Articles tagged with: VfB Friedrichshafen

0:3-Heimpleite im Kellerduell gegen Friedrichshafen: FCR verschärft Krise



Eckdaten des Spiels

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 11. Spieltag
Datum: Samstag, 24.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • Fakten: Sechste FCR-Niederlage in Folge bei 2:19 Tore
  • FCR ohne Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer
  • Startelfdebüt für Neuzugang und Ex-Memminger Christian Mijatovic
  • Talfahrt geht weiter: FCR stürzt auf Rang 14 ab
  • Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte der FCR einen Zähler mehr auf dem Konto


Herber Rückschlag: Kellerduell dahoam verloren!

Der FC Rottenburg kommt in der Verbandsliga Württemberg einfach nicht zur Ruhe. Am 11. Spieltag musste sich das Team von Trainer Marc Mutschler vor rund 180 unentwegten Zuschauern bei nasskalten Herbstwetter auf dem Kunstrasenplatz der Hohenberg-Sportanlage dem Vorletzten VfB Friedrichshafen mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Durch diese empfindliche Niederlage gegen den direkten Konkurrenten rutscht der FCR auf den 14. Tabellenplatz ab und steht weiterhin auf einem direkten Abstiegsrang. Dabei wog das Fehlen von Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer schwer. Die Gäste aus Friedrichshafen nutzten ihre Chancen eiskalt: Kai Kramer besorgte in der 32. Minute die Pausenführung für den VfB. In der Schlussphase machten Dennis Blaser (84.) und Samuel Lindinger (87.) mit einem Doppelschlag alles klar. Während der VfB Friedrichshafen zwar Vorletzter bleibt, schrumpft der Vorsprung des FCR auf den Konkurrenten auf einen mageren Zähler zusammen. Die Alarmglocken schrillen, denn am kommenden Spieltag gastiert Rottenburg beim Tabellenzwölften FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Beim Oberliga-Absteiger wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Für den FCR gilt – trotz maximalem Erfolgsdruck: Es müssen dringend wieder Punkte her.
Sechs Niederlagen in Folge: Der FCR wartet inzwischen seit geraumer Zeit auf ein Erfolgserlebnis. Damit erlebt der Verein die längste Niederlagenserie der gefühlt vergangenen 20 Jahre. Bis zur längsten Sieglosserie der der letzten Jahre fehlen allerdings noch zwei Spiele. Diese datiert aus der letzten und zugleich ersten Verbandsliga-Saison: Damals blieb der FCR zunächst fünf Partien in Folge ohne Punktgewinn, erkämpfte anschließend ein Remis und kassierte danach erneut zwei Niederlagen. Mit Siegen gegen Schwäbisch Hall (4:2) und in Berg (2:1) sowie einem 2:2 gegen Ehingen-Süd gelang es der Mannschaft schließlich, diese Negativserie eindrucksvoll zu beenden. Der Schlüssel dafür waren der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der unbedingte Wille, sich niemals aufzugeben. Genau diese Eigenschaften braucht der FCR nun erneut, um aus der aktuellen Krise herauszukommen.
In der Verbandsliga Württemberg entscheiden häufig Kleinigkeiten – und nicht selten auch die größere Abgeklärtheit. Wenn ein Team aus dem Tabellenkeller anreist, steht es meist tief, überlässt dem Gastgeber den Ball und wartet geduldig auf Umschaltmomente. Je länger eine Partie torlos oder ausgeglichen bleibt, desto größer kann die mentale Blockade der Heimmannschaft werden. Gerät man dann unerwartet in Rückstand, schwindet zusätzlich das Selbstvertrauen und die Nervosität nimmt zu. So lässt sich der Auftritt des FCR am vergangenen Wochenende treffend beschreiben.
Hinzu kam eine erhöhte Konteranfälligkeit. Da der FCR das Spiel gestalten musste, rückte die Mannschaft weit auf und bot dem Gegner dadurch immer wieder große Räume für schnelle Gegenangriffe. Beim Stand von 0:2 warf der FCR nochmals alles nach vorne und löste damit teilweise die defensive Ordnung auf. Anstatt den erhofften Anschlusstreffer zu erzielen, kassierte die Mannschaft kurz vor dem Ende den entscheidenden Nackenschlag. Das 0:3 spiegelte den tatsächlichen Spielverlauf dabei nur bedingt wider.
Dennoch gilt: Wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird dafür häufig auf der anderen Seite bestraft. Bei aller anfänglichen spielerischen Überlegenheit wollte der Ball einfach nicht über die Linie, wodurch der Frust auf dem Platz zusätzlich wuchs. Solche Situationen lassen sich jedoch trainieren. Hier muss die Mannschaft nun konsequent ansetzen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Denn noch ist überhaupt nichts verloren.
Dem FCR fehlt derzeit vor allem ein eingespieltes Team. Woche für Woche müssen wichtige Spieler ersetzt werden, die sowohl für das Mannschaftsgefüge als auch für den sportlichen Erfolg von großer Bedeutung sind. Körperlich präsente Angreifer wie Lennis Eberle und Jakob Bader oder die nach Leinfelden-Echterdingen gewechselte Abwehrklette Stanislav Votentsev lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Die Abgänge und längerfristigen Ausfälle machen sich beim FCR inzwischen deutlich bemerkbar.
Während der VfB Friedrichshafen am Samstag nahezu in Bestbesetzung antreten konnte, musste der FCR schmerzlich auf seinen Torjäger Lukas Behr sowie auf Raphael Langer, einen Leistungsträger in der Abwehr, verzichten. Die Gäste vom Bodensee haben ihre Defensive nach dem Trainerwechsel sichtbar stabilisiert. Zudem verfügen sie mit Kai Kramer, aktuell bei acht Treffern, und dem ehemaligen Regionalligastürmer Dennis Blaser, der bislang viermal erfolgreich war, über zwei äußerst gefährliche Offensivkräfte. Die beiden erzielten damit zwölf der insgesamt 15 Saisontore des VfB – und somit 80 Prozent aller Treffer. Trotz ihrer insgesamt noch überschaubaren Torausbeute haben die Friedrichshafener damit immerhin fünf Tore mehr erzielt als der FCR.


FCR lässt zahlreiche Chancen ungenutzt und gerät dennoch in Rückstand
Der FC Rottenburg begann die Partie engagiert und aggressiv. Bereits in der 3. Minute erspielte sich der FCR die erste Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Zwei Minuten später kam der VfB Friedrichshafen zu seinem ersten Torschuss, den Rottenburgs Torhüter Julian Häfner sicher parierte. Der erste Abschluss der Gastgeber erfolgte durch Loris Zettel, der aus rund 20 Metern am Friedrichshafener Keeper Patrick Benz scheiterte.
Das Team von Trainer Marc Mutschler bestimmte auch in der Folge das Spielgeschehen und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten zur Führung. Wie bereits in den vergangenen Begegnungen fehlte jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss. In der 12. Minute fasste sich Aaron Leyhr ein Herz und zog aus etwa 35 Metern ab, verfehlte das Tor jedoch knapp. Drei Minuten später folgte eine Serie von drei Rottenburger Eckbällen. Die ersten beiden Standardsituationen konnten die Gäste nur mit großer Mühe klären. Unter anderem setzte sich René Hirschka im Luftduell gegen vier Friedrichshafener Gegenspieler durch, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend aufs Tor bringen. Auch die dritte Ecke sorgte für Unruhe im Strafraum der Gäste. Die Friedrichshafener Defensive agierte dabei ungeordnet, doch der FCR konnte die entstandene Lücke nicht nutzen.
Eine Minute später gelangte der VfB erstmals wieder in die Rottenburger Hälfte und versuchte es aus rund 40 Metern. Julian Häfner nahm den Ball jedoch problemlos auf. Der FCR blieb die spielbestimmende und zugleich präsentere Mannschaft. In der 27. Minute versuchte sich Julian Kiesecker aus gut 20 Metern, doch seinen Flachschuss konnte der Friedrichshafener Torhüter Benz parieren. Nur eine Minute später kam Loris Zettel zur bis dahin besten Rottenburger Gelegenheit. Nach einer Ecke von Oeschger setzte er am Elfmeterpunkt zu einer Volleyabnahme an, traf den Ball jedoch nicht optimal und verzog deutlich. Bei einem besseren Abschluss wäre eine Führung durchaus möglich gewesen.
Stattdessen bewahrheitete sich der bekannte Fußballspruch: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft. In der 32. Minute fand ein Steckpass von Romeo Lindinger den auf halbrechts gestarteten Kai Kramer. Dieser umkurvte den herauslaufenden Häfner und schloss aus spitzem Winkel kraftvoll ab. Der Ball schlug im langen Eck ein und brachte den VfB Friedrichshafen mit ihrem ersten ernsthaften Angriff mit 1:0 in Führung – zu diesem Zeitpunkt äußerst schmeichelhaft für die Gäste.
Der Treffer wirkte bei den Friedrichshafenern wie ein Weckruf, während der FCR zunehmend den Zugriff auf die Partie verlor. In der Folge übernahm der VfB das Kommando und kam zu weiteren gefährlichen Situationen. In der 35. Minute erkannte ein Friedrichshafener Spieler, dass Häfner weit vor seinem Tor stand, und versuchte ihn zu überlupfen. Manuel Weber reagierte jedoch aufmerksam und konnte den Ball noch rechtzeitig vor der Torlinie klären.
Nur wenige Sekunden später konterte der VfB den FCR. Der anschließende Abschluss ging allerdings über das Tor. Die Bodensee-Elf trat nun deutlich offensiver auf und setzte sowohl auf lange Bälle in Richtung ihrer beiden gefährlichen Angreifer als auch auf schnelle, kurze Kombinationen. Damit stellte sie die Rottenburger Defensive zunehmend vor Probleme. Die letzte nennenswerte Möglichkeit vor der Pause hatten erneut die Gäste. In der 44. Minute kombinierte sich Friedrichshafen mit schnellen Kurzpässen in die gefährliche Zone, scheiterte beim Abschluss jedoch ebenfalls. Nach einer Minute Nachspielzeit beendete der souverän leitende Schiedsrichter Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch bei Blaubeuren die erste Halbzeit.


Doppelpack bringt den VfB auf die Siegerstraße
Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst offen. Der FCR war bemüht, die nun engagierter und offensiver auftretenden Gäste auf Abstand zu halten. In der 53. Minute nahm FCR-Trainer Marc Mutschler den ersten Wechsel vor: Maxime Ackermann ersetzte Anton Jansen. In der 59. Minute blieb es dank einer Glanzparade von FCR-Keeper Häfner beim 0:1. Nach einem Freistoß der Häfler von der linken Seite flog der Ball hoch an den zweiten Pfosten. Häfner lenkte den anschließenden Kopfball jedoch sehenswert über die Latte. Sieben Minuten später folgten zwei weitere Wechsel beim FC: Luca Alfonzo kam für Loris Zettel, Ruben Nyanga ersetzte Aaron Leyhr. Eine Verbesserung brachte dies zunächst jedoch nicht. Der VfB kam in der 68. Minute zu einer guten Freistoßmöglichkeit, setzte den Ball aber über das Tor.
Anschließend meldete sich auch der FC wieder offensiv zu Wort. Nach einem Freistoß von Oeschger, den die Häfler Abwehr zunächst klären konnte, nahm Ackermann den Ball direkt und setzte ihn in Richtung Tor. Ein Abwehrspieler fälschte den Schuss jedoch zur Ecke ab. Torchancen waren durchaus vorhanden – lediglich im Abschluss fehlte den Roten an diesem Tag und aktuell überhaupt die notwendige Konsequenz. Wenig später kam der VfB erneut zu einer Konterchance. Dieses Mal war Häfner jedoch aufmerksam und konnte den Angriff entschärfen.
In der 78. Minute nahm Marc Mutschler seinen vierten und letzten Wechsel vor: Daniel Genuardi kam für Gaildonald Njekang in die Partie. Das Spiel blieb intensiv und hart umkämpft. Beide Mannschaften führten die Zweikämpfe aggressiv, aber leidenschaftlich. Die nächste Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen, die in der 79. Minute zu einem weiteren, letztlich harmlosen Torschuss kamen. Drei Minuten später bot sich dem FCR eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Kiesecker setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball von der Torauslinie flach an den ersten Pfosten. Dort stand Genuardi bereit, wurde beim Abschluss jedoch vom Gästekeeper gestört und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen.
Statt des Ausgleichs erzielte der VfB in der 84. Minute die Vorentscheidung. Nach einer Flanke der Gäste misslang im Rottenburger Strafraum ein Kopfballklärungsversuch. Der Ball fiel unglücklich einem VfB-Spieler vor die Füße, der ihn direkt nach links in den Lauf von Dennis Blaser weiterleitete. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und schob den Ball zum 0:2 an Häfner vorbei ins lange Eck. Nur eine Minute später kam Kiesecker aus rund 25 Metern noch einmal zum Abschluss, sein Schuss verfehlte jedoch das Tor.
In der 87. Minute machte Samuel Lindinger endgültig den Deckel drauf. Nach einem Befreiungsschlag von der Mittellinie und einem gewonnenen Zweikampf im Rottenburger Strafraum wurde er auf der linken Seite per Kopf bedient. Lindinger nahm den Ball direkt und zirkelte ihn zum 0:3 ins lange Eck. Damit war die Partie entschieden. Beim FCR sanken die Köpfe, während sich die Mannschaft ihrem Schicksal zu ergeben schien. Der Schiedsrichter beendete die Begegnung ohne nennenswerte Nachspielzeit exakt nach Ablauf der regulären Spielzeit. Angesichts des Spielverlaufs wären zwei, drei oder sogar vier zusätzliche Minuten durchaus vertretbar gewesen – schließlich hätte der FCR in dieser Zeit noch die Möglichkeit gehabt, zumindest einen Treffer zu erzielen. Wie wichtig die Tordifferenz am Saisonende sein kann, zeigte sich bereits in der vergangenen Spielzeit.

Fazit
Das Spiel war ein besonders frustrierender Fall von „gut gespielt, aber die Punkte liegen gelassen“. Über weite Strecken präsentierte sich die Mannschaft als spielbestimmendes Team, musste am Ende jedoch eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gerade unter diesen Umständen wiegt das Ergebnis besonders schwer. Für die Mannschaft von Marc Mutschler gilt es nun, dieses bittere Spiel schnell abzuhaken. Der Abstiegskampf in der Verbandsliga verzeiht keine längeren Phasen der Lethargie. Die spielerische Grundausrichtung stimmt, nun muss jedoch dringend die Effizienz im gegnerischen Strafraum zurückkehren. Gleichzeitig gilt es, die defensiven Probleme konsequent zu analysieren und abzustellen, die häufig aus taktischen Unstimmigkeiten resultieren.
Eine bessere Abstimmung, eine kompaktere defensive Grundordnung und eine intensivere Kommunikation müssen dabei die nächsten Ziele sein. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sollten verringert werden, damit dem Gegner keine Räume für Schnittstellenpässe eröffnet werden. Nur durch ein geschlossenes Auftreten lässt sich die defensive Stabilität nachhaltig verbessern.
Für Rottenburg war es zweifellos ein gebrauchter Tag, an dem das notwendige Quäntchen Glück erneut fehlte. Dieses Glück muss sich die Mannschaft nun mit harter Arbeit zurückerobern – ein langer und beschwerlicher Weg. Es gibt viel zu tun, doch die Mannschaft hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie schwierige Situationen meistern kann. Daher besteht die Zuversicht, dass sie auch diesmal die richtige Antwort finden wird.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir konnten unsere Leistung im Vergleich zum Spiel gegen Rutesheim steigern und hatten eine druckvolle erste Halbzeit, in der wir es leider versäumt haben, uns für unseren Aufwand zu belohnen. Stattdessen geht der VfB aus dem Nichts und tatsächlich mit seinem ersten Torabschluss in Führung. Aktuell läuft vieles gegen uns. Dennoch hilft es nichts: Wir müssen wieder anfangen, Tore zu schießen und Erfolgserlebnisse zu sammeln, um uns aus dieser schwierigen Phase herauszuarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir in den kommenden Wochen weitere Punkte sammeln und uns Schritt für Schritt aus der Abstiegszone befreien können.

Pressestimmen

Nichts los in der goldenen Zone
Artikel lesen | Martin Körner am 26.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Drei Tore, drei Punkte und das Debüt eines 17-Jährigen
Artikel lesen | Von Nico Brunetti am 25.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Bodensee
Sechste Niederlage in Folge
Artikel lesen | 26.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Aaron Leyhr (63 Nyanga), Loris Zettel (63. Alfonzo), Anton Jansen (53. Ackermann), Leon Oeschger (C), Moritz Rohrer, Manuel Weber, Julian M. Kiesecker, Christian Mijatovic, Gaildonald Chefor Njekang (78. Genuardi)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Ruben Nyanga, Luis Kalbacher, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Max Ilijan Varivoda, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Kai Kramer (32.)
0:2 Dennis Blaser (84.)
0:3 Samuel Lindinger (87.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Dr. Max Angenendt (FV Asch-Sonderbuch, Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Jasper Grimm (SV Asselfingen)
Ivo Möller (TSV Laichingen)
Gelbe Karten: 3 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Keine
Zuschauer: ca. 180

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Das nächste Spiel der Mutschler-Elf steht bereits vor der Tür: Am Samstag, den 31. Oktober 2026, tritt die Mannschaft auswärts beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen an. Die Gastgeber, die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spielten, belegen derzeit den zwölften Tabellenplatz. Die Partie wird um 15:30 Uhr auf dem Kunstrasen des Sportgeländes am Bruchwald in Bissingen angepfiffen. Geleitet wird das Spiel von Verbandsliga-Schiedsrichter Alexander Jäger (SV Böblingen) aus der Schiedsrichtergruppe Böblingen.

FCR nach dem 3:1-Sieg beim VfB Friedrichshafen mit einem perfekten Tag



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 28. Spieltag
Datum: Samstag, 25.04.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Zeppelinstadion Friedrichshafen (Rasenplatz)


FCR mit einem perfekten Tag

Das war am letzten Samstag ein Sieg des Willens! Der FCR überzeugt einmal mehr in der Verbandsliga und bedankt sich mit 3 Punkten bei seinen gut 50 mitgereisten Rottenburger Fans. Bei der weitesten Auswärtsfahrt der laufenden Saison, kehrte der FCR mit Sailer Reisen vom Mit-Aufsteiger VfB Friedrichshafen vor ca. 350 Zuschauern in Friedrichshafen mit einem verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg nach Rottenburg zurück. Die Tore 47, 48 und 49 beim zehnten Saisonsieg für den FCR im beeindruckenden Zeppelinstadion, erzielten Luca Alfonzo (13.), Aaron Leyhr (61.) und Nick Heberle (66.). Den Gegentreffer für den VfB zum 1:1-Ausgleich markierte der ehemalige Regional- bzw. Oberligaspieler Dennis Blaser. In der Tabelle verharrt der FCR nach dem am 27. Spieltag trotz Auswärtssieg mit jetzt 32 Punkten auf Relegations-Tabellenplatz 12, konnte jedoch den Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz auf nur noch 3 Punkte verkürzen. Die Häfler hingegen rutschten mittlerweile auf den 9. Platz zurück. Am kommenden Samstag empfängt die Mutschler-Elf in heimischen Stadion den Tabellenvorletzten FSV Waiblingen, die im Heimspiel am letzten Freitag zuhause gegen Fellbach mit 1:2 den Kürzeren zogen.
Erstmals in dieser Saison reiste die Mannschaft gemeinsam mit seinem Fanclub in einem großen dreiachsigen Reisebus der Rottenburger Firma Sailer Reisen zu einem Auswärtsspiel. Eine Auswärtsfahrt mit dem Reisebus ist immer für jeden ein Highlight in jeder Saison. Die Organisation erfordert jedoch eine solide Planung, von der Buchung bis zu der Verpflegung im Bus. Busreisen zu Auswärtsspielen mit weiter Anreise stärken meist den Teamgeist, bieten Fans eine gemeinsame Anreise, den direkten Kontakt zur Mannschaft und ermöglichen eine entspannte Fahrt, so wurde diese Fahrt von den FCR-Senioren organisiert und finanziert. Daher gilt der besondere Dank an Sailer Reisen mit seinem Busfahrer Rolf Müller – der uns sicher an den Bodensee und zurück brachte und der AH des FC Rottenburg, die den Tag mit organisierten.
Um 11 Uhr bei herrlichsten Wetter war auf dem Hohenberg Abfahrt mit Sailer Reisen. Busfahrer Rolf Müller begrüßte die rund 60 mitfahrenden Gäste incl. Mannschaft und wünschte allen eine angenehme Fahrt und wies schon früh darauf hin, daß man auf der Rastanlage Hegau-West eine Mittagspause einlegen wird. Diese dauerte dann ca. eine Dreiviertelstunde, dann ging es weiter Richtung Bodensee – die ersten Bergketten der Alpen und der See tauchten nun auf – nach gut 2 ½ Std. war Friedrichshafen erreicht – viele reisten noch im Privat-PKW an. Alle wollten dabei sein um sich für die unrühmliche 2:5-Heimpackung zu revanchieren. Die AH machten derweil noch einen Kurztrip zum Bodensee runter um sich mit dem ein oder anderen alkoholischen Getränk, u.a. Aperol und dem ein oder anderen Weizenbier, heiß zu machen. Die Mannschaft hingegen machte sich auf in Richtung ca. 10.000 Zuschauer fassende Zeppelinstadion und begutachtete den sauber daliegenden Rasen. Hier residierte u.a. schon die Nationalmannschaft Iran während der WM 2006. Des Weiteren kickten hier schon der VfB Stuttgart und die FC Bayern Allstars, außerdem wurden schon Testspiele wie Fenerbahce Istanbul – 1. FC Nürnberg, FC Augsburg – Bayer Leverkusen, SC Freiburg – FC St. Pauli oder der VfB Stuttgart – FC Zürich ausgetragen und nun kam der FC Rottenburg zu einem Verbandsligaspiel in diese altehrwürdige Stadion mit futuristischer Tribüne.
Die Fanclubs der Häfler und des FC Rottenburg – alle mit den brandneuen FCR-Fanschals ausgestattet und mit Trommlern bestückt – waren mittlerweile im Stadion angekommen, die restlichen Gäste waren bereit, die Mannschaften kamen aus den Katakomben und das Spiel gegen den Mit-Aufsteiger VfB Friedrichshafen konnte unter der Leitung von Oberligaschiedsrichter Roman Reck aus Leonberg beginnen. Beide Mannschaften wollten bzw. mussten unbedingt gewinnen um nicht oder nicht noch mehr in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden. Die Häfler zuvor mit drei Niederlagen in Folge und null eigenen erzielten Toren wollten raus der Minikrise und empfing nun Rottenburg, die in den letzten sechs Spielen 4x gewinnen konnte und sich nun endgültig den Verbandsliga-Status erarbeitet hat. Die Elf von Marc Mutschler hat nun die Muster, die Härte, die Spielweise und die Qualität dieser Verbandsliga erkannt und sich angepasst. Da die Verbandsliga oft sehr ausgeglichen ist, entscheiden Nuancen und Tagesform über Sieg oder Niederlage. Auch in schwierigen Situationen, wie im Abstiegskampf der Verbandsliga Württemberg, ist ein diszipliniertes Auftreten und das Annehmen von Ergebnissen ein Zeichen von Professionalität. Die Arbeit an diesen Werten hilft, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich in der Liga anerkannt zu werden.
Mit jedem Gegner mithalten zu können, ist eine Kombination aus hoher fußballerischer Qualität, körperlicher Fitness und mentaler Stabilität erforderlich. Es ist wichtig, gegen Aufstiegskandidaten und unangenehme Gegner ein „ekliger“ Gegenspieler zu sein und die eigene Leistung abzurufen. Alles davon konnte der FCR am Samstag vorweisen.


Erste Halbzeit: Alfonzo erzielt sein erstes Tor seit Rückkehr zum FCR
Bereits im vorangegangenen Spiel gegen Hofherrnweiler übernahm der FCR von Beginn an die Spielführung und entwickelte erneut zahlreiche Torchancen. In der dritten Minute verfehlte René Hirschka einen Freistoß aus etwa 20 Metern knapp, der über die Mauer geschossen wurde. Drei Minuten später setzte Nick Heberle nach einer Flanke von Julian Kiesecker einen Schuss aus der Distanz knapp am Tor vorbei. Kurz darauf ereignete sich eine besorgniserregende Situation: VfB-Mittelfeldspieler Eugen Strom musste nach einem heftigen Zusammenprall lange behandelt und anschließend mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Für den verletzten Spieler wurde Abwehrspieler Marcin Musso eingewechselt. Der FCR wünscht Eugen Strom eine schnelle und vollständige Genesung.
Trotz dieses Schockmoments und einer anfänglich ungeordneten Defensive des VfB gelang dem FCR in der Folge die Führung zum 1:0. Aaron Leyhr spielte einen langen Ball in die Spitze zu Lukas Behr, der den Ball weiter zu René Hirschka durchließ. Dieser legte quer auf den besser postierten Luca Alfonzo, der den Ball mit dem rechten Fuß sicher zum ersten Verbandsligator für den FC in seinem 13. Einsatz einschieben konnte. Insgesamt erzielte Alfonzo bereits 16 Tore in der Verbandsliga, davon 15 für die TSG Tübingen.
In der 20. Minute hatte Alfonzo die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, traf jedoch nach einem flachen Querpass von Ackermann nur den Pfosten. Im direkten schnellen Gegenzug nutzte der VfB die Gelegenheit und kam durch Dennis Blaser, der bereits im Hinspiel doppelt erfolgreich war, zum Ausgleichstreffer in der 21. Minute. Anschließend dominierte Friedrichshafen das Spielgeschehen und hätte in der 26. Minute beinahe die Führung erzielt, doch die Latte verhinderte einen Rückstand für den FCR.
Ein weiterer Schockmoment ereignete sich auf Seiten des FCR, als Außenverteidiger Stanislav Votentsev sich schwer verletzte und ebenfalls längere Behandlung benötigte, jedoch weiterspielen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt verlief das Defensivkonzept von FCR-Trainer Marc Mutschler jedoch nicht wie geplant, woraufhin er frühzeitig einen Wechsel vornahm. Für den ursprünglich als Stürmer eingeplanten Jakob Bader wurde der erfahrene Abwehrspieler Manuel Weber in der 34. Minute eingewechselt, um die Defensive zu stabilisieren.
In den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit übernahm der FCR zunehmend das Spielgeschehen. Kiesecker versuchte es mit einem Torschuss in der 38. Minute, gefolgt von einem Abschluss Ackermanns und einem Kopfball von Hirschka in der vierten Minute der Nachspielzeit. Es kam zu mehreren Fouls gegen den FCR – zunächst an Behr, später an Hirschka – was mit einer Gelben Karte für den VfB geahndet wurde. Es folgte ein Power Play für den FCR indem der Ball hin und her gespielt wurde. Brenzlige Situation für den Gastgeber, doch sie hielten die Kiste sauber und so beendete der gut leitende Oberligaschiedsrichter Roman Reck aus Leonberg nach 7 Minuten Nachspielzeit die erste Hälfte.


Zweite Halbzeit: Doppelpack besiegelt die Niederlage des VfB
Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen (47. Minute), erfolgte beim FCR gleich der erste geplante Wechsel. Leon Oeschger wurde für Ackermann eingewechselt und übernahm gleichzeitig die Kapitänsbinde von Behr. Wenige Minuten später (53.) brachte Trainer Mutschler Lennis Eberle für den Torschützen Alfonzo ins Spiel. Daraufhin setzte der FCR seine dominante Phase fort: Nach einem Seitfallzieher von Behr nach einer Ecke von Oeschger (54.) sowie einer hervorragenden Chance durch Eberle, vorbereitet von Oeschger und Behr (57.), erzielte der FC in der 61. Minute die verdiente Führung zum 2:1. Dabei leitete Oeschger einen Angriff über die rechte Seite ein, passte in die Mitte zu Behr, der unmittelbar weiter nach links auf Aaron Leyhr spielte. Dieser vollendete unwiderstehlich mit seinem rechten Fuß ins lange Eck zur erneuten Führung für den FCR.
Nur fünf Minuten später (66.) entschied Nick Heberle die Partie endgültig: Auf Zuspiel von Leyhr halblinks am Strafraum schoss er aus dem Halbfeld platziert mit der Innenseite zum 3:1 ein. In der 67. Minute ereignete sich eine kuriose Szene, als Schiedsrichter Reck dem FC-Coach Mutschler die Rote Karte zeigte. Die Entscheidung überraschte sowohl die Zuschauer im Stadion als auch die Akteure auf dem Platz und den Tribünenrang. Begründet wurde der Platzverweis mit grober Unsportlichkeit: Mutschler hatte nach zwei aufeinanderfolgenden strittigen Entscheidungen des Linienrichters seinen Unmut geäußert und dabei die Coachingzone verlassen. Der Schiedsrichter räumte jedoch ein, dass die Entscheidung vor allem aus emotionalen Gründen getroffen wurde und Mutschler keine beleidigenden Äußerungen getätigt hatte. Es bleibt abzuwarten, wo sich Mutschler am kommenden Samstag im Spiel gegen Waiblingen aufhalten wird.
Das Coaching übernahmen daraufhin offenbar Rottenburgs Rekordspieler und jetziger Betreuer Klaus Schiebel, der bereits Jugendmannschaften des FCR betreute, sowie Bader, der sich engagiert an der Seitenlinie zeigte. In der 73. Minute klärte Hirschka nach intensiven Zweikämpfen per Kopf. Maximilian Biesinger ersetzte Behr (78.). Die letzten zehn Minuten des Spiels hatten es noch einmal in sich: Zunächst scheiterte Biesinger, als VfB-Torhüter Patrick Benz seinen Schuss an die Latte lenkte.
In der 88. Minute parierte FCR-Keeper Julian Häfner einen 15-Meter-Schuss sicher. Auf der Gegenseite entwickelte sich an der Eckfahne ein intensiver Zweikampf zwischen Häflern und Votentsev (90.), der mit dem Einsatz aller Körperteile geführt wurde. Der folgende Gegenangriff bot weitere dramatische Szenen mit Flanke, Latte und Nachschuss, die das Ergebnis jedoch nicht mehr veränderten. Der FCR ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und konnte sogar in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen weiteren Torschuss der Häfler durch Heberle erfolgreich verteidigen. Nach einer unerklärlich langen Nachspielzeit von sechs Minuten beendete Schiedsrichter Roman Reck – der insgesamt eine souveräne Leistung zeigte, abgesehen vom Assistenten an der Linie auf der Tribünenseite – das ereignisreiche Verbandsligaspiel, das der FCR als verdienter Sieger für sich entschied.


Fazit
Der FC Rottenburg erlebte einen nahezu perfekten Spieltag: ideale Wetterbedingungen, eine angenehme Busfahrt mit dem Fanclub, ein verdienter Auswärtssieg, Alpenpanorama, der Bodensee sowie eine beeindruckende Flugshow mit Verkehrs- und Sportflugzeugen aber auch Zeppeline über dem Stadion, trugen zu einem rundum gelungenen Ereignis und Erlebnis bei. Das Spiel und der gesamte Spieltag haben dem Team sichtbar gutgetan. Von Beginn an zeigte die Mannschaft eine dominante Leistung und prägte das Spielgeschehen maßgeblich.
Trainer Marc Mutschler betonte den großen Einsatz des Trainerstabs: „Keiner im Verantwortlichen-Team zeigt Resignation oder spricht von einem vorzeitigen Abstieg. Dies ist für mich Antrieb und Motivation zugleich. Mit Stolz gehe ich in jedes Spiel und schätze die Verbandsliga, in der wir uns vollumfänglich verdient haben, sehr. Mein Ziel ist es, zu verdeutlichen, dass wir auf Augenhöhe mit den besten Teams der Liga agieren können.“ Der heutige Erfolg war somit vor allem ein Sieg des Willens.
Inzwischen hat sich der FC Rottenburg zum dritt-formstärksten Team der Liga entwickelt – hinter Weilimdorf und den Young Boys. Diese Leistung verdient höchste Anerkennung und Respekt für die gesamte Mannschaft. Die volle Unterstützung von den Rängen sowie der klare Glaube an den eigenen Erfolg wurden von der ersten Spielminute an auf dem Platz sichtbar umgesetzt. Mit dem achtbesten Sturm der Liga befindet sich das Team derzeit außerdem in hervorragender Verfassung.
Für den FC Rottenburg stand im Mittelpunkt, den Fans für ihre anhaltende Unterstützung etwas zurückzugeben. Bereits nach den ersten Chancen zeichnete sich ab, dass die Partie zugunsten des FCR verlaufen würde. Zwar gelang es nicht, nach der Führung unmittelbar den zweiten Treffer zu erzielen, doch insbesondere in der zweiten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft in einem überzeugenden Spielfluss.
Der Weg ist weiterhin lang, dennoch sollte der heutige Tag als Maßstab für die verbleibenden sechs Partien dienen.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Der Tag gestaltete sich äußerst angenehm, wofür wir den Organisatoren nochmals unseren ausdrücklichen Dank aussprechen möchten. Zum Spielverlauf: Unsere Mannschaft startete konzentriert und präsentierte sich in den Zweikämpfen äußerst robust, wodurch wir verdient mit 1:0 in Führung gingen. In der 20. Minute wurde eine vielversprechende Gelegenheit zum Ausbau der Führung leider nicht genutzt. Im unmittelbaren Gegenzug fiel der Ausgleich zum 1:1, woraufhin insbesondere auf der rechten Spielfeldseite vorübergehend Schwierigkeiten auftraten. Glücklicherweise gelang es uns, einen Rückstand zu vermeiden. Aufgrund der hohen Temperaturen lag unser Fokus verstärkt auf der zweiten Halbzeit. In dieser Phase erspielten wir uns wiederholt gute Torchancen und konnten folgerichtig die erneute Führung erzielen. Kurz darauf bauten wir den Vorsprung zum verdienten 3:1-Endstand aus. Nun gilt es, konsequent weiterzuarbeiten, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nachhaltig zu sichern.


Pressestimmen

FCR siegt beim Bodensee-Trip
Artikel lesen | Tobias Zug am 27.04.2026 | Schwäbisches Tagblatt
FC Rottenburg holt Big Points – 3:1
Artikel lesen | 27.04.2026 | Neckar Chronik
VfB-Fußballer sind im Abwärtstrend
Artikel lesen | Klaus Eichler am 26.04.2026 | Schwäbische/ Bodensee

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Markus Riel)

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Lukas Behr (C) (78. Biesinger), Nick Heberle, Jakob Bader (34. Weber), Moritz Rohrer (82. Baur), Julian M. Kiesecker, Luca Alfonzo (53. Eberle), Maxime Ackermann (47. Oeschger), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Jan Baur, Lennis Eberle, Leon Oeschger, Maximilian Biesinger, Manuel Weber, Ali Hamdar
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Luca Alfonzo (13.)
1:1 Dennis Blaser (21.)
1:2 Aaron Leyhr (61.)
1:3 Nick Heberle (66.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Roman Reck (TSV Höfingen, Schiedsrichtergruppe Leonberg)
Schiedsrichter-Assistenten:
Michael Bartling (TSV Höfingen)
Dejan Jovanovic (OFK Beograd Stuttgart)
Gelbe Karten: 1/1
Besondere Vorkommnisse: 
Der Spieler Eugen Strom vom VfB Friedrichshafen verletzte sich in der 11. Minute so schwer, daß er in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Rote Karte für FCR-Trainer Marc Mutschler in der 67. Minute wegen Unsportlichkeit.
Zuschauer: ca. 350

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 29. Spieltag am Samstag, den 02.05.2026 und dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten FSV Waiblingen. Spielbeginn auf dem neu renovierten Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg ist um 15:30 Uhr. Das Hinspiel am 12. Spieltag endete in einem Flutlichtspiel in Waiblingen 2:2-Unentschieden. Das Spiel wird geleitet von Verbandsliga-Schiedsrichter Justin Volz von der TG Schömberg aus der SRG Zollern-Balingen.

Personell angeschlagener FC verliert 2:5 gegen Mit-Aufsteiger Friedrichshafen



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 11. Spieltag
Datum: Samstag, 11.10.2025 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg (Rasenplatz)

Das Spiel wurde präsentiert von…



Gekämpft, gehofft – und wieder verloren

Quo vadis? FC Rottenburg steckt in der Krise. Am 11. Spieltag musste in der Fußball-Verbandsliga der FC Rottenburg erneut eine Niederlage einstecken. Es will einfach nicht mehr klappen. Die Verbandsliga-Fußballer vom FC Rottenburg hatten gegen den VfB Friedrichshafen eine machbare Aufgabe vor sich. Am Ende stehen sie nach einer deftigen 2:5 (1:1)-Niederlage aus den letzten 5 Spieltagen wieder mit leeren Händen da. Vor ca. 150 Zuschauern im Hohenbergstadion erzielten für den FCR Lukas Behr per Abstauber und per Foulelfmeter beide Treffer. In der Tabelle bleibt der FCR auf dem ersten Abstiegsrang 13, da die Konkurrenz ebenfalls sieglos blieb. Das nächste Spiel des FCR ist bereits am kommenden Freitagabend beim FSV Waiblingen, einen weiteren Mit-Aufsteiger.
Es war erneut eine vermeidbare Niederlage, obwohl das Ergebnis was anderes sagt, denn beim Stande von 1:1 war die Truppe um Interimscoach Leon Oeschger dem 2:1 und 3:1 viel näher und wer weiß wie sich das Spiel dann entwickelt hätte. Der FC Rottenburg kommt auf eigenem Gelände einfach nicht mehr richtig zurecht. Im fünften Heimspiel der Saison verlor die Mannschaft von Chefcoach Marc Mutschler deutlich mit 2:5 gegen den einen Punkt davor platzierten VfB Friedrichshafen zum vierten Mal. Erst ein Heimsieg – 1:0 gegen den VfR Heilbronn – konnte der FC bisher erzielen.
Die Vorgabe beim FCR bei dem Chefcoach Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Raphael Langer und Jan Baur, alle aus privaten Gründen, sowie die beiden rotgesperrten Daniel Angerer (5 Spiele) und Stanislav Votentsev (2 Spiele) passen mussten – war klar, gegen den VfB Friedrichshafen irgendwie zu punkten, um den Negativtrend zu stoppen. Die Spielanteile und Ballbesitz waren in der ersten Hälfte noch meist ausgeglichen, obwohl die Süddeutschen vom VfB die besseren Chancen hatten, während der FCR in der zweiten Halbzeit das Heft in die Hand nahm und sich einen Chance nach der anderen herausspielte bzw. erarbeitete. Doch zu einfache Ballverluste im Spielaufbau und im gegnerischen Strafraum  luden den VfB Friedrichshafen immer wieder zu Kontern oder langen Bällen ein.
Die Gäste gingen so auch folgerichtig in der 24. Minute durch einen Konter per Kopfballtor mit 1:0 in Führung, allerdings reklamierte der FCR vehement, denn der Flankengeber nahm den Ball mit der Hand mit, bevor er flankte. Also, das Tor hätte gar nicht zählen dürfen. Doch der Gast vom Bodensee war in Zugrichtung Rottenburger Tor gefährlicher, giftiger und effektiver, somit war die Führung verdient.
In der 40. Minute tauchte der FCR in einem offenen Spiel vor dem VfB-Tor auf. Es war der Moment von Moritz Rohrer, der sich über linke Seite gegen mehrere Friedrichshäfner bis auf die Grundlinie durchtankte und den Ball Richtung Tor querlegte. Behr erkannte die Chance am ersten Pfosten und spitzelte den Ball vor dem Torwart und zwei Gegenspieler im 5er unter Mithilfe des langen Innenpfostens zum 1:1-Ausgleich ins Netz.
In der Nachspielzeit kamen die Gäste nochmal zu einer Kopfballchance, doch der Ball ging am Tor vorbei. Schiedsrichter Felix Günter aus Ludwigsburg hatte im Übrigen Freude daran gefunden Gelbe Karten zu verteilen, darunter 4x für den FCR, auch eine für Max Blesch, der eigentlich Ersatztorwart ist, gar nicht spielte und nur einen hinter das Tor geschossenen Ball holen wollte.


Rottenburger KO innerhalb von 6 Minuten
Die erste Chance in der zweiten Hälfte hatte wieder der VfB, die Oeschger veranlasste früh zu wechseln. Mit Oleh Stepanenko und Maximilian Biesinger kamen in der 52. Minute für Jakob Bader und Luca Alfonzo zwei frische Stürmer ins Spiel.
Es folgten zwei gute Chancen durch Ackermann auf Heberle (55.), dessen Schuss von der Linie gekratzt wurde. Leyhr beförderte mit einem Linksschuss den Ball noch an die hintere Torstange (57.). Nach einer weiteren Chance der Häfler, die Häfner klasse parierte (61.), folgte ein mustergültiger Außenrist-Abschluss von Jansen knapp übers Tor (63.).
Dann die 66. Minute die dem Spielverlauf eine andere Wende geben hätte können. Jansen legte über rechts die Kugel in die Mitte, dort nahm Stepanenko die Kugel an, brachte sich in optimale Schussposition, doch was machte unser Stürmer, er legte den Ball nochmal nach links ab, doch da war niemand. Das hätte das 2:1 für den FCR sein können, nein müssen, hätte er den Abschluss gesucht. Schade, so was nennt eine 100%ige.
Eine Minute später waren es Biesinger und Behr mit einer Doppelchance. Nachdem der FCR sehr hoch agierte und die Abwehr so gut wie auflöste, ergaben sich Chancen für die Gäste, so auch in der 69. Minute. Nach einer Power Play-Phase des FCR entwickelte sich ein Konter für den VfB. Stürmer Patrick Berlet kam auf halbrechts zum Torabschluss ins lange Eck. Aus dem Nichts gingen die Häfler mit 2:1 in Führung.
Nach einem Freistoß durch Leyhr aus gut 20 Meter und dem Wechsel von Luis Branz für Ackermann (78.) zerlegte der VfB – innerhalb von 6 Minuten den FCR aufgrund fehlender Absicherung nach hinten – alle außer Manuel Weber, der erstmals letzter Mann spielte, waren offensiv unterwegs und so erlaubte man den Gästen viel Räume um den FCR auszukontern. So fiel in der 80. Minute allerdings aus klarer Abseitsposition aus gut 20 Meter das 1:3 für den VfB.
Der FCR änderte allerdings nichts an seiner Taktik, machte auch jetzt keinen Sinn mehr, machte weiter das Spiel und stürmte fleißig weiter. In der 81. Minute, also eine Minute nach dem 1:3, kam die Riesenchance für Stepanenko den Anschluss auf 2:3 herzustellen. Jansen passte wieder quer auf Stepanenko, der staubte in der Mitte ab, doch VfB-Keeper Patrick Benz konnte per Glanzparade zur Ecke retten. Erneut Glück für die Gäste. Die nachfolgende Ecke köpfte Behr aufs Tor, aber ohne Erfolg.
In die weitere Drangphase des FCR hinein fielen das 1:4 (83.) und 1:5 (86.) indem man wieder ausgekontert wurde, sowie erreichte ein langer Ball aus der eigenen Hälfte den Ex-Spieler des TSV Berg Caltabiano, der sich im Eins gegen Eins durchsetzte und per Picke Häfner überwand. Damit war das Spiel gelaufen.
In der vierten Minute der Nachspielzeit kam nochmal Stepanenko im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Günter zeigte sofort auf den Punkt. Behr übernahm den Job und verwandelte sehr sicher zum 2:5 und sorgte nochmal für eine Ergebniskorrektur, mehr nicht, denn der Schiri pfiff unmittelbar danach ab.
Fazit
Das war mehr als enttäuschend, denn der FCR wollte gegen den Mit-Aufsteiger vom Bodensee seine Negativserie beenden und hat sie nun durch einen zu offensiven  Auftritt weiter ausgebaut. Am Ende geht der Sieg in Ordnung, da sich der FCR zu offen präsentierte und den Gegner zum Toreschießen einlud. Wir sind im Moment einfach nicht in der Lage unsere zahlreichen und zum Teil sehr guten Chancen in Tore umzumünzen. Zuviel hin und her, anstatt einfach mal den Abschluss zu suchen. An diesem Punkt muss angesetzt werden um wieder erfolgreich zu sein und um aus dieser Misere zu entkommen.
Die Oeschger-Truppe war wie gesagt in Hälfte zwei die klar bessere Mannschaft, versäumte aber wie so oft in dieser Saison sich selbst zu belohnen. Solche Spiele passieren. Die besten Mannschaften kassieren mal irgendwann ihre Klatschen.
In der Corona-Saison 2019/20 verlor der FCR letztmals in der Landesliga 5x in Folge. Damals begann die Abwärtsspirale ebenfalls am 7. Spieltag. Die Sieglos-Serie damals hielt acht Spiele an, bevor der FCR beim 5:1 gegen den TV Darmsheim die Kurve kriegte und wiedermal und das gleich richtig, gewann. Der letzte Sieg liegt nun schon knapp 5 Wochen zurück als wir am 10.09. mit 3:1 beim FC Esslingen in einem Abendspiel gewannen. Nun hofft der FCR am kommenden Freitag beim FSV Waiblingen wieder auf ein Erfolgserlebnis – vier fehlende Spieler vom Samstag kehren dabei wieder in den Kader zurück. Die Zeit wäre dann reif. So steckt man nun tief im Tabellenkeller fest.


Stimmen zum Spiel

Leon Oeschger, Kapitän und Interimscoach FC Rottenburg
Die Ausgangslage vor dem Spiel war schon sehr ungewöhnlich. Zum einen die Personalsituation der Spieler und dann auch das Fehlen beider Trainer. So waren wir als Team auf uns gestellt. Lukas Behr und ich sahen das aber nicht als problematisch, sondern eher als Chance an. Mit drei Ersatzspieler und Spielern die teils auf „fremden“ Positionen spielten mussten, waren unsere Möglichkeiten jedoch begrenzt. 
Dennoch haben wir gut ins Spiel gefunden und waren auch die dominierende Mannschaft. Wir wollten Friedrichshafen hoch pressen und nicht ins Spiel kommen lassen. Das funktionierte eigentlich gut, jedoch war die Absicherung am Samstag nicht gut. Die Konter, die dann durch die langen Bälle entstanden, konnten wir nicht sauber klären. Dann fällt das 0:1, nach einem guten Anfang unserer Mannschaft leider wiedermal etwas unglücklich. Der Stürmer aus Friedrichshafen nimmt der Ball klar mit der Hand mit, das müssen die Schiedsrichter sehen. So waren wir erneut mit einem Gegentor konfrontiert. Moritz Rohrer macht dann eine super Aktion und bereitet das 1:1 von Lukas Behr vor. Der Siegeswille war zu spüren.
In der Halbzeit haben wir die Konteranfälligkeit diskutiert und wollten kompakter stehen. Wir kamen sehr gut aus der Halbzeit und waren dem 2:1 deutlich näher als Friedrichshafen. Leider führte dann genau einer der gut ausgespielten Konter zum erneuten Gegentor. Ab dann war es schwer für uns. Wir investierten viel nach vorne und jedes Mal, wenn wir eine sehr gute Torchance vergaben, erhielten wir hinten die Quittung. Daran müssen wir sicherlich arbeiten. Im Großen und Ganzen finde ich, dass wir vieles richtig machen. Die 100-prozentigen Torchancen müssen rein, dann können wir uns auch etwas fallen lassen, auf das Verteidigen konzentrieren und selbst Konter kreieren. Gegen Waiblingen sieht die Personalsituation wieder besser aus und ich bin guter Dinge, dass wir die Punkte umsetzen können, an denen es zu arbeiten gilt. 

Pressestimmen

Befreiungsschlag verpasst
Artikel lesen | Arne Estler am 13.10.2025 | Schwäbisches Tagblatt
Langsam wird’s schwierig
Artikel lesen | 13.10.2025 | Reutlinger General-Anzeiger
Einwechslungen entscheiden das Spiel
Artikel lesen | Nico Brunetti am 12.10.2025 | Schwäbische Zeitung

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Aaron Leyhr, Lukas Behr (C), Anton Jansen, Nick Heberle, Jakob Bader (52. Stepanenko), Moritz Rohrer, Manuel Weber, Julian M. Kiesecker, Luca Alfonzo (52. Biesinger), Maxime Ackermann (78. Branz)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch, Fazli Krasniqi – Luis Branz, Leon Oeschger, Maximilian Boesinger, Oleh Stepanenko
Trainerstab FC Rottenburg:
Interimscoach Leon Oeschger, Torwarttrainer Jürgen Haug, Betreuer Karl Ellsässer
Tore:
0:1 Kai Kramer (24.)
1:1 Lukas Behr (40.)
1:2 Patrick Berlet (69.)
1:3 Dennis Blaser (80.)
1:4 Dennis Blaser (83.)
1:5 Massimo Calrabiano (86.)
2:5 Lukas Behr (90.+4, Foulelfmeter)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Felix Günter (TuS Freiberg, Schiedsrichtergruppe Ludwigsburg)
Schiedsrichter-Assistenten:
Daniel Weiss (FSV Waldebene Stuttgart Ost)
Valerio Cauteruccio (Spfr Neckarwestheim)
Gelbe Karten: 5/5
Rote Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Max Blesch, Ersatzkeeper des FCR, sieht in der 41. Minute die Gelbe Karte wegen Unsportlichkeit, da er gemeinsam mit Max Biesinger auf der Tartanbahn unterwegs war um ein Ball aus den Büschen zu holen. Was soll das. Das kommt so in jedem Heimspiel vor. Wie soll man sonst den Ball holen.
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es bereits weiter am kommenden Freitag, den 17.10. mit dem 12. Spieltag und einem Auswärts-Flutlichtspiel beim Tabellen-16. und Mit-Aufsteiger FSV Waiblingen. Spielbeginn im FSV-Sportpark Oberer Ring in Waiblingen ist abends um 19:30 Uhr. Waiblingen ist eine Mittelstadt mit ca. 57.000 Einwohnern in Baden-Württemberg. Sie liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich der Landeshauptstadt Stuttgart. Waiblingen ist die Kreisstadt und bevölkerungsreichste Stadt des Rems-Murr-Kreises.