Nachruf für Erwin Seelmann und Adelbert Stopper – zwei ehrbare Mitglieder


Traueranzeigen Schwäbisches Tagblatt/ Rottenburger Post vom 28. und 29.05.2021


 

Wir nehmen Abschied von Erwin Seelmann †

*27.1.1934  †22.5.2021
 

Vollblutstürmer mit Goldener Ehrennadel

Der FC Rottenburg trauert um ein ehemaliges Mitglied unserer Fußballerfamilie. Unerwartet und tief betroffen mussten wir erneut inmitten der Corona-Pandemie die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen, dass am Samstag, den 22.05.2021 unser langjähriges Vereinsmitglied Erwin Seelmann im stolzen Alter von 87 Jahren verstorben ist. Sein für uns alle unerwarteter Tod hat uns alle sehr schockiert und unsagbar traurig gemacht. Denn noch bei der letzten Mitgliederversammlung am 5. Oktober 2020 (beide Bilder) konnte FCR-Vorsitzender Frank Kiefer dem freudestrahlenden Erwin Seelmann zur 60-jährigen Mitgliedschaft gratulieren und ehren.
Erwin war Teil unserer Aktiven Fußballer und absolvierte in der 1. Mannschaft der Herren insgesamt 242 Spiele, dabei debütierte er am 04.09.1960 beim 3:1-Sieg gegen die Spvgg Mössingen unter Trainer Josef Johner in der A-Klasse (heute Bezirksliga) im besten Fußballalter von 27 Jahren. Seelmann war Vollblutstürmer und so konnten seine Trainer ihn überall einsetzen. Bevorzugte Position war Halbrechter bzw. Rechter Stürmer, aber auch als klassischen Mittelstürmer oder später im offensiven Mittelfeld konnte man den immer eifrigen und kämpferischen Angreifer einsetzen. In der Saison 1963/64 wurde Seelmann unter Kapitän Johann Elmer sogar zum Vizekapitän ernannt.
Auf Seelmann war am Spieltag immer Verlass, egal wo man ihn einsetzte. Dabei konnte er in der Ersten als auch bei seinen zahlreichen Einsätzen in der 2. Mannschaft fast in jedem Spiel einen Treffer erzielen. Egal wo er spielte, auf ihn war bezüglich der Trefferquote Verlass.
Als Kapitän der 2. Mannschaft war er Teil der Meistermannschaft 1966/67 in der C-Klasse, parallel dazu konnte sich die 1. Mannschaft ebenfalls den Meistertitel sichern.
Erstmal in der Vereinsgeschichte konnten somit 1966/67 die Aktiven des FCR das Double gewinnen. Dafür gab es vom Verein für die Aktiven-Spielführer die Goldene Ehrennadel. Der damalige erste Vorsitzende Carlheinz Rosenow ehrte die beiden Kapitäne Helmut Flach für die Meisterschaft der 1. Mannschaft und Erwin Seelmann, der damals aufgrund der herausragenden Spieldichte in die zweite Mannschaft als Kapitän berufen wurde, für das Double.
Neben dem aktiv Fußballspielen, engagierte er sich im Trainergeschäft im Juniorenbereich und organisierte dabei jahrelang an seinem Stammtisch ein Spendenkässchen für die Jugend im FCR. Dabei übergab er den Erfolg dieser Aktion immer zu Saisonbeginn als Ballspende meist für die Bambini-Mannschaften.
Ein wunderbarer Mensch ist von uns gegangen. Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie und den Angehörigen. Wir werden Erwin Seelmann ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Wir nehmen Abschied von Adelbert Stopper †

*17.9.1942  †26.5.2021

Mister Turnierleitung

Nach längerer Herzkrankheit verstarb Adelbert Stopper 79-jährig doch für alle unerwartet und für uns viel zu früh. Mit Bedauern hat der FC Rottenburg 1946 e.V. die Nachricht vom plötzlichen Tod seines Mitglieds Adelbert Stopper zur Kenntnis nehmen müssen.
Der gebürtige Baisinger war angesehenes Mitglied in der Freizeit-Sportgruppe und der Senioren-Abteilung des FC Rottenburg. So übernahm er unter anderem noch bis 2014 bei den international traditionellen AH-Hallenturnieren des FC Rottenburg das wichtige Amt des Turniersprechers, außerdem war er bei vielen Aktivitäten als Helfer dabei.
Stopper spielte gerne Fußball, hatte aber nie das Talent um im Aktivenfußball Fuß zu fassen, deshalb schloss der bekennende FC-Bayern-Fan sich den Senioren und später der Freizeit-Sportgruppe an um sportlich fit zu bleiben.
Denn dort war Fußball zwar auch Thema, aber die Geselligkeit stand dabei bei ihm Vordergrund. So war er in regelmäßiger Runde unter anderem mit Theo Seelmann und Dieter Wacker gerne nach dem Sport noch in geselliger Runde im Sportheim.
Die Bilder zeigen Adelbert Stopper bei der Weihnachtsfeier des FCR (links) und bei der Mitgliederversammlung (rechts), indem er vom damaligen FCR-Vorsitzenden Thomas Mickeler die Vereinsehrennadel angesteckt bekam.
Wir vom FC Rottenburg gedenken einer FCR-Senioren-Legende und bewahren auch Adelbert Stopper stets ein ehrendes Andenken.

“Mach´s gut ihr Beiden”

Die heuer 75 Jahre bestehende FC-Familie werden die beiden ehrenwerten FCR-Mitglieder in bester Erinnerung behalten.

WFV informiert vom 4. Juni über Auswirkungen der neuen Corona-Verordnung


Ab Montag gibt es Perspektiven für den Amateurfußball. Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) informiert über die Auswirkungen der neuen Corona-Verordnung. Hier ist die Pressemitteilung dazu:
Corona-Update

Neue Corona-Verordnung bringt Lichtblicke für den Sport

Angesichts sinkender Inzidenzen in vielen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung weitere Lockerungen der Corona-Verordnung (Corona-VO) beschlossen, die bereits am kommenden Montag in Kraft treten und Perspektiven für den Amateurfußball bieten.
Für den Fußball, der vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport (MKJS) grundsätzlich als kontaktarmer Sport eingestuft wird (soweit auf ein Zweikampftraining und das statische Einüben von Standardsituationen verzichtet wird), ermöglicht die neue Corona-VO die Aufnahme von Wettkämpfen mit Zuschauern ab der ersten Öffnungsstufe. Allerdings ist die Zahl der Sportler*innen hier noch auf 20 begrenzt. Ab der zweiten Öffnungsstufe entfällt die Teilnehmerbegrenzung der Sportler*innen, zudem sind im Freien bis zu 250 Zuschauer gestattet. In der dritten Öffnungsstufe, oder aber bei stabiler 7-Tage-Inzidenz unter 50, erhöht sich die maximale Zuschauerzahl im Freien auf 500 Personen.
Eine Testpflicht besteht in allen drei Öffnungsstufen nach wie vor für alle Personen ab sechs Jahren, insbesondere auch für Spieler*innen. Diese entfällt erst, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis stabil unter 35 liegt. Die Öffnungsstufen werden in der Übersicht am Ende der Medieninformation im Detail erläutert. Neu ist zudem, dass organisierter Vereinssport auch außerhalb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien mit Gruppen von bis zu 20 Personen stattfinden darf.

Testpflicht sorgt für Verwirrung

Erst am Dienstag hatten sich die Fußballverbände aus Baden, Südbaden und Württemberg erneut geschlossen an die Landesregierung gewandt und Vereinfachungen der Regelungen in der Corona-Verordnung gefordert. Anlass waren schwer nachvollziehbare Vorgaben zur Testpflicht von Kindern unter 14 Jahren. Aus Sicht des MKJS (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport) waren die Unklarheiten der schnellen Entwicklung, der Komplexität sowie Vielschichtigkeit des Anwendungsbereichs der Corona-VO geschuldet.
Die angepasste Corona-VO bietet mit dem Wegfall der Testpflicht bei einer Inzidenz unter 35 immerhin eine Perspektive und ist laut wfv-Hauptgeschäftsführer Frank Thumm ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir sind dankbar, dass die Landesregierung unser Anliegen ernst genommen hat und in der neuen Corona-Verordnung eine echte Perspektive für den Amateursport aufzeigt. Natürlich ist uns bewusst, dass weiterhin Vorsicht geboten ist und Lockerungen nur mit niedrigen Inzidenzen und teilweise auch Testungen vertretbar sind. Wir brauchen jedoch klare, verständliche und praktikable Regeln, um den regelmäßigen Trainingsbetrieb und auch Wettkämpfe unter bestimmten Umständen wieder zu ermöglichen. An der einen oder anderen Stelle gibt es noch Klärungsbedarf, aber darum werden wir uns nun kümmern.
Noch nicht abschließend geklärt ist beispielsweise, wie Kinder und Jugendliche Testungen für das Fußballtraining einsetzen können, die an der Schule durchgeführt werden. In der „Corona-VO Schule“ sind Vereinfachungen für die Anerkennung von Tests zu erwarten. Aktuell steht bereits fest, dass bestätigte Schultestungen 60 Stunden lang gültig sind. Allerdings braucht es auch Lösungen für den Fall, dass Schulen keine Testnachweise ausstellen und für Kinder, die das Schulalter noch gar nicht erreicht haben. Insoweit sind die beschlossenen Lockerungen nicht ausreichend.


Übersicht der Regelungen für den Fußball

Für den Amateursport gelten ab kommendem Montag folgende Regelungen, die sich aus der neuen Corona-Verordnung des Landes ableiten:
  • Bei einer Inzidenz von über 100 greift nach wie vor die Bundesnotbremse. Für unter 14-Jährige ist ein kontaktloses Training in Gruppen mit bis zu fünf Personen erlaubt. Während für die Spieler*innen hier keine Testpflicht besteht, muss der/die Trainer*in einen negativen Test vorweisen. Für alle Personen ab dem 14. Geburtstag sind die Sportstätten geschlossen.
  • Öffnungsstufe 1 (7-Tage-Inzidenz muss 5 Werktage in Folge unter 100 liegen): Das Fußballtraining ist in Gruppen mit bis zu 20 Personen plus Trainer*in erlaubt. Alle Personen unterliegen einer Testpflicht. Der Spielbetrieb ist mit bis zu 20 Sportler*innen und 100 Zuschauer*innen im Freien erlaubt.
  • Öffnungsstufe 2 (7-Tage-Inzidenz muss nach Inkrafttreten von Öffnungsschritt 1 14 Tage in Folge unter 100 liegen und eine sinkende Tendenz aufweisen): Die Gruppengröße erweitert sich auf eine Person pro 20m²; weiterhin besteht eine Testpflicht für alle Personen; der Spielbetrieb ist ohne Teilnehmerbegrenzung und mit bis zu 250 Zuschauer*innen im Freien möglich.
  • Öffnungsstufe 3 (die 7-Tage-Inzidenz muss nach Inkrafttreten von Öffnungsschritt 2 weitere 14 Tage in Folge eine sinkende Tendenz aufweisen) oder Inzidenz <50: Die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 500 Personen.
  • Inzidenz <35: Die Testpflicht entfällt; die maximal zulässige Zuschauerzahl im Freien erhöht sich auf 750 Personen.
Auf unserer Website bieten wir unseren Vereinen unter wuerttfv.de/corona ein umfangreiches Informationspaket, unter anderem:
Text- und Bildquelle: Württembergischer Fußball-Verband am 04. Juni 2021

Die Präsidenten der BW-Fußballverbände richten einen Appell an die Politik


Amateurfußball

BW-Fußballverbände fordern Anpassung der Öffnungsschritte für Amateursport

Die drei Präsidenten des Badischen, Südbadischen und Württembergischen Fußballverbandes haben sich erneut mit einem gemeinsamen persönlichen Schreiben an die Politik gewandt. Die Verbände bringen darin den Unmut der baden-württembergischen Fußballvereine über die Vorgaben der neuen Corona-Verordnung zum Ausdruck und fordern realitätsnahe, praktikable Regelungen für den Freiluft-Mannschaftssport.
Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 13. Mai 2021 sieht Lockerungen für den Amateur- und Freizeitsport vor und definiert – abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens – weitere Öffnungsschritte. Die Fußballverbände erkennen ausdrücklich das Bemühen an, den fast 3.000 Mitgliedsvereinen in Baden-Württemberg eine Rückkehr in den Trainingsbetrieb zu ermöglichen.
Vorgaben für Ehrenamtliche kaum zu überblicken
Allerdings ist die aktuell gültige Ordnungslage und die Vielzahl an teilweise inkonsistenten oder widersprüchlichen Vorgaben nicht mehr zu überblicken, geschweige denn, den Ehrenamtlichen in den Vereinen zu vermitteln. Es ist den Verbänden und Vereinen faktisch nicht zumutbar, unter diesen Rahmenbedingungen auf einer gesicherten rechtlichen Grundlage einen Trainingsbetrieb zu organisieren. Hier sehen die Fußballverbände einen erheblichen kurzfristigen Handlungsbedarf und appellieren dringend an Ministerin Schopper und Minister Lucha zu reagieren.
Konkret fordern die drei Verbände, dass bei stabilen Inzidenzwerten unter 100 ein Freiluft-Mannschaftssport weitgehend frei von Auflagen ermöglicht wird. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass mittlerweile mehrfach mit wissenschaftlichen Studien dargelegt und untermauert wurde, dass eine Infektionsgefahr hier weitgehend ausgeschlossen werden kann und der gesundheitliche Nutzen des Sporttreibens die Risiken bei Weitem überwiegt. Mit Blick auf die aktuell sinkenden Infektionszahlen sollte alles dafür getan werden, dass Amateur- und Freizeitsport mit klar formulierten Rahmenbedingungen tatsächlich wieder stattfinden kann.
Petition
In einer gemeinsamen Kampagne unter dem Motto “Draußen muss drin sein” fordern der DFB, seine Landesverbände sowie der DOSB mehr Lockerungen im Sport. Begleitet wird die Kampagne durch eine Online-Petition, die bereits über 65.000 Mal unterzeichnet wurde. Weiterhin sind alle 1,1 Mio. Mitglieder der Fußballfamilie in Baden-Württemberg und darüber hinaus aufgerufen, die Forderung der Initiative mit ihrer Unterschrift unter dfb.de/petition zu unterstützen.

Bild- und Textquelle: Württembergischer Fußball-Verband am 21. Mai 2021