nun in der 80. Minute mit Leon Villino die jüngste Errungenschaft bzw. Neuzugang ins Spiel. Das 18-jährige Toptalent Leon Villino kam von der  U19 des SSV Reutlingen und spielte in der letzten Saison noch in der DFB-Nachwuchsliga, also A-Junioren-Bundesliga. Schon der erste Ballkontakt von Villino begeisterte die Zuschauer. „Wir haben weiter Qualität dazugewonnen“, so einige Meinungen auf den Rängen. Doch lassen wir dem jungen Burschen erstmal ankommen und geben ihm die Zeit, die er wie es aussieht nicht braucht.
Kaum zwei Minuten im Spiel hatte Villino auch schon seinen ersten Torabschluss, doch auch er machte Bekanntschaft mit dem Heilbronner Keeper. Leyhr probierte es auch nochmal mit einem Torschuss, doch dieses Mal am Tor vorbei. Mit Luca Alfonzo (85.) und Anton Jansen (90.) warf Mutschler nochmal zwei Stürmer ins Geschehen. Für die beiden mussten Torschütze Weber und Mittelfeldmotor Moritz Rohrer das Feld räumen. Auch die beiden waren ungemein viel unterwegs.
Was vorallem in der zweiten Hälfte stark auffiel war, daß die Rottenburger Defensive um René Hirschka sehr gut funktionierte, denn Heilbronn stand nun ein ums andere Mal im Abseits. Die letzten sieben Minuten gehörten nun dem VfR Heilbronn, die nach dem 0:1 alles nach vorne warfen, der FCR war nun hinten wie festgetackert. So kamen die Heilbronner noch zu zwei guten Chancen um den Ausgleich zu machen. In der 90.+4 Minute konnte Julian Häfner einen Heilbronner Torschuss sehr gut klären. In der 90.+5 Minute kam es nochmal zu einem Power Play für Heilbronn, doch Raphael Langer konnte für den FCR in letzter Not klären (90.+6). So blieb es beim 1:0 für den FCR.
Fazit
Am Ende war es ein verdienter Sieg für den FC Rottenburg, doch auch mit einem Unentschieden hätte man gut leben können. Bei Heilbronn vermisste man die Emotionalität und die fehlende Leistungsbereitschaft. Man hatte das Gefühl, daß beim VfR elf Einzelkämpfer auf dem Platz standen und keine Mannschaft. Der Unterschied zwischen dem VfR Heilbronn und dem FC Rottenburg war demnach: „Rottenburg war eine Mannschaft und Heilbronn war keine Mannschaft.“ So die einhellige Meinung der Rottenburger aber auch Heilbronner Fans, mit denen wir vom FCR nach dem Spiel noch in einen sehr angenehmen Austausch gingen. Eines muss man zugeben – die Heilbronner Fans waren bislang in den letzten Jahren die Fairsten im Hohenbergstadion. Wir freuen uns jetzt schon im März 2026 im mit 17.000 Zuschauer fassenden Heilbronner Frankenstadion spielen zu dürfen – wenn es die Wetterbedingungen zulassen. Auf jeden Fall war der FCR einer der Gewinner des 5. Spieltages, da er in der Tabelle um vier Plätze nach oben kletterte.
„Wir freuen uns sehr über den ersten Heimsieg in der Verbandsliga! Das ist eine tolle Momentaufnahme. Trotzdem gilt unser Fokus bereits ab heute den Spielen am Mittwoch beim FC Esslingen und Samstag gegen die TSG Tübingen, um auch dort wichtige Punkte zu holen. Das Spiel war von einer zähen und chancenarmen Phase geprägt, wobei sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld abspielte. Ich denke, es tut uns gut, gegen ambitionierte Mannschaften anzutreten, denn so können wir befreiter aufspielen und den Druck von uns nehmen. Besonders hervorheben möchte ich die geschlossene Defensivleistung unseres Teams sowie das konsequente Abseits-Spiel rund um Hirschka“, so ein sehr zufriedener FCR-Coach Marc Mutschler.
Heilbronns Trainer Markus Lang fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Keiner hat sich aufgebäumt – diese Niederlage tut weh.“

Niklas Noll hängt vorerst Kickstiefel an den Nagel

Torwarttalent Niklas Noll hat uns mitgeteilt, dass er mit seinen jungen 21 Jahren mit dem Fußball spielen vorerst aufhört. Er war seit seinem Wechsel von der TSG Tübingen zu uns im Sommer 2024 ständig verletzt und hatte auch davor schon mit Verletzungen zu kämpfen. Nach mehreren versuchten Comebacks und Rückschlägen hat er sich dazu entschieden nun aufzuhören. 


Pressestimmen

Erfolg der Arbeiter
Artikel lesen | Niels Pecho am 08.09.2025 | Schwäbisches Tagblatt
Sieg in einem »Remis-Duell«
Artikel lesen | 08.09.2025 | Reutlinger General-Anzeiger
Blutleerer Auftritt macht sprachlos
Artikel lesen | Olaf Kubasik von 08.09.2025 | Heilbronner Stimme
„Ganz dürftige Leistung“
Artikel lesen | Olaf Kubasik von 08.09.2025 | Heilbronner Stimme
„Wir haben keine Mannschaft“
Artikel lesen | Olaf Kubasik von 08.09.2025 | Heilbronner Stimme

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Stanislav Votentsev, René Hirschka, Leon Oeschger (C), Nick Heberle, Moritz Rohrer (85. Alfonzo), Manuel Weber (80. Villino), Daniel Angerer (53. Bader), Aaron Leyhr (90. Jansen), Maxime Ackermann (62. Kiesecker)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Anton Jansen, Maximilian Biesinger, Jakob Bader, Julian M. Kiesecker, Leon Villino, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Manuel Weber (77.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. John Köber (ABV Stuttgart, Schiedsrichtergruppe Stuttgart)
Schiedsrichter-Assistenten:
Stephan Nerlich (TSV Heumaden)
Matti Kastendeich (FSV Waldebene Stuttgart Ost)
Gelbe Karten: 4/3
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Das Trommeln des Heilbronner Fanclubs „Phönix Heilbronn“ wurde nach ca. einer Viertelstunde untersagt. Anwohner haben sich beschwert, da laut eines Gerichtsbeschlusses das Trommeln im Stadion untersagt ist. Leider – doch hier waren dem FCR die Hände gebunden. Schade, Schade, daß ein Mensch die Freude und Stimmung so vieler Menschen nimmt.
Zuschauer: ca. 250

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es bereits weiter am kommenden Mittwoch, den 10.09. mit dem 6. Spieltag und einem Auswärtsspiel beim Tabellenletzten FC Esslingen. Spielbeginn im Sportpark Weil in Esslingen ist abends um 19:30 Uhr.
Das nächste Heimspiel ist bereits am kommenden Samstag, den 13.09. mit dem Derby gegen die TSG Tübingen. Spielbeginn im Hohenbergstadion ist wieder um 15:30 Uhr. Wir hoffen auf ein volles Stadion und lautstarke Unterstützung unserer Fans.