Keine Kehrtwende in Sicht: FC kehrt mit leeren Händen aus Rutesheim zurück



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren 1. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Verbandsliga Württemberg, 10. Spieltag
Datum: Freitag, 16.10.2026 | 19:30 Uhr
Spielort: Sportpark Bühl Rutesheim (Kunstrasenplatz)

Spieltag-Ticker

  • FC hat nach zwei torlosen Spielen wieder getroffen
  • Lukas Behr erzielt sein 5. Saisontor
  • Nach dem 1. Spieltag zum Saisonauftakt, erstmals wieder auf einem Abstiegsplatz
  • Letzter Auswärtssieg war am 5. September beim 2:1-Sieg in Dorfmerkingen
  • Zoff um Schiri-Urteile: FCR wird klarer Elfer verwehrt – Rutesheim entgeht zwei Roten Karten

Bittere Niederlage unter Flutlicht: FCR im Negativstrudel

Der FC Rottenburg musste sich am Freitagabend, 16. Oktober, beim SKV Rutesheim mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Bühl entwickelte sich bei angenehmen Temperaturen eine insgesamt schwache Partie, in der die Gastgeber durch Tobias Gebbert, der doppelt traf, und Robin Slawig erfolgreich waren. FCR-Torjäger Lukas Behr gelang kurz vor dem Abpfiff lediglich der Treffer zum 1:3-Endstand. Aus Rottenburger Sicht wurde die Begegnung zudem von mehreren strittigen Schiedsrichterentscheidungen beeinflusst. Nach Ansicht des FCR hätten die Rutesheimer in zwei Situationen die Rote Karte sehen müssen. Außerdem sollen sowohl das zweite als auch das dritte Tor der Gastgeber aus einer Abseitsposition heraus gefallen sein. Auf der anderen Seite blieb dem FCR ein aus seiner Sicht klarer Strafstoß verwehrt. Durch die Niederlage musste Rottenburg den SKV Rutesheim in der Tabelle vorbeiziehen lassen und rutschte auf den ersten Abstiegsplatz 13 ab. Am kommenden Samstag empfängt die Mutschler-Elf den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen. Dann zählt für den FCR nur ein Sieg.
Der FC Rottenburg befindet sich in der Verbandsliga derzeit in einer schwierigen Phase. Der Abwärtstrend setzt sich fort: Mit der 1:3-(0:1)-Niederlage am Freitagabend beim Aufsteiger SKV Rutesheim kassierte die Mannschaft von Trainer Marc Mutschler die fünfte Pflichtspielniederlage in Folge. Damit zog die Sport- und Kulturvereinigung in der Tabelle am FCR vorbei, während die Rottenburger nach dem ersten Spieltag erstmals wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschten.
Der FC Rottenburg fand gegen das intensive Pressing der Gastgeber kaum Lösungen. Ausgerechnet jene Elemente, die traditionell zu den Stärken des FCR zählen – ein schnelles, direktes und kompromissloses Spiel – waren in Rutesheim nur selten zu erkennen. Diese Eigenschaften hatten die Mannschaft insbesondere im Meisterjahr der Landesliga ausgezeichnet. In der Verbandsliga ist es entscheidend, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren, den Gegner geduldig zu locken und anschließend zielstrebig umzuschalten. Dafür bedarf es jedoch sowohl mit als auch gegen den Ball mehr Mut und Entschlossenheit. Der FC Rottenburg ist derzeit nicht in der Lage, sein Leistungsvermögen konstant abzurufen. Nach fünf Niederlagen in Folge stellt die Mannschaft das formschwächste Team der Liga und liegt – noch hinter dem ebenfalls abstiegsbedrohten Balingen – auf dem letzten Tabellenplatz.
Aktuell ist der FCR damit vor allem sein eigener größter Gegner. Dennoch besteht weiterhin großes Vertrauen in die Mannschaft und in Cheftrainer Marc Mutschler. Dieser hat bereits mehrfach bewiesen, dass er seine Mannschaft auch in schwierigen Situationen stabilisieren und aus Krisen herausführen kann. Dabei ist auch die Unterstützung der Fans von großer Bedeutung. Die Anhänger, die in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Erfolge in der Landesliga verwöhnt wurden, stehen weiterhin hinter dem Team.
Besonders vermisst wird derzeit die Ausstrahlung von Kapitän Leon Oeschger, der seine Mitspieler in erfolgreichen Zeiten mitgerissen hat. Aufgrund seiner Rückenverletzung wirkt er momentan offenbar noch nicht vollständig frei. Die anhaltende Sieglosserie belastet die Mannschaft zunehmend – insbesondere, weil der FCR gegen ambitionierte Teams aus dem oberen Tabellendrittel phasenweise gut mithält, seine Chancen jedoch nicht konsequent nutzt. Auch die Zahlen verdeutlichen die derzeitige Problematik: In den vergangenen fünf Spielen erzielte der FC Rottenburg lediglich zwei Treffer und kassierte 16 Gegentore. Insgesamt steht die Mannschaft nun bei einem Torverhältnis von 10:28, was durchschnittlich nur einem Treffer pro Spiel entspricht. Für den Klassenerhalt ist diese offensive Ausbeute zu gering.
Trotz der sportlich angespannten Lage ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft weiterhin positiv. Im Training wird engagiert gearbeitet, der Teamgeist ist intakt, und von Resignation ist nichts zu spüren. Der Glaube an die eigene Stärke und an den vierten Saisonsieg ist weiterhin vorhanden. Während eine solche Negativserie bei vielen Vereinen für erhebliche Unruhe sorgen würde, setzt der FC Rottenburg bewusst auf Kontinuität. Der Vertrag mit Cheftrainer Marc Mutschler wurde erst kürzlich vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Niederlagen beschäftigen den Trainer naturgemäß sehr – insbesondere deutliche Ergebnisse gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe. Dennoch weiß Mutschler, dass seine Mannschaft deutlich mehr leisten kann, als sie zuletzt gezeigt hat.
In den vergangenen Spielen führten individuelle und vermeidbare Fehler immer wieder zu Gegentoren, die auf Verbandsligaebene konsequent bestraft werden. Dass die Mannschaft über die nötige Qualität verfügt, hat sie unter anderem beim überzeugenden Auswärtssieg in Dorfmerkingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es, an die Leistungen aus den ersten fünf Saisonspielen anzuknüpfen, in denen der FCR drei Siege verbuchen konnte. Die Spieler sind gefordert, sich selbst kritisch zu hinterfragen, wieder mehr Ehrgeiz und Zielstrebigkeit zu entwickeln und ihre Qualitäten mit Leidenschaft auf den Platz zu bringen. Gegen den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen bietet sich am kommenden Samstag die nächste Gelegenheit, die Wende einzuleiten.
Die Rottenburger Fans werden die Mannschaft dabei weiterhin unterstützen – auch bei den oftmals weiten Auswärtsfahrten. Mit den beiden körperlich robusten Neuzugängen Max Ilijan Varivoda vom niederrheinischen Landesligisten SC Velbert und Christian Mijatovic vom bayerischen Regionalligisten FC Memmingen soll zudem mehr Stabilität und Durchsetzungsvermögen in das Spiel des FCR kommen. Gemeinsam soll der Weg zurück in die Erfolgsspur eingeleitet werden.


Drei halbe Chancen sind zur Halbzeit einfach zu wenig
Die Partie begann zäh und behäbig. Beide Mannschaften agierten auf dem harten Geläuf des 23 Jahre alten Kunstrasens zunächst vorsichtig, um keinen frühen Fehler zu machen und dadurch in einen Konter zu geraten. Entsprechend blieb das Spiel bis zur 9. Minute ohne nennenswerte Höhepunkte.
Die erste Möglichkeit gehörte in der 10. Minute dem Gastgeber. Ein Freistoß aus halblinker Position wurde hoch in den Fünfmeterraum geschlagen, doch FCR-Torhüter Julian Häfner klärte sicher per Faustabwehr. Auch in der Folge blieb die Begegnung offen, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidende Vorteile erspielen konnte.
In der 13. Minute näherten sich die Rutesheimer erneut dem Rottenburger Tor. Einen langen Ball konnte Raphael Langer jedoch souverän zur Ecke klären. Nur eine Minute später musste Luis Kalbacher nach mehreren Kopfballstafetten im Rottenburger Strafraum eingreifen. Es war die erste brenzlige Situation für den FCR, die letztlich entschärft werden konnte.
Anschließend tauchte der FCR erstmals gefährlich im Rutesheimer Strafraum auf. Ein Freistoß von Leon Oeschger aus halblinker Position flog hoch in den Sechzehner. Lukas Behr, der am liebsten mit einem Sieg im Rücken zu seiner Hochzeit am folgenden Tag erschienen wäre, kam zum Kopfball, setzte diesen jedoch deutlich über das Tor. Eine Minute später bot sich dem FCR die nächste Möglichkeit: Eine Ecke von Ackermann fand erneut Behr, dessen Kopfball allerdings ebenfalls weit über das Tor ging. Damit blieb auch diese Gelegenheit lediglich eine halbe Chance.
Immerhin war nun zu erkennen, dass sich der FCR um mehr Offensivaktionen bemühte. Allerdings trafen die Rottenburger auf agile, engagierte und aggressive Rutesheimer, die in jeden Zweikampf gingen und alles in die Partie warfen, als ginge es jetzt schon um alles. In der 30. Minute kam der SKV zu einer guten Möglichkeit. Nach einem missglückten Kopfball von Oeschger und einer kurzen Unsicherheit von Häfner, der am Ball vorbeigriff, landete dieser letztlich zur Ecke. Fünf Minuten später musste Häfner einen gut getretenen Freistoß erneut per Faustabwehr klären.
Die Rutesheimer erhöhten nun den Druck – und in der 39. Minute fiel schließlich der Führungstreffer. Nach einer Ecke wurde Mittelfeldspieler und SKV-Legende Tobias Gebbert am zweiten Pfosten nahezu unbedrängt gefunden und köpfte zur verdienten 1:0-Führung für Rutesheim ein. Eine letzte halbe Chance vor der Pause hatte der FCR in der 40. Minute. Nach einer Ecke von Oeschger setzte René Hirschka den Ball per Kopf knapp am Tor vorbei.
Damit ging es mit einem 1:0-Rückstand in die Pause. Der bis dahin weitgehend unauffällige, erst 17-jährige Schiedsrichter Luke Walz von der SRG Öhringen pfiff nach vier Minuten Nachspielzeit zum Pausentee. In der zweiten Halbzeit sollte er deutlich stärker im Mittelpunkt stehen.

Rutesheim profitiert von strittigen Entscheidungen
Neben zwei Treffern aus zumindest abseitsverdächtigen Situationen sorgten weitere strittige Entscheidungen für Unmut auf Rottenburger Seite. Nach der schwachen ersten Halbzeit hatten viele Beobachter mit personellen Veränderungen zur Pause gerechnet. FCR-Trainer Marc Mutschler setzte jedoch zunächst auf die Hoffnung, dass seine Mannschaft nach einer deutlichen Halbzeitansprache besser in die Partie finden würde. Stattdessen erhöhte Rutesheim in der 51. Minute auf 2:0.
Dem Treffer ging ein schnell vorgetragener Angriff über die rechte Seite voraus. Nach dem Pass ins Zentrum konnte Neuzugang und Routinier Robin Slawig den Ball im Strafraum trotz Gegenwehr zum 2:0 über die Linie bringen. Die Entstehung des Tores war allerdings aus Rottenburger Sicht deutlich abseitsverdächtig. Daraufhin reagierte Mutschler und nahm drei Wechsel vor. Für Ackermann, Alfonzo und Nyanga kamen Neuzugang Christian Mijatovic, der schnelle Chefor Njekang sowie Julian Kiesecker, der der Mannschaft zusätzliche kämpferische Impulse geben sollte. In der Folge zeigte sich der FCR deutlich verbessert. Das Spiel der Rottenburger war nun von mehr Bewegung und Einsatz geprägt.
Die Leistungssteigerung blieb jedoch zunächst ohne zählbaren Erfolg. In der 72. Minute erhöhte Tobias Gebbert mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 3:0. Ein langer Ball aus dem Halbfeld überspielte die Rottenburger Abwehr, wobei auch dieser Treffer aus FCR-Sicht aus einer Abseitsposition heraus erzielt worden sein soll. Kurz darauf nahm Mutschler die Wechsel vier und fünf vor. Johannes Bastians ersetzte Moritz Rohrer, Loris Zettel kam für Raphael Langer in die Partie. Beide Wechsel sorgten ab der 75. Minute für zusätzlichen Schwung im Rottenburger Spiel.
Für Diskussionen sorgte zudem eine Szene, die nach Rottenburger Einschätzung nicht angemessen geahndet wurde. In einem Zweikampf gingen ein Rutesheimer Spieler und Hirschka zu Boden. Dabei soll Hirschka gegen den Kopf getreten worden sein. Er musste anschließend behandelt werden und hatte am Folgetag noch ein deutlich geschwollenes Gesicht. Auch Zuschauer aus Rutesheim bewerteten die Szene nach Angaben des FCR als Tätlichkeit und damit als rote-kartewürdig.
In der 78. Minute bot sich dem FCR schließlich die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Nach einem misslungenen Abwehrversuch kam Behr im Strafraum in einen Zweikampf mit dem erst 18-jährigen Rutesheimer Torhüter Luca Antonio Pellino, der den Rottenburger Angreifer nach FCR-Auffassung klar zu Fall brachte. Aus Sicht der Gäste hätte es hierfür einen Strafstoß und eine Rote Karte geben müssen. Schiedsrichter Walz ließ jedoch weiterspielen und verwarnte stattdessen FCR-Kapitän Oeschger wegen Reklamierens. Rottenburg wertete diese Entscheidung als eine weitere strittige Situation in einer insgesamt unglücklichen Schiedsrichterleistung.
In der 81. Minute hatte der FCR eine weitere gute Gelegenheit. Eine Ecke von Oeschger fand Hirschka, dessen Kopfball jedoch knapp am Tor vorbeiging. Wenig später gelang den Rottenburgern schließlich der Anschlusstreffer: Oeschgers Freistoß wurde zunächst von der Mauer abgeblockt, den Nachschuss setzte Behr jedoch mit großer Wucht unter die Latte. Der FCR war nun klar die bessere Mannschaft und drängte auf den Ausgleich. Rutesheim beschränkte sich weiterhin weitgehend auf lange Bälle in die Spitze. In der Nachspielzeit hatte Behr nach einer präzisen Kopfballvorlage von Hirschka, der inzwischen als Mittelstürmer agierte, noch einmal eine große Chance. Sein Kopfball verfehlte das Ziel jedoch erneut.
Damit blieb es beim 3:1 für Rutesheim. Der SKV gehörte aus Rottenburger Sicht zwar zu den bislang schwächeren Gegnern, dennoch gelang es dem FCR in seiner derzeit schwierigen Situation nicht, die dringend benötigten drei Punkte einzufahren. Nach insgesamt rund 101 Minuten beendete Schiedsrichter Walz die Partie.

Fazit
Der Sieg des SKV Rutesheim geht zweifellos in Ordnung und war verdient. Der FCR zeigte seine bislang schwächste Saisonleistung. Dies bestätigten die Spieler nach dem Schlusspfiff selbstkritisch. FCR muss Niederlage schnell abhaken. Die Partie machte deutlich, dass kein Gegner unterschätzt werden darf – insbesondere nicht Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem eigenen Team stehen. In der Verbandsliga gibt es keine einfachen Spiele und schon gar keine Selbstläufer. Nach einer Niederlage bleiben grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man bewertet die eigene Leistung übermäßig negativ, oder man hakt die Partie schnellstmöglich ab und richtet den Blick konsequent auf die kommenden Aufgaben. Für den FCR gilt es nun, die Niederlage sachlich aufzuarbeiten und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei darf die Mannschaft den Glauben an den Klassenerhalt keinesfalls verlieren. Um den Tabellenkeller zu verlassen, müssen die gewohnten Abläufe wiedergefunden und auf dem Platz konsequenter umgesetzt werden. Am 11. Spieltag empfängt der FCR den VfB Friedrichshafen. Um die sportliche Wende einzuleiten, wird die Mannschaft eine deutliche Leistungssteigerung und nahezu ein perfektes Spiel benötigen.

Archivbild: Lukas Behr war einziger Torschütze für den FCR und traf zum 1:3-Endstand.


Stimmen zum Spiel

Marc Mutschler, Trainer FC Rottenburg
Es war ein schwaches Spiel von allen Beteiligten. Insgesamt ein typisches 0:0-Spiel, umso mehr gibt uns die Tatsache zu denken, dass wir am Ende drei Gegentore kassieren. In der ersten Halbzeit konnten wir uns nicht eine einzige Torchance herausspielen. Wir hatten somit null Torabschlüsse, und das sagt viel über unsere aktuelle Verfassung aus.
Wir brauchen jetzt MUT, eine bessere Entscheidungsfindung und den maximalen Willen, defensiv konsequent zu verteidigen und uns offensiv durchzusetzen. Das Thema Emotionen wird jetzt ganz großgeschrieben! Wir müssen wieder mit Leidenschaft, Überzeugung und dem unbedingten Willen auf den Platz gehen, diese Spiele gewinnen zu wollen. Jeder muss bereit sein, für den anderen alles zu geben und auch in schwierigen Phasen Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen es jetzt erzwingen, um wieder Punkte zu holen! Wenn wir weiterhin so auftreten wie in den letzten Spielen, wird es für uns weiter bergab gehen. Jetzt müssen wir eine Reaktion zeigen und als Mannschaft gemeinsam dagegenhalten!

Pressestimmen

Nur 15 gute Minuten
Artikel lesen | Tobias Zug am 17.10.2026 | Südwest Presse/Schwäbisches Tagblatt
SKV Rutesheim holt Heimsieg trotz spätem Torwart-Patzer – Tobias Gebbert trifft doppelt
Artikel lesen | Flemming Nave am 18.10.2026 | Stuttgarter Nachrichten

Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Julian Häfner – René Hirschka, Raphael Langer (75. Zettel), Aaron Leyhr, Ruben Nyanga (55. Kiesecker), Lukas Behr, Leon Oeschger (C), Luis Kalbacher, Moritz Rohrer (75. Rohrer), Luca Alfonzo (55. Njekang), Maxime Ackermann (55. Mijatovic)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Nick Gutekunst, Fazli Krasniqi – Johannes Bastians, Loris Zettel, Anton Jansen, Melvin Gruhonjic, Manuel Weber, Daniel Genuardi, Julian M- Kiesecker, Max Ilijan Varivoda, Christian Mijatovic, Gaildonald C. Njekang
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Marc Mutschler, Co-Spielertrainer René Hirschka, Betreuer Klaus Schiebel
Tore:
1:0 Tobias Gebbert (39.)
2:0 Robin Slawig (51.)
3:0 Tobias Gebbert (72.)
3:1 Lukas Behr (88.)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Schiedsrichter:
Luke Walz (TSV Pfedelbach, SRG Öhringen, Spielklasse: Verbandsliga)
Schiedsrichter-Assistenten:
Silas Walz (TSV Pfedelbach)
Jakob Friedrich Birkert (ASV Scheppach-Adolzfurt)
Gelbe Karten: 4 / 2
Rote Karten: – / –
Besondere Vorkommnisse: 
Beide Trainer – Marc Mutschler vom FCR und Christopher Baake vom SKV – aber auch Jan-Dominik Wirkner – Betreuer von Rutesheim – sehen wegen Unsportlichkeit jeweils die Gelbe Karte.
Zuschauer: ca. 100

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Am kommenden Samstag, den 24.10.2026 bittet die Mutschler-Elf am 11. Spieltag den Tabellenvorletzten VfB Friedrichshafen zu einem Kellerduell. Gespielt wird – Stand 18.10. – im Hohenberg-Stadion auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg am Neckar. Spielbeginn ist wie gewohnt um 15:30 Uhr. Das Spiel steht unter der Leitung von Dr. Max Angenendt vom FV Asch-Sonderbuch aus der Schiedsrichtergruppe Blautal/Lonetal.

Kalte Dusche für unsere Zwoide: Zwei bittere Pleiten stoppen die Euphorie



Erst Höhenflug, dann Dämpfer im Doppelpack

Nach einer stolzen Serie von sieben ungeschlagenen Partien kassierte das Team von U23-Coach Enzo Fortuna zuletzt zwei bittere Niederlagen in Folge.

Mittwoch, 16.09.2026 – Bezirkspokal Alb, 3. Runde

FCR Zwoide – TSV Hirschau 0:6 (0:3)

Nach dem tollen Sieg gegen die SGM Mössingen/Belsen nahm sich die FCR Zwoide für die 3. Runde des Bezirkspokals gegen den Bezirksligisten TSV Hirschau viel vor. Und zu Beginn zeigte sich auch, dass wir uns keineswegs verstecken wollten. Wir hielten gut dagegen und versuchten, dem klassenhöheren Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Leider liefen wir jedoch immer wieder in die schnellen Konter der Hirschauer. Beim ersten Gegentreffer hatten wir dabei noch Pech, da der Ball unglücklich abgefälscht wurde. Auch beim zweiten Treffer war die Situation zumindest abseitsverdächtig. Nach diesen beiden Rückschlägen sanken die Köpfe bei uns allerdings sichtbar und wir fanden bis zur Halbzeit immer weniger Zugriff auf die Partie. Kurz vor der Pause fiel schließlich noch das 0:3.
Zur zweiten Halbzeit wurde gewechselt und die frischen Kräfte brachten zunächst neuen Schwung in unser Spiel. Gerade in der ersten Hälfte des zweiten Durchgangs kamen wir auch zu der ein oder anderen guten Möglichkeit. Hier hätten wir konsequenter sein und den verdienten Anschlusstreffer erzielen müssen.
Stattdessen schlug Hirschau erneut zu. Mit dem 0:4 war der Widerstand unserer Zwoiden zunehmend gebrochen. Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und legten noch zwei weitere Treffer zum 0:6-Endstand nach. Je länger die Partie dauerte, desto mehr schwand bei uns die Gegenwehr und Hirschau hatte dadurch zunehmend leichtes Spiel.
Am Ende steht damit eine deutliche 0:6-Niederlage und das Aus im Pokal. Trotzdem gilt es, die positiven Ansätze aus der Anfangsphase und insbesondere den guten Start in die zweite Halbzeit mitzunehmen. Gegen einen Bezirksligisten konnten wir phasenweise gut mithalten – nun heißt es, die Lehren aus dem Spiel zu ziehen und den Fokus wieder auf die kommenden Aufgaben in der Liga zu richten.
So spielte die Zwoide:
Philipp Abrosimov – Luis Malilelo (56. Nelio Stiegler), Marcel Epple, Michael Garus (46. Noel Igbinovia), Maximilian Wellhäußer (C), Taylan Canpolat (46. Melvin Gruhonjic), Tim Johner, Lion Keitemeier (46. Alexander Funk), Max Ilijan Varivoda, Leon Haug, Simon Ott (46. Joscha Arnold)
Tore:
0:1 Maximilian Wellhäußer (11., ET)
0:2 Cihan Canpolat (19.)
0:3 Moritz Maul (30.)
0:4 Patrick Ladinig (52.)
0:5 Paul Poddig (80.)
0:6 Cihan Canpolat (85.)


Sonntag, 20.09.2026 – Kreisliga A3, 6. Spieltag

SV Nehren II – FCR Zwoide 1:0 (0:0)

Nach der deutlichen Pokalniederlage gegen den TSV Hirschau hatte sich die FCR Zwoide für das Auswärtsspiel beim Aufsteiger SV Nehren II eine Wiedergutmachung vorgenommen. Am Ende mussten wir jedoch mit leeren Händen die Heimreise antreten und kassierten unsere erste Saisonniederlage.
Dabei kamen wir nur träge in die Partie. Zwar erspielten wir uns im Laufe der ersten Halbzeit immer wieder Offensivaktionen, vor allem über die linke Seite, doch im Strafraum fehlte uns anschließend die nötige Präsenz. Zu selten waren wir mit mehreren Spielern in der gefährlichen Zone und so verpufften unsere Angriffe immer wieder.
Generell hatte man an diesem Nachmittag nicht wirklich das Gefühl, dass wir unbedingt ein Tor erzwingen wollten. Stattdessen mühten wir uns weiter ins Spiel, ohne dabei die nötige Durchschlagskraft zu entwickeln. Nach einer insgesamt emotionslosen ersten Halbzeit ging es auch im zweiten Durchgang zunächst ähnlich weiter.
Mitte der zweiten Halbzeit gab es dann einen großen Aufreger: Nach einem Freistoß von Leon Haug reagierte der eingewechselte Lion Keitemeier am schnellsten und verwertete den Abpraller. Zu unserer Verwunderung entschied der Schiedsrichter auf Abseits – aus unserer Sicht definitiv eine Fehlentscheidung. Der mögliche Führungstreffer zählte somit nicht.
Auch danach blieb unsere Offensive zu harmlos. In der 65. Minute bekam Nehren einen Freistoß kurz vor unserem Strafraum zugesprochen. Der Ball wurde ins lange Eck geschlagen und Ivan Mandic traf zur 1:0-Führung für die Gastgeber.
Nun versuchten wir zwar noch einmal, Druck aufzubauen und rannten an. Doch auch in der Schlussphase fehlte uns am gegnerischen Strafraum die entscheidende Idee und vor allem die nötige Konsequenz. Zu selten kamen wir wirklich gefährlich zum Abschluss.
So blieb es beim 0:1 und damit bei der ersten Niederlage in dieser Saison. Eine vermeidbare Niederlage, bei der wir offensiv über weite Strecken zu wenig Durchschlagskraft und Entschlossenheit gezeigt haben.
Jetzt heißt es, die Partie schnell abzuhaken, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und in den kommenden Spielen wieder das Gesicht zu zeigen, das uns zu einem guten Saisonstart verholfen hat.
So spielte die Zwoide:
Philipp Abrosimov –Kevin Proschin, Joscha Arnold (60. Gregor Hahn), Michael Garus (57. Lion Keitemeier), Maximilian Wellhäußer (C) (75. Simon Ott), Taylan Canpolat (32. Marcel Epple), Tim Johner, Max Ilijan Varivoda, Melvin Gruhonjic, Leon Haug, Noel Igbinovia (90. Dominik Letzgus)
Tore:
1:0 Ivan Mandic (65.)

Unsere Zwoide gewinnt das Spitzenspiel gegen die SGM Mössingen/Belsen 5:1



Infos zum Spiel

Mannschaft: Herren U23 / 2. Mannschaft
Spielzeit: Saison 2026/27
Wettbewerb: Kreisliga A2 Alb, 5. Spieltag
Datum: Mittwoch, 09.09.2026 | 19:00 Uhr
Spielort: Hohenberg-Sportanlage Rottenburg (Neuer Kunstrasenplatz)

Die Zwoide gewinnt gegen die SGM Mössingen/Belsen mit 5:1

Mössingen/Belsen kam zunächst besser ins Spiel und hatte bis zur Führung leichte Vorteile. In der 37. Minute gingen die Gäste durch Mansur Yildiz mit 1:0 in Führung. Unsere Mannschaft ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und kam in der 41. Minute durch Melvin Gruhonjic zum etwas überraschenden Ausgleich. Nur zwei Minuten später drehte Taylan Canpolat das Spiel und brachte uns mit 2:1 in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeit.
Nach der Pause standen wir defensiv sehr ordentlich und verteidigten die Angriffe der Gäste immer wieder gut weg. In der zweiten Halbzeit ließen wir eigentlich nur eine wirkliche Torchance, wo wir auf der Linie retten konnten, zu. Gleichzeitig boten sich uns immer wieder gute Möglichkeiten über schnelle Konter. In der 52. Minute fiel dann das 3:1: Nach einem Eckball war Michael Garus per Kopf zur Stelle. Mit der Führung im Rücken hatten wir das Spiel nun zunehmend im Griff und kamen immer wieder zu gefährlichen Umschaltsituationen. In der 85. Minute erhöhte Lion Keitemeier auf 4:1, ehe Melvin Gruhonjic in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den 5:1-Endstand herstellte.
Am Ende ein deutlicher Sieg, der vor allem aufgrund der starken zweiten Halbzeit und der guten Defensivarbeit verdient war.

Der 19-jährige Melvin Gruhonjic erzielte das erste und das letzte Tor gegen den Favoriten aus Mössingen und schnürte so für den FCR seinen ersten -Doppelpack.


Fakten und Zahlen zum Spiel

So spielte der FC Rottenburg:
Philipp Abrosimov – Marcel Epple (80. Ott), Michael Garus (71. Varivoda), Maximilian Wellhäußer, Taylan Canpolat (63. Arnold), Tim Johner, Jannik Steck, Melvin Gruhonjic, Lion Keitemeier (87. Funk), Leon Haug, Luis Branz (C)
Auswechselbank FC Rottenburg:
Doganay Caner Gül, Johannes Elsäßer, Joscha Arnold, Max Ilijan Varivoda, Alexander Funk, Simon Ott, Efosa Noel Igbinovia
Trainerstab FC Rottenburg:
Trainer Enzo Fortuna, Co-Spielertrainer Michael Garus, Betreuer Kevin Knobelspieß
Tore:
0:1 Mansur Yildiz (37.)
1:1 Melvin Gruhonjic (41.)
2:1 Taylan Canpoalt (43.)
3:1 Michael Garus (52.)
4:1 Lion Keitemeier (85.)
5:1 Melvin Gruhonjic (90.+2)
Fussball.de:
Aufstellung und Spielverlauf
Spieltag und Tabelle
Gelbe Karten: 1 / 3
Schiedsrichter:
Alexander Amann (VfB Stuttgart)

Ausblick Herren 1. Mannschaft

Weiter geht´s mit unserer Zwoiden bereits am kommenden Mittwoch, den 16.09.2026 mit der 3. Runde im Bezirkspokal gegen den Bezirksligisten TSV Hirschau. Gespielt wird auf dem neuen Kunstrasenplatz auf der Hohenberg-Sportanlage in Rottenburg. Spielbeginn ist um 19 Uhr. 
Weiter um Punkte in der Kreisliga A3 gespielt wird wieder am kommenden Sonntag, den 20.09.2026 auf dem Sportgelände in Nehren beim Aufsteiger SV Nehren II. Spielbeginn ist um 13 Uhr.