
Eckdaten des Spiels
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 11. Spieltag
Datum: Samstag, 24.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Kunstrasenplatz)
Spieltag-Ticker
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Fakten: Sechste FCR-Niederlage in Folge bei 2:19 Tore
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FCR ohne Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer
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Startelfdebüt für Neuzugang und Ex-Memminger Christian Mijatovic
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Talfahrt geht weiter: FCR stürzt auf Rang 14 ab
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Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte der FCR einen Zähler mehr auf dem Konto

Herber Rückschlag: Kellerduell dahoam verloren!
Der FC Rottenburg kommt in der Verbandsliga Württemberg einfach nicht zur Ruhe. Am 11. Spieltag musste sich das Team von Trainer Marc Mutschler vor rund 180 unentwegten Zuschauern bei nasskalten Herbstwetter auf dem Kunstrasenplatz der Hohenberg-Sportanlage dem Vorletzten VfB Friedrichshafen mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Durch diese empfindliche Niederlage gegen den direkten Konkurrenten rutscht der FCR auf den 14. Tabellenplatz ab und steht weiterhin auf einem direkten Abstiegsrang. Dabei wog das Fehlen von Torjäger Lukas Behr und Raphael Langer schwer. Die Gäste aus Friedrichshafen nutzten ihre Chancen eiskalt: Kai Kramer besorgte in der 32. Minute die Pausenführung für den VfB. In der Schlussphase machten Dennis Blaser (84.) und Samuel Lindinger (87.) mit einem Doppelschlag alles klar. Während der VfB Friedrichshafen zwar Vorletzter bleibt, schrumpft der Vorsprung des FCR auf den Konkurrenten auf einen mageren Zähler zusammen. Die Alarmglocken schrillen, denn am kommenden Spieltag gastiert Rottenburg beim Tabellenzwölften FSV 08 Bietigheim-Bissingen. Beim Oberliga-Absteiger wartet eine anspruchsvolle Aufgabe. Für den FCR gilt – trotz maximalem Erfolgsdruck: Es müssen dringend wieder Punkte her.
Sechs Niederlagen in Folge: Der FCR wartet inzwischen seit geraumer Zeit auf ein Erfolgserlebnis. Damit erlebt der Verein die längste Niederlagenserie der gefühlt vergangenen 20 Jahre. Bis zur längsten Sieglosserie der der letzten Jahre fehlen allerdings noch zwei Spiele. Diese datiert aus der letzten und zugleich ersten Verbandsliga-Saison: Damals blieb der FCR zunächst fünf Partien in Folge ohne Punktgewinn, erkämpfte anschließend ein Remis und kassierte danach erneut zwei Niederlagen. Mit Siegen gegen Schwäbisch Hall (4:2) und in Berg (2:1) sowie einem 2:2 gegen Ehingen-Süd gelang es der Mannschaft schließlich, diese Negativserie eindrucksvoll zu beenden. Der Schlüssel dafür waren der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und der unbedingte Wille, sich niemals aufzugeben. Genau diese Eigenschaften braucht der FCR nun erneut, um aus der aktuellen Krise herauszukommen.
In der Verbandsliga Württemberg entscheiden häufig Kleinigkeiten – und nicht selten auch die größere Abgeklärtheit. Wenn ein Team aus dem Tabellenkeller anreist, steht es meist tief, überlässt dem Gastgeber den Ball und wartet geduldig auf Umschaltmomente. Je länger eine Partie torlos oder ausgeglichen bleibt, desto größer kann die mentale Blockade der Heimmannschaft werden. Gerät man dann unerwartet in Rückstand, schwindet zusätzlich das Selbstvertrauen und die Nervosität nimmt zu. So lässt sich der Auftritt des FCR am vergangenen Wochenende treffend beschreiben.
Hinzu kam eine erhöhte Konteranfälligkeit. Da der FCR das Spiel gestalten musste, rückte die Mannschaft weit auf und bot dem Gegner dadurch immer wieder große Räume für schnelle Gegenangriffe. Beim Stand von 0:2 warf der FCR nochmals alles nach vorne und löste damit teilweise die defensive Ordnung auf. Anstatt den erhofften Anschlusstreffer zu erzielen, kassierte die Mannschaft kurz vor dem Ende den entscheidenden Nackenschlag. Das 0:3 spiegelte den tatsächlichen Spielverlauf dabei nur bedingt wider.
Dennoch gilt: Wer seine Chancen vorne nicht nutzt, wird dafür häufig auf der anderen Seite bestraft. Bei aller anfänglichen spielerischen Überlegenheit wollte der Ball einfach nicht über die Linie, wodurch der Frust auf dem Platz zusätzlich wuchs. Solche Situationen lassen sich jedoch trainieren. Hier muss die Mannschaft nun konsequent ansetzen, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken. Denn noch ist überhaupt nichts verloren.
Dem FCR fehlt derzeit vor allem ein eingespieltes Team. Woche für Woche müssen wichtige Spieler ersetzt werden, die sowohl für das Mannschaftsgefüge als auch für den sportlichen Erfolg von großer Bedeutung sind. Körperlich präsente Angreifer wie Lennis Eberle und Jakob Bader oder die nach Leinfelden-Echterdingen gewechselte Abwehrklette Stanislav Votentsev lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Die Abgänge und längerfristigen Ausfälle machen sich beim FCR inzwischen deutlich bemerkbar.
Während der VfB Friedrichshafen am Samstag nahezu in Bestbesetzung antreten konnte, musste der FCR schmerzlich auf seinen Torjäger Lukas Behr sowie auf Raphael Langer, einen Leistungsträger in der Abwehr, verzichten. Die Gäste vom Bodensee haben ihre Defensive nach dem Trainerwechsel sichtbar stabilisiert. Zudem verfügen sie mit Kai Kramer, aktuell bei acht Treffern, und dem ehemaligen Regionalligastürmer Dennis Blaser, der bislang viermal erfolgreich war, über zwei äußerst gefährliche Offensivkräfte. Die beiden erzielten damit zwölf der insgesamt 15 Saisontore des VfB – und somit 80 Prozent aller Treffer. Trotz ihrer insgesamt noch überschaubaren Torausbeute haben die Friedrichshafener damit immerhin fünf Tore mehr erzielt als der FCR.
FCR lässt zahlreiche Chancen ungenutzt und gerät dennoch in Rückstand
Der FC Rottenburg begann die Partie engagiert und aggressiv. Bereits in der 3. Minute erspielte sich der FCR die erste Ecke, die jedoch nichts einbrachte. Zwei Minuten später kam der VfB Friedrichshafen zu seinem ersten Torschuss, den Rottenburgs Torhüter Julian Häfner sicher parierte. Der erste Abschluss der Gastgeber erfolgte durch Loris Zettel, der aus rund 20 Metern am Friedrichshafener Keeper Patrick Benz scheiterte.
Das Team von Trainer Marc Mutschler bestimmte auch in der Folge das Spielgeschehen und erarbeitete sich mehrere Möglichkeiten zur Führung. Wie bereits in den vergangenen Begegnungen fehlte jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss. In der 12. Minute fasste sich Aaron Leyhr ein Herz und zog aus etwa 35 Metern ab, verfehlte das Tor jedoch knapp. Drei Minuten später folgte eine Serie von drei Rottenburger Eckbällen. Die ersten beiden Standardsituationen konnten die Gäste nur mit großer Mühe klären. Unter anderem setzte sich René Hirschka im Luftduell gegen vier Friedrichshafener Gegenspieler durch, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend aufs Tor bringen. Auch die dritte Ecke sorgte für Unruhe im Strafraum der Gäste. Die Friedrichshafener Defensive agierte dabei ungeordnet, doch der FCR konnte die entstandene Lücke nicht nutzen.
Eine Minute später gelangte der VfB erstmals wieder in die Rottenburger Hälfte und versuchte es aus rund 40 Metern. Julian Häfner nahm den Ball jedoch problemlos auf. Der FCR blieb die spielbestimmende und zugleich präsentere Mannschaft. In der 27. Minute versuchte sich Julian Kiesecker aus gut 20 Metern, doch seinen Flachschuss konnte der Friedrichshafener Torhüter Benz parieren. Nur eine Minute später kam Loris Zettel zur bis dahin besten Rottenburger Gelegenheit. Nach einer Ecke von Oeschger setzte er am Elfmeterpunkt zu einer Volleyabnahme an, traf den Ball jedoch nicht optimal und verzog deutlich. Bei einem besseren Abschluss wäre eine Führung durchaus möglich gewesen.
Stattdessen bewahrheitete sich der bekannte Fußballspruch: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft. In der 32. Minute fand ein Steckpass von Romeo Lindinger den auf halbrechts gestarteten Kai Kramer. Dieser umkurvte den herauslaufenden Häfner und schloss aus spitzem Winkel kraftvoll ab. Der Ball schlug im langen Eck ein und brachte den VfB Friedrichshafen mit ihrem ersten ernsthaften Angriff mit 1:0 in Führung – zu diesem Zeitpunkt äußerst schmeichelhaft für die Gäste.
Der Treffer wirkte bei den Friedrichshafenern wie ein Weckruf, während der FCR zunehmend den Zugriff auf die Partie verlor. In der Folge übernahm der VfB das Kommando und kam zu weiteren gefährlichen Situationen. In der 35. Minute erkannte ein Friedrichshafener Spieler, dass Häfner weit vor seinem Tor stand, und versuchte ihn zu überlupfen. Manuel Weber reagierte jedoch aufmerksam und konnte den Ball noch rechtzeitig vor der Torlinie klären.
Nur wenige Sekunden später konterte der VfB den FCR. Der anschließende Abschluss ging allerdings über das Tor. Die Bodensee-Elf trat nun deutlich offensiver auf und setzte sowohl auf lange Bälle in Richtung ihrer beiden gefährlichen Angreifer als auch auf schnelle, kurze Kombinationen. Damit stellte sie die Rottenburger Defensive zunehmend vor Probleme. Die letzte nennenswerte Möglichkeit vor der Pause hatten erneut die Gäste. In der 44. Minute kombinierte sich Friedrichshafen mit schnellen Kurzpässen in die gefährliche Zone, scheiterte beim Abschluss jedoch ebenfalls. Nach einer Minute Nachspielzeit beendete der souverän leitende Schiedsrichter Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch bei Blaubeuren die erste Halbzeit.
Doppelpack bringt den VfB auf die Siegerstraße
Die zweite Hälfte entwickelte sich zunächst offen. Der FCR war bemüht, die nun engagierter und offensiver auftretenden Gäste auf Abstand zu halten. In der 53. Minute nahm FCR-Trainer Marc Mutschler den ersten Wechsel vor: Maxime Ackermann ersetzte Anton Jansen. In der 59. Minute blieb es dank einer Glanzparade von FCR-Keeper Häfner beim 0:1. Nach einem Freistoß der Häfler von der linken Seite flog der Ball hoch an den zweiten Pfosten. Häfner lenkte den anschließenden Kopfball jedoch sehenswert über die Latte. Sieben Minuten später folgten zwei weitere Wechsel beim FC: Luca Alfonzo kam für Loris Zettel, Ruben Nyanga ersetzte Aaron Leyhr. Eine Verbesserung brachte dies zunächst jedoch nicht. Der VfB kam in der 68. Minute zu einer guten Freistoßmöglichkeit, setzte den Ball aber über das Tor.
Anschließend meldete sich auch der FC wieder offensiv zu Wort. Nach einem Freistoß von Oeschger, den die Häfler Abwehr zunächst klären konnte, nahm Ackermann den Ball direkt und setzte ihn in Richtung Tor. Ein Abwehrspieler fälschte den Schuss jedoch zur Ecke ab. Torchancen waren durchaus vorhanden – lediglich im Abschluss fehlte den Roten an diesem Tag und aktuell überhaupt die notwendige Konsequenz. Wenig später kam der VfB erneut zu einer Konterchance. Dieses Mal war Häfner jedoch aufmerksam und konnte den Angriff entschärfen.
In der 78. Minute nahm Marc Mutschler seinen vierten und letzten Wechsel vor: Daniel Genuardi kam für Gaildonald Njekang in die Partie. Das Spiel blieb intensiv und hart umkämpft. Beide Mannschaften führten die Zweikämpfe aggressiv, aber leidenschaftlich. Die nächste Möglichkeit gehörte allerdings den Gästen, die in der 79. Minute zu einem weiteren, letztlich harmlosen Torschuss kamen. Drei Minuten später bot sich dem FCR eine gute Gelegenheit zum Ausgleich. Kiesecker setzte sich auf der linken Seite durch und brachte den Ball von der Torauslinie flach an den ersten Pfosten. Dort stand Genuardi bereit, wurde beim Abschluss jedoch vom Gästekeeper gestört und konnte den Ball nicht im Tor unterbringen.
Statt des Ausgleichs erzielte der VfB in der 84. Minute die Vorentscheidung. Nach einer Flanke der Gäste misslang im Rottenburger Strafraum ein Kopfballklärungsversuch. Der Ball fiel unglücklich einem VfB-Spieler vor die Füße, der ihn direkt nach links in den Lauf von Dennis Blaser weiterleitete. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und schob den Ball zum 0:2 an Häfner vorbei ins lange Eck. Nur eine Minute später kam Kiesecker aus rund 25 Metern noch einmal zum Abschluss, sein Schuss verfehlte jedoch das Tor.
In der 87. Minute machte Samuel Lindinger endgültig den Deckel drauf. Nach einem Befreiungsschlag von der Mittellinie und einem gewonnenen Zweikampf im Rottenburger Strafraum wurde er auf der linken Seite per Kopf bedient. Lindinger nahm den Ball direkt und zirkelte ihn zum 0:3 ins lange Eck. Damit war die Partie entschieden. Beim FCR sanken die Köpfe, während sich die Mannschaft ihrem Schicksal zu ergeben schien. Der Schiedsrichter beendete die Begegnung ohne nennenswerte Nachspielzeit exakt nach Ablauf der regulären Spielzeit. Angesichts des Spielverlaufs wären zwei, drei oder sogar vier zusätzliche Minuten durchaus vertretbar gewesen – schließlich hätte der FCR in dieser Zeit noch die Möglichkeit gehabt, zumindest einen Treffer zu erzielen. Wie wichtig die Tordifferenz am Saisonende sein kann, zeigte sich bereits in der vergangenen Spielzeit.
Fazit
Das Spiel war ein besonders frustrierender Fall von „gut gespielt, aber die Punkte liegen gelassen“. Über weite Strecken präsentierte sich die Mannschaft als spielbestimmendes Team, musste am Ende jedoch eine deutliche Niederlage hinnehmen. Gerade unter diesen Umständen wiegt das Ergebnis besonders schwer. Für die Mannschaft von Marc Mutschler gilt es nun, dieses bittere Spiel schnell abzuhaken. Der Abstiegskampf in der Verbandsliga verzeiht keine längeren Phasen der Lethargie. Die spielerische Grundausrichtung stimmt, nun muss jedoch dringend die Effizienz im gegnerischen Strafraum zurückkehren. Gleichzeitig gilt es, die defensiven Probleme konsequent zu analysieren und abzustellen, die häufig aus taktischen Unstimmigkeiten resultieren.
Eine bessere Abstimmung, eine kompaktere defensive Grundordnung und eine intensivere Kommunikation müssen dabei die nächsten Ziele sein. Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sollten verringert werden, damit dem Gegner keine Räume für Schnittstellenpässe eröffnet werden. Nur durch ein geschlossenes Auftreten lässt sich die defensive Stabilität nachhaltig verbessern.
Für Rottenburg war es zweifellos ein gebrauchter Tag, an dem das notwendige Quäntchen Glück erneut fehlte. Dieses Glück muss sich die Mannschaft nun mit harter Arbeit zurückerobern – ein langer und beschwerlicher Weg. Es gibt viel zu tun, doch die Mannschaft hat bereits mehrfach bewiesen, dass sie schwierige Situationen meistern kann. Daher besteht die Zuversicht, dass sie auch diesmal die richtige Antwort finden wird.
Stimmen zum Spiel
Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir konnten unsere Leistung im Vergleich zum Spiel gegen Rutesheim steigern und hatten eine druckvolle erste Halbzeit, in der wir es leider versäumt haben, uns für unseren Aufwand zu belohnen. Stattdessen geht der VfB aus dem Nichts und tatsächlich mit seinem ersten Torabschluss in Führung. Aktuell läuft vieles gegen uns. Dennoch hilft es nichts: Wir müssen wieder anfangen, Tore zu schießen und Erfolgserlebnisse zu sammeln, um uns aus dieser schwierigen Phase herauszuarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir in den kommenden Wochen weitere Punkte sammeln und uns Schritt für Schritt aus der Abstiegszone befreien können.
Pressestimmen
Nichts los in der goldenen Zone
Artikel lesen | Martin Körner am 26.10.2026 | Südwest Presse/ Schwäbisches Tagblatt
Drei Tore, drei Punkte und das Debüt eines 17-Jährigen
Artikel lesen | Von Nico Brunetti am 25.10.2026 | Schwäbische/ Bezirk Bodensee
Sechste Niederlage in Folge
Artikel lesen | 26.10.2026 | Reutlinger General-Anzeiger
Bilder
Fakten und Zahlen zum Spiel
So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Aaron Leyhr (63 Nyanga), Loris Zettel (63. Alfonzo), Anton Jansen (53. Ackermann), Leon Oeschger (C), Moritz Rohrer, Manuel Weber, Julian M. Kiesecker, Christian Mijatovic, Gaildonald Chefor Njekang (78. Genuardi)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Ruben Nyanga, Luis Kalbacher, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Max Ilijan Varivoda, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Kai Kramer (32.)
0:2 Dennis Blaser (84.)
0:3 Samuel Lindinger (87.)
Fussball.de:
Schiedsrichter:
Dr. Max Angenendt (FV Asch-Sonderbuch, Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Jasper Grimm (SV Asselfingen)
Ivo Möller (TSV Laichingen)
Gelbe Karten: 3 / 3
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse:
Keine
Zuschauer: ca. 180
Ausblick Herren 1. Mannschaft
Das nächste Spiel der Mutschler-Elf steht bereits vor der Tür: Am Samstag, den 31. Oktober 2026, tritt die Mannschaft auswärts beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen an. Die Gastgeber, die in der vergangenen Saison noch in der Oberliga spielten, belegen derzeit den zwölften Tabellenplatz. Die Partie wird um 15:30 Uhr auf dem Kunstrasen des Sportgeländes am Bruchwald in Bissingen angepfiffen. Geleitet wird das Spiel von Verbandsliga-Schiedsrichter Alexander Jäger (SV Böblingen) aus der Schiedsrichtergruppe Böblingen.

Infos zum Spiel
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 3. Spieltag
Datum: Samstag, 29.08.2026 | 17:00 Uhr
Spielort: Hohenberg-Stadion Rottenburg (Rasenplatz)
Spieltagspräsentation und Spielballspende von…

Doppelter Nackenschlag für den FCR
Der FSV Hollenbach hat sein Auswärtsspiel beim FC Rottenburg am 3. Spieltag der Verbandsliga Württemberg souverän mit 4:0 (1:0) gewonnen. Bei sommerlichen Temperaturen sahen rund 200 Zuschauer am späten Samstagnachmittag, 29. August, im Rottenburger Hohenbergstadion eine Partie, in der sich der Favorit letztlich deutlich durchsetzte. Die Gäste gingen in der 25. Minute durch den Ex-Schalker Niklas Dörr mit 1:0 in Führung. Bis dahin hatte der FC Rottenburg die Partie offen gestaltet und dem Hollenbacher Aufbauspiel mit einer konzentrierten und disziplinierten Raumaufteilung große Probleme bereitet. Die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler stand aufmerksam und ließ dem Oberliga-Absteiger nur wenige Möglichkeiten, gefährlich vor das eigene Tor zu kommen. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich jedoch die individuelle Erfahrung der mit zahlreichen ehemaligen Zweit-, Dritt- und Oberligaspielern besetzten Hollenbacher Mannschaft durch. In der 64. Minute erhöhte der frühere Balinger Regionalligaspieler Hannes Scherer auf 2:0. Juan Fassbinder sorgte in der 83. Minute mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung, ehe Niklas Dörr zwei Minuten später mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand herstellte.
Für den FC Rottenburg war die Niederlage besonders bitter. Zwar war die Ausgangslage bereits vor dem Anpfiff eindeutig zugunsten des favorisierten Oberliga-Absteigers eingeschätzt worden, doch der FCR hielt lange Zeit gut dagegen und machte den Gästen das Leben schwer. Die hohe Niederlage fiel am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ.
Zusätzlichen Ärger brachte die Rote Karte gegen Torwart Julian Häfner. Neben der deutlichen Heimniederlage muss der FC Rottenburg damit auch den Ausfall seines Stammkeepers verkraften. Der Platzverweis wirkt somit über die aktuelle Partie hinaus und stellt die Mannschaft in den kommenden Wochen vor eine zusätzliche Herausforderung.
Nach dem 0:5 gegen den TSV Oberensingen am ersten Spieltag musste der FCR nun bereits im zweiten Heimspiel der Saison eine klare Niederlage hinnehmen. Beide Gegner zeigten dabei ihre Qualität und übernahmen jeweils im Anschluss an ihren Erfolg die Tabellenführung. Durch den neuerlichen Rückschlag rutscht der FC Rottenburg um einen Platz auf Rang elf ab, befindet sich jedoch weiterhin oberhalb der Abstiegszone.
Auch in der Torjägerliste haben die beiden jüngsten Heimgegner des FCR ihre Spuren hinterlassen. Der Hollenbacher Hannes Scherer sowie Oberensingens Torjäger Patrick Werner stehen inzwischen jeweils bei fünf Treffern. Die ersten beiden Heimniederlagen der Saison verdeutlichen daher, dass der FC Rottenburg insbesondere gegen individuell stark besetzte Mannschaften vor großen Herausforderungen stand.
In den kommenden Wochen gilt es für das Team von Marc Mutschler, die defensiven Probleme in den Griff zu bekommen. Vor allem die Absicherung nach hinten und die Anfälligkeit für Konter müssen verbessert werden. Nach einem Sieg und nunmehr zwei Niederlagen befindet sich der FCR zunehmend unter Druck.
Einfacher wird die Aufgabe am kommenden Samstag nicht: Dann gastiert der FC Rottenburg bei den Sportfreunden Dorfmerkingen.
25 Minuten Standfußball – dann Rot für Häfner
In den ersten 20 bis 25 Minuten schüttelten die Zuschauer angesichts der Spielweise des favorisierten FSV Hollenbach mehrfach den Kopf. Die Gäste ließen den Ball zwar ausgiebig durch die eigenen Reihen laufen, schoben ihn jedoch nahezu ausschließlich quer von links nach rechts und wieder zurück, ohne dabei die Rottenburger Hälfte ernsthaft zu betreten.
Der FC Rottenburg verteidigte in dieser Phase äußerst diszipliniert und ließ dem Gegner kaum Räume. Eine derart passive Spielweise des Favoriten hatte man im Rottenburger Stadion wohl selten erlebt. Ob es sich dabei um Arroganz oder zunächst um eine eher ängstliche Herangehensweise handelte, blieb offen. Unterhaltsam war diese Anfangsphase jedenfalls nicht.
Der FCR hatte sich nach eingehender Analyse gut auf die Spielweise des Gegners eingestellt und konnte dessen Offensivbemühungen zunächst weitgehend unterbinden. Gegen eine Mannschaft mit durchweg starken Einzelspielern, u.a. Sebastian Schiek, der Erfahrungen beim KSC in der 2. Bundesliga sammeln durfte, sollte sich dies im weiteren Spielverlauf jedoch als äußerst schwierig erweisen. In der sechsten Minute näherte sich Hollenbach erstmals dem Rottenburger Tor. FCR-Keeper Julian Häfner musste den Ball allerdings lediglich sicher aufnehmen.
Nach genau 15 Minuten unterbrach der FC Rottenburg das bis dahin wenig inspirierte Ballgeschiebe. Johannes Bastians eroberte den Ball im Mittelkreis, erkannte, dass der Hollenbacher Torhüter weit vor seinem Tor stand, und versuchte es aus rund 45 Metern. Der mutige Versuch wurde jedoch nicht belohnt, da der Ball knapp am Tor vorbeiging. Bis zu diesem Zeitpunkt war dies die größte Szene der Partie.
Nur eine Minute später bot sich dem FCR die nächste gute Möglichkeit zur Führung. Luca Alfonzo setzte Moritz Rohrer mit einem Pass in die Tiefe ein. Rohrer kam auf der rechten Seite zum Abschluss, verfehlte das Tor neben dem langen Pfosten jedoch nur knapp. Die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler war nun deutlich besser im Spiel und übernahm in dieser Phase sogar die Initiative. Hollenbach wartete weiterhin auf die erste wirklich gefährliche Torchance.
In der 18. Minute kam es schließlich so, wie es aus Rottenburger Sicht befürchtet wurde. Die Hohenloher gingen mit einer äußerst effizienten, wenn auch wenig attraktiven Spielweise mit 1:0 in Führung. Nach gewohntem Kurzpassspiel und hohem Ballbesitzanteil fand Hollenbach schließlich die entscheidende Lücke. Julian Henning bediente Niklas Dörr mit einem präzisen Steckpass. Obwohl Dörr dabei zunächst gestört wurde, konnte er sich lösen und den Ball flach unten rechts im Tor unterbringen. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung des Favoriten durchaus glücklich.
Nur vier Minuten später folgte die wohl spielentscheidende Szene. Hollenbach näherte sich über die linke Seite dem Rottenburger Strafraum. FCR-Torhüter Julian Häfner verließ seinen Kasten und traf den Hollenbacher Torjäger Hannes Scherer außerhalb des Strafraums. Allerdings ging auch Scherer regelwidrig in den Zweikampf. Schiedsrichter Vincent Schöller aus Calw entschied dennoch auf Platzverweis und zeigte Häfner die Rote Karte – eine aus Rottenburger Sicht äußerst zweifelhafte Entscheidung. Beide Spieler gingen zum Ball, zudem war Häfner nicht der letzte Mann. Eine Verwarnung für beide Akteure wäre hier aus Sicht des FCR die angemessenere Entscheidung gewesen.
Infolge des Platzverweises musste Luca Alfonzo das Spielfeld verlassen. Für ihn rückte Neuzugang Nick Gutekunst, der vom SV Eutingen zum FCR gewechselt war und sein Verbandsliga-Debüt gab, ins Tor Gleich vorweg: Gutekunst zeigte anschließend eine ausgezeichnete Leistung. Der anschließend Freistoß von Jason Wink streifte den rechten Pfosten und ging ins Aus. In Überzahl übernahm Hollenbach nun zunehmend die Kontrolle und kam in der 24. Minute zur zweiten nennenswerten Torchance. Wieder über die linke Seite vorgetragen, verfehlte der Abschluss des Hollenbacher Angreifers den rechten Rottenburger Pfosten nur knapp.
Anschließend blieb die Partie längere Zeit ohne weitere Höhepunkte. Hollenbach setzte sein kontrolliertes Ballbesitzspiel fort, während der FCR immer wieder zu Entlastungsangriffen kam. In der 39. Minute verhinderte Nick Gutekunst mit einer Glanzparade einen höheren Rückstand. Auch in der Nachspielzeit rückte der Rottenburger Schlussmann erneut in den Mittelpunkt. Nach einem starken Schuss der Hollenbacher wehrte Gutekunst den Ball mit der Faust ab und verhinderte damit das mögliche 0:2.
Nach zwei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Schöller zur Halbzeit. Seine zahlreichen Entscheidungen zugunsten der Gäste und gegen den FCR sorgten beim Rottenburger Publikum wiederholt für Unmut.
Mit zehn Mann sich mutig verkauft
In der zweiten Halbzeit war der FSV zunächst die überlegene Mannschaft. Dennoch kam auch der FCR zu guten Möglichkeiten. Hollenbach ließ den Ball unermüdlich durch die eigenen Reihen laufen, sodass die Rottenburger ständig hinterherlaufen mussten. Das kostete die inzwischen nur noch zehn Spieler zunehmend Kraft und führte schließlich auch zu mentalen Fehlern.
Die erste Chance nach dem Seitenwechsel gehörte jedoch dem FCR. In der 52. Minute flankte Anton Jansen von der rechten Seite, woraufhin Leyhr am zweiten Pfosten zum Kopfball kam, das Tor jedoch knapp verfehlte. Zwischen der 53. und 56. Minute erspielte sich Hollenbach drei gute Möglichkeiten. Bei der letzten konnte sich FCR-Torhüter Gutekunst erneut auszeichnen.
In der 59. Minute ging ein Raunen durch das Stadion: Kapitän Lukas Behr eroberte den Ball an der Mittellinie, setzte sich mit großem Willen gegen zwei Hollenbacher durch und kam im Strafraum zum Abschluss. Sein Schuss schlug mit großer Wucht unter der Latte ein – allerdings verhinderte der Torhüter den möglichen Ausgleich. Damit war der FCR in dieser Phase dem 1:1 näher als Hollenbach dem 0:2. Diese starke Einzelaktion hätte einen Treffer verdient gehabt.
Mit Jakob Bader für Anton Jansen (61.) und Leon Oeschger für Johannes Bastians (62.) brachte der FCR frische Kräfte. Doch nur zwei Minuten später gelang es dem FSV, die Rottenburger Hintermannschaft zu überwinden. Nach einem Konter über die linke Seite folgte eine Flanke, die Scherer per Abstauber zum 0:2 verwertete. Damit waren die Rottenburger Hoffnungen auf einen Punktgewinn weitgehend zunichtegemacht.
Anschließend entwickelte sich ein regelrechtes Powerplay der Hollenbacher. Ein Schuss verfehlte in der 67. Minute das Tor, ehe Gutekunst in der 71. Minute mit einer weiteren Glanzparade das 0:3 verhinderte. In der 75. Minute konnten die Rottenburger einen gefährlichen Kopfball nach einer Flanke von Scherer gerade noch abwehren.
In der 77. Minute nahm der FCR einen Doppelwechsel vor: Loris Zettel kam für Maxime Ackermann, „Guido“ Njekang ersetzte Moritz Rohrer. In der 83. Minute wäre Lukas Behr beinahe zu einer guten Möglichkeit gekommen, wurde jedoch wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.
Der FCR spielte nun offensiver und suchte den Anschlusstreffer. Diese offensive Ausrichtung sollte sich jedoch rächen. Nach einem Angriff über die rechte Seite gelangte der Ball ins Zentrum. Juan Fassbinder erkannte, dass Gutekunst weit vor seinem Tor stand, und traf aus rund 30 Metern zum 0:3. Hirschka versuchte noch zu retten, konnte den Treffer jedoch nicht mehr verhindern.
Nur zwei Minuten später fiel bereits das 0:4. Erneut vernachlässigte der FCR die defensive Absicherung. Nach einem schnellen Konter über die rechte Seite kombinierten sich zwei Hollenbacher durch, ehe Niklas Dörr den Angriff erfolgreich abschloss. Damit war die Partie endgültig entschieden.
Anschließend passierte nicht mehr viel. Schiedsrichter Schöller beendete die Begegnung exakt mit Ablauf der regulären Spielzeit. Aus Rottenburger Sicht wäre angesichts mehrerer Unterbrechungen jedoch eine Nachspielzeit von ein oder zwei Minuten durchaus angemessen gewesen. Schließlich ist noch in Erinnerung, dass in der vergangenen Saison der Abstieg aufgrund eines einzigen Tores entschieden wurde. Vielleicht wäre dem FCR noch der Ehrentreffer gelungen.
Fazit
Der Sieg des FSV Hollenbach war insgesamt völlig verdient. Die Gäste waren in nahezu allen Bereichen überlegen. Aus Rottenburger Sicht waren insbesondere die beiden letzten Gegentore vermeidbar und letztlich Geschenke an den Gegner. Dennoch machte der FCR dem Favoriten trotz Unterzahl das Leben schwer. Hollenbach musste über weite Strecken alles investieren, um die Rottenburger Defensive zu überwinden. Nun gilt es, die positiven Aspekte aus dieser Partie mitzunehmen und die aufgetretenen Schwächen konzentriert aufzuarbeiten. Zudem war bis auf die Rote Karte ein faires Spiel, denn Gelbe Karten waren Fehlanzeige.
Am kommenden Samstag wartet bereits die nächste schwierige Aufgabe auf den FCR: Dann geht es nach Dorfmerkingen. Die Sportfreunde Dorfmerkingen gehen als klarer Favorit in das Duell gegen den FC Rottenburg am 4. Spieltag der Verbandsliga Württemberg. Das Spiel findet am Samstag, den 5. September 2026 um 13:00 Uhr in Dorfmerkingen statt. Mutmacher für den FC Rottenburg: Im letzten direkten Aufeinandertreffen im April 2026 konnte sich Rottenburg mit einer defensiven Glanzleistung überraschend mit 1:0 durchsetzen. Wenn die Rottenburger an diese Defensivleistung anknüpfen können, ist ein Punktgewinn nicht unmöglich, dennoch liegt die Favoritenrolle klar bei den Sportfreunden.
Stimmen zum Spiel
Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Unser Matchplan ist zunächst sehr gut aufgegangen. In den ersten 20 Minuten hatte Hollenbach kaum nennenswerte Torchancen, während wir selbst die Möglichkeit besaßen, mit 1:0 in Führung zu gehen. Direkt im Gegenzug fiel jedoch das 0:1 – in einer Situation, in der Hollenbach unsere Defensive erstmals entscheidend überwinden konnte. Auch in Unterzahl haben wir weiterhin diszipliniert und gut verteidigt und nur wenige Chancen zugelassen. Bis zur 60. Minute bestand zudem die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Die weiteren Gegentore möchten wir nicht näher bewerten. Insgesamt können wir auf einer guten Leistung über weite Strecken, insbesondere in den ersten 70 Minuten, aufbauen.
Pressestimmen
Spiel und Torwart verloren
Artikel lesen | 31.08.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
Frühe Rote Karte
Nach dem Sieg in der Vorwoche verlor Verbandsligist FC Rottenburg gegen den FSV Hollenbach zu Hause mit 0:4. FCR-Torhüter Julian Häfner sah nach 22 Minuten Rot nach Notbremse. »Wir wurden nach dem Elfmetertor mutiger, aber ausgekontert«, so Co-Spielertrainer René Hirschka.
31.08.2026 | Reutlinger General-Anzeiger
Bilder
Komplette Bildergalerie vom Spiel folgt… (© Fotos: Ralph Kunze)
Fakten und Zahlen zum Spiel
So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Luis Kalbacher, Raphael Langer, Johannes Bastians (62. Oeschger), René Hirschka, Lukas Behr (C), Anton Jansen (61. Bader), Moritz Rohrer (77. Njekang), Luca Alfonzo (22. Gutekunst), Maxime Ackermann (77. Zettel), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst – Loris Zettel, Leon Oeschger, Melvin Gruhonjic, Jakob Bader, Daniel Genuardi, Julian M. Kiesecker, Daniel MNetzger, Ali Hamdar, Gaildonald Chefor Njekang
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
0:1 Niklas Dörr (18.)
0:2 Hannes Scherer (64.)
0:3 Juan Fassbinder (83.)
0:4 Niklas Dörr (85.)
Fussball.de:
Schiedsrichter:
Vincent Schöller (TSV Haiterbach aus der Schiedsrichtergruppe Calw, Spielklasse: Oberliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Luis Schöller (SV Überberg)
Luisa Schulze (Sportfreunde Gechingen)
Gelbe Karten: 0 / 0
Rote Karten: 1 / –
Besondere Vorkommnisse:
FCR-Torhüter Julian Häfner sieht in der 22. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte.
Zuschauer: ca. 200
Ausblick Herren 1. Mannschaft
Am kommenden Samstag, den 05.09.2026 geht es für die Mutschler-Elf zum ehemaligen DFB-Pokal-Teilnehmer und Mitfavoriten auf die Meisterschaft Sf Dorfmerkingen. Gespielt wird in der Röser Arena in Neresheim-Dorfmerkingen. Spielbeginn ist bereits um 13 Uhr. Unparteiischer der Partie ist Verbandsliga-Schiedsrichter Michael Hilebrand vom SV Kressbronn aus der Schiedsrichtergruppe Friedrichshafen,.

Infos zum Spiel
Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 25. Spieltag
Datum: Samstag (Ostern), 04.04.2026 | 14 Uhr
Spielort: Neuer Kunstrasenplatz Rottenburg (Hohenberg-Sportanlage)
Das Spiel wurde präsentiert von…

1:0 – Genau so geht Abstiegskampf!
Der FC Rottenburg untermauerte mit einem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Tabellenvierten SF Dorfmerkingen seine ernsthaften Ambitionen auf den Klassenerhalt. Vor rund 170 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz am Rottenburger Hohenberg verschaffte sich die Mutschler-Elf unter anhaltend bewölktem, jedoch trockenem Frühlingswetter etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg. Der entscheidende Treffer fiel in der 49. Minute durch Aaron Leyhr, der per Linksschuss ins lange Eck das Tor erzielte. Angesichts der klaren Torchancen hätte der Sieg des FCR, die ohne ihren Kapitän Leon Oeschger und Abwehrklette Stanislav Votentsev antraten, durchaus höher ausfallen können. Durch diesen Erfolg rückten die Rottenburger in der Tabelle am SSV Ehingen-Süd vorbei und belegen nun den 12. Platz, der aktuell zur Teilnahme an der Relegation berechtigen würde. Für die Gäste aus Dorfmerkingen blieb die tabellarische Situation trotz der Niederlage unverändert. Am kommenden Samstag tritt der FC Rottenburg beim Tabellen-Dritten TSV Oberensingen an, wobei der FCR erneut in der Außenseiterrolle an den Start gehen wird.
Im Abstiegskampf setzte sich der FC Rottenburg nach einem intensiven Spiel gegen das Spitzenteam und ehemaligen WFV-Pokalsieger SF Dorfmerkingen mit 1:0 durch und zeigte damit eine starke kämpferische Leistung. Trainer Marc Mutschler äußerte sich im Anschluss sichtlich erleichtert, insbesondere nach einer kritischen 18-minütigen Phase in Tübingen, die das Team überwinden musste. Trotz großer Belastung in den letzten fünf Spielminuten bewahrte Rottenburg Ruhe, erarbeitete sich Chancen und brachte am Ende das nötige Glück ins Ziel. Mit diesem Heimsieg kehrte der FCR, nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg in der Vorwoche gegen Esslingen, erfolgreich in die Erfolgsspur der Fußball-Verbandsliga zurück.
In der Nachspielzeit gelang es den Roten, ihr Defensivbollwerk um Abwehrchef René Hirschka organisiert zu positionieren und den verdienten Sieg unter großem Druck zu verteidigen. „Wir hätten das Spiel früher für uns entscheiden müssen“, resümierte Mutschler nach dem Spiel. Dieser intensive Abstiegskampf erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Einsatzbereitschaft.
Der FCR-Coach lobte das Team für die spielerische und kämpferische Einstellung, hob jedoch die körperliche Präsenz von Dorfmerkingen hervor: „Körperlich war Dorfmerkingen eine Ansage. Unsere Defensive hat sehr diszipliniert gegen den Ball gearbeitet.“ Besonders zufrieden zeigte sich Mutschler darüber, dass die Null zum zweiten Mal nach dem 1:0 Heimsieg gegen Heilbronn gehalten werden konnte – ein erfreulicher Fortschritt nach zuletzt einigen defensiven Schwächephasen. Offensiv fehle derzeit allerdings noch die nötige Konsequenz, was sich darin zeigte, dass zahlreiche Konterchancen nicht sauber zu Ende gespielt wurden. „Der Übereifer verhinderte manchmal das genaue Abspiel beziehungsweise den Abschluss.“
In Partien wie dieser zählt nicht nur die individuelle Qualität einzelner Spieler, sondern vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung und die gemeinsame Kraftanstrengung, um solche Erfolge zu feiern. Die jungen Spieler orientieren sich dabei an erfahrenen Spielern wie René Hirschka, der mit 32 Jahren eines seiner stärksten Spiele im FCR-Trikot ablieferte – trotz blutverschmierter Knie und sichtbarer Blessuren.
Ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs ist zudem die Unterstützung der Fans. Zum Heimspiel gegen Dorfmerkingen wurde erneut eine positive Resonanz auf das Angebot neuer Fan-Schals verzeichnet (Preis: 15 Euro, erhältlich an der Eintrittskasse bei Heimspielen oder in der FCR-Geschäftsstelle). Besonders freut man sich im Verein stets über den Besuch ehemaliger Spieler und Trainer, die zu den Heimspielen erscheinen – ein klarer Ausdruck der anhaltenden Verbundenheit mit dem FC Rottenburg.
Erste Halbzeit: Offenes Spiel mit Chancenplus für den FCR
Die Begegnung begann mit einer dominanten Phase der Dorfmerkinger, die in den ersten zehn Minuten das Spielgeschehen bestimmten. Trotz ihrer spielerischen Qualität zeigten sich die SF jedoch recht zurückhaltend im Umgang mit ihren Möglichkeiten. Ab der 10. Minute konnte sich der FCR zunehmend aus der Umklammerung befreien und erspielte sich prompt seine erste nennenswerte Gelegenheit: Nach einer Ecke von Leyhr verpasste Lukas Behr nur knapp.
Das Spiel entwickelte sich daraufhin zu einem temporeichen und intensiven Duell, geprägt von zahlreichen Zweikämpfen und spielstarken Sportfreunden. Der FCR erwies sich als äußerst robust und erinnerte an seine starke Leistung in der zweiten Hälfte in Tübingen, sodass er den eigenen Kasten bis dato sauber hielt. Die nächste vielversprechende Aktion in der 17. Minute resultierte erneut aus einer Ecke, bei der Behr vom Torwart gestoppt wurde. Kurz darauf, in der 18. Minute, folgten nach einer weiteren Leyhr-Ecke zwei Großchancen für den FCR – unter anderem durch den bärenstarken Ali Hamdar. Anschließend setzte Hamdar Maxi Biesinger gekonnt in Szene, doch dessen Direktabnahme wurde vom Dorfmerkinger Torhüter und Kapitän glänzend pariert.
Nach etwa 20 Minuten mit mehr Ballbesitz und guten Chancen meldeten sich die SF zurück und registrierten in der 28. Minute ihren ersten erwähnenswerten Torschuss. Doch bereits in der Folgezeit zeigte der FCR wieder Präsenz und kam in der 33. sowie 42. Minute zu zwei hervorragenden Möglichkeiten: Erst verfehlte Behr mit einem frechen Lupfer, der zur Ecke abgefälscht wurde, nur knapp sein Ziel. Wenig später nutzte er eine Gelegenheit, als der 40-jährige SF-Keeper Christian Zech zu weit vor seinem Tor stand. Behr versuchte aus gut 25 Metern das leere Gehäuse zu treffen, doch der Ball ging knapp vorbei, da er sich schnell entscheiden musste. Nach einer Minute Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Daniel Buck von der SRG Böblingen eine spannende erste Hälfte, in der der FCR aufgrund der Spielanteile leichte Vorteile hatte. Für die Roten gegen die in Weiß spielenden Ostälbler sieht die Ausgangslage somit vielversprechend aus.
Zweite Halbzeit: Zwei klar verweigerte Elfmeter und Gelb-Rot für Bader
In der zweiten Halbzeit kam richtig Bewegung ins Spiel – sowohl auf als auch neben dem Platz, denn SFD-Trainer Stephan Schill war nicht mit jeder Entscheidung zufrieden. Bereits in der 49. Minute setzte der FCR dann ein starkes Ausrufezeichen: Nach konsequentem Pressing, das die Gäste zu Fehlern zwang, gelangte der Ball zu Nick Heberle, der präzise auf Aaron Leyhr ablegte. Leyhr zog aus der Strafraumgrenze ab und traf souverän ins lange Eck zur verdienten 1:0-Führung. Der Jubel war groß und mehr als gerechtfertigt.
Nur wenige Minuten später, in der 57. Minute, ergab sich eine klare Strafstoß-Situation zu Gunsten des FCR. Biesinger – von Hirschka per Steilpass geschickt – lief allein aufs Tor der Gäste zu und wurde im Strafraum klar regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Buck ließ jedoch weiterspielen, was für Unverständnis sorgte. Im Anschluss folgte eine Ecke, aus der die Gäste schnell konterten und einen Torschuss für weitere Gefahr verbuchten.
Der FCR-Trainer reagierte darauf, indem er mit der Einwechslung von Lennis Eberle in der 63. Minute frischen Offensivdruck erzeugte. Zwei Minuten später feierte Oleh Stepanenko nach langer Verletzungspause sein beeindruckendes Comeback, während Hamdar, trotz starker Leistung, vom Feld genommen wurde. In der 74. Minute wurde zudem Loris Zettel für Ackermann eingewechselt, der erneut eine starke Partie zeigte.
Die letzten zwanzig Minuten dominierten allen voran Stepanenko und Hirschka das Spielgeschehen. Ein kraftvoller Torschuss von Stepanenko aus rechter Position wurde zwar pariert, doch seine Präsenz auf dem Feld war unübersehbar. In der 76. Minute ersetzte Jakob Bader den heute glücklosen Kapitän Lukas Behr. Die Binde streifte sich Eberle über. Nach einem Freistoß der Gäste in der 79. Minute kam Stepanenko per Kopfvorlage von Bader zum Abschluss; sein strammer Linksschuss verfehlte den linken Pfosten nur knapp. Dorfmerkingen antwortete unmittelbar mit einem gefährlichen Schuss, der jedoch ebenfalls nicht zum Tor führte. Also, es war was geboten auf dem Rottenburger Hohenberg.
In der 85. Minute zeigte Stepanenko dann seine ganze Klasse, indem er sich mehrfach gegen die Verteidiger durchsetzte, im Strafraum jedoch erneut deutlich sichtbar am Trikot gezogen und zu Fall gebracht wurde. Trotz der klaren Situation blieb dem FCR ein weiterer Strafstoß verwehrt – eine überraschende Entscheidung eines ansonsten souverän leitenden Schiedsrichters.
Der FCR setzte den Druck fort und erspielte sich weitere Chancen. Eberle scheiterte nur knapp in der Nachspielzeit (90.+2), Stepanenko vergab eine hundertprozentige Möglichkeit, als er vor dem leeren Tor zu zögerlich agierte und ein Abwehrspieler noch im letzten Moment vor der Linie klären konnte. Dieses Tor hätte die Entscheidung bedeutet. In den letzten drei Minuten der Nachspielzeit machte es Bader nochmal spannend, als er wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz musste.
Dorfmerkingen witterte noch einmal Hoffnung und setzte in den Schlussminuten alles auf eine Karte. Doch die Rottenburger Mannschaft verteidigte mit großem Einsatz und hielt den Kasten bis zum Schlusspfiff sauber. Dieses Spiel war purer Abstiegskampf – Spannung und Leidenschaft bis zur letzten Sekunde. Hervorragende Leistung!
Fazit
Der FCR sicherte sich einen verdienten Sieg gegen den SF Dorfmerkingen. Durch zahlreiche erstklassige Torchancen bot sich mehrfach die Gelegenheit, das Ergebnis weiter auszubauen. Trotz eines engagierten Auftritts war Dorfmerkingen vor dem Tor jedoch zu unpräzise und zeigte sich zu ungeduldig. Unsere Defensive hatte zwar alle Hände voll zu tun, agierte jedoch jederzeit souverän und kontrollierte über lange Phasen des Spiels das Geschehen. Mit diesem zweiten Heimsieg in Folge gelang dem FCR eine für die aktuelle Saison eher ungewöhnliche Erfolgsserie. Nach dieser Leistung schmerzt die Niederlage von Tübingen doppelt.
Die Mannschaft darf diesen großartigen Triumph nun gebührend feiern. Am kommenden Wochenende zum 26. Spieltag kehren zudem mit Kapitän Leon Oeschger, der seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat, sowie Stanislav Votentsev, der nach einer privaten Auszeit wieder zur Verfügung steht, zwei wichtige Leistungsträger in den Kader zurück. Beim Tabellen-Dritten und Aufstiegsaspiranten TSV Oberensingen, angeführt von ihrem erfahrenen Spitzenspieler Simon Brandstetter, ehemaliger Zweitligaprofi, ist der FCR zwar klarer Außenseiter – doch gerade deshalb besteht die Chance, bei den Nürtingern zu punkten.
Nach dem Gewinn der Landesliga-Meisterschaft haben die Spieler ihre Fans am vergangenen Ostersamstag erneut begeistert und ein Frohes Osterfest beschert. Weiter so, Jungs – bleibt dran!
Stimmen zum Spiel
Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Die Freude über den Sieg ist nach wie vor groß und lässt die Niederlage in Tübingen leichter verkraften. Dank einer geschlossenen Defensivleistung konnten wir die Räume eng halten und haben spielerisch kaum etwas zugelassen. Gefährlich wurde es eigentlich nur bei Standardsituationen sowie durch viele Diagonalbälle. Unter dem Strich ist der Sieg verdient, da wir die klareren Chancen hatten. Wir glauben an den Klassenerhalt und hierfür wollen wir weiter Punkte sammeln
Pressestimmen
Rottenburg siegt mit defensiver Glanzleistung
Artikel lesen | Max Schäfer am 07.04.2026 | Schwäbisches Tagblatt
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Artikel lesen | 07.04.2026 | Neckar-Chronik
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Artikel lesen | 06.04.2026 | schwäbische.de/ Aalener Nachrichten
FC Rottenburg besiegt Top-Team
Artikel lesen | 07.04.2026 | Reutlinger General-Anzeiger
Bilder
Fakten und Zahlen zum Spiel
So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Lukas Behr (C) (76. Bader), Maximilian Biesinger (63. Eberle), Nick Heberle, Moritz Rohrer, Manuel Weber, Julian M. Kiesecker (90.+4 Baur), Ali Hamdar (65. Stepanenko), Maxime Ackermann (74. Zettel), Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch – Dario Bedic, Loris Zettel, Jan Baur, Lennis Eberle, Jakob Bader, Daniel Angerer, Oleh Stepanenko, Luca Alfonzo
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Karl Ellsässer, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Aaron Leyhr (49.)
Fussball.de:
Schiedsrichter (Verbandsliga):
Daniel Buck (TV Gültstein, Schiedsrichtergruppe Böblingen)
Schiedsrichter-Assistenten:
Jean-Marcel Kirigenda (TSV Stetten/Hechingen)
Oskar Diebold (FC Killertal 04)
Gelbe Karten: 4/3
Gelb-Rote Karten: 1/0
Besondere Vorkommnisse:
Jakob Bader (FC Rottenburg) sieht in der 4. Minute der Nachspielzeit (90.+4) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte
Zuschauer: ca. 170
Ausblick Herren 1. Mannschaft
In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 26. Spieltag am Samstag, den 11.04.2026 und dem Auswärtsspiel beim Tabellendritten TSV Oberensingen. Spielbeginn auf dem Rasenplatz der Sportanlage Plätschwiesen im Nürtinger Stadtteil Oberensingen ist um 14 Uhr. Das Spiel wird geleitet von Verbandsliga-Schiedsrichter Fabian Baiz vom FC Wangen aus der Schiedsrichtergruppe Wangen.
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