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Bruchlandung am Bruchwald: FCR unterliegt Bietigheim-Bissingen klar mit 0:4



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 12. Spieltag
Datum: Samstag, 31.10.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Sportgelände am Bruchwald Bissingen (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • FCR-Keeper Nick Gutekunst steht für Julian Häfner zwischen den Pfosten
  • Kapitän Leon Oeschger mit Platzverweis (Gelb-Rote Karte)
  • Hazir Shala vom FSV 08 Bietigheim-Bissingen verschießt Elfmeter
  • FCR mit dem nun schlechtesten Torverhältnis und schwächsten Abwehr der Liga
  • FCR ohne Aaron Leyhr, Gaildonald Njekang und Raphael Langer


Krise verschärft sich: Siebte Pleite in Folge

Der FC Rottenburg steckt weiter tief in der Krise. Beim Oberliga-Absteiger FSV 08 Bietigheim-Bissingen musste sich die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler auf dem Kunstrasenplatz am Bruchwald im Stadtteil Bissingen mit 0:4 geschlagen geben und kassierte damit bereits die siebte Niederlage in Folge. Rund 150 Zuschauer erlebten bei kaltem Herbstwetter einen verdienten Heimerfolg der Gastgeber.
Neuzugang vom SV Fellbach Henry Alexander Strahl brachte die Bietigheimer in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Noch vor der Pause erhöhte der erfahrene Oberligaspieler Justin Keklik auf 2:0 (33.). Der FCR kämpfte zwar um den Anschluss, konnte die Partie jedoch nicht mehr drehen. Der Ex-Balinger und Ex-Reutlinger mit Ober- und Regionalligaerfahrung Mirhan Inan sorgte in der 78. Minute für die Vorentscheidung, ehe der Neuzugang vom U19-Bundesligisten aus Heilbronn-Freiberg Roman Timoshenko in der Nachspielzeit den 4:0-Endstand herstellte (90.+1).
Durch die erneute Niederlage rutscht der FC Rottenburg in der Tabelle auf den vorletzten Platz ab und weist inzwischen das schwächste Torverhältnis der Liga auf. Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen verbesserte sich dagegen vom zwölften auf den neunten Tabellenplatz. Für FCR-Trainer Marc Mutschler gilt es nun, Ruhe zu bewahren und die Mannschaft wieder enger zusammenzuführen. Nur gemeinsam kann der FC Rottenburg den Weg aus dieser schwierigen Phase finden.
Bereits am kommenden Samstag wartet mit dem Tabellenachten Calcio Leinfelden-Echterdingen die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Die Gäste werden mit drei ehemaligen Rottenburgern auf den Hohenberg kommen – für den FCR sicherlich ein zusätzlicher Ansporn, gegen diesen Gegner die Wende einzuleiten und zurück in die Erfolgsspur zu finden.
Die Talfahrt der Fußballer vom FC Rottenburg setzt sich hemmungslos fort. Die neuerliche, deutliche Pleite beim Oberliga-Dino FSV 08 Bietigheim-Bissingen (spielte 11x bis letzte Saison in Folge in der Oberliga) folgt ein neuer Tiefpunkt. Dabei wurden die Rottenburger Fans, die dem FC zum Auswärtsspiel nach Bissingen nachgereist sind – ein weiteres Mal enttäuscht. 3 Punkte wollte man beim Tabellenzwölften mit aus Bissingen nach Rottenburg nehmen, doch wenn man das Spiel realistisch betrachtet hatte der FCR keine Chance beim Oberliga-Absteiger und musste froh sein, nicht höher verloren zu haben.
Wir sind aktuell in allen Bereichen nicht in Normalform. Die Trainer, wie auch die Spieler, müssen untereinander anfangen wieder mehr zu kommunizieren um die Abwärtsspirale zu stoppen. Die spielerischen Defizite sind klar. Zurzeit ist im Spiel jeder mit sich selbst beschäftigt, zweite Bälle gehen verloren, außerdem muss die Konzentration gegen Spieler mit Oberliga oder Regionalligaerfahrungen hoch gefahren werden um dagegenzuhalten. Sollte dies abgestellt werden, könnte der FCR zu viel mehr Mittelfeldanteilen und Umschaltgelegenheiten kommen um daraus sich mehr Torchancen zu erarbeiten.
Darüber hinaus muss der FCR künftig als Mannschaft konsequent an seine Leistungsgrenze gehen und diese nach Möglichkeit überschreiten. Insbesondere in der Defensive besteht hinsichtlich der Abstimmung und Raumaufteilung erheblicher Verbesserungsbedarf, da wir derzeit zu viele vermeidbare Fehler machen. Auch in der Chancenverwertung zeigen sich Defizite. Obwohl wir uns regelmäßig gute Möglichkeiten erarbeiten beziehungsweise herausspielen, fehlt es im Abschluss häufig an Ideen und der nötigen Ruhe. Dadurch agieren wir zu hektisch und nutzen unsere Chancen nicht konsequent genug. Die Bilanz nach zwölf Spielen – zehn erzielte Tore und 35 Gegentreffer – verdeutlicht den bestehenden Handlungsbedarf.
Der FCR rutscht nun nach dem 0:4 in Bissingen auf den vorletzten Tabellenplatz in der Verbandsliga ab. Damit verschärft sich die Situation um Coach Marc Mutschler, der aus dem Ausgang in Bissingen keinen Hehl daraus macht, dass der Bietigheimer Sieg verdient war. „Wir schaffen aktuell nicht, vorne in die gefährlichen Räume zu kommen. Wir spielen nicht konstant genug“, haderte der 36-Jährige. Für den FCR kommt es jetzt knüppeldick.
Trotz viel Qualität im Team ist die Ausbeute der Roten enttäuschend. In jetzt zuletzt sieben Partien gelang kein einziger Sieg. Das liegt unter anderem auch an personellen Ausfällen, die es im Club immer wieder aus diversen Gründen gibt. Wie jetzt am Samstag gegen den FSV 08 musste Mutschler wieder auf zwei Leistungsträger verzichten. Mit Aaron Leyhr und „Guido“ Njekang fielen gleich beide Schienenspieler mit Offensivdrang schmerzlich aus. Zudem muss der FCR im nächsten Spiel gegen Calcio auf seinen Kapitän Leon Oeschger verzichten, der mit Gelb-Rot vorzeitig das Spiel beenden musste.
Die personellen Umstände sollen aber nicht als Ausrede gelten. Mutschler merkt seiner Mannschaft an, dass die Negativserie nicht spurlos an seiner FCR-Elf vorbeigeht. Einige Spieler sind im Kopf nicht frei, da sie noch nie in solchen Situationen waren und nicht wissen können wie man damit umgeht. Doch die TSG Balingen II machte es am Wochenende vor, daß man auch nach 11 sieglosen Spielen die Kurve kriegen kann. Es herrscht noch unerklärlicherweise eine große Diskrepanz zwischen den guten Trainingseinheiten und unseren Leistungen in den Spielen.


Trotz großer Moral: FSV-Blitzstart wird beinahe belohnt
Es waren gerade einmal 40 Sekunden gespielt, da hätte der FSV bereits mit 1:0 in Führung gehen können. Die erste Chance entschärfte FCR-Keeper Nick Gutekunst, der den Vorzug vor Julian Häfner erhalten hatte. Beim Nachschuss war René Hirschka zur Stelle und klärte den Ball auf der Linie. Was für ein Auftakt!
Die Bissinger blieben anschließend am Ball und bestimmten zunächst das Spielgeschehen. Nach sechs Minuten kam der FCR erstmals zu einer Drangphase vor dem Bissinger Tor und erspielte sich einige Möglichkeiten. Eine wirklich zwingende Torchance sprang dabei jedoch nicht heraus.
Dem Spielverlauf entsprechend ging der Gastgeber in der 14. Minute verdient durch Henry Alexander Strahl mit 1:0 in Führung. Einen langen Ball auf den linken Flügel konnte die Rottenburger Abwehr zunächst noch blocken. Strahl stand jedoch goldrichtig und schob zur Führung ein. Damit hatte sich der FCR den Spielbeginn sicherlich nicht vorgestellt – hatte man sich doch vorgenommen, die Null möglichst lange zu halten.
Nur eine Minute später verpasste Moritz Rohrer den Ausgleich knapp, als sein Schuss rechts am langen Pfosten vorbeistrich. In der 21. Minute musste Hirschka erneut klären, nachdem Gutekunst den Ball nicht sicher hatte festhalten können. In der 33. Minute fiel schließlich nach einem Konter das 2:0 durch Justin Keklik.
Bis zu diesem Zeitpunkt präsentierte sich Bietigheim mit seinen zahlreichen ehemaligen Oberliga- und Regionalligaspielern deutlich griffiger, bissiger und athletischer. Die Gastgeber waren meist einen Schritt schneller am Ball, scheiterten jedoch mehrfach am glänzend parierenden Gutekunst.
Mit dem leistungsgerechten 2:0 für den FSV beendete Schiedsrichter Maximilian Jäger aus Böblingen die erste Halbzeit. Der FCR fand in den ersten 45 Minuten nur selten Zugriff auf das Spiel und verlor häufig die zweiten Bälle. Zwar zeigte sich Rottenburg in den Zweikämpfen engagiert, blieb dabei jedoch meist glücklos.


FCR eine halbe Stunde in Unterzahl – FSV vergibt Elfmeter
Nach einer offenen Anfangsphase der zweiten Halbzeit, die inzwischen unter Flutlicht ausgetragen wurde, nahm FCR-Trainer Marc Mutschler in der 51. Minute seine ersten beiden Wechsel vor. Johannes Bastians ersetzte Moritz Rohrer, Maxime Ackermann kam für Luis Kalbacher in die Partie.
In der 58. Minute schwächte sich der FCR selbst. Kapitän Leon Oeschger, der erst vier Minuten zuvor seine erste Gelbe Karte gesehen hatte, wurde nach einem weiteren Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Über diese Entscheidung zeigte sich der Rottenburger Kapitän verständlicherweise äußerst verärgert. Gerade die zweite Verwarnung erschien aus FCR-Sicht diskutabel. Erneut entstand der Eindruck, dass Mannschaften aus dem Tabellenkeller bei vergleichbaren Situationen härter bestraft werden als Teams aus dem oberen Tabellendrittel. Diese unterschiedliche Bewertung sorgt zunehmend für Unverständnis.
Der FCR musste somit mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl bestreiten. Von diesem Zeitpunkt an übernahm der FSV 08 vollständig die Kontrolle über das Spiel. Rottenburg war nun vor allem darauf bedacht, den Rückstand in Grenzen zu halten. Die Gastgeber erspielten sich Chance um Chance. In der 60. Minute verhinderte FCR-Keeper Gutekunst zunächst den nächsten Treffer. Es folgten weitere Möglichkeiten nahezu im Minutentakt, unter anderem in der 62., 65. und 67. Minute. In der 70. Minute parierte Gutekunst erneut stark gegen eine Riesenchance aus kürzester Distanz.
Mit den Einwechslungen von Daniel Genuardi für Christina Mijatovic und Luca Alfonzo für Julian Kiesecker in der 73. Minute wollte der FCR noch einmal für eine Ergebniskorrektur sorgen. Doch stattdessen fiel wenig später das 3:0 für Bietigheim – und dieses war zu diesem Zeitpunkt vollkommen verdient. Mirhan Inan wurde mit einem langen Ball aus der eigenen Hälfte hervorragend in den Lauf geschickt. Im direkten Duell mit Gutekunst blieb der Bietigheimer Angreifer ruhig und ließ dem FCR-Torhüter keine Chance.
In der 79. Minute ersetzte Max Ilijan Varivoda Manuel Weber. Mit seiner Einwechslung kehrte zumindest etwas mehr Ruhe in die Partie ein. Dennoch blieb der FSV überlegen. In der 87. Minute führte ein ungestümes Einsteigen von Johannes Bastians im eigenen Strafraum zu einem klaren Elfmeter. Hazir Shala setzte den Strafstoß jedoch deutlich zu hoch an und beförderte den Ball in den nächtlichen Himmel.
In der 90. Minute kam der FCR durch Hirschka noch zu seiner einzigen nennenswerten Chance der zweiten Halbzeit. Sein starker Schuss wurde von FSV-Keeper Botzatzioglou zur Seite abgewehrt. Der Anschlusstreffer wäre zu diesem Zeitpunkt zumindest ein kleiner Lichtblick gewesen.
Stattdessen erhöhte Bietigheim in der ersten Minute der Nachspielzeit auf 4:0. Erneut wurde ein FSV-Spieler im freien Raum gefunden. Der kurz zuvor eingewechselte Roman Timoshenko setzte sich im Duell mit Gutekunst durch und machte mit seinem Treffer endgültig den Deckel auf die Partie.
In der zweiten Minute der Nachspielzeit hatte der FCR noch einmal Glück. Hirschka klärte per Kopf im Liegen spektakulär auf der Linie und verhinderte damit den fünften Bietigheimer Treffer. Der Einsatz des Rottenburger Leitwolfs war bezeichnend – an ihm lag es keinesfalls, dass der FCR seine siebte Saisonniederlage hinnehmen musste.
Kurz darauf beendete Schiedsrichter Jäger die Partie. Aus Rottenburger Sicht blieb dabei der Eindruck zurück, dass zahlreiche strittige Entscheidungen zugunsten des FSV 08 ausfielen. Besonders bitter war eine Szene aus der 57. Minute: Mijatovic wurde im Strafraum vom Bietigheimer Torhüter offenbar mit beiden Händen am Kopf zu Boden gedrückt. Ein möglicher Elfmeterpfiff blieb jedoch aus. Als Hirschka daraufhin protestierte, sah er wegen Meckerns die Gelbe Karte.

Fazit
Unser Verbandsligist steckt weiterhin in einer schwierigen Phase. Gegen den FSV Bietigheim-Bissingen setzte es eine in allen Belangen verdiente Niederlage. Daher ist es nachvollziehbar, dass inzwischen auch von außen zunehmend Kritik geäußert wird.
Die Mannschaft des FCR bleibt dennoch ruhig und besonnen. Die Spieler arbeiten weiterhin konzentriert und hart daran, gemeinsam aus dieser Krise herauszukommen. Dass dies möglich ist, haben zuletzt die Balinger vorgemacht – nun gilt es, diesem Beispiel zu folgen.
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Samstag gegen den Tabellenachten Calcio Leinfelden-Echterdingen. Dabei könnte der FCR zugleich Revanche für die bittere 2:3-Heimniederlage aus der Vorsaison nehmen. Im Hinspiel der letzten Saison gelang der Mannschaft in Echterdingen bereits ein überzeugender 2:0-Erfolg.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Wir befinden uns aktuell in einer Situation, die wir so bisher nicht kennen. In vielen Bereichen tun wir uns schwer. Hinzu kommen Spielpech und teilweise fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die uns momentan nicht gerade weiterhelfen. Unser Ansatz ist es, zunächst bei uns selbst anzusetzen, um aus dieser schwierigen Serie herauszukommen. Dennoch muss man auch anerkennen, dass mit Bietigheim ein sehr spielstarkes Team auf dem Platz stand. Sie hatten so gut wie keine individuellen Fehler und haben in nahezu allen Situationen die richtigen Entscheidungen getroffen. Jetzt gilt es, an unseren alten Tugenden festzuhalten und bewährte Routinen wieder aufleben zu lassen. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Vielmehr sind es gerade diese Routinen und unsere bisherigen Stärken, die uns wieder Sicherheit geben und stark machen werden. Unsere Leistungsträger sind nun besonders gefordert, wieder zu ihrer alten Stärke zu finden und mit Leistung, Verantwortung und Führung voranzugehen.

Pressestimmen

Niederlage Nummer 7
Artikel lesen | Hansjörg Lösel am 02.11.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
Höchster Saisonsieg für 08
Artikel lesen | Manuel Schust am 01.11.2026 | Bietigheimer Zeitung
FC Rottenburg im freien Fall
Der Verbandsligist FC Rottenburg befindet sich im württembergischen Oberhaus weiter im freien Fall. Die Elf von Trainer Marc Mutschier unterlag am zwölften Spieltag dem FSV 08 Bietigheim-Bissingen mit 0:4. Für die Rottenburger war es bereits die siebte Niederlage in Folge. In der Tabelle sind die Mutschler-Schützlinge inzwischen bis auf den vorletzten Platz abgerutscht. Bei Bietigheim-Bissingen traf der Pfullinger Mirhan Inan im zweiten Spiel in Folge. (tob/pak/ott)
02.11.2026 | Reutlinger General-Anzeiger

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Nick Gutekunst – René Hirschka, Ruben Nyanga, Lukas Behr, Anton Jansen, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher (51. Ackermann), Moritz Rohrer (51. Bastians), Manuel Weber (79. Varivoda), Julian M. Kiesecker (73. Alfonzo), Christian Mijatovic (73. Genuardi)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Julian Häfner – Johannes Bastians, Raphael Langer, Melvin Gruhonjic, Daniel Genuardi, Max Ilijan Varivoda, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Henry Alexander Strahl (14.)
2:0 Justin Keklik (33.)
3:0 Mirhan Inan (78.)
4:0 Roman Timoshenko (90.+1)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Maximilian Jäger (SV Böblingen, SRG Böblingen, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
David Wahrheit (SV Bondorf)
Benjamin Kauffer (SV Nufringen)
Gelbe Karten: 3 / 6
Gelb-Rote Karten: – / 1
Besondere Vorkommnisse: 
  • Leon Oeschger, Kapitän des FC Rottenburg, erhält in der 58. Minute nach wiederholten Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Für ihn endete daher das Spiel frühzeitig.
  • Der eingewechselte Spieler des FSV 08 Bietigheim-Bissingen Hazan Shala, schießt in der 87. Minute einen Strafstoß für den FSV weit übers Tor.
Zuschauer: ca. 150

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 07.11.2026 empfängt die Mutschler-Elf am 13. Spieltag den Tabellenachten Calcio Leinfelden-Echterdingen. Gespielt wird auf dem Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg am Neckar. Spielbeginn ist aufgrund der Winterzeit ab sofort jetzt schon um 14:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Marc-Kevin Seidl vom SV Breuningsweiler aus der Schiedsrichtergruppe Waiblingen.

Keine Kehrtwende in Sicht: FC kehrt mit leeren Händen aus Rutesheim zurück



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 10. Spieltag
Datum: Freitag, 16.10.2026 | 19:30 Uhr
Spielort: Sportpark Bühl Rutesheim (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • FC hat nach zwei torlosen Spielen wieder getroffen
  • Lukas Behr erzielt sein 5. Saisontor
  • Nach dem 1. Spieltag zum Saisonauftakt, erstmals wieder auf einem Abstiegsplatz
  • Letzter Auswärtssieg war am 5. September beim 2:1-Sieg in Dorfmerkingen
  • Zoff um Schiri-Urteile: FCR wird klarer Elfer verwehrt – Rutesheim entgeht zwei Roten Karten

Bittere Niederlage unter Flutlicht: FCR im Negativstrudel

Der FC Rottenburg musste sich am Freitagabend, 16. Oktober, beim SKV Rutesheim mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl entwickelte sich bei angenehmen Temperaturen eine insgesamt schwache Partie, in der die Gastgeber durch Tobias Gebbert, der doppelt traf, und Robin Slawig erfolgreich waren. FCR-Torjäger Lukas Behr gelang kurz vor dem Abpfiff lediglich der Treffer zum 1:3-Endstand. Aus Rottenburger Sicht wurde die Begegnung zudem von mehreren strittigen Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst. Nach Ansicht des FCR hätten die Rutesheimer in zwei Situationen die Rote Karte sehen müssen. Außerdem sollen sowohl das zweite als auch das dritte Tor der Gastgeber aus einer Abseitsposition heraus gefallen sein. Auf der anderen Seite blieb dem FCR ein aus seiner Sicht klarer Strafstoß verwehrt. Durch die Niederlage musste Rottenburg den SKV Rutesheim in der Tabelle vorbeiziehen lassen und rutschte auf den ersten Abstiegsplatz 13 ab. Am kommenden Samstag empfängt die Mutschler-Elf den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen. Dann zählt für den FCR nur ein Sieg.
Der FC Rottenburg befindet sich in der Verbandsliga derzeit in einer schwierigen Phase. Der Abwärtstrend setzt sich fort: Mit der 1:3-(0:1)-Niederlage am Freitagabend beim Aufsteiger SKV Rutesheim kassierte die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge. Damit zog die Sport- und Kulturvereinigung in der Tabelle am FCR vorbei, während die Rottenburger nach dem ersten Spieltag erstmals wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschten.
Der FC Rottenburg fand gegen das intensive Pressing der Gastgeber kaum Lösungen. Ausgerechnet jene Elemente, die traditionell zu den Stärken des FCR zählen – ein schnelles, direktes und kompromissloses Spiel – waren in Rutesheim nur selten zu erkennen. Diese Eigenschaften hatten die Mannschaft insbesondere im Meisterjahr der Landesliga ausgezeichnet. In der Verbandsliga ist es entscheidend, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren, den Gegner geduldig zu locken und anschließend zielstrebig umzuschalten. Dafür bedarf es jedoch sowohl mit als auch gegen den Ball mehr Mut und Entschlossenheit. Der FC Rottenburg ist derzeit nicht in der Lage, sein Leistungsvermögen konstant abzurufen. Nach fünf Niederlagen in Folge stellt die Mannschaft das formschwächste Team der Liga und liegt – noch hinter dem ebenfalls abstiegsbedrohten Balingen – auf dem letzten Tabellenplatz.
Aktuell ist der FCR damit vor allem sein eigener größter Gegner. Dennoch besteht weiterhin großes Vertrauen in die Mannschaft und in Cheftrainer Marc Mutschler. Dieser hat bereits mehrfach bewiesen, dass er seine Mannschaft auch in schwierigen Situationen stabilisieren und aus Krisen herausführen kann. Dabei ist auch die Unterstützung der Fans von großer Bedeutung. Die Anhänger, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Erfolge in der Landesliga verwöhnt wurden, stehen weiterhin hinter dem Team.
Besonders vermisst wird derzeit die Ausstrahlung von Kapitän Leon Oeschger, der seine Mitspieler in erfolgreichen Zeiten mitgerissen hat. Aufgrund seiner Rückenverletzung wirkt er momentan offenbar noch nicht vollständig frei. Die anhaltende Sieglosserie belastet die Mannschaft zunehmend – insbesondere, weil der FCR gegen ambitionierte Teams aus dem oberen Tabellendrittel phasenweise gut mithält, seine Chancen jedoch nicht konsequent nutzt. Auch die Zahlen verdeutlichen die derzeitige Problematik: In den vergangenen fünf Spielen erzielte der FC Rottenburg lediglich zwei Treffer und kassierte 16 Gegentore. Insgesamt steht die Mannschaft nun bei einem Torverhältnis von 10:28, was durchschnittlich nur einem Treffer pro Spiel entspricht. Für den Klassenerhalt ist diese offensive Ausbeute zu gering.
Trotz der sportlich angespannten Lage ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft weiterhin positiv. Im Training wird engagiert gearbeitet, der Teamgeist ist intakt, und von Resignation ist nichts zu spüren. Der Glaube an die eigene Stärke und an den vierten Saisonsieg ist weiterhin vorhanden. Während eine solche Negativserie bei vielen Vereinen für erhebliche Unruhe sorgen würde, setzt der FC Rottenburg bewusst auf Kontinuität. Der Vertrag mit Cheftrainer Marc Mutschler wurde erst kürzlich vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Niederlagen beschäftigen den Trainer naturgemäß sehr – insbesondere deutliche Ergebnisse gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe. Dennoch weiß Mutschler, dass seine Mannschaft deutlich mehr leisten kann, als sie zuletzt gezeigt hat.
In den vergangenen Spielen führten individuelle und vermeidbare Fehler immer wieder zu Gegentoren, die auf Verbandsligaebene konsequent bestraft werden. Dass die Mannschaft über die nötige Qualität verfügt, hat sie unter anderem beim überzeugenden Auswärtssieg in Dorfmerkingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es, an die Leistungen aus den ersten fünf Saisonspielen anzuknüpfen, in denen der FCR drei Siege verbuchen konnte. Die Spieler sind gefordert, sich selbst kritisch zu hinterfragen, wieder mehr Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zu entwickeln und ihre Qualitäten mit Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Gegen den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen bietet sich am kommenden Samstag die nächste Gelegenheit, die Wende einzuleiten.
Die Rottenburger Fans werden die Mannschaft dabei weiterhin unterstützen – auch bei den oftmals weiten Auswärtsfahrten. Mit den beiden körperlich robusten Neuzugängen Max Ilijan Varivoda vom niederrheinischen Landesligisten SC Velbert und Christian Mijatovic vom bayerischen Regionalligisten FC Memmingen soll zudem mehr Stabilität und Durchsetzungsvermögen in das Spiel des FCR kommen. Gemeinsam soll der Weg zurück in die Erfolgsspur eingeleitet werden.


Drei halbe Chancen sind zur Halbzeit einfach zu wenig
Die Partie begann zäh und behäbig. Beide Mannschaften agierten auf dem harten Geläuf des 23 Jahre alten Kunstrasens zunächst vorsichtig, um keinen frühen Fehler zu machen und dadurch in einen Konter zu geraten. Entsprechend blieb das Spiel bis zur 9. Minute ohne nennenswerte Höhepunkte.
Die erste Möglichkeit gehörte in der 10. Minute dem Gastgeber. Ein Freistoß aus halblinker Position wurde hoch in den Fünfmeterraum geschlagen, doch FCR-Torhüter Julian Häfner klärte sicher per Faustabwehr. Auch in der Folge blieb die Begegnung offen, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidende Vorteile erspielen konnte.
In der 13. Minute näherten sich die Rutesheimer erneut dem Rottenburger Tor. Einen langen Ball konnte Raphael Langer jedoch souverän zur Ecke klären. Nur eine Minute später musste Luis Kalbacher nach mehreren Kopfballstafetten im Rottenburger Strafraum eingreifen. Es war die erste brenzlige Situation für den FCR, die letztlich entschärft werden konnte.
Anschließend tauchte der FCR erstmals gefährlich im Rutesheimer Strafraum auf. Ein Freistoß von Leon Oeschger aus halblinker Position flog hoch in den Sechzehner. Lukas Behr, der am liebsten mit einem Sieg im Rücken zu seiner Hochzeit am folgenden Tag erschienen wäre, kam zum Kopfball, setzte diesen jedoch deutlich über das Tor. Eine Minute später bot sich dem FCR die nächste Möglichkeit: Eine Ecke von Ackermann fand erneut Behr, dessen Kopfball allerdings ebenfalls weit über das Tor ging. Damit blieb auch diese Gelegenheit lediglich eine halbe Chance.
Immerhin war nun zu erkennen, dass sich der FCR um mehr Offensivaktionen bemühte. Allerdings trafen die Rottenburger auf agile, engagierte und aggressive Rutesheimer, die in jeden Zweikampf gingen und alles in die Partie warfen, als ginge es jetzt schon um alles. In der 30. Minute kam der SKV zu einer guten Möglichkeit. Nach einem missglückten Kopfball von Oeschger und einer kurzen Unsicherheit von Häfner, der am Ball vorbeigriff, landete dieser letztlich zur Ecke. Fünf Minuten später musste Häfner einen gut getretenen Freistoß erneut per Faustabwehr klären.
Die Rutesheimer erhöhten nun den Druck – und in der 39. Minute fiel schließlich der Führungstreffer. Nach einer Ecke wurde Mittelfeldspieler und SKV-Legende Tobias Gebbert am zweiten Pfosten nahezu unbedrängt gefunden und köpfte zur verdienten 1:0-Führung für Rutesheim ein. Eine letzte halbe Chance vor der Pause hatte der FCR in der 40. Minute. Nach einer Ecke von Oeschger setzte René Hirschka den Ball per Kopf knapp am Tor vorbei.
Damit ging es mit einem 1:0-Rückstand in die Pause. Der bis dahin weitgehend unauffällige, erst 17-jährige Schiedsrichter Luke Walz von der SRG Öhringen pfiff nach vier Minuten Nachspielzeit zum Pausentee. In der zweiten Halbzeit sollte er deutlich stärker im Mittelpunkt stehen.

Rutesheim profitiert von strittigen Entscheidungen
Neben zwei Treffern aus zumindest abseitsverdächtigen Situationen sorgten weitere strittige Entscheidungen für Unmut auf Rottenburger Seite. Nach der schwachen ersten Halbzeit hatten viele Beobachter mit personellen Veränderungen zur Pause gerechnet. FCR-Trainer Marc Mutschler setzte jedoch zunächst auf die Hoffnung, dass seine Mannschaft nach einer deutlichen Halbzeitansprache besser in die Partie finden würde. Stattdessen erhöhte Rutesheim in der 51. Minute auf 2:0.
Dem Treffer ging ein schnell vorgetragener Angriff über die rechte Seite voraus. Nach dem Pass ins Zentrum konnte Neuzugang und Routinier Robin Slawig den Ball im Strafraum trotz Gegenwehr zum 2:0 über die Linie bringen. Die Entstehung des Tores war allerdings aus Rottenburger Sicht deutlich abseitsverdächtig. Daraufhin reagierte Mutschler und nahm drei Wechsel vor. Für Ackermann, Alfonzo und Nyanga kamen Neuzugang Christian Mijatovic, der schnelle Chefor Njekang sowie Julian Kiesecker, der der Mannschaft zusätzliche kämpferische Impulse geben sollte. In der Folge zeigte sich der FCR deutlich verbessert. Das Spiel der Rottenburger war nun von mehr Bewegung und Einsatz geprägt.
Die Leistungssteigerung blieb jedoch zunächst ohne zählbaren Erfolg. In der 72. Minute erhöhte Tobias Gebbert mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0. Ein langer Ball aus dem Halbfeld überspielte die Rottenburger Abwehr, wobei auch dieser Treffer aus FCR-Sicht aus einer Abseitsposition heraus erzielt worden sein soll. Kurz darauf nahm Mutschler die Wechsel vier und fünf vor. Johannes Bastians ersetzte Moritz Rohrer, Loris Zettel kam für Raphael Langer in die Partie. Beide Wechsel sorgten ab der 75. Minute für zusätzlichen Schwung im Rottenburger Spiel.
Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene, die nach Rottenburger Einschätzung nicht angemessen geahndet wurde. In einem Zweikampf gingen ein Rutesheimer Spieler und Hirschka zu Boden. Dabei soll Hirschka gegen den Kopf getreten worden sein. Er musste anschließend behandelt werden und hatte am Folgetag noch ein deutlich geschwollenes Gesicht. Auch Zuschauer aus Rutesheim bewerteten die Szene nach Angaben des FCR als Tätlichkeit und damit als rote-kartewürdig.
In der 78. Minute bot sich dem FCR schließlich die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem misslungenen Abwehrversuch kam Behr im Strafraum in einen Zweikampf mit dem erst 18-jährigen Rutesheimer Torhüter Luca Antonio Pellino, der den Rottenburger Angreifer nach FCR-Auffassung klar zu Fall brachte. Aus Sicht der Gäste hätte es hierfür einen Strafstoß und eine Rote Karte geben müssen. Schiedsrichter Walz ließ jedoch weiterspielen und verwarnte stattdessen FCR-Kapitän Oeschger wegen Reklamierens. Rottenburg wertete diese Entscheidung als eine weitere strittige Situation in einer insgesamt unglücklichen Schiedsrichterleistung.
In der 81. Minute hatte der FCR eine weitere gute Gelegenheit. Eine Ecke von Oeschger fand Hirschka, dessen Kopfball jedoch knapp am Tor vorbeiging. Wenig später gelang den Rottenburgern schließlich der Anschlusstreffer: Oeschgers Freistoß wurde zunächst von der Mauer abgeblockt, den Nachschuss setzte Behr jedoch mit großer Wucht unter die Latte. Der FCR war nun klar die bessere Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Rutesheim beschränkte sich weiterhin weitgehend auf lange Bälle in die Spitze. In der Nachspielzeit hatte Behr nach einer präzisen Kopfballvorlage von Hirschka, der inzwischen als Mittelstürmer agierte, noch einmal eine große Chance. Sein Kopfball verfehlte das Ziel jedoch erneut.
Damit blieb es beim 3:1 für Rutesheim. Der SKV gehörte aus Rottenburger Sicht zwar zu den bislang schwächeren Gegnern, dennoch gelang es dem FCR in seiner derzeit schwierigen Situation nicht, die dringend benötigten drei Punkte einzufahren. Nach insgesamt rund 101 Minuten beendete Schiedsrichter Walz die Partie.

Fazit
Der Sieg des SKV Rutesheim geht zweifellos in Ordnung und war verdient. Der FCR zeigte seine bislang schwächste Saisonleistung. Dies bestätigten die Spieler nach dem Schlusspfiff selbstkritisch. FCR muss Niederlage schnell abhaken. Die Partie machte deutlich, dass kein Gegner unterschätzt werden darf – insbesondere nicht Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem eigenen Team stehen. In der Verbandsliga gibt es keine einfachen Spiele und schon gar keine Selbstläufer. Nach einer Niederlage bleiben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man bewertet die eigene Leistung übermäßig negativ, oder man hakt die Partie schnellstmöglich ab und richtet den Blick konsequent auf die kommenden Aufgaben. Für den FCR gilt es nun, die Niederlage sachlich aufzuarbeiten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei darf die Mannschaft den Glauben an den Klassenerhalt keinesfalls verlieren. Um den Tabellenkeller zu verlassen, müssen die gewohnten Abläufe wiedergefunden und auf dem Platz konsequenter umgesetzt werden. Am 11. Spieltag empfängt der FCR den VfB Friedrichshafen. Um die sportliche Wende einzuleiten, wird die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung und nahezu ein perfektes Spiel benötigen.

Archivbild: Lukas Behr war einziger Torschütze für den FCR und traf zum 1:3-Endstand.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es war ein schwaches Spiel von allen Beteiligten. Insgesamt ein typisches 0:0-Spiel, umso mehr gibt uns die Tatsache zu denken, dass wir am Ende drei Gegentore kassieren. In der ersten Halbzeit konnten wir uns nicht eine einzige Torchance herausspielen. Wir hatten somit null Torabschlüsse, und das sagt viel über unsere aktuelle Verfassung aus.
Wir brauchen jetzt MUT, eine bessere Entscheidungsfindung und den maximalen Willen, defensiv konsequent zu verteidigen und uns offensiv durchzusetzen. Das Thema Emotionen wird jetzt ganz großgeschrieben! Wir müssen wieder mit Leidenschaft, Überzeugung und dem unbedingten Willen auf den Platz gehen, diese Spiele gewinnen zu wollen. Jeder muss bereit sein, für den anderen alles zu geben und auch in schwierigen Phasen Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen es jetzt erzwingen, um wieder Punkte zu holen! Wenn wir weiterhin so auftreten wie in den letzten Spielen, wird es für uns weiter bergab gehen. Jetzt müssen wir eine Reaktion zeigen und als Mannschaft gemeinsam dagegenhalten!

Pressestimmen

Nur 15 gute Minuten
Artikel lesen | Tobias Zug am 17.10.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
SKV Rutesheim holt Heimsieg trotz spätem Torwart-Patzer – Tobias Gebbert trifft doppelt
Artikel lesen | Flemming Nave am 18.10.2026 | Stuttgarter Nachrichten

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (75. Zettel), Aaron Leyhr, Ruben Nyanga (55. Kiesecker), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher, Moritz Rohrer (75. Rohrer), Luca Alfonzo (55. Njekang), Maxime Ackermann (55. Mijatovic)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Anton Jansen, Melvin Gruhonjic, Manuel Weber, Daniel Genuardi, Julian M- Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Christian Mijatovic, Gaildonald C. Njekang
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Tobias Gebbert (39.)
2:0 Robin Slawig (51.)
3:0 Tobias Gebbert (72.)
3:1 Lukas Behr (88.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Luke Walz (TSV Pfedelbach, SRG Öhringen, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Silas Walz (TSV Pfedelbach)
Jakob Friedrich Birkert (ASV Scheppach-Adolzfurt)
Gelbe Karten: 4 / 2
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Beide Trainer – Marc Mutschler vom FCR und Christopher Baake vom SKV – aber auch Jan-Dominik Wirkner – Betreuer von Rutesheim – sehen wegen Unsportlichkeit jeweils die Gelbe Karte.
Zuschauer: ca. 100

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 24.10.2026 bittet die Mutschler-Elf am 11. Spieltag den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen zu einem Kellerduell. Gespielt wird – Stand 18.10. – im Hohenberg-Stadion auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg am Neckar. Spielbeginn ist wie gewohnt um 15:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch aus der Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal.

Nach Spielerverabschiedungen schlägt die Hirschka-Truppe den TSV Berg 2:1



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2025/26
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 33. Spieltag
Datum: Samstag, 30.05.2026 | 15:30 Uhr
Spielort: Hohenbergstadion Rottenburg (Rasenplatz)

Das Spiel wurde präsentiert von…


Auf dem Bild von links nach rechts: Hermann Steur (1. Vorsitzender), Daniel Angerer, Maximilian Blesch, Jan Baur, Moritz Koch (Geschäftsführer und Sportlicher Leiter Herren)


FCR bewahrt Traum vom Klassenerhalt

Der FCR, ohne seinen urlaubenden Coach Marc Mutschler, konnte auch ersatzgeschwächt den geforderten Sieg gegen ein Topteam der Liga einfahren und somit den Überraschungssieg aus dem Hinspiel wiederholen. Mit 2:1 (1:0) besiegte man auf dem hervorragend präparierten Rasenplatz im Rottenburger Hohenbergstadion das stärker eingeschätzte Team des TSV Berg durch die Tore und Geniestreich von Lennis Eberle (38.) und der Abgebrühtheit von Raphael Langer (77.), nach einem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Anlässlich des letzten Heimspiels der Saison und im Rahmen des 2. Familientages begrüßte der FCR knapp 300 begeisterte Zuschauer, darunter zahlreiche ehemalige FCR-Legenden. Im Vorfeld der Partie wurden zudem zwei langjährige Mannschaftsikonen offiziell verabschiedet: Jan Baur und Max Blesch, die jeweils 22 Jahre im Trikot des FCR aktiv waren, sowie Daniel Angerer, der den Verein über drei Spielzeiten repräsentierte.
Nach dem Einmarsch der beiden Mannschaften, angeführt vom Regionalliga-Schiedsrichter Tobias Huthmacher vom FC Wangen, gefolgt von den Teams sowie dem „Sparbär“ unseres Präsentationspartners, der Kreissparkasse, wurden mehrere Spieler des FC Rottenburg von Geschäftsführer Moritz Koch und dem ersten Vorsitzenden Hermann Steur feierlich verabschiedet. In eindrucksvollen und zugleich emotionalen Worten würdigte Moritz Koch sowohl die anwesenden als auch die abwesenden Spieler – insgesamt sechs – und ehrte sie für ihre langjährigen Verdienste.
Jan Baur und Max Blesch nach 22 Jahren verabschiedet
Ein etwa fünf Meter langer Banner kündigte die Verabschiedung von Jan Baur an, auf dem zu lesen war: „Du kamst als Bua und gehst als Legende. Danke Jan“. Der 33-jährige Außenverteidiger beendet nach 22 Jahren beim FC Rottenburg seine Laufbahn und wechselt zurück zu seinem Heimatverein SV Hirrlingen, wo er seine Karriere ausklingen lassen wird. Baur kickte ohne Unterbrechung seit der C-Jugend beim FC. Ebenfalls nach 22 Jahren beim FC Rottenburg schließt Max Blesch seine beeindruckende Karriere ab. Vom Beginn bei den Bambini über Stationen in der B- und A-Jugend beim SSV Reutlingen, Stuttgarter Kickers und beim TuS Ergenzingen führte sein Weg zurück zum FC, wo er nach der Rückkehr vom SV Hirrlingen seit 2021 das Tor hütete. Wir wünschen beiden Spielern alles Gute für ihre Zukunft. Sie sorgten u.a. für das Wir-Gefühl, waren selbst starke Charaktere und sorgten im Team immer für Stimmung.
Darüber hinaus wurden Daniel Angerer (Wechsel zum TSV Frommern) und Stefan Seidel (Wechsel zum TSV Gomaringen) für jeweils drei Jahre, sowie Maximilian Biesinger (Wechsel zum SV Nehren) und Dario Bedic (Karriereende) für jeweils zwei Jahre engagierten Einsatz gedankt und verabschiedet. Allen Spielern wünschen wir weiterhin viel Erfolg und alles Gute. Am 14. Juni werden alle scheidenden Spieler im Rahmen der Saisonabschlussfeier offiziell noch mit Präsenten geehrt und verabschiedet.
FC Rottenburg als geschlossene Einheit erfolgreich
„Es bereitete großen Spaß, den Jungs heute zuzusehen“, äußerten viele fachkundige Zuschauer nach dem Spiel. Die Mannschaft präsentierte sich im Duell gegen den TSV Berg nervenstark und als geschlossenes Einheit – trotz der herben Niederlage am vergangenen Wochenende und dem Fehlen von Votentsev und der beiden Kapitäne Oeschger und Behr. Das Spiel verlief ausgeglichen, wobei der FC Rottenburg aufgrund der klareren Torchancen letztlich als verdienter Sieger hervorging. Nach der enttäuschenden Pleite der Vorwoche war die Mannschaft hochmotiviert und ging auch bei den anspruchsvollen äußeren Bedingungen an ihre Leistungsgrenzen.
Trainer Marc Mutschler, der sich aktuell mit seiner Familie in Italien-Urlaub befindet, stand bis zum Anpfiff in regelmäßigem Kontakt mit seinem spielenden Co-Trainer René Hirschka sowie den Interimstrainern Andreas Bader und Klaus Schiebel. Nach dem Rückschlag wurde der Fokus im Training wieder auf grundlegende Elemente wie Passgenauigkeit und Zweikampfhärte gelegt. Die Rückkehr zu einer einfachen, aber konzentrierten Spielweise erwies sich gerade unter den vorherrschenden Temperaturen als entscheidend und zeigte am Samstag Wirkung.
Die Mannschaft hat sich wie versprochen rehabilitiert, mentale Stärke bewiesen, taktische Disziplin gezeigt und eine gezielte Regeneration erfolgreich gemeistert. So gelang es, drei wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sichern. Mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag beim SSV Ehingen-Süd kann der Klassenerhalt aus eigener Kraft realisiert werden. Die aktuelle Siegesserie von vier Spielen in Folge hat die rechnerische Hoffnung auf den Verbleib in der Verbandsliga eindrucksvoll am Leben erhalten.
Unsicherer Klassenerhalt trotz 41 Punkten
Es ist bemerkenswert, dass der FC Rottenburg trotz 41 Punkten weiterhin um den Klassenerhalt bangen muss. Dies sollte Anlass für den Württembergischen Fußball-Verband (WFV) sein, die aktuelle Ligareform kritisch zu hinterfragen. Eine Aufstockung der Liga auf 18 oder 19 Mannschaften oder die Einführung einer Nord- und Süd-Verbandsliga könnte hier Abhilfe schaffen. Dass ein Team mit 41 Punkten dennoch absteigen könnte, ist historisch nahezu beispiellos. Seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 1995/96 reichten 41 Zähler stets sicher für den direkten Verbleib in der Liga. Es wäre bedauerlich, wenn der FC Rottenburg mit 41 beziehungsweise 44 Punkten aus seiner ersten historischen Verbandsliga-Saison absteigen müsste.


Erste Halbzeit: FCR zeigt defensive Stabilität und setzt gefährliche Nadelstiche
Die Begegnung begann aufgrund der Verabschiedungen mit fünfminütiger Verspätung und einer großen Intensität, wobei der TSV Berg aufgrund der aktuellen Tabellensituation keinerlei Nachlässigkeit zeigte und dem FCR alles abverlangte. Bereits in der zweiten Minute kam es zu einer vielversprechenden Szene für den FCR, als Jakob Bader im Strafraum der Bergener durch einen Zweikampf mit einem Pressschlag knapp eine Führung verpasste. In der sechsten Minute prallten René Hirschka und der junge TSV-Keeper Andre Port derart heftig zusammen, dass beide kurzzeitig behandelt werden mussten, jedoch das Spiel fortsetzen konnten.
Der FCR dominierte weiterhin die Partie und erspielte sich in der zwölften Minute die nächste Chance: Raphael Langer leitete einen schnellen Konter über die linke Seite ein und legte den Ball zentral auf Moritz Rohrer ab, welcher sich mit einem Drehschuss versuchte, jedoch am Bergener Schlussmann scheiterte. Nach einem direkt aufs Tor zielenden Freistoß des FCR in der 14. Minute gelang es dem TSV Berg erstmals, nach circa einer Viertelstunde gefährlich vor das Rottenburger Tor zu gelangen. Ein voreilig abgegebener Schuss aus der linken Angriffsseite verfehlte jedoch das Ziel deutlich, sodass eine vielversprechende Gelegenheit auf den freistehenden Mitspieler vergeben wurde.
Im Anschluss leitete der TSV Berg eine Serie von Eckstößen ein, die letztlich jedoch erfolglos blieben und im Abstoß für den FCR endeten. In der Folgezeit verpasste der FCR mehrfach die Führung. So konnte der Bergener Torhüter in der 20. Minute einen Distanzschuss von Aaron Leyhr aus rund 20 Metern mit einer herausragenden Parade entschärfen. Eine Kopfballchance von Eberle verfehlte in der 26. Minute knapp das Tor. In der 30. Minute wurde ein Pass von Langer auf Bader gefährlich, doch dessen Abschuss aus circa 25 Metern ging deutlich über das Tor. Im weiteren Verlauf kam es zu einer brenzligen Szene, als der TSV-Keeper beinahe ein Eigentor verursachte, nachdem Eberle den Ball scharf von rechts in den Strafraum brachte (34.). Kurz danach vergab Hirschka in der 36. Minute eine weitere Kopfball-Großchance, als er vom Elfmeterpunkt nach einer Ecke von Leyhr am Torwart scheiterte.
Nach mehreren vergeblichen Möglichkeiten erzielte der FC schließlich in der 38. Minute die verdiente Führung: Leyhr spielte auf Rohrer, der den Ball halblinks auf Eberle weiterleitete. Dieser drehte sich geschickt um die eigene Achse und traf mit einem platzierten Linksschuss ins lange Eck zum 1:0. Ein bemerkenswerter Treffer aus nahezu unmöglicher Position, bei dem der Torhüter vermutlich eine Hereingabe erwartete, Eberle jedoch den direkten Abschluss wählte. Diese herausragende Aktion unterstrich die starke Leistung des Spielers.
Das Spiel war in der ersten Halbzeit geprägt von zahlreichen intensiven Zweikämpfen, die jedoch kaum zu weiteren klaren Torgelegenheiten führten. Beide Mannschaften zeigten sich engagiert und schenkten sich wenig. Schiedsrichter Tobias Huthmacher, der normalerweise in der Regionalliga tätig ist, leitete die Partie souverän und schickte die Teams nach zwei Minuten Nachspielzeit zu einem bis dahin sehr unterhaltsamen, sehr fairen (null gelbe Karten) und niveauvollen Spiel in die Pause.


Zweite Halbzeit: Berg agierte mit hohem Pressing, wodurch sich Konterchancen ergaben
Die zweite Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Die beiden Toptorjäger des TSV Berg, Hannes Pöschl und Daniel Schachtschneider aus Kiebingen, wurden durch Hirschka beziehungsweise Heberle weitestgehend aus dem Spiel genommen. Für den FCR begann die zweite Hälfte vielversprechend: Bereits in der 46. Minute setzte Leyhr einen Torschuss, gefolgt von einer blitzschnellen Aktion von Eberle in der 47. Minute. Nachdem Berg im Mittelfeld den Ball verlor und der gegnerische Torwart zu weit vor dem Tor stand, versuchte Eberle einen Fernschuss aus etwa 35 Metern aufs leere Tor, den der Keeper jedoch gerade noch entschärfen konnte.
Nach weniger als vier gespielten Minuten der zweiten Hälfte leitete Manuel Weber einen weiten Pass aus der eigenen Hälfte auf Eberle ein, der jedoch unmittelbar vor dem Tor unglücklich den Ball verspringen ließ – eine verpasste Gelegenheit zum 2:0. Die anschließenden Chancen blieben weiterhin beim FC: In der 52. Minute verpasste Moritz Rohrer nach einer Flanke von Eberle von links den sicheren Treffer, als er den Ball volley übers Tor schoss. Unter Zeitdruck traf Rohrer in Sekundenbruchteilen diese Entscheidung, weshalb man diesen Fehlschuss bedauern muss.
Im Anschluss daran nahm Athletikcoach Andi Bader in der 53. Minute einen Wechsel vor: Ali Hamdar ersetzte den ausscheidenden Jan Baur, der vom Publikum mit langanhaltendem Applaus verabschiedet wurde – ein emotionaler Moment für eine FC-Legende. In der 57. Minute meldete sich Berg erstmals offensiv zurück und testete Häfner mit einem Distanzschuss aus rund 40 Metern, den dieser sicher parierte.
Nach einem Schuss von Rohrer in der 58. Minute setzte Berg für etwa fünf Minuten zu einer starken Offensivphase an. Einen Schlenzer in der 60. Minute lenkte Häfner sicher zur Ecke, zwei Minuten später unterband eine Abseitsstellung zweier Berg-Spieler einen weiteren Angriff. In der 65. Minute glänzte Häfner erneut mit einer spektakulären Parade gegen einen straffen Schuss.
In der 66. Minute wurde Luca Alfonzo für Bader eingewechselt, der sich mit einigen vielversprechenden Aktionen gut ins Spiel integrierte. Sieben Minuten später beeindruckte Hirschka mit einer Weltklasse-Rettung zur Ecke; sein gesamtes Spiel zeugte von einer herausragenden Form. In der 74. Minute prüfte Pöschl erneut Häfner, der den Ball sicher klären konnte.
In der 76. Minute kam es zu einem heftigen Zusammenprall zwischen Pöschl und Häfner im Strafraum des FCR, woraufhin Schiedsrichter Huthmacher einen Strafstoß für Berg verhängte – eine Entscheidung, die lautstark unter den Zuschauern vielfach als Fehlentscheidung gewertet wurde, da Pöschl offenbar Häfner ins Kreuz sprang. Der erfahrene TSV-Kapitän Julian Karg verwandelte den Elfmeter souverän flach ins linke Eck zum Ausgleichstreffer.
Der FCR antwortete prompt: Alfonzo eroberte den Ball an der Eckfahne, spielte präzise in die Mitte auf Langer, der eiskalt und abgeklärt zum 2:1 einschoss. Diese Führung war nicht nur gerecht, sondern auch hochverdient. Kapitän Nick Heberle machte dann in der 80. Minute Platz für Loris Zettel, wobei die Kapitänsbinde zunächst an Eberle weitergereicht wurde. In der 81. Minute erhielt schließlich Manuel Weber erstmals in der Verbandsliga die Ehre die Binde übergestreift zu bekommen, während Maxime Ackermann für Eberle eingewechselt wurde.
Alfonzo versuchte in der 86. Minute eine spektakuläre Aktion à la Michael Olise, jedoch ohne Erfolg – sein schwacher Schuss stellte keine Gefahr für den Torhüter dar. Zwei Minuten später kombinierten Alfonzo und Ackermann ansprechend, scheiterten jedoch jeweils an der Abwehrreihe, zeigten jedoch vielversprechende Ansätze. In der ersten Minute der Nachspielzeit wurde Anton Jansen für Rohrer eingewechselt, doch weitere Spielaktionen blieben aus.
Nach insgesamt drei Minuten Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Tobias Huthmacher die Partie, der in der zweiten Halbzeit vereinzelt umstrittene Entscheidungen traf, darunter den erwähnten Strafstoß.
Jan Baur wurde von seinen Fans und der Mannschaft würdevoll mit rot-weißen Bengalos und Sprechgesängen verabschiedet. Die emotionale Szene, in der Baur von seinen Teamkameraden hochgehoben wurde, erzeugte Gänsehautmomente. Im Anschluss feierten Spieler und Anhänger insbesondere den Abschied von Jan Baur und Max Blesch.
Fazit
Der errungene Sieg stellt einen entscheidenden Impuls für das Selbstvertrauen dar, um am letzten Spieltag in Ehingen-Süd mit einem weiteren Erfolg den eventuellen Klassenerhalt endgültig zu sichern. Der Sieg gegen Berg war verdient, was auch Patrick Singrün, Co-Trainer und Interimscoach von Berg und Vertreter des Cheftrainers Oliver Ofentausek bestätigte. Die Statistik untermauert die Überlegenheit des FCR: Mit 17:9 Torschüssen und 9:3 Großchancen lag der FCR klar vorn. Am kommenden Samstag kommt es in Ehingen-Kirchbierlingen an der Donau zum entscheidenden Duell um den Klassenerhalt. Weiterführende Informationen zu den Abstiegs- und Verbleibskonstellationen sind in der lokalen Presse zu entnehmen. Der FCR würde sich in Ehingen auf zahlreiche rot-weiße Unterstützung sehr freuen.

Stimmen zum Spiel

René Hirschka, Co-Spielertrainer FC Rottenburg
Das Spiel gestaltete sich zwar ohne unsere beiden Kapitäne und dem abwesenden Cheftrainer erstmal ungewohnt, jedoch gelang es uns durch sorgfältige Planung und Abstimmung im Vorfeld, die Weichen frühzeitig in die gewünschte Richtung zu stellen. Unser Matchplan sah vor, zunächst abwartend zu agieren und keine unnötigen Räume in unserer Verteidigungszone zuzulassen. Dies wurde durch eine disziplinierte Mannschaftsleistung aller Spieler erfolgreich umgesetzt. Im weiteren Verlauf setzten wir gezielt Nadelstiche und konnten so unsere Chancen konsequent nutzen. Lennis Eberle erzielte daraufhin herausragend das 1:0. Anschließend blieben wir weiterhin dominant, versäumten es jedoch, unsere Führung auszubauen. Nach einem Elfmeter mussten wir kurzzeitig um den Erfolg bangen, reagierten jedoch unmittelbar mit einem hervorragend herausgespielten Tor von Raphi Langer zum 2:1. Die Mannschaft zeigte anschließend große Leidenschaft und brachte das Spiel souverän zu Ende. Somit haben wir den Sieg in dieser Partie verdient errungen. Auch die Einwechslungen und Verabschiedungen präsentierten sich ausgezeichnet, wobei alle Akteure ihr volles Engagement einbrachten.


Pressestimmen

Der FC Rottenburg darf weiterhin vom Klassenverbleib träumen
Artikel lesen | Gregor Steiner am 31.05.2026 | Schwäbisches Tagblatt
Rottenburg hält dem Druck stand
Artikel lesen | Gregor Steiner am 01.06.2026 | Neckar-Chronik
Karg trifft in seinem letzten Spiel für den TSV Berg
Artikel lesen | Nico Brunetti am 31.05.2026 | Schwäbische Zeitung / Regionalsport Oberschwaben

Bilder

Komplette Bildergalerie vom Spiel (© Fotos: Ralph Kunze)

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – Raphael Langer, René Hirschka, Jan Baur (53. Hamdar), Lennis Eberle (81. Ackermann), Nick Heberle (C) (80. Zettel), Jakob Bader (68. Alfonzo), Moritz Rohrer (90.+1 Jansen), Manuel Weber, Julian M. Kiesecker, Aaron Leyhr
Auswechselbank FC Rottenburg:
Maximilian Blesch, Fazli Krasniqi – Loris Zettel, Anton Jansen, Daniel Angerer, Ali Hamdar, Luca Alfonzo, Maxime Ackermann
Trainerbank FC Rottenburg:
Co-Spielertrainer René Hirschka, Athletiktrainer Andreas Bader, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Lennis Eberle (38.)
1:1 Julian Karg (76, Strafstoß)
2:1 Raphael Langer (77.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter (Regionalliga):
Tobias Huthmacher (FC Wangen, Schiedsrichtergruppe Wangen)
Schiedsrichter-Assistenten:
Alessandro Winter (SV Herbertingen)
Nico Knödler (FC Ostrach)
Gelbe Karten: -/-
Besondere Vorkommnisse: 
Das Spiel begann mit einer Verspätung von fünf Minuten, da sechs Spieler des FC Rottenburg verabschiedet wurden.
Zuschauer: ca. 300

Ausblick Herren 1. Mannschaft

In der Verbandsliga geht es weiter mit dem 34. und letzten Spieltag am Samstag, den 06.06.2026 und dem Auswärtsspiel beim Tabellen-13. SSV Ehingen-Süd. Spielbeginn auf dem Rasenplatz im Sportzentrum Kirchbierlingen bei Ehingen an der Donau ist am 15:30 Uhr. Das Spiel wird geleitet von Verbandsliga-Schiedsrichter Matthias Wituschek vom TSV Erbach aus der Schiedsrichtergruppe Ulm/Neu-Ulm.