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Keine Punkte auf der Ostalb: FCR verliert verdient in Hofherrnweiler mit 0:2



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 8. Spieltag
Datum: Samstag, 03.10.2026 (Tag der Deutschen Einheit) | 15:30 Uhr
Spielort: Fritz-Sportpark Hofherrnweiler, Sparkassenstadion (Rasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • Krankenhaus: Kopfverletzung bei Luis Kalbacher
  • Dritte Niederlage in Folge
  • Zum vierten Mal im achten Spiel ohne eigenes Tor

Doppelschlag zwingt den FC in die Knie

FC Rottenburg unterliegt der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit 0:2 (0:2) und kassiert die dritte Niederlage in Folge. So musste sich die Mutschler-Elf am Tag der Deutschen Einheit (Sa., 03.10.2026) bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verdient geschlagen geben. Vor rund 150 Zuschauern im Sparkassenstadion des Fritz-Sportparks in Hofherrnweiler sorgte die TSG bereits in der Anfangsphase mit einem Doppelschlag für die Entscheidung: Philipp Tabatabai verwandelte in der 15. Minute einen Strafstoß, ehe Georgios Avtzis nur drei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Durch die Niederlage rutschte der FC Rottenburg in der Tabelle um einen Rang auf Platz neun ab. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verbesserte sich nach dem fünften Sieg in Serie dagegen auf den fünften Tabellenplatz und schloss zum Spitzen-Quartett auf.
Fast auf den Tag genau (letzte Saison am 04.10.2025) musste der FCR eine seine weitesten Auswärtsfahrten antreten und zum Aalener Teilort Hofherrnweiler reisen. Wieder mit drei vom Schuhhaus Kratzer gesponserten Bussle von Sunflower Shuttle-Service aus dem Reiseunternehmen Sailer Reisen machte man sich um 11:30 Uhr vom Hohenberg auf die ca. mit Pause zweieinhalbstündige Fahrt.
Zum Spiel: Bei optimalem Fußballwetter erwischte die TSG den besseren Start und setzte den FCR mit einigen Chancen früh unter Druck. Rottenburg bekam die u.a. lang geschlagenen Bälle der Gastgeber nur schwer in den Griff. Zwar klärte FCR-Abwehrchef René Hirschka – dessen Rücken dieses Mal hielt – zahlreiche hohe Zuspiele mit dem Kopf, doch bei den sogenannten zweiten Bällen präsentierte sich Hofherrnweiler deutlich aufmerksamer. „Bei den zweiten Bällen waren sie galliger und bissiger“, analysierte FCR-Trainer Marc Mutschler nach der Partie.


Zwei Gegentore binnen drei Minuten
In der 15. Minute setzte sich die TSG nach einem gewonnenen Zweikampf im Anschluss an einen abgewehrten Ball erneut im Rottenburger Strafraum fest. Die Folge war ein Foulelfmeter. Der ehemalige Oberligaspieler des VfR Aalen Philipp Tabatabai trat an und verwandelte trotz der Berührung von FCR-Torhüter Julian Häfner präzise rechts unten zur 1:0-Führung. Nur drei Minuten später schlug Hofherrnweiler erneut zu. Nach einem lang geschlagenen Diagonalball nutzte Georgios Avtzis – letzte Saison noch beim TSV Oberensingen unter Vertrag – die Unordnung in der Rottenburger Defensive und erhöhte auf 2:0. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir verschlafen“, musste Mutschler einräumen.
Der Doppelschlag brachte den FC Rottenburg früh auf die Verliererstraße. Zwar fand die Mannschaft anschließend besser in die Partie und erspielte sich einige Möglichkeiten, doch die Gastgeber blieben insgesamt die effektivere und überlegene Mannschaft. Ein Rottenburger Abschluss landete noch als beste Rottenburger Chance an der Latte. Für einen Punktgewinn hätte es nach Einschätzung des FCR-Trainers jedoch „sehr viel Spielglück“ gebraucht.
Verletzung von Luis Kalbacher überschattet die Partie
Überschattet wurde die Begegnung von der Verletzung Luis Kalbachers. Der Rottenburger Abwehrspieler musste nach einem Kopfballduell – bei dem der FCR einen Strafstoß hätte bekommen müssen – mit einer offenen Platzwunde ausgewechselt und zunächst in ein ortsnahes Krankenhaus gebracht werden. Später wurde er in einer Tübinger Klinik getackert. Ob Kalbacher im kommenden Heimspiel gegen den TSV Berg wieder zur Verfügung steht, ist derzeit noch offen. „Das war ein langer Tag“, sagte Mutschler, der gemeinsam mit René Hirschka und Betreuer Karl Ellsässer seinen verletzten Spieler nach der Partie begleitete.
Dritte Niederlage in Serie
In der zweiten Halbzeit bemühte sich der FC Rottenburg zwar um den Anschlusstreffer, fand gegen die kompakte Defensive der TSG jedoch keine entscheidende Lücke. Hofherrnweiler verwaltete die Führung souverän und feierte am Ende einen verdienten Heimsieg.
Für den FCR war es, trotz zusätzlich neun Minuten Nachspiel aus beiden Halbzeiten, die dritte Niederlage in Folge und bereits die fünfte Pleite im achten Saisonspiel. Mit lediglich neun erzielten Treffern bei 20 Gegentoren zeigt sich deutlich, wo derzeit die größten Probleme liegen: Rottenburg fehlt es an Durchschlagskraft im Angriff, während die Defensive im Schnitt mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel kassiert. „Diese beiden schnellen Gegentreffer haben uns wohl das Genick gebrochen. Danach gingen bei uns die Köpfe runter“, fasste Mutschler die Partie nochmal zusammen.

Fazit: Blick geht nach unten
Die TSG war überlegen, dennoch haben wir defensiv gut gearbeitet. Nach der dritten Niederlage in Folge – die bislang längste Negativserie des FCR in der noch jungen Saison – ist die Stimmung beim FCR angespannt. Der Blick richtet sich inzwischen weniger nach oben als vielmehr nun auf die gefährdete Zone. „Wir müssen anfangen, wieder zu punkten. Jetzt geht der Blick eher nach unten als nach oben“, erklärte der Trainer.
Die Niederlage tut weh, dennoch sind wir positiv gestimmt, denn viel Zeit zum Grübeln bleibt der Mannschaft jedoch nicht. Mit dem TSV Berg wartet bereits der nächste starke Gegner. Der mit Tabellenführer  Göppingen punktgleiche Tabellenzweite reist nun zum kommenden Spiel nach Rottenburg. Einziger Hoffnungsschimmer im Hinblick auf die Topbegegnung gegen Berg ist, daß der FCR in der letzten Saison beiden Spiele gegen dieses Topteam gewinnen konnte. „Wir werden jetzt also die Niederlage so schnell wie möglich abschütteln, uns gut regenerieren und uns wieder optimal auf den TSV Berg vorbereiten“, kündigte Mutschler an, um den Erfolg der letzten Saison zu wiederholen.
Für den FC Rottenburg gilt es, die Niederlagenserie schnellstmöglich zu beenden und sowohl in der Defensive als auch im Angriff deutlich zuzulegen. Es müssen wieder Punkte her und das ist jedem bewusst.

Der 22-jährige Luis Kalbacher musste nach einem Kopfballduell mit offener Wunde ins Krankenhaus. Wir wünschen unserem Abwehrspieler eine schnelle Genesung. Kalbacher hat sich, aus der A-Liga kommend, mit Fleiß und Talent in die Stammelf der Verbandsligamannschaft des FCR gespielt und ist bei Marc Mutschler eine feste Größe.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es sollte nicht sein. Nach dem starken Auftritt gegen Schwäbisch Hall hatten wir am Samstag einen Tiefpunkt, der sich vor allem in den verlorenen Zweikämpfen abgezeichnet hat. Hofherrnweiler spielte ausschließlich lange Bälle. Gerade bei den zweiten Bällen waren sie sehr aggressiv und präsent in den Zweikämpfen. Über das gesamte Spiel hinweg hatten wir nur wenige Chancen. Daher müssen wir ehrlich sein: Hier war für uns nichts zu holen. Für uns gilt es nun, das Spiel abzuhaken und den Blick Richtung Berg zu richten. Dort benötigen wir einen Sahnetag.

Pressestimmen

Verlierer im Kampf um die zweiten Bälle
Artikel lesen | Tobias Zug am 05.10.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
TSG und SfD jubeln weiter
Artikel lesen | 04.10.2026 | Schwäbische/Aalener Nachrichten

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (63. Zettel), Aaron Leyhr, Ruben Nyanga, Luca Alfonzo (71. Genuardi), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher (42. Jansen), Moritz Rohrer, Julian M. Kiesecker (71. Bastians)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Anton Jansen, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Daniel Metzger
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel, Athletiktrainer Andreas Bader
Tore:
1:0 Philipp Tabatabai (15., Strafstoß)
2:0 Georgios Avtzis (18.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
David Modro (SV Leonberg/Eltingen, SRG Leonberg, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Hannah Rapp (TSV Heimerdingen)
Mark Nothum (SV Gebersheim)
Gelbe Karten: 0 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Luis Kalbacher (FCR) musste mit einer Kopfverletzung in der 42. Minute ausgewechselt werden. Er musste mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus zur weiteren Behandlung.
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 10.10.2026 empfängt die Mutschler-Elf am 9. Spieltag mit dem Tabellenzweiten TSV Berg (punktgleich mit Tabellenführer Göppingen) einen der Topfavoriten auf die Meisterschaft. Gespielt wird im Hohenbergstadion auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg. Spielbeginn ist wie gewohnt um 15:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Dr. John Köber vom ABV Stuttgart aus der Schiedsrichtergruppe Stuttgart.

FCR gewinnt das Kellerduell im Frankenstadion beim VfR Heilbronn mit 2:1



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 22. Spieltag
Datum: Samstag, 14.03.2026 | 14 Uhr
Spielort: Frankenstadion Heilbronn (Rasenplatz, Kapazität: 17.284 Zuschauer)


Rottenburg feiert wichtigen Sieg im Abstiegskampf

Der FCR hat sein erstes Auswärtsspiel 2026 im imposanten Frankenstadion in Heilbronn mit ca. 18.000 Zuschauer fassenden ehemaligen Zweitligastadion, beim VfR Heilbronn mit 2:1 (0:0) gewonnen und im Abstiegskampf wichtige 3 Punkte eingefahren. Ein Doppelpack in der zweiten Halbzeit von Rottenburgs Torjäger Lukas Behr (61., 71.) sorgte bei kühlen Temperaturen, dafür trockenen Wetter und vor knapp 300 Zuschauer für den erhofften Auswärtssieg. Den späten Anschlusstreffer erzielte die ehemalige Oberliga-Legende Julian Schiffmann in der 86. Minute per Strafstoß, der das Spiel nochmal spannend machte. Rottenburg verbesserte sich mit nun 20 Punkten – bei einem Spiel weniger – auf den 13. Platz und hat wieder 2 Punkte Vorsprung auf die TSG Tübingen, steht aber immer noch 4 Punkte hinter dem Relegationsplatz (SSV Ehingen-Süd, Platz 12) und 6 Punkte hinter Calcio Leinfelden-Echterdingen (Platz 11), die den ersten offiziellen Nichtabstiegsplatz belegen. Die Hoffnung lebt weiter, denn es stehen noch 12 Spiele aus, in denen alles möglich ist. Die Mannschaft wird alles daran setzen, um in den kommenden Wochen weitere Punkte zu sammeln und den Klassenerhalt zu sichern.
Die Mutschler-Elf hat mit ihrem Sieg in Heilbronn einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Verbandsliga gemacht. Den Heilbronnern hingegen droht nach ihrer siebten Heimniederlage der Abstieg. Der jüngste Erfolg, der durch einen hart umkämpften Arbeitssieg im Auswärtsspiel zustande kam, verdeutlicht die positive Entwicklung der letzten Spiele. Mit einer soliden Defensivleistung und einer effizienten Chancenverwertung konnte das Team den Gegner schließlich, wenn auch knapp, aber verdient besiegen. Die Mannschaftsführung hob nach dem Match hervor, wie bedeutend solche Siege für das Selbstvertrauen und die Position in der Tabelle sind. Die taktische Ausrichtung der Auswärtsspiele zeigt klare Strukturen, die auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit abzielen.
FCR feiert Doppelpacker Behr
In einem beeindruckenden Auftritt erzielte Behr seinen insgesamt 12. und 13. Treffer in der Verbandsliga und rückt damit dem Torjäger Janik Michel vom FC Holzhausen, der derzeit 18 Tore auf seinem Konto hat, immer näher. Mit seinen beiden Toren sowie fünf Assists belegt Behr nun den 5. Platz in der Torjägerliste, hinter namhaften Persönlichkeiten wie Pöschl und Iggoute (beide mit 14 Treffern) sowie Galic (15 Tore) und eben Michel.
Der Auswärtssieg hat für das Team weitreichende Konsequenzen. Er stärkt nicht nur das Selbstvertrauen der Mannschaft, sondern fördert auch eine positive Dynamik, die in den kommenden Begegnungen fortgeführt werden soll. In tabellarischer Hinsicht ist dieser Sieg ein entscheidender Schritt, um den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen nicht weiter vergrößern zu lassen. Für das Trainerteam stellt dieser Erfolg zudem eine Bestätigung der aktuellen taktischen Ausrichtung dar und motiviert sie zugleich, weiterhin an den Feinheiten ihrer Strategie zu arbeiten.
Die Anreise der Mannschaft, die mit 27 Mann nach einer rund anderthalbstündigen Fahrt in drei 9-sitzigen Sprintern des Shuttle-Service „Sunflower“ des Reiseunternehmens Sailer nach Heilbronn gelangte, verlief reibungslos. Die etwa 20 angereisten Fans aus Rottenburg reisten privat an und wurden gemeinsam mit der Mannschaft herzlich vom VfR Heilbronn empfangen. Alle Rahmenbedingungen stimmten: Staufreie Anfahrt, trockenes Wetter, freundlicher Empfang und ein beeindruckendes Stadion, in dem früher Profis aktiv waren. Zusätzlich bot der für die Jahreszeit gut bespielbare Rasen optimale Voraussetzungen für das Spiel, was zusammen mit dem Gewinn von drei Punkten gegen den Abstieg einen rundum perfekten Tag für die gesamte FCR-Familie darstellt – ein Erlebnis, das Lust auf mehr macht.
Das Spiel hatte den Charakter eines Schicksalsspiels oder eines kleinen Endspiels für die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler, da es unmittelbar mit dem Abstiegskampf verbunden war. Trotz des Drucks konnte die Mannschaft die Nerven bewahren und setzte ein starkes Zeichen an die Konkurrenz. Langfristig kann ein solcher Auswärtserfolg die Wahrnehmung der Mannschaft sowohl bei den Fans als auch bei Experten nachhaltig verbessern. Dies verdeutlicht, dass das Team in der Lage ist, auch in Drucksituationen und in fremdem Umfeld zu bestehen, was in einer langen Saison von entscheidender Bedeutung ist. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass dieser Sieg nicht nur für den Moment, sondern auch für die Zukunft des Vereins von großer Bedeutung ist.
Eine spannende Auseinandersetzung bis zum Schluss
Der Sieg kann als klassischer Arbeitssieg betrachtet werden: zahlreiche Standardsituationen, intensive Zweikämpfe und wenig Spielglanz. Dennoch war der Erfolg letztlich verdient, insbesondere aufgrund einer überzeugenden zweiten Halbzeit. Zwar zeugte die spielerische Darbietung nicht von Eleganz, jedoch ist es in der 6. Liga selten, dass Spiele durch Dominanz gewonnen werden. Hier sind Einsatzbereitschaft, Mentalität und die Entschlossenheit, jeden Zweikampf anzunehmen, entscheidend. Genau diese Eigenschaften hat die Mannschaft unter Beweis gestellt.
Für die Mutschler-Elf stellte dieser Sieg bereits den vierten Auswärtserfolg dar. Im Abstiegskampf bleibt es äußerst eng und spannend. Nun gilt es, fokussiert zu bleiben und im nächsten Heimspiel gegen den tabellarisch drittletzten FC Esslingen nachzulegen. FCR-Coach Mutschler betonte: „Der Sieg war für uns von großer Bedeutung, auch für unser Selbstvertrauen.“
Für die bevorstehenden Partien ist es von zentraler Bedeutung, die Leistungen konstant zu halten und die positiven Elemente des Spiels weiter auszubauen, um langfristig erfolgreich zu sein. Die Mannschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie in der Lage ist, auch in schwierigen Situationen zu bestehen, was in der laufenden Saison von großer Wichtigkeit sein wird.


FCR in der ersten Halbzeit mit erheblichem Glück
Um 14 Uhr begann ein entscheidendes Spiel im Abstiegskampf für den FCR. Die Mannschaft unter der Leitung von Kapitän Leon Oeschger war sich der Herausforderung bewusst, da auch der VfR Heilbronn auf einen Sieg angewiesen war, um seine letzten Chancen zu wahren. Der FCR startete vielversprechend in die Partie und dominierte die ersten zehn Minuten. Durch Baur und Jansen ergab sich die erste vielversprechende Möglichkeit, jedoch verpasste Jan Baur am zweiten Pfosten die Chance zur Führung.
In der 8. Minute kam Heilbronn durch einen Kopfball zu seiner ersten Gelegenheit, die zugleich als Wendepunkt für den ehemaligen Zweitligisten diente, der fortan das Spielgeschehen zunehmend kontrollierte. In der 12. Minute musste der FCR eine kritische Situation überstehen, in der Manuel Weber verletzt am Boden lag und behandelt werden musste. Heilbronn setzte überwiegend über seine linke Seite zum Angriff an, doch bei Votentsev endeten die Angriffe häufig.
In der 29. Minute hatte der FCR großes Glück als sowohl Votentsev als auch Hirschka gerade noch vor der Torlinie klären konnten. In der 33. Minute sah sich FCR-Trainer Marc Mutschler dann gezwungen zu handeln, da Anton Jansen verletzungsbedingt aus dem Spiel genommen werden musste. Max Biesinger wurde eingewechselt.
In der 38. Minute gelang dem VfR ein vielversprechender Angriff. Nach einem Querpass in die Mitte verfehlte ein Heilbronner am zweiten Pfosten nur knapp das Tor und die Kugel rollte am Pfosten vorbei ins Aus. Eine Minute später vergab Heilbronn eine weitere gute Möglichkeit. Zu diesem Zeitpunkt zeigte Heilbronn mehr Leidenschaft und Willensstärke, während der FCR weitgehend nur reagierte.
In der ersten Halbzeit war deutlich zu erkennen, dass der VfR mit gut ausgebildeten Spielern aufwartete, die bereits auf höherem Niveau gespielt hatten, jedoch agierten sie nicht als geschlossene Mannschaft, sondern konzentrierten sich eher auf individuelle Leistungen. Nach zwei Minuten Nachspielzeit schickte Schiedsrichter Gregor Wiederrecht die Spieler zur Halbzeitpause.


Turbulente Szenen in den Schlussminuten
Die Heilbronner Mannschaft trat entschlossen aus den Katakomben hervor und setzte ihren Druck kontinuierlich fort. In der 48. Minute konnte FCR-Torwart Juli Häfner einen Rückstand von 0:1 durch eine eindrucksvolle Fußparade verhindern, was als Weckruf für das Team fungierte. Der FCR fand zunehmend besser ins Spiel und erspielte sich Chancen, wie etwa durch Oeschger, der in der 52. Minute aus der Distanz sein Glück versuchte.
FC-Coach Mutschler erkannte den positiven Trend und entschied sich, offensiver zu agieren. Er brachte in der 57. Minute Lennis Eberle für den defensiv orientierten Jan Baur ins Spiel, um die Abwehrreihe der Heilbronner zu durchbrechen. Dies gelang schließlich auch. Hirschka unterbrach den Aufbau des Heilbronner Spiels an der Mittellinie und spielte den Ball sofort zu Oeschger. Dieser leitete das Spiel schnell weiter und passte im Mittelfeld auf Behr, der Biesinger in besserer Position bediente. Leider konnte Biesinger den Ball nicht kontrollieren, wodurch dieser wieder frei wurde. Ein Spieler von Heilbronn erlangte die Kontrolle über den Ball, verlor ihn jedoch vor dem Strafraum an Behr. Dieser reagierte prompt und erzielte aus etwa 15 Metern Entfernung das 1:0 für den FCR, was im Publikum große Begeisterung auslöste.
Mit diesem Tor war der Bann gebrochen. In der 68. Minute versuchte Heilbronn, ihr Spiel von hinten aufzubauen, zeigte jedoch nicht die nötige Konsequenz. Behr eroberte den Ball, spielte Eberle an, der sich im Eins-gegen-Eins mit dem Heilbronner Torwart befand. Eberle lupfte den Ball über den Keeper, wurde jedoch foul gespielt. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt – Elfmeter. Trotz einer Verletzung konnte Eberle kurz darauf aufstehen, sodass Lukas Behr bereit war, den Strafstoß auszuführen. Behr verwandelte in der 71. Minute souverän zur 2:0-Führung, was Konflikte mit dem gegnerischen Torwart zur Folge hatte, infolgedessen Behr die gelbe Karte erhielt. Dennoch war der FCR mit 2:0 in Führung, und es blieben noch offiziell 19 Minuten zu spielen – die Aussichten waren vielversprechend.
Zwei Minuten später, in der 73. Minute, wurde Behr, der eine hervorragende Leistung gezeigt hatte, ausgewechselt und feierte seinen verdienten Beifall von den Rottenburger Fans. Daniel Angerer kam als weiterer Stürmer ins Spiel. Die Heilbronner schienen geschockt, wodurch auch von ihrer Seite nicht mehr viel Offensive ausging. Der FCR versuchte nun, das Ergebnis zu verwalten und es kam zu weniger nennenswerten Höhepunkten.
Ein besonderer Moment ereignete sich in der 81. Minute, als Loris Zettel nach einer langen Verletzungspause für Ackermann eingewechselt wurde und nun ebenfalls den Status eines Verbandsligaspielers erlangte. Nur eine Minute später kehrte Jakob Bader nach langer Verletzungsabwesenheit zurück ins Spiel und ersetzte den unglücklich agierenden Maxi Biesinger.
In der 86. Minute durften die Heilbronner wieder hoffen. Angerer foulte einen Heilbronner Spieler im Strafraum und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Julian Schiffmann verwandelte den Strafstoß flach und sicher zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Partie wurde nun hektisch und spannend.
Angerer hätte in der 89. Minute die Gelegenheit gehabt, seinen vorherigen Fehler wiedergutzumachen, als er nach einem Querpass von Eberle freistehend vor Heilbronns bestem Spieler, dem Torwart Nils Leidenberger, zum Abschluss kam, den Ball jedoch über das Tor beförderte. Hierbei ist anzumerken, dass Angerer in Rückenlage agierte, was die Situation erschwerte.
Die Nachspielzeit begann und hielt einige Überraschungen parat. Die meisten Zuschauer rechneten mit etwa fünf Minuten, doch der Schiedsrichter pfiff nicht sofort ab. Der FCR konnte immer wieder Entlastung schaffen und Zeit an der Eckfahne schinden, während Heilbronn sich oft das Spielgerät zurückholte. Der FCR verteidigte sich mit allem, was ihm zur Verfügung stand, und kam zu einigen Freistößen, die wertvolle Zeit brachten. Diese Freistöße wurden sowohl von der Bank als auch von den Zuschauern euphorisch gefeiert, bis der Schiedsrichter schließlich nach neun Minuten Nachspielzeit das Spiel beendete.
Fazit
Der Sieg für Rottenburg war am Ende aufgrund des ausgeprägten Willens und der Effizienz verdient. Der FCR zeigte ein hohes Maß an Entschlossenheit und agierte in seinen Möglichkeiten effektiver. Im Gegensatz dazu hatte Heilbronn Schwierigkeiten mit der Verwertung seiner Chancen. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf durchaus entsprochen, ohne dass man sich darüber hätte beschweren können. Es war unbestreitbar ein typisches Unentschiedenspiel, jedoch scheint der FCR besser auf die Herausforderungen des Abstiegskampfes vorbereitet zu sein als Heilbronn.
15 Minuten nach Spielschluss fand im VIP-Raum des VfR Heilbronn eine aufschlussreiche Pressekonferenz der beiden Trainer bei Kaffee und Kuchen statt.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Das Spiel war von vielen Zweikämpfen und langen Bällen geprägt, was zu erwarten war, da der VfR äußersten Druck verspürt um die Klasse zu halten. Hierzu müssen sie möglichst schnell Punkte sichern. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, aber aufgrund unserer Aggressivität und unserer starken Zweikampfquote gehen wir hier als Sieger vom Platz. Wir machen zwar in den letzten 10 Minuten das Spiel nochmals spannend, aber wir konnten als Team die drei Punkte verwalten. Nun muss eine gute Trainingswoche absolviert werden, um im nächsten Heimspiel erneut Punkte zu holen. Wir glauben an den Klassenverbleib!


Pressestimmen

Doppelpack Lukas Behr
Artikel lesen | Vincent Meissner am 16.03.2026 | Schwäbisches Tagblatt
VfR Heilbronn trifft das Tor nicht – Wegweisende Niederlage gegen FC Rottenburg
Artikel lesen | Olaf Kubasik am 14.03.2026 | Heilbronner Stimme
„Viel Kampf, wenig Fußball“ – VfR Heilbronn gewinnt dennoch Erkenntnisse
Artikel lesen | Olaf Kubasik am 14.03.2026 | Heilbronner Stimme
„Nichts als Leere“ – Verpasste Torchancen brechen dem VfR Heilbronn das Genick
Artikel lesen | Alexander Bertok und Olaf Kubasik am 16.03.2026  | Heilbronner Stimme
FC Rottenburg mit Big Points
16.03.2026 | Neckar-Chronik
  • Der FC Rottenburg hat das Abstiegsduell in der Fußball-Verbandsliga beim VfR Heilbronn mit 2:1 (0:0) gewonnen. Matchwinner war Lukas Behr, der in 61. und 71. Minute doppelt traf und seine Elf auf die Siegerstraße brachte. Heilbronn hatte während des Spiels zwar mehr Torchancen, doch es reichte durch Julian Schiffmann (86.) nur noch zum Anschluss. Heilbronn bleibt letzter und der FC Rottenburg hat mit 20 Punkten den Anschluss an den Relegationsplatz hergestellt.
FC Rottenburg wahrt Chance
16.03.2026 | Reutlinger General-Anzeiger
  • Mit einem 2:1-Sieg beim Tabellenletzten VfR Heilbronn wahrt sich der FC Rottenburg derweil gute Chancen auf den Klassenerhalt. Die Partie im Tabellenkeller war wie zu erwarten. Viele lange Bälle hinter die Abwehrketten, viel Kampf. »Wir haben die zweiten Bälle gewonnen, das war entscheidend, gingen dann, verdient mit 2:0 in Führung«, sagte Rottenburgs Trainer Marc Mutschler. Zwar wurde die Begegnung nach dem 1:2 eng, doch Rottenburg verteidigte gut und sicherte sich die Zähler.

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Markus Riel)

Pressekonferenz im VIP-Raum des Frankenstadions mit Heilbronns neuem Trainer Andreas Lechner (li.) – seit nun mehr drei Spielen erst im Amt – und Rottenburgs Coach Marc Mutschler (re.)


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Stanislav Votentsev, René Hirschka, Jan Baur (57. Eberle), Lukas Behr (73. Angerer), Anton Jansen (33. Biesinger, 82. Bader), Leon Oeschger (C), Nick Heberle, Manuel Weber, Maxime Ackermann (81. Zettel), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Dario Bedic, Loris Zettel, Lennis Eberle, Maximilian Biesinger, Jakob Bader, Daniel Angerer, Julian M. Kiesecker, Ali Hamdar, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Lukas Behr (61.)
0:2 Lukas Behr (71., Strafstoß)
1:2 Julian Schiffmann (86., Strafstoß)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Gregor Wiederrecht (SKG Erbstetten, Schiedsrichtergruppe Backnang)
Schiedsrichter-Assistenten:
Dennis Verbraeken (SK Fichtenberg)
Jannik Wieland (SV Allmersbach)
Gelbe Karten: 3/4
Besondere Vorkommnisse: Keine
Zuschauer: ca. 280

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 23. Spieltag am Samstag, den 21.03.2026 und dem Heimspiel gegen den Tabellen-Drittletzten und Namensvetter FC Esslingen. Spielbeginn auf dem neu renovierten Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg ist um 15 Uhr. Das Hinspiel konnte der FC Rottenburg in einem Flutlichtspiel auf dem Kunstrasen auswärts in Esslingen-Weil gewinnen. Das Spiel wird geleitet von Oberliga-Schiedsrichter Christian Buschmann.