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Keine Punkte auf der Ostalb: FCR verliert verdient in Hofherrnweiler mit 0:2



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 8. Spieltag
Datum: Samstag, 03.10.2026 (Tag der Deutschen Einheit) | 15:30 Uhr
Spielort: Fritz-Sportpark Hofherrnweiler, Sparkassenstadion (Rasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • Krankenhaus: Kopfverletzung bei Luis Kalbacher
  • Dritte Niederlage in Folge
  • Zum vierten Mal im achten Spiel ohne eigenes Tor

Doppelschlag zwingt den FC in die Knie

FC Rottenburg unterliegt der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit 0:2 (0:2) und kassiert die dritte Niederlage in Folge. So musste sich die Mutschler-Elf am Tag der Deutschen Einheit (Sa., 03.10.2026) bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verdient geschlagen geben. Vor rund 150 Zuschauern im Sparkassenstadion des Fritz-Sportparks in Hofherrnweiler sorgte die TSG bereits in der Anfangsphase mit einem Doppelschlag für die Entscheidung: Philipp Tabatabai verwandelte in der 15. Minute einen Strafstoß, ehe Georgios Avtzis nur drei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Durch die Niederlage rutschte der FC Rottenburg in der Tabelle um einen Rang auf Platz neun ab. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verbesserte sich nach dem fünften Sieg in Serie dagegen auf den fünften Tabellenplatz und schloss zum Spitzen-Quartett auf.
Fast auf den Tag genau (letzte Saison am 04.10.2025) musste der FCR eine seine weitesten Auswärtsfahrten antreten und zum Aalener Teilort Hofherrnweiler reisen. Wieder mit drei vom Schuhhaus Kratzer gesponserten Bussle von Sunflower Shuttle-Service aus dem Reiseunternehmen Sailer Reisen machte man sich um 11:30 Uhr vom Hohenberg auf die ca. mit Pause zweieinhalbstündige Fahrt.
Zum Spiel: Bei optimalem Fußballwetter erwischte die TSG den besseren Start und setzte den FCR mit einigen Chancen früh unter Druck. Rottenburg bekam die u.a. lang geschlagenen Bälle der Gastgeber nur schwer in den Griff. Zwar klärte FCR-Abwehrchef René Hirschka – dessen Rücken dieses Mal hielt – zahlreiche hohe Zuspiele mit dem Kopf, doch bei den sogenannten zweiten Bällen präsentierte sich Hofherrnweiler deutlich aufmerksamer. „Bei den zweiten Bällen waren sie galliger und bissiger“, analysierte FCR-Trainer Marc Mutschler nach der Partie.


Zwei Gegentore binnen drei Minuten
In der 15. Minute setzte sich die TSG nach einem gewonnenen Zweikampf im Anschluss an einen abgewehrten Ball erneut im Rottenburger Strafraum fest. Die Folge war ein Foulelfmeter. Der ehemalige Oberligaspieler des VfR Aalen Philipp Tabatabai trat an und verwandelte trotz der Berührung von FCR-Torhüter Julian Häfner präzise rechts unten zur 1:0-Führung. Nur drei Minuten später schlug Hofherrnweiler erneut zu. Nach einem lang geschlagenen Diagonalball nutzte Georgios Avtzis – letzte Saison noch beim TSV Oberensingen unter Vertrag – die Unordnung in der Rottenburger Defensive und erhöhte auf 2:0. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir verschlafen“, musste Mutschler einräumen.
Der Doppelschlag brachte den FC Rottenburg früh auf die Verliererstraße. Zwar fand die Mannschaft anschließend besser in die Partie und erspielte sich einige Möglichkeiten, doch die Gastgeber blieben insgesamt die effektivere und überlegene Mannschaft. Ein Rottenburger Abschluss landete noch als beste Rottenburger Chance an der Latte. Für einen Punktgewinn hätte es nach Einschätzung des FCR-Trainers jedoch „sehr viel Spielglück“ gebraucht.
Verletzung von Luis Kalbacher überschattet die Partie
Überschattet wurde die Begegnung von der Verletzung Luis Kalbachers. Der Rottenburger Abwehrspieler musste nach einem Kopfballduell – bei dem der FCR einen Strafstoß hätte bekommen müssen – mit einer offenen Platzwunde ausgewechselt und zunächst in ein ortsnahes Krankenhaus gebracht werden. Später wurde er in einer Tübinger Klinik getackert. Ob Kalbacher im kommenden Heimspiel gegen den TSV Berg wieder zur Verfügung steht, ist derzeit noch offen. „Das war ein langer Tag“, sagte Mutschler, der gemeinsam mit René Hirschka und Betreuer Karl Ellsässer seinen verletzten Spieler nach der Partie begleitete.
Dritte Niederlage in Serie
In der zweiten Halbzeit bemühte sich der FC Rottenburg zwar um den Anschlusstreffer, fand gegen die kompakte Defensive der TSG jedoch keine entscheidende Lücke. Hofherrnweiler verwaltete die Führung souverän und feierte am Ende einen verdienten Heimsieg.
Für den FCR war es, trotz zusätzlich neun Minuten Nachspiel aus beiden Halbzeiten, die dritte Niederlage in Folge und bereits die fünfte Pleite im achten Saisonspiel. Mit lediglich neun erzielten Treffern bei 20 Gegentoren zeigt sich deutlich, wo derzeit die größten Probleme liegen: Rottenburg fehlt es an Durchschlagskraft im Angriff, während die Defensive im Schnitt mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel kassiert. „Diese beiden schnellen Gegentreffer haben uns wohl das Genick gebrochen. Danach gingen bei uns die Köpfe runter“, fasste Mutschler die Partie nochmal zusammen.

Fazit: Blick geht nach unten
Die TSG war überlegen, dennoch haben wir defensiv gut gearbeitet. Nach der dritten Niederlage in Folge – die bislang längste Negativserie des FCR in der noch jungen Saison – ist die Stimmung beim FCR angespannt. Der Blick richtet sich inzwischen weniger nach oben als vielmehr nun auf die gefährdete Zone. „Wir müssen anfangen, wieder zu punkten. Jetzt geht der Blick eher nach unten als nach oben“, erklärte der Trainer.
Die Niederlage tut weh, dennoch sind wir positiv gestimmt, denn viel Zeit zum Grübeln bleibt der Mannschaft jedoch nicht. Mit dem TSV Berg wartet bereits der nächste starke Gegner. Der mit Tabellenführer  Göppingen punktgleiche Tabellenzweite reist nun zum kommenden Spiel nach Rottenburg. Einziger Hoffnungsschimmer im Hinblick auf die Topbegegnung gegen Berg ist, daß der FCR in der letzten Saison beiden Spiele gegen dieses Topteam gewinnen konnte. „Wir werden jetzt also die Niederlage so schnell wie möglich abschütteln, uns gut regenerieren und uns wieder optimal auf den TSV Berg vorbereiten“, kündigte Mutschler an, um den Erfolg der letzten Saison zu wiederholen.
Für den FC Rottenburg gilt es, die Niederlagenserie schnellstmöglich zu beenden und sowohl in der Defensive als auch im Angriff deutlich zuzulegen. Es müssen wieder Punkte her und das ist jedem bewusst.

Der 22-jährige Luis Kalbacher musste nach einem Kopfballduell mit offener Wunde ins Krankenhaus. Wir wünschen unserem Abwehrspieler eine schnelle Genesung. Kalbacher hat sich, aus der A-Liga kommend, mit Fleiß und Talent in die Stammelf der Verbandsligamannschaft des FCR gespielt und ist bei Marc Mutschler eine feste Größe.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es sollte nicht sein. Nach dem starken Auftritt gegen Schwäbisch Hall hatten wir am Samstag einen Tiefpunkt, der sich vor allem in den verlorenen Zweikämpfen abgezeichnet hat. Hofherrnweiler spielte ausschließlich lange Bälle. Gerade bei den zweiten Bällen waren sie sehr aggressiv und präsent in den Zweikämpfen. Über das gesamte Spiel hinweg hatten wir nur wenige Chancen. Daher müssen wir ehrlich sein: Hier war für uns nichts zu holen. Für uns gilt es nun, das Spiel abzuhaken und den Blick Richtung Berg zu richten. Dort benötigen wir einen Sahnetag.

Pressestimmen

Verlierer im Kampf um die zweiten Bälle
Artikel lesen | Tobias Zug am 05.10.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
TSG und SfD jubeln weiter
Artikel lesen | 04.10.2026 | Schwäbische/Aalener Nachrichten

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (63. Zettel), Aaron Leyhr, Ruben Nyanga, Luca Alfonzo (71. Genuardi), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher (42. Jansen), Moritz Rohrer, Julian M. Kiesecker (71. Bastians)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Anton Jansen, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Daniel Metzger
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel, Athletiktrainer Andreas Bader
Tore:
1:0 Philipp Tabatabai (15., Strafstoß)
2:0 Georgios Avtzis (18.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
David Modro (SV Leonberg/Eltingen, SRG Leonberg, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Hannah Rapp (TSV Heimerdingen)
Mark Nothum (SV Gebersheim)
Gelbe Karten: 0 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Luis Kalbacher (FCR) musste mit einer Kopfverletzung in der 42. Minute ausgewechselt werden. Er musste mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus zur weiteren Behandlung.
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 10.10.2026 empfängt die Mutschler-Elf am 9. Spieltag mit dem Tabellenzweiten TSV Berg (punktgleich mit Tabellenführer Göppingen) einen der Topfavoriten auf die Meisterschaft. Gespielt wird im Hohenbergstadion auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg. Spielbeginn ist wie gewohnt um 15:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Dr. John Köber vom ABV Stuttgart aus der Schiedsrichtergruppe Stuttgart.

FC verliert im Regenchaos von Hofherrnweiler mit 3:4 sowie 2 Spieler mit Rot



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 10. Spieltag
Datum: Samstag, 04.10.2025 | 15:30 Uhr
Spielort: Sparkassen-Stadion im Fritz-Sportpark Hofherrnweiler (Rasenplatz)

Verrückte Regenschlacht kostet Punkte und Spieler

Regenschlacht in Hofherrnweiler stand kurz vor einem Spielabbruch. Der FCR unterlag am 10. Spieltag im Sparkassen-Stadion im Fritz-Sportpark im Aalener Vorort Hofherrnweiler bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach bei anhaltend strömenden (Stark-) Regen mit Sturmböen mit 3:4 (0:1) und rutschten nach einer erneuten Ein-Tore-Niederlage einen weiteren Platz auf den nun 13. und ersten Abstiegsplatz ab. Die Rottenburger Tore erzielten Lukas Behr (55.) zum 1:2, Maxime Ackermann (58.) zum 2:2-Ausgleich und René Hirschka (71.) zum 3:3-Ausgleich. Zudem kassierten aufgrund der Wetterverhältnisse Daniel Angerer wegen groben Foulspiels und Stanislav Votentsev wegen einer Notbremse die Rote Karte. Nächster Gegner ist Mit-Aufsteiger VfB Friedrichshafen.
Verbandsliga, es war der 10. Spieltag: Das Thermometer zeigte ca. 20 Grad und es war Sonnenschein. Es deutete alles auf einen schönen Spieltag hin. Die Mannschaft, Trainerstab und Fans trafen sich um 11:30 Uhr auf dem Hohenberg und man setzte sich um 11:40 Uhr mit vom Schuhhaus Kratzer gesponserten drei 9-sitzigen Shuttle-Bussen der Firma Sailer Reisen in Bewegung. Dabei geht als allererstes der Dank an unsere Fahrer Bernd Mutschler, Klaus Schiebel und Michael Heberle, die uns sicher in die Weststadt von Aalen nach Hofherrnweiler chauffierten. Bei Lorch, kurz vor Schwäbisch Gmünd legte man dann noch eine kurze halbstündige Pause ein um sich vor der schweren Aufgabe beim Tabellensechsten zu stärken. Es gab Vesper von der Metzgerei Wiech, frisches Brot von der Bäckerei Leins und alkoholfreie Getränke von der Brauerei Schimpf. Nachdem alle gesättigt waren machten wir uns auf, die letzten Kilometer hinter uns zu bringen. Noch während den letzten Kilometern bahnte sich schlechtes Wetter an. Es begann immer wieder an zu regnen. Gegen 14 Uhr war das Ziel erreicht, der Rest war nun Sache der Mannschaft.

Danke an unserer Förderer und Partner

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal ganz herzlich beim Schuhhaus Kratzer bedanken, der die drei Busse sponserte und finanzierte. Vielen Dank dafür, aber auch nochmal ein Dank an die Metzgerei Wiech, Bäckerei Leins und Brauerei Schimpf für das Sponsoring unserer Verpflegung. Danke an alle. Nur gemeinsam sind wir stark!
Leider gibt es vom Spiel keine Fotos. Das Wetter ließ es einfach nicht zu. Ich war zu beschäftigt überhaupt meinen Regenschirm zu halten, geschweige denn darauf zu achten, daß mein Rucksack mit Kamera nicht nass wird. Also Sorry, daß es keine Bilder gibt, bis auf die bis die Mannschaften einliefen, denn anschließend war es vorbei mit Bilder machen. Wir als Fans am Spielfeldrand führten unseren eigenen Kampf und zwar gegen den Regen, denn in der fünften Minute machte der Himmel endgültig auf und es schüttete aus Eimern. So was habe ich in meiner langen Fußballfanzeit noch nie erlebt. Nach dem Spiel waren alle bedient und damit beschäftigt sich warm zu halten. Durchnässt bis auf die Unterhose und die Zehen. Es war heftig und nicht schön, dennoch ließen die paar mitgereisten Rottenburger Fans es sich nicht nehmen die Mannschaft dem Regen zum Trotz, anzufeuern!!!!!


Irreguläre Platzverhältnisse in Halbzeit zwei
So jetzt aber zum Spiel: Der Rasen im Sparkassen-Stadion im Fritz Sportpark in Hofherrnweiler lag perfekt da, „wie ein Teppich“ freuten sich die Spieler bei der Begehung vor dem Spiel, denn auch bis zum Spielbeginn war das Wetter noch fußballfreundlich. Nun, denkbar schlecht hatte es der Wettergott dann mit der gastgebenden TSG Hofherrnweiler-Unterrombach und Aufsteiger FC Rottenburg gemeint. Pünktlich zu Spielbeginn öffnete der Himmel alle Schleusentore und es begann zu schütten wie aus Kübeln. Dies tat dem Spielfluss überhaupt nicht gut. Dennoch hatte der FCR den besseren Start. In den ersten zwanzig Minuten waren beide Teams ausschließlich aus der Distanz zu Schüssen gekommen. Den gefährlichsten wehrte TSG-Keeper Joshua Barth halbhoch gegen Julian Kiesecker rechts ab. Kiesecker und Angerer waren es, die weitere Chancen zu einer Rottenburger Führung hatten. Die TSG erzielte dann in der 20. Minute mit seiner ersten guten Möglichkeit durch Mert Arslan die 1:0-Führung. Nach einer Flanke auf den langen Pfosten schmuggelte sich Arslan weg und nickte zur 1:0-Führung für Hofherrnweiler unbedrängt ein. Auch in der Folge gab es wenig erwähnenswerte Torchancen. Nachdem ein Abseitstor der TSG nicht gegeben wurde, hatten kurz vor dem Pausenpfiff die Hausherren eine gute Möglichkeit, als sich Jermain Ibrahim geschickt um einen Gegenspieler drehte und ins Eck abschloss. Rottenburgs Torwart Julian Häfner reagierte allerdings sensationell reflexartig und verhinderte mit dem linken Fuß das 0:2.
Nach dem Seitenwechsel – es schüttete immer noch wie aus Kübel – nahm die Partie wie aus dem Nichts extrem Fahrt auf. Es waren knapp 10 Minuten gespielt, als Daniel Angerer völlig übermotiviert im Mittelfeld Damjan Bucan mit offener Sohle am Knöchel erwischte, allerdings sah es schlimmer aus als es war, denn Angerer rutschte auf dem glitschigen Rasen unkontrolliert in den Mann. Nun, auf den ersten Blick für den Schiedsrichter kam nichts, erst nach Absprache mit seinem Assistenten zückte er die Rote Karte. Nun kam alles zusammen. Die Situation spielte dem Gastgeber in die Karten und so erhöhte Tim Seidler per Kopfball auf 2:0 (54.).
Mit einem Mann mehr auf dem Feld und einer deutlichen Führung im Rücken war nun davon auszugehen, dass die Begegnung entschieden wäre. Doch Rottenburg puschte sich, jeder gab nun nochmal das ein oder andere Prozent mehr und so kam der FCR fast im direkten Gegenzug eine Minute später (55.) zum Anschluss, als Kapitän Lukas Behr eine Flanke von Maxime Ackermann von links mit dem Kopf verwandelte. Nun hatten die Gäste um Trainer Marc Mutschler Morgenluft gewittert, blieben aggressiv und versuchten es weiter offensiv. Und schon klingelte es wieder im Kasten der TSG. Nachdem eine Freistoßflanke von rechts von Aaron Leyhr über diverse Abwehrversuche in den völlig verwaisten Rückraum abprallte, zog Maxime Ackermann direkt ab und verwandelte mit einem satten Schuss unten links zum überraschenden 2:2-Ausgleich.
Doch auch die TSG war nun angestachelt, man meckerte sich an und so gingen sie prompt ihrerseits wieder in Führung. Nach Nicola Zahners Eckball auf den ersten Pfosten ließ Simon Lechleitner den Ball über sein eigenes Haupthaar gleiten und am FCR-Schlussmann Häfner vorbei ins lange Eck zur erneuten Führung. 3:2 in der 62. Minute – es war nun ganz schön Action im Spiel. Damit war bereits der vierte Treffer in nur acht Minuten gefallen. Diese Schlagzahl konnte die Partie witterungsbedingt kaum mehr halten und die Qualität flachte zusehends ab. Es herrschte nur noch Kampf, Gier und Wille auf mehr. Alle kamen auf dem Zahnfleisch daher. Auf einem Geläuf, das durch teils sintflutartigen Regen mitunter an das WM-Halbfinale 1974 Deutschland gegen Polen in Frankfurt erinnerte, blieb der Ball immer wieder unvermittelt stehen. Passstafetten waren nahezu unmöglich und so wurde beiderseits nur noch mit langen Bällen agiert.
Eine dieser Flanken aus dem Halbfeld segelte nach 75 Minuten in den Weilermer Strafraum, wo René Hirschka so so halb in Rückwärtsfliegen am höchsten stieg und Joshua Barth im Heimtor überwand. Ein typisches Hirschka-Tor. Der Jubel war natürlich riesengroß, auch die paar Rottenburger Fans hatten wieder Hoffnung geschöpft. Trotz der Unterzahl agierte der Aufsteiger weiterhin mutig, was ihm in der 83. Minute zum Verhängnis wurde. Die Abwehr des FCR war etwas zu weit aufgerückt und so lief Mert Arslan allein aufs Tor zu. Außenverteidiger Stanislav Votentsev war noch vor dem Strafraum zur Notbremse gezwungen, als der Ball plötzlich im Wasser steckenblieb und es so zum unglücklichen Foul kam. Auch hier gab es Rot für Votentsev. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl hätte Schiedsrichter Mario Doser aus Saulgau die Karte stecken lassen und nur auf Freistoß entscheiden können. Selbst die heimischen Fans – die von diesem Platzverweis profitierten – konnten diese Entscheidung nicht nachvollziehen.
Auch in nun doppelter Überzahl waren lange Bälle weiterhin das Mittel der Wahl gegen Rottenburger, die den Punkt – es stand 3:3 – mit allen Mitteln verteidigen wollten. Jedoch schlug Marc Wagemann in der 86. Minute von der Mittellinie einen perfekten Ball auf den einstartenden Tim Seidler, der im 16er erneut seinen Kopf hinhielt und den Ball aus etwa 13 Metern über den nassen Scheitel ins Eck verlängerte. Der FCR bäumte sich dennoch nochmal auf und packte nun alles aus, was in ihnen steckte. So erspielte man sich noch die ein oder andere Chance um erneut auszugleichen. Doch nach 7 Minuten erlöste der Schiedsrichter alle Beteiligten, die bei diesem Spiel dabei waren.


Fazit
Nachdem beide Mannschaften in Hälfte eins große Probleme hatten, sich mit der Witterung zu arrangieren, passten sie ihr Spiel nach der Pause erkennbar an. Bezeichnend dafür war, dass von sieben Toren sechs Kopfbälle waren. Spielerisch werden beide Trainer vermutlich wenig aus der Partie mitnehmen können – abgesehen von dem Wissen, in den nächsten Trainingseinheiten noch einmal am Stellungsspiel der eigenen Defensivreihe bei hohen Bällen zu arbeiten. Für die TSG bedeuten die drei Punkte den Verbleib auf Platz sechs in der Tabelle und Kontakt zur Spitzengruppe der Liga. Rottenburg rutscht auf Platz 12 ab.
In Überzahl verspielte die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach zunächst eine 2:0-Führung gegen den FC Rottenburg. TSG-Eigengewächs Tim Seidler erzielte kurz vor Schluss doch noch den glücklichen 4:3-Siegtreffer.
Am Ende war es ein glücklicher Sieg der TSG Hofherrnweiler bei widerlichen Verhältnissen. Mutschler war bedient und meinte: „Wieviel Pech kann man haben.“ Dennoch sprach er seiner Mannschaft eine Riesenkompliment aus: „Wir waren teilweise in Unterzahl das bessere Team, aber uns fehlt gerade das Spielglück“, so Mutschler, nach der vierten Niederlage in Folge mit nur einem Tor Differenz.
Der Dauerregen – es schüttete 90 Minuten wie aus Kübeln – wie auch Sturmböen, beeinflussten das Spiel von Minute zu Minute, indem er den Ball schneller und schwieriger kontrollierbar machte, aber auch die Gesundheit der Spieler gefährdete. Daher hofft auch der FCR auf milde Strafe bei der Urteilsfindung gegen die beiden Roten Karten gegen Angerer und Votentsev, die aufgrund des mittlerweile unbespielbaren und rutschigen Rasens zustande kamen.
Es waren noch regulär ca. 5 Minuten zu spielen als der Schiedsrichter TSG-Kapitän Zahner sowie René Hirschka zu sich beorderte. Er wollte die Meinung der Spieler hören, bzgl. eines Spielabbruchs, weil der Platz ja schon unter Wasser stand, um auch über einen evtl. Abbruch zu diskutieren. „Der Ball würde noch normal rollen, darum würde er es durchziehen“, so der Schiri. Dann hat TSG-Kapitän Zahner und Hirschka gesagt, dass es ja logisch wäre, dass der FCR bei zwei Mann weniger für Abbruch und Zahner natürlich für Weiterspielen wäre und dass nun der Schiedsrichter entscheiden muss. Hirschka plädierte natürlich auf Spielabbruch, da der Ball keines Falls mehr normal rollte, was auch kurz später die Szene von Oleh Stepanenko zeigte, der bei einem Spurt mehrere Meter unkontrolliert wegrutschte und das Wasser nur so in die Höhe spritzte. Nur der Schiedsrichter und der TSG-Kapitän plädierten auf Weiterspielen, na klar aus Sicht der TSG. Das letzte Wort hatte der Schiedsrichter und ließ zu Ende spielen. Uns fehlte die Souveränität und das Fingerspitzengefühl des Verbandsliga-Schiedsrichters angesichts der Platzverhältnisse. Trotzdem gilt: „Wenn Du das Spiel nicht gewinnst, dann darfst Du es aber auch nicht verlieren“, sagte einmal Jürgen Klopp und so war es auch am Samstag.

Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es ist einfach schwierig, nach so einem Spiel die passenden Worte zu finden. Mit Phasenweise 9 Mann haben wir alles, was nötig war, auf dem Platz gelassen.  Wir haben uns immer wieder auf einem teilweise unbespielbaren Platz zurückgekämpft. Es schmerzt, nach jetzt vier Spielen in Folge ohne Punkt zu sein, doch unsere Motivation bleibt ungebrochen und wir verlieren unsere Ziele nicht aus den Augen. Es war offensichtlich, dass nach dem Erfolg der letzten Jahre auch schwere Zeiten in der Verbandsliga kommen würden und diese gilt es nun zu überwinden!

Pressestimmen

Wieder nur ein Tor Differenz
Artikel lesen | Vincent Meissner am 06.10.2025 | Schwäbisches Tagblatt
Wie verhext: FC Rottenburg verliert erneut knapp
Artikel lesen | 06.10.2025 | Reutlinger General-Anzeiger
TSG-Wahnsinn: Sieben Treffer, zwei Platzverweise und ein Sieger
Artikel lesen | 05.10.2025 | Schwäbische / Aalener Nachrichten


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, Stanislav Votentsev, René Hirschka, Lukas Behr (C) (70. Stepanenko), Nick Heberle, Moritz Rohrer (75. Baur), Daniel Angerer, Julian M. Kiesecker (53. Ackermann), Luca Alfonzo (53. Weber), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Jan Baur, Maximilian Biesinger, Manuel Weber, Oleh Stepanenko, Maxime Ackermann
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Mert Arslan (20.)
2:0 Tim Seidler (54.)
2:1 Lukas Behr  (55.)
2:2 Maxime Ackermann (58.)
3:2 Simon Lechleitner (62.)
3:3 René Hirschka (71.)
4:3 Tim Seidler (86.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Mario Doser (TSV Scheer, Schiedsrichtergruppe Saulgau)
Schiedsrichter-Assistenten:
Marco Komander (TSG Maselheim-Sulmingen)
Muhammed Öztürk (SV Schemmerhofen)
Gelbe Karten: 4/4
Rote Karten: -/2
Besondere Vorkommnisse: 
  • Daniel Angerer vom FC Rottenburg sieht in der 53. Minute wegen groben Foulspiel die Rote Karte.
  • Stanislav Votentsev vom FC Rottenburg sieht in der 83. Minute die Rote Karte wegen einer Notbremse.
  • Patrick Faber, Trainer der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach sieht in der 84. Minute die Gelbe Karte wegen Unsportlichkeit.
  • Heftiger Dauerregen von der ersten bis zur letzten Minute des Spiel. Der Rasen wurde von Minute zu Minute unbespielbarer. Das Wasser stand regelrecht auf dem Spielfeld. Es waren nun irreguläre Platzverhältnisse, so daß ein ordnungsgemäß faires Spiel durchzuführen nicht gegeben waren. FCR-Kapitän Hirschka stimmte dabei nach einer Unterbrechunmg mit TSG-Kapitän Zahner und dem Schiedsrichter ca. 5 Minuten vor dem regulären Spielende auf Spielabbruch. TSG-Kapitän Zahner wollten weiterspielen, so musste der Schiedsrichter entscheiden und der entschied auf weiterspielen.
Zuschauer: ca. 85

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Weiter geht es mit dem1. Spieltag am Samstag, den 11.10. mit einem Heimspiel gegen den Tabellenelften VfB Friedrichshafen. Spielbeginn im Hohenbergstadion in Rottenburg ist um 15:30 Uhr. Wir hoffen wieder bei der ersten Verbandsliga-Saison unserer Mannschaft auf zahlreiche Unterstützung für unser Mannschaft. Kommt und macht Stimmung.